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Die Mittagspause

Dyychwoche Tag 4

Jeden Tag essen wir im Lehmhaus zusammen zu Mittag. Eine Gruppe von Schülern macht von der 10-Uhr-Pause bis zur Mittagspause das Essen bereit. Dabei sind wir erstaunlich gut organisiert und die Küche sieht immer ordentlich aus. Aber wenn so viele Leute zusammen arbeiten muss man sich sehr gut absprechen.

Den Menuplan haben wir gemeinsam erstellt, dabei haben wir abgestimmt was wir essen möchten. Diese Woche gab es schon Älplermakronen, Spaghetti mit Tomatensosse, Fajitas und Pizza. Die Pizza haben wir im grossen Holzbackofen im Lehmhaus gebacken.

Nur das Abwaschen ist ein bisschen schwierig, nach dem Essen hat das Küchenteam kaum noch Lust dazu… Aber wir hören Musik und dann macht sogar das Spass. 

Während der Dyychwoche berichtet die Klasse hier jeden Tag von ihren Erfahrungen. 

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Was machen wir überhaupt?

Dyychwoche Tag 3

Es ist unser dritter Tag in den Merian Gärten. Wir reden immer davon, dass wir den Dyych verbessern - doch was heisst denn überhaupt verbessern? Heute erklären wir in drei Schritten, was wir genau machen:

1. Als erstes nehmen wir lange Weidenäste, legen sie auf einen Stapel und binden sie mit Kokosschnur zusammen. Diese Bündel nennt man Faschinen.

2. Wir nehmen die alten Faschinen aus dem Dyych heraus und begradigen das Ufer mit Schaufeln und Spaten.

3. Die neuen Faschinen legen wir ans Ufer und befestigen sie mit Holzstäben, die wir mit dem Hammer einschlagen. Danach füllen wir den leeren Raum zwischen den Faschinen und dem Ufer mit Kies auf.

Wir sind jetzt schon drei Tage hier in den Merian Gärten. Wir sind immer noch motiviert und geistig fit, aber wir spüren langsam die körperliche Anstrengung. Nach wie vor macht es uns aber sehr Spass!

Während der Dyychwoche berichtet die Klasse hier jeden Tag von ihren Erfahrungen. 

Bericht Tag 1 Bericht Tag 2
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Unsere ersten Eindrücke

Dyychwoche Tag 2

Wir sind jetzt schon zwei Tage hier in den Merian Gärten. Es ist toll an etwas zu arbeiten, an dem man die Fortschritte sieht. Es ist aber auch schön, als Klasse zusammen zu arbeiten.

Heute Morgen haben wir aus den Fallen für die amerikanischen Flusskrebse Fische befreit, die sich dort verfangen hatten. Wir haben auch freie Flusskrebse gesehen. Sie sind schwarz mit knallroten Scheren und einem blauen Bauch.

Unsere Arbeitszeit geht von 8.30 bis 16.30 Uhr, in diese Zeit sind wir immer draussen. Das ist ein grosser Unterschied zum Schulalltag! Hier sind die Tage länger, aber da wir uns den ganzen Tag bewegen, erscheint es uns weniger anstrengend als die Schule. Die Arbeit ist viel handfester und weniger kopflastig, und wir können oft selber entscheiden wie wir die Aufgaben untereinander verteilen. Diese Selbstständigkeit ist toll.

Wenn wir im Dyych arbeiten, dann haben wir immer Fischerstiefel an. In diesen Tagen sind schon etwa vier Leute in den Dyych gefallen, aber es ist ja warm - da trocknet die Kleidung schnell wieder. 

Wie es allen so geht?
Wir haben dazu eine Jungengruppe (J) und eine Mädchengruppe (M) interviewt:

Was macht euch am meisten Spass?
J. Im Dyych arbeiten.
M. Im Dyych arbeiten. Hauptsache, Spass. 

Was erwartet ihr von der Woche?
J. Den Dyych zu erhalten und Spass zu haben.
M. Dass wir etwas lernen und natürlich auch Spass. 

Habt ihr schon einen Flusskrebs gefangen?
J. Ja, aber wir mussten aufpassen dass er uns nicht zwickt, bis wir herausfanden, dass wir einen toten Flusskrebs gefangen haben...
M. Nein, aber einen gesehen. 

Während der Dyychwoche berichtet die Klasse hier jeden Tag von ihren Erfahrungen. 

Bericht Tag 1
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Statt Schule: Dyycharbeit!

