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Wir wecken Begeisterung

Von Ostern bis zu den Sommerferien haben die «Naturerlebnisse» Hochsaison: Programmleiter Nicolas Beerli erzählt, was unsere Kurse für Schulklassen so besonders macht.

Einzigartig in den Merian Gärten ist die authentische Begegnung mit Pflanzen und Tieren. Das heisst, wir treffen draussen das an, was wirklich hier lebt und was jetzt gerade spriesst und reift.  Das ist die beste Voraussetzung, um Kindern die Vielfalt näher zu bringen und ihnen zu ermöglichen, die Natur mit differenziertem Blick zu erkunden. Gerade im Kräutergarten bei der Minze ist das so schön: Es gibt nicht nur Pfefferminze sondern auch Apfelminze und Marokkanische Minze und noch so viele mehr! So lernen die Kinder, genau hinzuschauen. Mit dem geschärften Blick wandelt sich die Natur von einer grünen Kulisse in eine reiche Welt voller Vielfalt.

Unser pädagogischer Zugang funktioniert über Begeisterung. Wir starten den Kurs mit einem Spiel – z.B. mit Tastsäcklein – und schnell sind die Kinder bei der Sache und «im Flow». So können wir die Gärten voller Entdeckerlust erkunden. Unterwegs bietet das Umfeld ganz viele Möglichkeiten für spontane Erlebnisse. Gerade neulich begegneten wir einem Eichhörnchen auf dem Weg. Die ganze Klasse war gebannt! Ganz still haben wir zugeschaut, die Kinder waren verzaubert.

Das sind magische Momente, die mich glücklich machen. Denn ich wünsche mir, dass die Kinder Freude mitnehmen und daheim von ihren Naturbegegnungen erzählen: Vom Huhn, welches sie sich getraut haben, in den Arm zu nehmen oder von den Brennnesseln, die man sogar anfassen kann, wenn man weiss wie. Im besten Fall schenkt der Kurs den Kindern Eindrücke, an die sie sich ein Leben lang erinnern.

zu den Naturerlebnissen
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Zweimal gute Nachrichten

Die erste gute Nachricht: das Findelkind blüht! Wenn diese Irissorte blüht, dann dauert es meistens noch genau zwei Wochen, bis die ganze Sammlung in Blüte steht. Das heisst, wir erwarten den Beginn der grossen Irisblüte am Wochenende vom 7./8. Mai.

Und jetzt kommt die zweite gute Nachricht: Pünktlich auf den 7. Mai hin werden wir einen grossen Teil der abgesperrten Gartenbereiche wieder öffnen! Die Irissammlung sowie die Pfingstrosensammlung werden dann also wieder zugänglich sein. Aber Achtung – im Bereich rund um die Neue Scheune wird noch gearbeitet und auch der Eingang St. Jakob bleibt geschlossen.

Wir machen uns also an die Arbeit um letzte Sicherheitsvorkehrungen zu treffen – die Wege müssen noch fertiggestellt werden und auch der Nordgarten muss noch hergerichtet werden.

Wir freuen uns schon, Sie ab dem 7. Mai wieder in Vorder Brüglingen begrüssen zu dürfen!

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Ostergruss

die Lämmer erkunden den Schnee

Mit den Schulklassen, die in den Merian Gärten zu Besuch waren, haben wir diese Woche Eier mit Zwiebelschalen gefärbt. Die Eier sind direkt aus dem Stall von unseren Schweizerhühner und Appenzeller Barthühner. Wir wünschen eine frohe Osterzeit!

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Pflanzen pflanzen im grösseren Stil

Endlich geht es beim Umbau um unser Spezialgebiet: Pflanzen & Bepflanzen – nun aber im etwas grösseren Stil als üblich.

Etwa 3000 Stauden und 60 Gehölze aus zehn Gärtnereien braucht es nur schon für den Bereich ums Pächterhaus. Dazu werden dort 2500 vor dem Umbau geretteten Pflanzen aus unserem Zwischenlager auch wieder das Erdreich erblicken.

Die Art der Pflanze und wo sie wie platziert wird, ist natürlich von langer Gärtner:innen-Hand geplant: Stimmungsbild, Grösse, Lichtbedarf aber auch deren Trockenresistenz spielten beim Entscheid eine Rolle. Viele Pflanzen sind deshalb selten aufzufinden. Unsere ganze Garten-Crew kommt diese Tage ins Schwitzen und darf ohne Scham ein paar Oster Schoggi-Eier mehr vernaschen als sonst üblich!

