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Die gestaffelte Bewirtschaftung und ihre ökologischen Vorteile

blühender Bärenklau in der Mitte vom Bild und rechts davon ein verdorrter Bärenklau

Das Trockenbiotop bietet zurzeit eine Variation an Vegetationsstadien. So steht zum Beispiel nebst einem noch blühenden Doldenblütler, dem Bärenklau, ein bereits verdorrtes Exemplar in unmittelbare Nähe. Dies ist ein wunderbares Abbild der gestaffelten Bewirtschaftung: Die Wiesen werden abschnittsweise und nicht die gesamte Fläche auf einmal gemäht, wodurch verschiedene Vegetationsstadien gebildet werden. Eine solche Bewirtschaftung ist zwar zeitlich aufwändiger, bietet aber eine wichtige Unterstützung für die Tierwelt. Die Blüten bieten den späten Besuchern immer noch süssen Nektar und Pollen. Samen an stehen gelassenen Stauden dienen den Vögeln als Nahrungsquelle. Tote Stängel und Blütenstände werden von Insekten und Spinnen als Überwinterungsort genutzt.

Nebst den Wiesen beim Trockenbiotop wird die gestaffelte Bewirtschaftung auch bei den anderen unter Naturschutz stehenden Wiesen angewandt, besonders auf dem Hochplateau und den Böschungen. Damit das Gärtner-Team eine Übersicht hat, wann ungefähr welche Wiese gemäht werden muss, wird ein Pflegeplan geführt. Magere Wiesen, welche sich auf nährstoffärmeren Standorten befinden, werden zudem seltener gemäht als solche auf nährstoffreichen Standorten.