Pflanze des Monats

Rundblättriger Rhododendron (Rhododendron orbiculare)

 Der rundblättrige Rhododendron ist einer der schönsten: Seine glatten Blätter und der runde Wuchs sind das ganze Jahr über attraktiv. Im Frühling bilden seine glockigen Blüten das knallrosa Tüpfelchen auf dem i, später entfaltet der frische Laubaustrieb seinen besonderen Reiz.

Seine Heimat liegt in den Bergen von Szetschuan. In 2000 bis 4000 Metern Höhe kommt er vor, an felsigen Hängen und in Nadelholzwäldern. Er liebt kühle Sommer und milde Winter, was unserem alten, über fünfzigjährigen Strauch leider zum Verhängnis wurde: Durch Pilzbefall geschwächt, erfror er im kalten Winter 2012. Da dies schon länger absehbar war, haben wir diese Pflanze schon vor zwölf Jahren ausgesät.

Die etwa tausend Rhododendronarten, deren Unterschiede oft nur aus winzigen Härchen, Schuppen oder Drüsen an den Blütenorganen bestehen, sind oft schwierig zu bestimmen; man benötigt dazu Lupen, Bestimmungsbücher und viel Geduld. Die unübersehbare Zahl von Hybriden macht dies nicht einfacher. Doch der rundblättrige Rhododendron sticht mit seiner unverwechselbaren Erscheinung wohltuend aus diesem Durcheinander heraus und sorgt für gute Laune bei angehenden Botanikern.

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WINTERSTIMMUNG IM MÄRZ

The Merian Garden I

 

I still visit the Merian Garden

Cloth armed against the cold

The ice white paths crunch

Boot treaded feet try to hold

 

Distant horizons shapeless

Mist covered hills disappear

Walking garden appears lifeless

The air is soundless to the ear

 

Sunshine low on the horizon

Shrubs are been bathed warm

Against a dark leafless background

In the golden light of dawn

 

Natures grasses colour painted

Venetian cool mint lagoon green

The winter cold has tainted

Something unnatural about this scene

 

Theo J. Koning

 

Theo J. Koning ist ein Künstler aus Perth/Fremantle in Australien, der von Juli bis Dezember 2015 über Atelier Mondial einen sechsmonatigen Austausch in Basel machte. Er produzierte aus "found objects" – Hölzer, die er auf dem Areal gefunden hatte – unzählige Skulpturen. Dazu schrieb er viele Gedichte.

Mehr Infos über Theo J. Koning und seine Projekte auf seiner Website.

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Die Lämmer sind da!

Zwischen 25. Februar und 9. März kamen insgesamt zehn Lämmer auf die Welt – fünf Weibchen und fünf Männchen. Hier sind ein paar erste Eindrücke, wie sie auf noch wackeligen Beinen neugierig die Welt erkunden.

Blütenspaziergang im März

Die hartnäckig kühlen Temperaturen der letzten Wochen haben dazu geführt, dass sich seit letztem Monat in Sachen Blüten nicht sehr viel verändert hat. Die Pflanzen haben ihren Vorsprung also wieder verloren.

Trotzdem Gibt es das eine oder andere zu sehen. Der Blütenspaziergang beginnt im Rhododendrontal. Vom Eingang her empfiehlt sich momentan besonders der Weg rechterhand. Schauen Sie sich auf der Höhe der Bank gut die Rabatte auf der anderen Weg-Seite an. Hier blüht unauffällig ein Grossblättriges Scheinschaumkraut (thlaspi macrophyllum). Etwas weiter vorne treffen Sie auf frühblühende Azaleen (R. dauricum, R. pentaphyllum).

Nehmen Sie nun den anderen Weg zurück zum Tor. Gleich vis à vis des Eingangs blühen Farn-Lerchensporne (Corydalis cheilanthifolia).
Erklimmen Sie den steilen Weg nach Oben, kommen Sie bald nochmals an einem Meer verschieden blühender Lerchensporne vorbei. Weiter geht's geradeaus in den Schatten grosser Eiben. Deren Blüten sind zwar nicht auffällig, aber von Nahem betrachtet auch mal interessant. Als nächstes gibt es einen grossen Fleck Sternhyazinthen (Chionodoxa) auf dem Rasen und danach die vielen zauberhaften Nieswurze (Helleborus orientalis-Hybriden).
Gehen Sie an der Villa vorbei, finden Sie mehrere Scheinhasel (Corylopsis pauciflora, C. spicata) kurz vor dem Aufblühen.

Nächste Station ist das Feuchtbiotop der Irissammlung, wo auffällig einige Zwerg-Kaiserkronen (Fritillaria raddeana) blühen. Ein fast unsichtbares Kleinod befindet sich im Steingarten der Irissammlung, nämlich die Iris winogradowii.
Auf dem kleinen Weg oberhalb der Gewächshäuser treffen Sie eine Mirabelle, sowie ein prächtiges Mandelbäumchen.
Die letzte Station sei der Farbhügel voller Narzissen. Für gute Augen sind dazwischen ausserdem spezielle Züchtungen von Scharbockskräutern (Ranunculus) zu entdecken.