Umbau Vorder Brüglingen
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Neuer Mergelplatz bei Fuchsienhain

Auch die Fuchsiensammlung erhält einen neuen Standort nach dem Umbau in Vorder Brüglingen. Die halbschattenliebenden Fuchsien werden sich auf den frisch gemergelten Plätzen im bestehenden Hain in Zukunft wohl fühlen. Denn wir pflanzten zusätzliche Bäume wie Feldahorn, Schneeballblättriger Ahorn, Rot-Esche, Duft-Esche und Scharlach-Eiche, die genügend Schatten spenden werden. Die Blätter dieser Bäume zeigen eine besonders schöne Herbstfärbung. 

Mehr Baustelle Vorder Brüglingen
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Schönheitswettbewerb der Pastinaken

Schon mal die Blüte einer Pastinake gesehen? Oder die Samen einer Karotte? Auf einem Drittel der Beete im Bauergarten ernten wir das Gemüse nicht, sondern lassen die Pflanzen blühen und Samen ansetzen. Als professionelle Sortenerhalter im Netzwerk von ProSpecieRara geben wir das geerntete Saatgut dann in die Samendatenbank von ProSpecieRara

Dabei ist es wichtig, dass nur die Pflanzen, die genau dem Sortenbeschrieb entsprechen, auch Samen tragen dürfen. Bei den Pastinaken, Haferwurzeln und Karotten haben wir gerade die entsprechende Auswahl getroffen. Diese haben als Wurzelrübe im Beet überwintert. Bevor sie nun an der warmen Frühlingssonne wieder austreiben wird selektioniert. Bei der Pastinakensorte ‘Hollow Crown’ heisst das: Nur gesunde Rüben ohne Spalten kommen in die Auswahl, bei denen die Form schön gleichmässig und spitz zulaufend ist - weder Rüben mit zwei Spitzen sind erwünscht noch besonders dünne oder dicke.

Die ausgewählten Pastinaken werden nun wieder eingepflanzt und dürfen wachsen. Der restlichen Exemplare haben wir am Marktstand verkauft und die Pastinaken, die vom Frost aufgeplatzt waren, durften die Kaninchen als Leckerbissen geniessen.

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Der erste...

...Rhododendron blüht! Schon bald verwandelt sich das Rhododendrontal in einen bunten Zauberwald. Und auch sonst kündigt sich der Frühling an. Zeit für eine Entdeckungstour. 

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Narzissen leben im Zolli weiter

Hunderte Narzissen, Tulpen und Schneeglöckchen finden im Zolli ein neues Zuhause. Denn im Rahmen unseres Gartenumbaus wird hier ein frisches Staudenbeet angelegt – alle Zwiebelpflanzen müssen raus!

Eine grosse Menge Pflanzen haben wir schon innerhalb der Merian Gärten verpflanzt. Das Gärtnerteam vom Zoo Basel rettete nun den Rest. Ein Teil ist schon wieder eingepflanzt. Wie schön, dass uns die Freude an Pflanzen verbindet.   

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Neue Nistkästen für Meisen & Co.

Wird hier wohl schon bald eine Blaumeisenfamilie einziehen? Wir haben in den letzten Wochen neue Nistkästen aufgehängt. Dabei haben wir nicht nur alte, kaputte Kästen ersetzt, sondern auch Standorte neu bestückt, an denen es noch keine Kästen gab: In Hecken und Bäumen im Naturgürtel der Merian Gärten, im Obstgarten an den grösseren Bäumen und an Gebäuden.  Inzwischen gibt es hier mehr als 200 Nisthilfen für Vögel!  Gut die Hälfte sind Kästen für Mehlschwalben und Mauersegler, die unter den grossen Vordächern der Gebäude hängen. Daneben gibt es Kästen für kleinere Höhlenbrüter (Kohlmeise, Blaumeise, Star), riesige Kästen für Turmfalke, Waldkauz und Schleiereule, offene Kästen für Halbhöhlenbrüter (Bachstelze, Grauschnäpper, Hausrotschwanz), Nistrinden für Baumläufer, erdhöhlenähnliche Kästen für Eisvögel und noch einige mehr.

Bei den Nisthilfen zählt aber nicht nur die Vorliebe der jeweiligen Vogelart für eine bestimmte Kastenform, sondern auch, wo und wie er aufgehängt ist. An einem guten Standort werden die Kästen durch das Blattwerk der Bäume und Sträucher vor starker Sonneneinstrahlung geschützt. Eine Ausrichtung nach Südosten bietet Schutz vor Wind und Wetter. Und der Kasten sollte so hängen, dass Raubtiere wie Hauskatzen nicht einfach dran kommen.

Übrigens werden unsere Kästen nicht nur von Vögeln genutzt… Manchmal machen es sich hier auch Mäuse, Schläfer, Eichhörnchen, Wespen und Hornissen in den Kästen gemütlich!