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Pflanze des Monats Februar

Bergenia 'Oeschberg'

Nach all den wunderschönen Pflanzen der letzten Monate kommt diesmal ein oft geschmähtes Gewächs an die Reihe: Die Bergenie. Allein schon der Name…! Die Optik ist auch nicht besser, ihr Laub wirkt wie Plastik. Das Quietschrosa der Blüten ist nicht das Gelbe vom Ei und beisst sich mit Primelgelb und Vergissmeinnichtblau.

Manche nennen sie Schneckenpflanze. Vor einiger Zeit erzählte uns eine alte Dame, sie kenne “dieses Zeug” seit ihrer Kindheit, habe darin oft geradezu unglaubliche Schneckenmengen gefunden und grause sich noch heute davor, nach über achtzig Jahren! Bergenien dienen den Molluskenhorden nur als feuchtschattiges Basislager, von wo aus sie Hosta und andere Gartenschätze vernichten. Nur die Bergenien werden verschmäht.

Viele Sorten sind eher zimperlich: Sonniger Kahlfrost rafft die Blätter dahin, Spätfrost die Blüten (was dann wenigstens das Problem mit der Farbe lösen würde, aber Braun ist auch nicht besser…). Andere Sorten hingegen sind gesund, robust und nichtssagend. Eine löbliche Ausnahme ist die Sorte 'Oeschberg', eine Züchtung aus der gleichnamigen Gartenbauschule im Kanton Bern. Ihr Laub ist gesund, wohlgeformt und färbt sich im Winter dunkelrot, wird aber im Frühling innert weniger Tage wieder grün. Sie blüht erst, wenn kaum noch Frost droht. Ihre leuchtend rosa Blüten auf kräftigen Stielen sind wunderbare Schnittblumen, womit auch das Farbproblem im Beet gelöst ist.

Standort: Am östlichen Rand des Staudenbeetes neben der Villa, zum Teich hin.

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Gartenfreuden

Wärmende Sonnenstrahlen, sich entfaltende Blüten und summende Bienen - ist denn schon Frühling?

Nach der durch Schnee geprägten Woche, fühlten sich die bis zu 14 Grad Celcius tatsächlich frühlingshaft warm an.

Auch die Bienen, welche normalerweise im Winter dicht an dicht zu einer Traube gedrängt sind, nutzten die warmen Sonnenstrahlen. Und wie der Pollensack, der gelbliche Punkt beim Bein der Biene, zeigt, waren ihre Suche nach Pollen schon von Glück gesegnet. 

Auch die Gärtenerinnen und Gärtner konnten schon ein paar Blühergebnisse auf den Fotos festhalten. 

 

 

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Rückbau Spielplatz

Ein kühler Wind weht einem um die Nase, Schneeflocken rieseln sanft zu Boden und der Schnee knirscht unter den Füssen. Die Baumaschinen stehen still. Und auch wenn sich zum Zeitpunkt des ersten Fotos keine Kinder beim Spielplatz aufhalten, ist das Lachen der Kinder immer noch zu hören.

Am nächsten Tag baut der Bagger Stück für Stück den Spielplatz ab und der Arbeiter zerkleinert das Holzgeländer mit der Motorsäge.

Bereits am dritten Arbeitstag ist nur noch die Mauer vom Spielplatz übrig. Der Boden vom ehmaligen Schweinestall wird ersichtlich und gewährt einen Blick in die Vergangenheit.

In einigen Wochen wird hier wieder gebaut: Stück für Stück wird dann der neue Spielplatz auf den Mauersteinen aufgebaut werden. Auch wenn wir uns noch etwas gedulden müssen, wir feuen uns schon, wenn der Zeitpunkt gekommen ist und die Kinder den neuen Spielplatz erkunden können. 

Mehr zum Umbau Vorder Brüglingen
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Gartenfreuden

Das Merian Gärten-Team hat weiter fotografiert. Überall wo wir während der letzten Woche hingeschaut haben lag Schnee. Lange ist es her, dass es in den Merian Gärten so viel Schnee hatte.

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Die Merian Gärten haben wieder geöffnet

Der schraffierte Bereich bleibt geschlossen.

Der Bundesrat hat weitere Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen. Diese gelten vom 18. Januar 2021 bis Ende Februar 2021. Gemäss Artikel 5d der Covid-19-Verordnung besondere Lage, können botanische Gärten und Tierparks diejenigen Bereiche, die im Sinne von Parkanlagen dem Publikum ohne nähere Einschränkungen zur Verfügung stehen offenhalten. Daher sind die Bereiche Englischer Garten und Brüglingerhof ab dem 22. Januar wieder geöffnet.

