Pflanze des Monats

Freiland-Fuchsie (Fuchsia magellanica)

Ja, es gibt sie, die (fast) perfekte Pflanze mit roten Blüten bis zum Frost, welche sich auch gut in der Vase macht. Die zudem wertvollen Honig liefert, nicht zu gross wird und ungiftig ist: Die Freiland-Fuchsie ist eine Bereicherung für fast alle Gärten und kommt mit jedem halbwegs normalen Boden zurecht, wenn es nicht zu trocken ist. Sie wird viel zu selten gepflanzt. Am häufigsten bekommt man 'Gracilis', es gibt aber auch weisse und zweifarbige Sorten.

Die Freiland-Fuchsie stammt von der Südhalbkugel, aus Patagonien. Dass ihre Blüten deshalb nach unten zeigen, ist aber nur ein alter Gärtnerwitz; sie hängen, weil sie in regenreichen Gebieten wachsen. Dort werden sie von Kolibris bestäubt, aber hiesige Bienen und Hummeln erledigen dies genauso gut, wie man an den zahlreichen Beeren erkennen kann. Diese sind essbar, wenn auch etwas fad und kratzend.

Das 'Freiland' im Namen der Fuchsie darf man nicht überall wörtlich nehmen, in kühleren Gegenden braucht sie einen Winterschutz aus trockenem Laub und Tannenzweigen. Im April wird sie zurückgeschnitten und mit etwas Kompost oder Dünger versorgt. Im Sommer wird sie manchmal von grossen Raupen des Mittleren Weinschwärmers befallen. Statt deshalb in Hysterie zu verfallen, sollte man sich daran freuen und den Viechern ein paar Zweige gönnen: Der Schaden hält sich in Grenzen, diese Nachtfalter sind wunderschön - und auch wir schwärmen schliesslich für Wein.