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Kompostkur für Bäume

Eine Handvoll Erde steckt voller Leben: Unsichtbar für das Auge tummeln sich winzige Bakterien, Pilze, Einzeller und andere Organismen im Boden. In gesundem Boden halten sich dabei die verschiedenen Lebewesen im Gleichgewicht; schädliche Mikroorganismen können nicht die Überhand gewinnen.

Mit Kompost fördern wir dieses Gleichgewicht und stärken insbesondere die Bäume. Denn der Kompost, der in den letzten Tagen in der Allee und im Englischen Garten ausgebracht wurde, hat einen besonders hohen Holzanteil und damit eine sehr ähnliche Zusammensetzung wie gesunder Waldboden. Bäume, die normalerweise in Wäldern wachsen, profitieren davon. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Bäume in Gärten, die mit solchem Kompost behandelt werden, oftmals weniger unter Pilzerkrankungen leiden.

Gleichzeitig wirkt der Kompost als Langzeitdünger.

 

Pflanze des Monats

Chinesische Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica)

Der berühmte Botaniker Linné dachte beim Benennen dieser hübschen Pflanze an seinen Freund Lagerström, der ihm als Direktor der Schwedischen Ostindiengesellschaft viele unbekannte Gewächse aus Asien mitgebracht hatte. Das hat ihr den Namen Lagerstroemia eingebrockt. Auch die deutsche Bezeichnung Kräuselmyrte ist ein Graus, dabei würde so vieles besser zu ihr passen: Frohlunder, Wonnenblume oder Nachbars Sehnsucht.

Rosa Blüten an üppigen Rispen öffnen sich im Spätsommer. Man muss sie aus der Nähe betrachten, um ihre filigrane Schönheit zu würdigen. Wem sie zu pink sind, freut sich auf die rot oder orange leuchtende Herbstfärbung. Das können andere Gehölze zwar auch, doch die glatte, braungraue Rinde der Kräuselmyrte ist einzigartig. Im Herbst schält sie sich ab, darunter kommt eine neue, rosagraue Schicht zum Vorschein.

Vom Namen mal abgesehen gibt es mehrere Gründe, dass die Kräuselmyrte leider nur selten verwendet wird: Sie ist erstens weitgehend unbekannt, sie soll zweitens sauren Boden benötigen (was unsere Prachtexemplare nicht zu wissen scheinen) und sie gilt drittens als nicht winterhart. Doch im Weinbauklima mit viel Sommerhitze ist sie einen Versuch wert. Am besten pflanzt man ein grösseres Exemplar im Frühling an einen vollsonnigen Standort und schützt es in den ersten Wintern mit Tannenreisig. Vielleicht wird Basel dereinst als Kräuselmyrtenstadt am Rheinknie in die Geschichtsbücher eingehen…?

P.s. Aufgrund von Kälte und Dunkelheit hält die Pflanze des Monats Dezember neu bis Ende Januar

 

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Der Garten im Winter

Bäume ohne Blätter und keine Blumen - der Winter hät Einzug. Doch Einöde muss nicht sein! Wie Ihr Garten auch im Winter ein Blickfang bleibt und wie Sie ihr Saatgut aufbereiten - alles im letzten "Praxis Ziergarten".

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Neuer "alter" Sitzplatz im Rhododendrontal

Vielleicht haben Sie bereits beobachtet, wie im Rhododendrontal Stufe für Stufe eine wunderschöne Trockenmauer aus rotem Sandstein entstanden ist. Der seit längerem abgesperrte Sitzplatz mit prächtigem Blick über die Baumkronen der Rhododendren musste wegen Abrutschgefahr komplett erneuert werden. Nun ist er wieder der Öffentlichkeit zugänglich.
Übrigens: Bei den Steinen der Mauer handelt es sich um den in Basel bei alten Gebäuden anzutreffenden Degerfelder Buntsandstein. Er stammt von einem Mau-erabbruch.

