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Aufräumen nach dem Sturm

Auch in den Merian Gärten hat der Sturm von Mittwochabend einige Schäden angerichtet. Doch wir sind glimpflich davon gekommen: es wurden keine Bäume umgerissen. Aber Baumkronen wurden beschädigt und grosse Äste herausgebrochen. Diese haben die Baumpfleger von unserem Partner Tilia gleich entfernt, damit man wieder sicher darunter durchlaufen kann.

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Pflanze des Monats Juli

Grauer Bergfenchel
Seseli Gummiferum

Eigentlich ist schon die Schönheit dieses Bergfenchels Grund genug, ihn in die Gärten zu holen. Sein filigranes Blattwerk, die geometrisch aufgebauten Dolden, der Blütenreichtum und die eigenartige Struktur fallen sofort ins Auge. Dazu kommt seine Anspruchslosigkeit: Viel Sonne und gute Drainage. Sand, Lehm, saurer oder kalkhaltiger Boden passen ihm gleichermassen, solange es nicht zu feucht und nährstoffreich ist. Sommerhitze ist kein Problem für ihn, und obwohl er aus warmen Gegenden wie der Ägäis oder der Krim stammt, ist er erstaunlich winterhart, aber nur einmal: Nach der Blüte stirbt er ab, doch vorher versamt er sich reichlich.

Als ob all dies nicht genug wäre: Bergfenchel ist (wie alle Dolden-blütler) eine Freude für Insekten. Abertausende winziger Blüten wimmeln von Fliegen, Streifenwanzen und Wildbienen, mit etwas Glück tauchen auch Hornissen-Schwebfliegen und Weichkäfer auf oder besser ein. Man könnte stundenlang zusehen… Theoretisch wären die Dolden gute Schnittblumen, aus den Stängeln liesse sich eine Art essbares Gummi herstellen. Aber wer schneidet schon solch eine Pflanze ab!

Im Gegensatz zum trockenen «Bergfenchel» beflügelt die englische Bezeichnung «Mondkarotte» (Moon Carrot) die Fantasie. Poetische, märchenhafte, vielleicht sogar unheimliche Gedanken entstehen. Das schaffen die wenigsten Pflanzen!

Standort: Nähe Pächterhaus

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Unsere Erlebnisse! Die Dyychwoche 2022

Die Dyychwoche  ist voll im Gange. Die Schüler und Schülerinnen der 8. Klasse der Sekundarschule Arlesheim berichten hier von Ihren Erlebnissen während der arbeitsintensiven Woche.

Nach einer interessanten Führung bereits letzten Freitag mit vielen Informationen über den Dyych waren wir uns der Wichtigkeit unserer Arbeit bewusst. Wir freuten uns alle sehr auf den Montag und die bevorstehende Arbeit.

Dann ging es los. Nach der Besichtigung der verschiedenen Baustellen wurde uns allen bewusst, dass diese Woche harte Muskelarbeit beanspruchen wird. Wir bildeten zwei verschiedene Gruppen, welche verschiedene Arbeiten zu erledigen hatten.

Die eine Gruppe entfernt die alten Weidenfaschinen und löst die morschen Pfosten aus dem Boden. Dies erweist sich in einigen Fällen als schwer, da sie fest im Boden verankert sind. Ein paar Schüler dieser Gruppe beschäftigten sich mit der Herstellung, also dem Binden, neuer Weidenfaschinen aus neuen Ästen sowie den bereits gebrauchten aber noch verwendbaren Ästen. Wenn diese fertig sind, werden sie zum Dyych transportiert und am Ufer wieder eingebaut. Ausserdem hämmern wir Weidenstämme an das Ufer, da wir vom Kursleiter Michi lernten, dass diese unter den richtigen Bedingungen wieder ausschlagen können. So werden die Verbauungen durch die Wurzeln der Weiden somit zusätzlich natürlicher Weise befestigt.

Währenddessen gräbt die andere Gruppe veraltete Baumstämme am Dyychufer aus. Danach wird ein Loch gegraben, um neue Baumstämme darin zu positionieren. Diese werden mit Stangen gesichert.

 Die Dyychwoche dauert noch bis Freitag. Sie wird einmal im Jahr durchgeführt. Dabei erneuert und ergänzt eine engagierte Klasse unter fachkundiger Leitung die traditionellen Uferverbauungen am Dyych. 

Über die Dyychwoche
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Bild der Woche

Die Küken, die in den Klassenzimmern im Rahmen von "Schule & Landwirtschaft" geschlüpft sind, sind zurück bei uns im Hühnerstall. Wie ein Mandala scharen sie sich kunstvoll um die Futterschale. Ob die ArtBasel-Woche sie wohl zu dieser Inszenierung inspirierte? 

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Es ist soweit!

Nach rund 20 Monaten Bauzeit und mehrjähriger Planung freuen wir uns, dass unsere Besucherinnen und Besucher die Merian Gärten endlich wieder (fast) ohne Einschränkungen geniessen können.

