Pflanze des Monats

Balkan-Windröschen (Anemone blanda)

Über den Balkan, Zypern, Syrien, Türkei oder den Kaukasus liest man meistens im Zusammenhang mit bedrückenden Nachrichten. Dabei geht vergessen, dass diese Namen nicht nur Konflikte bezeichnen, sondern auch für atemberaubende Natur und eine phantastische Pflanzenvielfalt stehen.

Das Balkan-Windröschen zum Beispiel ist in all diesen Gegenden heimisch, fühlt sich aber auch hier sehr wohl. Jedes Jahr im März, wenn die Krokusse allmählich verblühen, öffnet es seine blauvioletten Sterne. Am besten kauft man die kleinen Wurzelknollen im Herbst, am allerbesten viele. Sie sehen aus wie Erdklümpchen und sollten sofort an Ort und Stelle eingegraben werden. Wer sie zuerst im Beet verteilt, um sie etwas zu drapieren und danach zu pflanzen, findet die meisten davon nie wieder. 

In unserem kalkhaltigen, schweren Boden gedeihen die Balkan-Windröschen prächtig, obwohl in manchem Katalog (…log!) bisweilen von "kalkfreiem Standort" gefaselt wird. Sie wachsen nicht nur unter Gehölzen, sondern auch zwischen Stauden und bilden dort durch Selbstaussaat allmählich grössere Bestände. Aber nur, wenn man sie in Ruhe wachsen lässt, denn durch Hacken werden sie zerstört.