 

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NEUER "ALTER" SITZPLATZ IM RHODODENDRONTAL

Vielleicht haben Sie bereits beobachtet, wie im Rhododendrontal Stufe für Stufe eine wunderschöne Trockenmauer aus rotem Sandstein entstanden ist. Der seit längerem abgesperrte Sitzplatz mit prächtigem Blick über die Baumkronen der Rhododendren musste wegen Abrutschgefahr komplett erneuert werden. Nun ist er wieder der Öffentlichkeit zugänglich.

Übrigens: Bei den Steinen der Mauer handelt es sich um den in Basel bei alten Gebäuden anzutreffenden Degerfelder Buntsandstein. Er stammt von einem Mauerabbruch.

Blütenspaziergang im November

Der Novemberspaziergang startet vor dem Pächterhaus in Vorder Brüglingen. Auf der linken Seite des Gebäudes blühen weiterhin zahlreiche winterharte Fuchsien um die Wette. Weiter geht's den Hauptweg abwärts, vorbei an den letzten Asternblüten. Etwa in der Mitte dieses Weges taucht links eine Rabatte auf, in der blühende Knöteriche (Persicaria) zu sehen sind. Diese Pflanze ist ein Dauerblüher vom Sommer bis zum ersten grossen Frost. Ein weiterer Dauerblüher finden Sie nur wenige Meter weiter in der Rabatte rechts: Den Storchschnabel Rozanne (Geranium 'Rozanne'). Das Blau dieser Blüte ist im Herbst besonders schön!

Wer mag, kann sich nun in Richtung der Clematissammlung wenden. Nebst den wundervollen Herbstfarben überall, entdecken Sie im Wegkreuz unterhalb der Sammlung eine Zaubernuss (Hamamelis virginiana), übersäht mit feinen, gelben Blütenblättchen. Bei den Clematis kann, wer gut schaut, noch bei mehreren Pflanzen einzelne Nachblüten finden. Weniger versteckt, aber mindestens so attraktiv sind die vielen flauschigen Samenstände. Etwas im Hintergrund der Sammlung leuchtet blau ein Eisenhut (Aconitum carmichaelii 'Arendsii').

Die nächsten Blütenfreuden finden Sie in der Irissammlung. Zum Beispiel die gelbe Sternbergie (Sternbergia lutea), den Safran-Krokus (Crocus sativus), die Mittagsblume (Delosperma cooperi) oder einige Nachblüten bei den Taglilien. Folgen Sie nun dem Weg über den Hang nach oben, so können sie bis zum Rätzblick spazieren. Vom Abend bis zum Morgen duftet hier die fast nicht sichtbare Blüte der Ölweide (Elaeagnus x ebbingei). Über das Hochplateau erreichen sie nun das Rhododendrontal. Viele der Oktoberblüten sind hier nach wie vor sehenswert. Einiges ist sogar noch üppiger geworden. So zum Beispiel Isodon effusus oder der Rhododendron smirnowii. Frisch dazu gekommen sind die orangen Beeren der Übelriechenden Schwertlilie (Iris foetidissima).

Folgen Sie nun dem Dyych, unter bunten Buchen und Linden, zur Villa Merian. Der Anblick der knallgelben Ginkgo-Bäumen wärmt wohl jedem das Herz! Und falls Ihnen das noch nicht genug Wärme ist, empfehlen wir Ihnen jetzt ein heisses Getränk im Café Merian.

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Bereit für den Winter

Der herbstlich goldene Blätterteppich ist nicht nur schön, er ist weit mehr als das! Weshalb Sie ihn unbednigt schätzen sollten und wie Sie ihre Kübelpflanzen auf den Winter vorbereiten in dieser Ausgabe.

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Der violette Wahnsinn

Der Herbst beglückt uns mit sonnigen Tagen und einer Fülle an späten Blüten. Das unbestrittene Highlight ist momentan der passend bezeichnete Farbhügel. Denn jetzt blühen die Herbstastern. Wer durch die schmalen Wege streift, wähnt sich in einer scheinbar endlosen violetten Wolke. Wenn unser Natel solche Schnappschüsse einfängt, stellen Sie sich vor, wie verzaubernd es in Wirklichkeit wirkt!

Der Farbhügel findet sich in Vorder Brüglingen, unterhalb vom Pächterhaus. Sie können es nicht verpassen.