Die Neugestaltung in Partnerschaft mit dem tollen Team von Fontana Landschaftsarchitektur war eine grosse Sache. Einerseits konnten wir die Infrastruktur auf Vordermann bringen – also neue Wasserleitungen, grössere Zisternen, sicherere Gläser in den Gewächshäusern – andererseits haben wir viel für Pflanzen und Besuchende machen können. So haben wir den Naturraum aufgewertet und Wege erneuert, unsere Sammlungen haben Platz gewonnen und wir haben mehr Blütenpracht und Sortenvielfalt geschaffen. Dabei wurden mehr als 30'000 neue Pflanzen gesetzt! Ausserdem neue Weiher angelegt, Kopfsteinpflaster geschliffen, Wegweiser produziert, Erde ausgehoben und Erde eingebracht, Unkrautvlies verlegt, und, und, und.

Jetzt darf der Garten zur Ruhe kommen und die Pflanzen wachsen an. Wir freuen uns, dass die Gärten schon bald wieder prächtig, grün und üppig sein werden.

Was ist sonst noch neu?

  • Ganz druckfrisch: An den Eingängen finden Sie illustrierte Gartenpläne zum Mitnehmen auf den Gartenspaziergang. 
  • Eintauchen und Erleben mit der Action-Bound-App! Ein digitaler Rundgang führt zu unseren Highlights und in überraschende Ecken. Weitere Rundgänge sind in Bearbeitung.  
  • Themenführungen: Unser Angebot an privaten Führungen ist jetzt noch vielfältiger

Übrigens: Auf den Montagsführungen zeigen unsere Fachleute, was alles neu ist. Kommen Sie doch mit auf einen Blick hinter die Kulissen des Umbaus!

Hier wird noch gebaut:

In den Gewächshäusern dauern die Arbeiten noch bis in den frühen Herbst.
In der Neuen Scheune entsteht die «Garteninfo» mit allen Informationen zu den Merian Gärten und ihren Angeboten. Der grosse Saal wird erneuert und im Erdgeschoss entsteht eine Catering-Küche und das Restaurant «Iris», welches von unserem Gastro-Partner Berest AG betrieben wird. Geplante Eröffnung: Ende 2022

Infos zum Umbau
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Bild der Woche

Und sie schafften es, das Heu einzubringen! Bevor der Regen kam. Unter dunklen Wolken, und einige schwere Tropfen prasselten schon herunter...

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Pflanze des Monats Juni

Zartblättriger Spargel
Asparagus tenuifolius

Spargel ist momentan in aller Munde, sei es alla Milanese oder auf klassische Art mit Butter und Schinken. Auch über das Spargelstechen war in den letzten Wochen einiges zu lesen. Aber Spargel kann mehr als nur gut schmecken; unter seinen rund 200 Arten finden sich beliebte Zierpflanzen und andere interessante Gewächse.

Eines davon ist der Zartblättrige Spargel. Mit etwas Glück kann man ihn im Tessin finden, wo er an trockenen Hängen im Gebüsch wächst. Die winzigen grünlichen Blüten verstecken sich im Laub, obwohl da nicht viel zu verstecken ist. Die Pflanze wächst sehr langsam, bleibt niedrig und bildet erst nach vielen Jahren einen grösseren Bestand. Alles in allem nicht gerade spektakulär…

Erst in letzter Zeit haben wir diesen kleinen Spargel so zu schätzen gelernt, wie er es verdient: Eingewachsene Pflanzen ertragen grosse Hitze und kommen ohne Giesswasser zurecht, was während der Klimaveränderung zunehmend wichtiger wird. Die gelbe Herbstfärbung leuchtet über mehrere Wochen und sieht zu Gräsern und Astern hinreissend aus. Doch das Schönste an ihm ist das Gefühl, wenn man diese fluffige Wuschelwolke aus feinstem Laub streichelt. Das macht glücklich!

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Es ist soweit - die Kinder können ihr Gemüse ernten

In unserem Programm "Schule und Landwirtschaft" ernten die Kinder diese Woche ihr Gemüse aus ihrem eigenen Beet! Die Kinder haben gesät, gesetzt, gejätet und gedüngt. Diese Woche ist es soweit - sie können sich erfreuen an Kohlrabi & Co. Das geerntete Gemüse wird mit kreativen und kindergerechten Rezepten verarbeitet, probiert und mit nach Hause genommen.

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Es ist soweit!

Die Iris beginnen zu blühen und sie sind wieder zugänglich! Ab Samstag, 7. Mai öffnen wir einen grossen Teil der umgebauten Gartenbereiche. Genau rechtzeitig für die Iris- und Pfingstrosensammlungen, die am Beginn ihrer grossen Blüte stehen. Zeit für einen Gartenbesuch!

Im frisch umgebauten Nordgarten finden Sie auch die Clematis- und die Schneeglöckchensammlungen, welche einen ganz neuen Auftritt erhalten haben. Und zahlreiche neue Staudenbeete - diese müssen allerdings erst noch ein wenig anwachsen. 

Bitte beachten Sie: Im Bereich rund um die Neue Scheune wird noch gearbeitet und auch der Eingang St. Jakob bleibt geschlossen. 

Hier geht's zum aktuellen Gartenplan

Infos zum Umbau