Scheinhasel (Corylopsis spicata)
Lerchensporn (Corydalis)
Eibe (Taxus baccata)
Nieswurz (Helleborus orientalis-Hybride)
Mandelbaum (Prunus dulcis)
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Winterstimmung im März

The Merian Garden I

I still visit the Merian Garden
Cloth armed against the cold
The ice white paths crunch
Boot treaded feet try to hold

Distant horizons shapeless
Mist covered hills disappear
Walking garden appears lifeless
The air is soundless to the ear

Sunshine low on the horizon
Shrubs are been bathed warm
Against a dark leafless background
In the golden light of dawn

Natures grasses colour painted
Venetian cool mint lagoon green
The winter cold has tainted
Something unnatural about this scene

Theo J. Koning

 

Pflanze des Monats

Bärlauch (Allium ursinum)

Komm, lieber März, und mache die Wälder wihieder grün!
Sehr frei nach Overbeck/Mozart

An schattigen, eher feuchten Waldhängen spriesst er jetzt wieder, der lang ersehnte Bärlauch. Innerhalb einiger Tage bedeckt er grosse Flächen, auch an schattigen Stellen im Garten. Wo er sich wohlfühlt, vermehrt er sich heftig, wenn man ihn versamen lässt. Seine weissen Blütensterne sind essbar und eignen sich gut als würzige Dekoration. Ende Mai ist die ganze Pracht schon wieder verschwunden.

Grün ist die Hoffnung. Zum Beispiel auf Bärlauchpesto, Bärlauchpasta, Bärlauchsalat… Am besten schmecken die Blätter kleingeschnitten und frisch. Dieses Wildgemüse erfreut Herz, Geschmacksknospen und diverse innere Organe. Seine Heilwirkungen sollen vielfältig und segensreich sein, seine Ähnlichkeit zu giftigen Pflanzen ist es leider auch.

Nach dem Genuss verleiht uns Bärlauch einen gewissen Frühlingshauch, welcher zu Platz im Gedränge verhilft. Ob er dadurch vor grippalen Infekten schützt, ist nicht erwiesen.

 

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KUNST? NATURSCHUTZ!

Diese alte Rosskastanie hatte das Ende ihres langen Lebens erreicht. Anstatt den ganzen Baum zu entfernen, wurde der Stamm als wertvolles «Totholz» stehen gelassen.

Totholz ist für viele Lebewesen wichtig. Ameisen und Wildbienen finden hier Wohnraum, viele Insektenlarven ernähren sich von Totholz. Spechte und andere Vögel fressen wiederum die Insekten und bauen hier Bruthöhlen. Diese Höhlen werden später von anderen Tieren als Nistplatz genutzt - zum Beispiel von Waldkauz, Fledermaus oder Eichhörnchen.

Viele Tiere und Pflanzen, die auf Totholz angewiesen sind, sind vom Aussterben bedroht, denn abgestorbene Bäume werden aus Wäldern und Parks meist entfernt.

Die Rosskastanie in der Allee sieht denn auch auf ersten Blick etwas ungewohnt aus - dafür freuen wir uns über mehr Natur im Garten.

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MEGA-MASCHINE IM EINSATZ

Schon länger war eine Linde neben dem Café Merian krank. Der oberste Teil vom Stamm war abgefault und hohl; bei Regen drang Wasser in den Baum hinein und schwächte ihn noch mehr. Der ganze Baum drohte auseinander zu brechen, und musste deshalb aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Zum Einsatz kam der Vollernter - eine Maschine die gebraucht wird, wenn Bäume nicht normal gefällt werden können, weil z.B. Gebäude beschädigt werden könnten. Der Vollernter schneidet den Baum Stück für Stück herunter. Dabei fasst er gleichzeitig die Stücke und legt sie direkt auf den Transporter ab. Sogar auf der extrem steilen Strasse unterhalb der Villa konnte die Maschine einwandfrei arbeiten.

Der alte Baum wird nun mit einer neuen Linde ersetzt.

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AUF WIEDERSEHEN

Gartenpflege heisst auch Abschied nehmen: Um einige seltene und besonders schöne Bäume zu erhalten, musste bei der Villa Merian eine Gruppe von fünf stattlichen Eiben gefällt werden.

Eine dieser Raritäten ist der wundervolle, alte Tierlibaum bei der Mauer, welcher in dieser Grösse in der Schweiz wohl einzigartig ist. Auch standen die Eiben selber zu nahe beieinander und beeinträchtigen sich gegenseitig in ihrer Entwicklung. Vermutlich wurden die Bäume zu Christoph Merians Zeiten als kleine Einrahmung eines Sommersitzplatzes gepflanzt und verwilderten später, als der Platz nicht mehr genutzt wurde.