Und wenn Sie schon da sind werfen Sie auch einen Blick auf die Fuchsien: Bevor wir die Kübelpflanzen ins Gewächshaus räumen, geben die Fuchsien noch einmal alles und blühen in einer atemberaubenden Üppigkeit.

 

Blütenspaziergang im Oktober

Der Oktoberspaziergang beginnt am Eingang ins Rhododendrontal. Noch ausserhalb des Eingangs sehen Sie eine Rabatte mit Grasartigem Laub. Diese Pflanze nennt sich Reineckie (Reineckea carnea) und wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie kleine rosa Blüten zwischen den Blättern. Nehmen Sie nun den Weg nach rechts, so passieren Sie zuerst einen Herbst-Steinbrech (Saxifraga serotina 'Maigrün'), dann zwei unterschiedliche Isodon (Isodon) und einen blühenden Rhododendron (Rhododendron smirnowii) und zum Schluss die herrliche Krötenlilie (Tricyrtis formosana x hirta).

Via Dyychufer, über die Brücke und am Lehmhaus vorbei gelangen Sie nun zur Salbei-Rabatte. Diese Blütenpracht lässt sich kaum verfehlen! Bis zum ersten grösseren Frost kann das Spektakel noch genossen werden. Wer Blütenduft mag, sollte danach im Arzneipflanzengarten das Japanische Geissblatt (Lonicera japonica) aufsuchen. Der herrliche Duft entfaltet sich besonders intensiv am Abend. Nun wird der Dyych überquert und der Weg nach Oben genommen. Auf Höhe des Brunnens stehen mehrere alte Efeu-Pflanzen (Hedera helix)und locken mit ihren unauffälligen Blüten zahlreiche Insekten an. Oben angekommen, gehen Sie am Spielplatz vorbei und hinter der Irissammlung über den Rasen. In der geschwungenen Rabatte blüht die Zephirblume (Zephyranthes candida). Wenn Sie dann dem Mergelweg nach rechts folgen leuchten am Wegesrand Gelbe Sternbergien (Sternbergia lutea) und zahlreiche filigrane Gräserblüten.

Wer mag, kann sich als nächstes zur Clematissammlung begeben. Bei den dort blühenden Pflanzen dominieren momentan die Farben Weiss und Gelb. Folgen Sie dem Weg hinter der Sammlung durch, so können Sie Ihr Auge zur Abwechslung auch mal an Beeren erfreuen. Besonders schön ist im Moment der Weissdorn (Crataegus monogyna). Etwas weiter, in der Einmündung zum Hauptweg befindet sich eine herbstliche Rabatte mit Gräsern und Blütenstauden. Zum Schluss kann nun dem Hauptweg gefolgt werden, vorbei an einem selber ausgelesenen Astern-Zufallssämling, dem die Staudengärtnerin den Namen Symphyotrichum 'Mü' gegeben hat, bis zum krönenden Abschluss des Spaziergangs am Asternhügel.

 

Salbei (Salvia urica)
Rhododendron (Rhododendron smirnowii)
Aster (Symphyotrichum 'Mü')
Efeu (Hedera helix)
Weissdorn (Crataegus monogyna)
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DER VIOLETTE WAHNSINN

Der Herbst beglückt uns mit sonnigen Tagen und einer Fülle an späten Blüten. Das unbestrittene Highlight ist momentan der passend bezeichnete Farbhügel. Denn jetzt blühen die Herbstastern. Wer durch die schmalen Wege streift, wähnt sich in einer scheinbar endlosen violetten Wolke. Wenn unser Natel solche Schnappschüsse einfängt, stellen Sie sich vor, wie verzaubernd es in Wirklichkeit wirkt!

Der Farbhügel findet sich in Vorder Brüglingen, unterhalb vom Pächterhaus. Sie können es nicht verpassen.

Und wenn Sie schon da sind werfen Sie auch einen Blick auf die Fuchsien: Bevor wir die Kübelpflanzen ins Gewächshaus räumen, geben die Fuchsien noch einmal alles und blühen in einer atemberaubenden Üppigkeit.