Dyychwoche Tag 1

Wir sind die Klasse 2H, die 8. Sekundarstufe aus dem Schulhaus St. Alban in Basel. Wir haben uns vor knapp einem Jahr für die Dyychwoche mit einem Film beworben. Mit dem mehrminütigen Film wollten wir, dass man einen Eindruck  von uns und unserer Motivation bekommt. Wir wollten ausdrücken, dass wir diesen Einsatz wirklich machen wollen und haben alles gegeben um einen richtigen Wow-Effekt zu schaffen. Es war ausserdem unser erstes gemeinsames Projekt als Klasse. Obwohl wir uns noch nicht gut kannten ist eine richtige Zusammenarbeit entstanden.  Als wir ein paar Wochen später die Zusage bekamen, haben wir uns echt gefreut.

Diese Woche helfen wir den Dyych zu renovieren, zusammen mit den Fachleuten der Merian Gärten. Wir hoffen viel über den Dyych zu lernen und oft handwerklich Arbeit zu verrichten. Doch natürlich freuen wir uns auch, eine Schulwoche nicht im Schulhaus zu verbringen. Diese Woche wird uns sicherlich auch als Klasse noch mehr zusammenbringen. Wir denken, dass die Woche sehr produktiv wird - aber vor allem wird sie lustig und uns tolle Erinnerungen schenken.

Während der Dyychwoche berichtet die Klasse hier jeden Tag von ihren Erfahrungen. 

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Blütenspaziergang im August

Der Augustspaziergang wird etwas überschattet von der grossen Trockenheit, welche uns seit Wochen in Atem hält. Dank regelmässiger Bewässerung gibt es aber trotzdem einige Blüten zu sehen. Der Spaziergang startet im Hof von Vorder Brüglingen wo bei den Kübelpflanzen immer irgendeine Blume zu entdecken ist. Gehen sie nun über die kleine Holzbrücke und den Hang hoch. Von weitem sticht hier schon die Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica) ins Auge. Nehmen Sie einen der Wege über den Irishang wieder nach Unten und gehen Sie Richtung Villa. Vorbei an den speziellen Samenständen des Blasenbaumes (Koelreuteria paniculata), durch das Tor, wo sie von einem unüberhörbaren Summen begrüsst werden. Die Prachtkerzen (Gaura lindheimeri) werden momentan umschwirrt von zahlreichen Bienen. Kombiniert mit Bergminze (Calamintha nepeta 'Triumphator') und Weisser Lichtnelke (Silene latifolia ssp. alba) ist diese Rabatte eine helle Schönheit. Eine weitere ansprechende Blütenkombination befindet sich in der Staudenrabatte hinter der Villa mit der Herbstanemone 'Pamina' und der weissen Waldaster (Eurybia divaricata).

Gehen Sie nun zur anderen Seite der Villa und nehmen Sie die beiden Treppen bis zum alten Bauerngarten. Entlang des Kanals leuchten zahlreiche Dahlien in bunten Farben. Weiter geht es über die Holzbrücke hinter den Beeren und dem Dyych entlang bis linkerhand die auffällige Amerikanische Kermesbeere (Phytolacca americana) auftaucht. Sie trägt an einem Blütenstand gleichzeitig Knospen, Blüten und Beeren. Etwas weiter blühen, nebst den Fuchsien auf der Treppe, einige der winterharten Sorten. Spazieren Sie weiter bis zum Hauptweg dem Sie dann nach Unten folgen. Die Rabatten entlang dieses Weges zieren wieder einige Blütenschönheiten. So zum Beispiel eine Kombination aus Frikarts Aster (Aster x frikartii 'Wunder von Stäfa'), Fetthenne (Sedum 'Red Cauli') und Bergminze. Oder der reichblühende Bergknöterich (Aconogonon 'Johanniswolke). Oder die Komposition in der Wegkreuzung aus Herbstanemone (Anemone hupehensis var. japonica 'Whirlwind'), Federborsten-Gras (Pennisetum alopecuroides 'Hameln') und Verbene (Verbena bonariensis).

An dieser Kreuzung führt der Weg weiter nach Oben zur Clematissammlung. Momentan sind hier viele der ungewöhnlichen Glöckchen-Formen zu sehen. Das Ziel des Spaziergangs sind die Gewächshäuser. Auf der Nordseite zwischen den beiden Glashäusern stehen, etwas verborgen, einige Passionsblumen (Passiflora) in Töpfen. Den Auffälligen Schlusspunkt bilden schliesslich an Schnüren hochgezogene Prunkwinden auf der Südseite.

Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica)
Weisse Lichtnelke (Silene latifolia ssp. alba)
Dahlie (Dahlia 'Purpurkönig')
Herbstanemone (Anemone hupehensis var. japonica 'Whirlwind') und Verbene (Verbena bonariensis)

Dyychwoche 2019: Jetzt bewerben!

Wir suchen die motivierteste Klasse - wer hat Lust, eine Woche lang tatkräftig anzupacken? 

Jedes Jahr restaurieren wir ein weiteres Stück vom historischen Dyych - die traditionellen Uferverbauungen müssen immer wieder erneuert und ergänzt werden. Dabei leistet eine Schulklasse einen grossen Einsatz.

