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Im Pokemon Fieber

Auch in den Merian Gärten werden fleissig Pokémon gejagt; zwischen Beeten und Bäumen sind zahlreiche PokéStops versteckt!

Aber wussten Sie, dass es hier auch ganz seltene Exemplare gibt? Kanin-Chen, Bartgü-Kel, Obalendaschafu oder Sweitsahuna tauchen auf dem Brüglingerhof auf. In den Wiesen erscheinen Kolwai-Sling, Hoisrek und manchmal auch die schwarzviolette Holzbin. Im Rhododendrontal fliegen Kolma-Isen. Mit etwas Glück findet man Eichörn-Chen oder sogar Mizekaze, ein weisses Prachtspokémon.

Zum Einfangen dieser gesuchten Pokémons brauchen Sie nicht mal die App. Schalten sie eine Kamera ein. Wenn Sie das gesuchte Wesen im Sucher sehen, drücken Sie auf den Auslöser, und - zack! - haben Sie es im Kasten.

Pflanze des Monats

Dorniger Nachtschatten (Solanum pyracanthos)

Dieser aparte Strauch ist einer der Unfreundlichsten. Er ist giftig, doch damit nicht genug: Sein botanischer Name bedeutet feuerdorniger Nachtschatten, man nennt ihn aber auch Teufelsdorn oder Stachelschweintomate. Die flammend orangen Stacheln (nein, keine Dornen - trotz des Namens) sitzen auf und unter den graugrünen Blättern, am Kelch und auch sonst fast überall. Sie sind sehr attraktiv, solange man sie nicht berühren muss.

Da seine Heimat in den westlichen Inseln des indischen Ozeans liegt, ist der dornige Nachtschatten bei uns nicht winterhart und trotz seiner martialischen Erscheinung ein eher zimperliches Gewächs. Frost verträgt er gar nicht, hätte gern viel Wasser und - bitteschön - auch eine gute Portion Dünger. Er benötigt ein sonnig warmes Plätzchen im Sommer und ein helles, frostfreies Winterquartier, sonst wird das nix.

Und das ist gut so, in wärmeren Gefilden zeigt er nämlich sein wahres Gesicht. Er wird zwei Meter hoch und noch breiter. Und er produziert Tausende von übel bestachelten Keimlingen, welche in kurzer Zeit ganze Gärten übernehmen und auch mit viel Geduld, Ausdauer und blutenden Fingern kaum zu entfernen sind.

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Von Schnuppernasen und Kletterpflanzen

In der achten Ausgabe des Jahres: Wie Sie Ihren Garten anhand einer saisonalen Duftfolge gestalten, Samen ernten und Ihr Gartenbild mit Kletterpflanzen an den Bäumen verschönern! Und ausserdem: Haben Sie schon von der Wachsglocke gehört?

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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GLÜCKSBEOBACHTUNG

… und Glücksbild! Die scheue Ringelnatter wird in den Merian Gärten nur sehr selten gesehen. Hier sonnt sich ein besonders grosses Exemplar auf dem warmen Asphalt.

Aber keine Angst: ein Gartenbesuch ist immer noch unbedenklich. Die einheimische Schlangenart ist für Menschen ungiftig und völlig harmlos. Ringelnattern leben in der Nähe von Wasser und fressen vor allem Frösche und Kröten. Wie alle Schlangenarten sind sie in der ganzen Schweiz geschützt.

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AUS BAUM WIRD BANK

Erinnern Sie sich an die spektakuläre Heli-Aktion im Februar?

Aus einem der Bäume – einer Robinie - ist nun eine Sitzbank geworden. Ein wahres Unikat! Sie steht bei der Linde vor dem Lehmhaus.

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EINE TAGUNG MIT NACHWIRKUNG

36 Jahre nach der "Grün 80" steht er immer noch da: der Dino, 20 Tonnen schwer, ein Mahnmal für die Zivilisation und ihren Umgang mit der Natur, das Maskottchen der Ausstellung für Garten- und Landschaftsbau, die im Sommer 1980 in der Brüglinger Ebene bei Basel stattfand. Wie der Dino ist auch die Ausstellung noch präsent und schafft es heute wie damals, Menschen zu bewegen.

An einer spannenden Tagung im Lehmhaus erinnerten sich hochkarätige Gäste und ein interessiertes Fachpublikum an den Grossanlass, diskutierten seine bis heute sicht- und spürbaren Nachwirkungen und stellten die Frage: Braucht die Schweiz eine neue nationale Gartenschau?

Hier geht's zum Tagungsbericht und der Bildgalerie.

Die Tagung fand statt am 17. Juni 2016, im Lehmhaus der Merian Gärten.

Sie wurde veranstaltet im Rahmen des "Gartenjahres 2016 - Raum für Begegnung" von: 

- Schweizerische Stiftung für Landschaftsarchitektur SLA

- ICOMOS Suisse

- Bund Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen BSLA

- Christoph Merian Stiftung CMS

- Merian Gärten

Mit freundlicher Unterstützung von Swisslos Basel-Landschaft und der Stadtgärtnerei Kanton Basel-Stadt.

