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Pflanze des Monats Juli

Schmalblättrige Ölweide (Elaeagnus angustifolia)

Trotz des irreführenden Namens ist dieser hübsche Baum nicht näher mit Ölbaum oder Weide verwandt, sondern mit Sanddorn. Das Laub der schmalblättrigen Ölweide flirrt silbergrau im Sommerwind; die darunter verborgenen Dornen sorgen für heftige Gefühle, wenn man sie zu spät bemerkt.

Die kleinen, unscheinbaren Blüten duften angenehm, die Früchte sind mehlig, aber essbar. Die Wurzeln können mit Stickstoffbakterien eine Symbiose eingehen, was der Ölweide die Besiedlung schwieriger Böden ermöglicht. Zudem ist sie ein gutes Vogelschutzgehölz, dazu hitzeresistent und zur Böschungsbefestigung geeignet. Von den Imkern wird sie des bernsteinfarbenen, aromatischen Honigs wegen geschätzt. Sie wächst als Strauch oder kleiner Baum und lässt sich sogar als Hecke schneiden. Alles in allem ein vielseitiges und hübsches Gehölz, das – ausser einem Platz an der Sonne – kaum Ansprüche stellt.

Diese Ölweide kommt ursprünglich aus Asien, ist aber inzwischen im Mittelmeerraum, in Europa und  Amerika heimisch. Die inneren Werte bemerkt man erst, wenn das Bäumchen nicht mehr lebt: Das wunderschöne, schwere Holz! Der helle Splint bildet einen Kontrast zum dunklen Kernholz, das je nach Pflanze mittel- bis dunkelbraun ist, mit einer feinen Maserung und feinem Schimmer. Natürlich ist das kein Grund, diesen schönen Baum zu fällen! Falls dies aber nötig sein sollte, tröstet dieses Holz etwas über den Verlust hinweg.

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Frisch aufgeblüht

Hemerocallis 'Little Big Man'

Im Irishang und seiner Umgebung erblühen zur Zeit die Taglilien (Hemerocallis). Zwar sind die Einzelblüten dieser Stauden nur für einen Tag geöffnet (daher auch der Name), infolge der von einer Pflanze ausgebildeten Blütenmasse, sowie ihrer Farbenpracht und Leuchkraft, sind sie aber kaum zu übersehen.

 

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Frisch aufgeblüht

Von Insekten umschwirrt und in einem fantastischen Blau, leuchten die Blüten der Französischen Säckelblume (Ceanothus x delilianus 'Henri Desfossé') bereits von Weitem über den Silberhang. Sogar der ebenfalls gerade aufblühende Lavendel tut dem keinen Abbruch.

Die Pflanze ist übrigens nicht mit dem Flieder verwandt, auch wenn es auf den ersten Blick so aussehen mag.

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Fledermausnacht auf August 2021 verschoben

Aufgrund der Situation rund um das Coronavirus haben wir gemeinsam mit unserem Partner Pro Chiroptera entschieden, die geplante Fledermausnacht in den Merian Gärten um ein Jahr zu verschieben. 

Neu findet der Anlass am letzten Augustwochenende 2021 statt. Der Anlass am 28. August 2020 wird nicht durchgeführt.  

Merken Sie sich also schon mal das Wochenende vom 28./29. August 2021 vor! Es erwartet Sie eine spannende Nachtexkursion, auf der Sie zusammen mit Fachleuten Fledermäuse aufspüren. Und bis es eindunkelt gibt es für Klein und Gross viel über Fledermäuse zu erfahren, leckere Verpflegung und gute Gesellschaft am offenen Feuer. 

Fledermausnacht 2021
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COVID-19 Schutzmassnahmen

Die Merian Gärten sind wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Wir freuen uns darauf, Sie vor Ort zu begrüssen!

Zur Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeitenden haben wir einige Schutzmassnahmen ergriffen. Diese richten sich nach den Vorgaben von Bund und Kanton. Lesen Sie dazu auch das vollständige Schutzkonzept für den Publikumsbereich.

Die wichtigsten Regeln und Massnahmen im Überblick:

  • Halten Sie jederzeit den vorgegebenen Mindestabstand zu anderen Personen ein
  • Zur Zeit liegen keine Drucksachen (z.B. Flyers) auf 
  • Das Mühlemuseum bleibt vorerst geschlossen
  • Der Marktstand ist wieder in Betrieb
  • Die Villa Merian empfängt Sie wieder. Wir haben die Terrassenbestuhlung erweitert, damit die Abstände eingehalten werden können
  • Führungen finden wieder statt. Für Montagsführungen ist eine Anmeldung erforderlich. Für Sonntagsführungen ist eine Registration vor Ort erforderlich. Die Platzzahl ist beschränkt. Alle Informationen zu Führungen...
  • Für die Sonntagsmatineen ist eine Platzreservation nötig.
  • Die Durchführung von weiteren Veranstaltungen erfahren Sie in unserem Kalender
Schutzkonzept Merian Gärten Führungen Infos und Anmeldung
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Pflanze des Monats Juni

Zartblättriger Spargel (Asparagus tenuifolius)

Spargel ist momentan in aller Munde, sei es alla Milanese oder auf klassische Art mit Butter und Schinken. Auch über das Spargelstechen war in den letzten Wochen einiges zu lesen. Aber Spargel kann mehr als nur gut schmecken; unter seinen rund 200 Arten finden sich beliebte Zierpflanzen und andere interessante Gewächse.

