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Mit Bakterien gegen den Buchsbaumzünsler

Mit biologischen Methoden gegen Zünsler? Lernen auch Sie, neue Möglichkeiten kennen! Des Weiteren: Mit dieesen Blüten verwandeln Sie Ihren Salat in eine pittoreske Erscheinung. Alles in der Ausgabe vom Juni 2016.

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Blütenmeer in der Irissammlung

Nun ist es endlich soweit! Nach einer kleinen Verzögerung wegen des kalten Wetters fehlen nur noch ein paar Sonnenstrahlen um das Iris-Feld in einer Farbenexplosion aufgehen zu lassen - spätestens am Wochenende sollte nun die ganze Sammlung in voller Blüte stehen.

Der Blüh-Höhepunkt unserer Sammlung historischer hoher Bartiris dauert nur etwa zwei Wochen und ist wegen der grossen Anzahl Sorten (ca. 1500) auf kleinem Raum ein einmaliges Erlebniss. Nutzen Sie also die Gelegenheit und planen Sie in den nächsten Tagen einen Besuch.

Am Montag findet ausserdem die letzte der drei öffentlichen Führungen in der Iris-Sammlung statt. Mit Sammlungsbetreuerin Barbara Wüthrich.

Montagsführung: Faszination Iris.
Montag, 23. Mai, 18-19 Uhr

Start beim Treffpunkt Vorder Brüglingen. Es ist keine Anmeldung nötig. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Führung findet bei jedem Wetter draussen statt. Bitte achten Sie auf geeignete Kleidung und Schuhe für unebenen Naturboden

 

Pflanze des Monats

Krainer Tollkraut (Scopolia carniorica)

Aus Südosteuropas Wäldern stammt dieses hübsche Gewächs. Schon im April überrascht es mit seinen bräunlichen Glöckchen, es gibt aber auch gelbliche Formen. Ende Mai, wenn andere Stauden noch mit dem Austrieb beschäftigt sind, zieht sich das Tollkraut schon wieder zurück und welkt. Deshalb kombiniert man es am besten mit spät austreibenden Pflanzen, welche im Sommer die kahlen Stellen kaschieren.

Benannt wurde Scopolia nach Giovanni Antonio Scopoli, einem österreichischen Arzt und Naturforscher des 18. Jahrhunderts. Sein Leben lang begeisterte er sich für die Natur, oft auf Kosten seiner beruflichen Tätigkeiten als Werkarzt und Professor. Vorgesetzte und Kollegen beschwerten sich an höchster Stelle darüber, dass "sich Scopoli acht, vierzehn Tage, auch drei Wochen von hier entfernt, um der botanic zu obliegen und der insecten zu colligiren". (Dieser Genitiv… hach!)

Das Tollkraut ist sehr giftig, vergleichbar mit Stechapfel und Tollkirsche. Die Wirkung umfasst Pupillenerweiterung, Gesichtsrötung, Mundtrockenheit, Erbrechen, Krämpfe und bisweilen Tod durch Atemlähmung. Trotzdem fand es früher als Betäubungsmittel und in Hexensalben Verwendung. Ein tolles Kraut, fürwahr!

 

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Heute Frisch aufgegangen

Das 'Findelkind' blüht! Diese Bartiris-Sorte beginnt jeweils zwei Wochen vor den anderen zu blühen und verrät uns: die grosse Blüte der Irissammlung steht an.

Schon bald wird sich die ganze Iris-Wiese in ein buntes Blütenmeer verwandeln. Dann blühen alle 1500 Sorten gleichzeitig und faszinieren in (fast) allen Farben des Regenbogens. Wir rechnen also mit dem Blühhöhepunkt am Pfingstwochenende. Verpassen Sie das Spektakel nicht! Bei warmen Wetter oder viel Regen dauert die Hauptblüte nur zwei Wochen, bei kühler Luft etwas länger.

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FARBENEXPLOSION IM RHODODENDRONTAL

Jetzt ist die Zeit der Rhododendren. Das verwunschene Tal am Fuss des Englischen Gartens verwandelt sich in einen Märchenwald. Ein Besuch lohnt sich fast täglich – denn jeden Tag gehen neue Blüten in unglaublichen Farben auf. Gerade blühen die Japanischen Azaleen in leuchtendem Pink. Lassen Sie sich verzaubern!

Bei aller Begeisterung: bitte bleiben Sie auf den Wegen! Denn: In den Beeten liegen die empfindlichen Wurzeln der Pflanzen direkt unter der Oberfläche, auch wenn man davon nichts sieht. Jeder Schritt neben den Weg kann verheerend sein.