An der frischen Luft und unter fachkundiger Leitung bieten wir eine spannende Projektwoche in den Merian Gärten. Wir versprechen harte Arbeit aber auch viel Spass: Ein Einsatz für einen guten Zweck und ein einmaliges Klassenerlebnis!

Los geht's!

Bitte bewerben Sie sich bis spätestens 19. September 2018.

Das Bewerbungsdossier und alle Informationen gibt's hier:

Dyychwoche 2019
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Giessen, giessen, giessen. Und nochmal giessen.

Alle haben heiss, auch unsere Bäume. Man hört es in den Medien: die lang anhaltende Trockenheit bringt Sträucher und Bäume arg in Stress. Dies ist auch in den Merian Gärten so. Zwar sind die gestalteten Gartenbereiche, die wir immer giessen und zum Teil automatisch bewässern, gut versorgt. Aber in den naturnahen Bereichen, in denen die Pflanzen normalerweise auf sich alleine gestellt sind, sieht man täglich mehr braune Blätter und dürre Äste. Um weniger Wasser zu verbrauchen müssen Bäume ihre Blattmasse reduzieren, im schlimmsten Fall sterben sie ab.

Für unser Gartenteam heisst das: Giessen. Den ganzen Tag, und überall. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir genug Wasser zur Verfügung haben. Die Herausforderung ist aber die Ausrüstung, die nicht für solche Extremsituationen ausreicht. Zurzeit  helfen wir uns mit Feuerwehrschläuchen und besonders leistungsfähigen Regnern, die wir kurzfristig ausleihen oder sonst wie beschaffen konnten. Nicht nur brauchen wir mehrere Hundert Meter lange Schläuche um in die abgelegenen Wiesen und Baumstreifen zu gelangen, sondern es muss auch sehr viel Wasser dahin, damit der Boden genügend durchnässt wird. Bis zu 30 Liter pro Quadratmeter sind dabei nötig. Wir schliessen also die Schläuche direkt an die Hydranten an.  Das sieht zwar im Moment nicht so  schön aus, ist aber effizient!

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Rückblick: Viktorianisches Picknick in den Merian Gärten

Wer am Sonntag, 5. August 2018 in den Merian Gärten war, der durfte sich im Englischen Garten ab einem besonders schönen Bild erfreuen. Frauen, Herren und Kinder kleideten sich im Stile der Belle Epoque und trafen sich im Park zu einem grossen historischen Picknick. Besucherinnen und Besucher setzten sich im Schatten auf ihre Picknickdecken und verköstigten sich mit Früchten, Brot nach viktorianischem Rezept, Käse und Kümmelkuchen. Trotz hochsommerlicher Temperaturen erschienen sie alle in Anzügen und langen, spitzenbesetzten Kleidern. Breite Hüte, grosse Schirme und Fächer schützten sie vor der Sonne.

Ein paar Impressionen finden Sie auf Tele Basel.

Pflanze des Monats

Flaschenkürbis (Lagenaria siceraria)

Wasser, Wärme, Dünger, und das alles in rauen Mengen – so kann man die Bedürfnisse dieser Pflanze beschreiben. Dazu einen geschützten Standort und je nach Sorte ein stabiles Gestell, um die schweren Früchte tragen zu können. Und dann noch das mühselige Aufpäppeln der Jungpflanzen - lohnt sich das überhaupt?

Es lohnt sich! Der Flaschenkürbis ist eine der ältesten Nutzpflanzen und weltweit in warmen Ländern verbreitet. Er stammt ursprünglich aus Afrika, hat dank seiner schwimmfähigen Früchte vor langer Zeit den Atlantik überquert und wurde in Mittelamerika schon in vorkolumbianischer Zeit angebaut. Auf dem Landweg brachten ihn Menschen vor Jahrtausenden nach Südeuropa, Arabien, Indien bis nach Ostasien und Polynesien. Dabei hat sich aufgrund der vielfältigen Verwendung eine unglaubliche Anzahl Sorten entwickelt. Flaschenkürbisse eignen sich zur Herstellung von vielerlei Gefässen, Geschirr, Musikinstrumenten, Weichteilfutteralen, Löffeln und anderen Dingen des täglichen Gebrauchs. Die jungen, noch unreifen Früchte (botanisch gesehen wären es Beeren…) sind essbar, wenn sie nicht die für Kürbisgewächse typischen Bitterstoffe enthalten. Das gilt übrigens auch für Gurken, Melonen oder Zucchetti: Bittere sind sehr giftig!

Abgesehen davon ist der Flaschenkürbis einfach eine schöne und interessante Pflanze. Er begrünt Klettergerüste, blüht des Nachts weiss und duftend, und seine wohlgeformten Blätter riechen mehr oder weniger angenehm nach Moschus. Doch all dies wird im Spätsommer noch übertroffen von der Schönheit seiner seltsamen Früchte.