Eines davon ist der Zartblättrige Spargel. Mit etwas Glück kann man ihn im Tessin finden, wo er an trockenen Hängen im Gebüsch wächst. Die winzigen grünlichen Blüten verstecken sich im Laub, obwohl da nicht viel zu verstecken ist. Die Pflanze wächst sehr langsam, bleibt niedrig und bildet erst nach vielen Jahren einen grösseren Bestand. Alles in allem nicht gerade spektakulär…

Erst in letzter Zeit haben wir diesen kleinen Spargel so zu schätzen gelernt, wie er es verdient: Eingewachsene Pflanzen ertragen grosse Hitze und kommen ohne Giesswasser zurecht, was während der Klimaveränderung zunehmend wichtiger wird. Die gelbe Herbstfärbung leuchtet über mehrere Wochen und sieht zu Gräsern und Astern hinreissend aus. Doch das Schönste an ihm ist das Gefühl, wenn man diese fluffige Wuschelwolke aus feinstem Laub streichelt. Das macht glücklich!

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Soeben gesichtet

Ein Rehbock spaziert am Dachsbau vorbei. Wahrscheinlich ist es ein Jungtier, welches auf der Suche nach einem neuen Revier ist. Vor einigen Jahren konnten wir schon einmal ein Reh mit der Wildkamera fotografieren. Dauerhaft leben aber keine Rehe in den Merian Gärten.

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Neues Beet für Pionierpflanzen

Hinter dem Lehmhaus entsteht eine neue Bepflanzung. Auf kiesigem Boden werden Winden, Gräser und Brennesseln entfernt und durch Natternkopf, Echtes Labkraut, Färber-Hundskamille, Gemeine Ochsenzunge und anderen einheimischen Pionierpflanzen und Stauden ersetzt. So soll ein artenreicher Lebensraum entstehen, der diverse Tiere (z.B. Insekten) anlockt.

Bereits im Februar wurde dazu der Oberboden abgetragen und die Fläche mehrmals gejätet. Ein Wurzelschutzvlies soll verhindern, dass die Winden sich erneut ausbreiten. Als Substrat dient ein Gemisch aus Birs-Kies, Humus und wenig Kompost. Letzte Woche wurden einige grosse Steine eingesetzt – dazu kam uns der Lastwagen mit Kran der Stadtgärtnerei zur Hilfe.

Nun folgen noch die Bepflanzung und Gestaltung und hoffentlich schon bald die ersten Schmetterlinge und Eidechsen.

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Schadstoffmessungen im Trockenbiotop

Im Trockenbiotop findet von März bis Oktober 2020 ein Pilotversuch für ein Forschungsprojekt des Bundesamts für Umwelt (BAFU) und anderen öffentlichen Institutionen statt. Dabei geht es darum, Schadstoffe in der Luft zu messen, denn es gibt bisher wenige Informationen zur Luftbelastung durch moderne Pflanzenschutzmittel.

In den aufgestellten Messgeräten (so genannten Passivsammlern) werden allfällige Einträge von Pflanzenschutzmitteln aus der Luft und aus dem Regen gemessen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt, bei dem Messmethoden getestet werden. Wenn sich erweist, dass sich die Messmethoden für den Nachweis der Pflanzenschutzmittel eignen, sollen sie später breiter eingesetzt werden, zum Beispiel auch in Untersuchungen zum Insektensterben.

Die Merian Gärten sind einer von neun Standorten, die in der Schweiz verteilt sind und verschiedene Situationen in Bezug auf Pflanzenschutzmitteleintrag abdecken sollen. Das Trockenbiotop wurde als „unbelasteter“ Standort ausgewählt, da hier keine Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden.

Die Messungen werden von der Firma Carbotech AG durchgeführt im Auftrag von einem Zusammenschluss verschiedener Institutionen welche das Vorhaben auch finanzieren: der EAWAG, dem BAFU, Sektion Luftreinhaltung und Chemikalien, dem Lufthygieneamt beider Basel (LHA), dem Nationalen Beobachtungsnetz Luft (NABEL), der OSTLUFT sowie den Kantonen Thurgau und Jura. Das Labor des Amtes für Umwelt Kanton Basel-Stadt unterstützt das Projekt mit der Methodenentwicklung.

 

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Gartenfreuden

Leuchtendes Grün, frisch gemähter Rasen, Blüten die bald aufgehen, sanfte Farben im Rhododendrontal, kräftige Wiesen, Regentropfen und Morgenlicht: das erfreut uns im Moment. Die Fuchsien werden nach und nach aus dem Gewächshaus an ihren Sommerstandort gebracht. Und, schwer über das Internet zu transportieren, aber wir versuchen es  - der Duft im Silberhang hinter den Gewächhäusern ist unglaublich schön, es riecht nach Lavendel und mediterranen Kräutern, es hat was Würziges und gleichzeitig Liebliches und erinnert an Ferien in Südfrankreich...

Wir freuen uns, Sie schon in wenigen Wochen wieder in den Gärten zu begrüssen, dann können Sie sich selbst ein Bild davon machen! 

(Von unserem Team vor Ort fotografiert)