Blütenspaziergang im April

Für den Blütenspaziergang im April sollten Sie sich am besten Zeit nehmen und durch die ganze Anlage der Merian Gärten spazieren. In jeder Ecke treffen Sie zurzeit auf  verschiedenste Narzissen und andere Zwiebelpflanzen, sowie auf die ersten blühenden Gehölze (z.B. Prunus spinosa, Prunus sargentii, Ribes sanguineum, Carpinus betulus). Trotzdem gibt es einige besonders schöne Plätze die Sie auf keinen Fall verpassen sollten:

  • In der Clematissammlung ist gerade Clematis armandii am Aufblühen.
  • In der Irissammlung blühen unter Anderem eine Grossartige Schwertlilie (Iris magnifica), die Palisaden-Wolfsmilch (Euphoribia characias), Fritillarien (Fritillaria verticillata)und die Kugel-Primel (Primula denticulata)
  • Bei der Villa gibt es einige Sorten des Busch-Windröschens (Anemone nemorosa), die Duftblüte (Osmanthus x burkwoodii) und auch der Hundszahn (Erythronium 'Pagoda') beginnt damit die ersten Blüten zu öffnen.
  • Im Rhododendrontal wird langsam auf den Blühhöhepunkt hingearbeitet. Momentan sind bereits einige schöne Rhododendren in Rosa- und Rottönen am Blühen. Die Hauptblüte wird in 1-2 Wochen erwartet.
  • Im alten Bauerngarten beim Brüglingerhof erfreuen viele alte Sorten verschiedener Zwiebelpflanzen das Auge und auch die ersten Johannis- und Stachelbeeren zeigen ihre unauffälligen Blüten.

Natürlich gibt es noch vieles Zauberhaftes zu entdecken, aber das würde den Platz auf dieser Seite definitiv sprengen.

Waldrebe (Clematis armandii)
Magnolie (Magnolia x kewensis 'Wada's Memory') neben dem Gewächshaus
Palisaden-Wolfsmilch (Euphorbia characias)
Busch-Windröschen (Anemone blande 'Edgar')
Duftblüte (Osmanthus x burkwoodii)

Pflanze des Monats

Rundblättriger Rhododendron (Rhododendron orbiculare)

 Der rundblättrige Rhododendron ist einer der schönsten: Seine glatten Blätter und der runde Wuchs sind das ganze Jahr über attraktiv. Im Frühling bilden seine glockigen Blüten das knallrosa Tüpfelchen auf dem i, später entfaltet der frische Laubaustrieb seinen besonderen Reiz.

Seine Heimat liegt in den Bergen von Szetschuan. In 2000 bis 4000 Metern Höhe kommt er vor, an felsigen Hängen und in Nadelholzwäldern. Er liebt kühle Sommer und milde Winter, was unserem alten, über fünfzigjährigen Strauch leider zum Verhängnis wurde: Durch Pilzbefall geschwächt, erfror er im kalten Winter 2012. Da dies schon länger absehbar war, haben wir diese Pflanze schon vor zwölf Jahren ausgesät.

Die etwa tausend Rhododendronarten, deren Unterschiede oft nur aus winzigen Härchen, Schuppen oder Drüsen an den Blütenorganen bestehen, sind oft schwierig zu bestimmen; man benötigt dazu Lupen, Bestimmungsbücher und viel Geduld. Die unübersehbare Zahl von Hybriden macht dies nicht einfacher. Doch der rundblättrige Rhododendron sticht mit seiner unverwechselbaren Erscheinung wohltuend aus diesem Durcheinander heraus und sorgt für gute Laune bei angehenden Botanikern.

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WINTERSTIMMUNG IM MÄRZ

The Merian Garden I

 

I still visit the Merian Garden

Cloth armed against the cold

The ice white paths crunch

Boot treaded feet try to hold

 

Distant horizons shapeless

Mist covered hills disappear

Walking garden appears lifeless

The air is soundless to the ear

 

Sunshine low on the horizon

Shrubs are been bathed warm

Against a dark leafless background

In the golden light of dawn

 

Natures grasses colour painted

Venetian cool mint lagoon green

The winter cold has tainted

Something unnatural about this scene

 

Theo J. Koning

 

Theo J. Koning ist ein Künstler aus Perth/Fremantle in Australien, der von Juli bis Dezember 2015 über Atelier Mondial einen sechsmonatigen Austausch in Basel machte. Er produzierte aus "found objects" – Hölzer, die er auf dem Areal gefunden hatte – unzählige Skulpturen. Dazu schrieb er viele Gedichte.

Mehr Infos über Theo J. Koning und seine Projekte auf seiner Website.

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Die Lämmer sind da!

Zwischen 25. Februar und 9. März kamen insgesamt zehn Lämmer auf die Welt – fünf Weibchen und fünf Männchen. Hier sind ein paar erste Eindrücke, wie sie auf noch wackeligen Beinen neugierig die Welt erkunden.