FÖRDERUNG DER PFLANZENVIELFALT

Letzten Winter haben wir im Englischen Garten Buchsbäume entfernt. Damit die offenen Stellen mit den richtigen Pflanzenarten wieder zuwachsen, haben wir jetzt Schnittgut von einer Wiese aufgetragen. Gräser und Kräuter bleiben an diesen Stellen liegen, die Samen fallen auf den Boden. Unter der dichten, langsam verrottenden Auflage sind die Samen vor Sonne und Hitze geschützt und können keimen und Wurzeln bilden. Diese Methode nennt man Direktbegrünung.

Das Schnittgut enthält typische Magerwiesenpflanzen wie Wiesenflockenblume, Wiesen-Bocksbart, Hornklee, Witwenblume und viele mehr. Diese sind wichtige Futterpflanzen für Schmetterlinge und andere Insekten.

Die Pflanzen kommen von einer besonders artenreichen Wiese ganz in der Nähe (Rütihard, Münchenstein), die Pro Natura gehört. An dieser Wiese herrschen sehr ähnliche Standortbedingungen; das heisst, dass die Pflanzen von dort auch hier gut wachsen müssten. Durch die Direktbegrünung können wir über die Jahre Arten einbringen, die in den Merian Gärten bisher nur selten vorkommen.