Blütenspaziergang im Juli

Die Highlights im Juli sind die Clematis, die zahlreichen Lavendel und die Taglilien. Der Spaziergang führt deshalb auch zuerst in die Clematissammlung. Auf dem Weg dahin, befindet sich die Rabatte mit den üppigen Bodendeckerrosen, sowie das Patagonische Eisenkraut (Verbena bonariensis), welches die Blütezeit in der Pfingstrosensammlung verlängert. In der Clematissammlung blühen unter Anderem C. orientalis, C. crispa, C. viorna, C. stans, C. texensis, C. recta 'Purpurea', zahlreiche Clematis aus der viticella-Gruppe sowie aus der jackmanii-Gruppe und C. integrifolia in Sorten.

Weiter geht's direkt zum Lavendelübersäten Silberhang. Was auf den ersten Blick einfach wie ein Lavendelfeld aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als verschiedenste Sorten von Lavandula angustifolia. Nehmen Sie sich also ruhig Zeit, wandeln Sie im Lavendelduft und Insektengesumme.

Vorbei an einigen Engelstrompeten (Datura) erreichen Sie schon bald den Irishang, der für einmal nicht von Iris dominiert wird, sondern von den nicht minder bunten Taglilien (Hemerocallis). Sorten wie 'Breathless Beauty', 'Golden Chimes' und 'Kings Cloak' sprechen für sich… Ergänzt werden die Taglilien von einigen Zierlaucharten (Allium) und dem Gestreiften Grasschwertel (Sisyrinchium striatum).

Weiter könnte der Spaziergang noch zu den Kübelpflanzen führen. Viele davon stehen in Blüte. Insbesondere auch viele Wildarten der Fuchsie. Und wer noch länger unterwegs sein möchte, kann sich zum Beispiel den Funkienblüten (Hosta) widmen. Diese finden Sie hinter der Villa Merian, sowie in grosser Zahl im Rhododendrontal.

Braunblütige Waldrebe (Clematis viorna)
Orientalische Waldrebe (Clematis orientalis)
Pyrenäen-Lavendel (Lavandula angustifolia ssp. pyrenaica)
Engelstrompete (Datura Hybride)
Taglilie (Hemerocallis 'Carey Quinn')

Pflanze des Monats

Moorabbiss (Succisella inflexa)

Der südosteuropäische Cousin der Skabiosen heisst Moorabbiss. In der Natur kommt er in Gräben, Mooren und Feuchtwiesen vor, bewährt sich aber auch im Garten an nicht allzu trockenen Stellen. Durch seinen Ausbreitungsdrang kann er kleinere Stauden überrollen, lässt sich aber gut unter Kontrolle halten. Er behauptet sich auch in schlechtem Boden und hat sich hier als vollkommen schneckenresistent erwiesen.

Nicht sehr auffällig, aber von überraschender Schönheit sind die Blüten: Weisse oder hellblaue Köpfe schweben auf filigranen Stängeln. Dazwischen schweben begeisterte Schwebfliegen, Bienen und Hummeln, die hinwiederum uns begeistern. Die Blütezeit dauert von Juli bis in den Herbst, und für die Vase ist er auch geeignet. Warum dieser Tausendsassa so selten gepflanzt wird, ist ein Rätsel.

Vielleicht liegt es ja am eigenartigen Namen. Trotz der vielen Doppelbuchstaben hat es aber damit seine Richtigkeit. Im nassen Boden faulen die Rhizome manchmal von unten her ab und sehen dann wie abgebissen aus.

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Im Garten Wasser sparen

Heisse Sommer verlangen ständiges Giessen. Aber Wasser ist ein kostbares Gut. Wir zeigen Ihnen, wo Sie einsparen können! Ebenfalls in dieser Ausgabe erfahren Sie, wann und wie Sie Ihre Iris teilen können.

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Arbeiten im Rhodendrontal

Der St. Alban-Dyych und der Mühledyych sind künstlich angelegte Kanäle, die durch die Merian Gärten fliessen. Sie dienten schon im 12. Jahrhundert dem Basler Gewerbe als Energielieferanten: Verbauungen im Kanal kanalisieren und beschleunigen das Wasser, was den Antrieb der Korn- und Papiermühlen, Hammerschmieden und Sägereien entlang des Dyychs ermöglichte.

Obwohl die Ufer des Dyychs befestigt sind, verursachen Strömung und Regen immer wieder Erosionsschäden. Um Charakter und Funktion des Dyychs zu erhalten, ist regelmässiger Unterhalt der traditionellen Uferverbauungen nötig.

Während fünf Tagen macht sich eine engagierte Sekundarklasse an die Arbeit: Im Rahmen der «Dyychwoche» - einer Projekt- und Arbeitswoche - sanieren sie beschädigte Uferbereiche im Rhododendrontal. Mit Stiefeln und Werkzeug ausgerüstet und unter fachkundiger Anleitung begutachten die Schülerinnen und Schüler die Uferabschnitte und stellen sie nach traditioneller Bauweise mit Holz, Sand, Kies und lebenden Pflanzen wieder her.

Das Rhododendrontal bleibt während den Arbeiten für alle Besuchenden normal zugänglich.