Die wichtigsten Regeln im Überblick:

  • Alle Veranstaltungen bis Ende Februar sind abgesagt. Das heisst: öffentliche Gartenrundgänge, Montagsführungen, Offene Mühle, Waffelwinter, Sonntagsbrunch und weiteres Publikumsprogramm finden nicht statt
  • Auch finden keine Privatführungen in dieser Zeit statt
  • Das Mühlemuseum bleibt geschlossen
  • Die Villa Merian, Café & Restaurant bleibt geschlossen
  • Der Verkaufsautomat beim Marktstand ist zugänglich und in Betrieb. Für Kunden steht Handdesinfektionsmittel parat. Alle Kontaktflächen (Verkaufsautomat, Kasse) werden täglich von einem Reinigungsunternehmen desinfiziert. Vor dem Nachfüllen des Verkaufsautomaten werden der Innenbereich und die Kontaktflächen gereinigt. Alle Produkte im Verkauf sind portioniert und abgepackt. 
  • Der Bereich um die Ställe, wie auch Arzneipflanzen- und Gemüsegarten bleiben geschlossen.
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Fuchs und Dachs begegnen sich

Wildkamera Foto auf dem ein Dachs und ein Fuchs zu sehen sind

Erinnern Sie sich noch an die Fotos der jungen Füchse und Dachse, welche die Wildkamera im April vergangenen Jahres aufgezeichnet hat? In der ersten Januarwoche ist es nun zum ersten Mal gelungen, die direkte Begegnung von einem Fuchs und einem Dachs auf einem Foto festzuhalten. 

 

 

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Gartenfreuden

Die Merian Gärten vermissen Ihre Besucherinnen und Besucher!

Während die Merian Gärten im Frühjahr geschlossen waren, haben wir Ihnen mit unserer Serie "Gartenfreuden" die schönsten, farbigen Blüten nach Hause geschickt. Unser Gärtnerteam hat mit dem Natel fotografiert, was gerade Freude macht. Wir möchten daran anknüpfen und für Sie die tägliche Arbeit und die schönsten Momente festhalten. 

Im Moment blinzeln zarte Sonnenstrahlen ab und zu durch die Wolken. Jetzt sorgen Gräser für stimmungsvolle Momente. In den Knospen der Sträucher warten frische Blätter auf den Frühling. 

Wir arbeiten weiter: Das Gehölz in der Hecke wird gefällt, das Holz türmt sich, wo geholzt wird, das Dach des Kaninchenstalls wird kontrolliert und ausgebessert, Obstbäume werden jährlich im Winterhalbjahr geschnitten. Altes, abgetragenes Holz wird dabei entfernt und junges gefördert. Damit wird ein ausgeglichener Obstertrag angestrebt. Und die Schafe haben auch noch etwas von unserem Weihnachtsbaum. 

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Neue Tagverstecke und Wochen-
stubenquartiere für Fledermäuse

Eisige Temperaturen, geschlossene Eingangstore und ein die Gärten umhüllender grauer Schleier – befinden sich die Merian Gärten etwa im Winterschlaf? Auch wenn dies auf den ersten Blick so erscheinen mag, sind die Mitarbeiter*innen weiterhin fleissig ihre Arbeiten am Verrichten und auch der Umbau geht weiter voran. Es gibt aber schon die einen oder anderen wilden Gartenbewohner, die sich zurzeit im Winterschlaf befinden - wie zum Beispiel die Fledermäuse.

Begegnungen mit diesen Flugkünstlern beschränken sich meist auf die sommerliche Jahreshälfte und sind meist nur von kurzer Dauer– um genau zu sein ein paar Flügelschläge. Generell scheinen diese Säugetiere ein heimliches Leben zu führen. Das Nachweisen von Fledermäusen ist nicht einfach, ist aber mit Geräusche-Detektoren, sogenannten BAT-Loggern, und Spurensuche möglich. Wie der GEO-Tag der Natur im Jahr 2017 gezeigt hat, kommen in den Merian Gärten mindestens fünf der 30 in der Schweiz vorkommenden Arten vor: Grosser Abendsegler, Rauhautfledermaus, Weissrandfledermaus, Zwergfledermaus, Mückenfledermaus. Vermutlich sind weitere Arten wie Braunes Langohr und Wasserfledermaus anwesend.

Fledermäuse in der Schweiz bewohnen typischerweise Baumhöhlen und Gebäude (unter Ziegeln, hinter Fensterläden und in Dachstöcken). Nachdem man in den Merian Gärten im Jahr 2019 an der Aussenseite von verschiedenen Gebäuden Fledermauskästen angebracht hat, wurden in den vergangenen Wochen weitere Überwinterungsquartiere und Tagverstecke respektive Wochenstubenquartiere für Gebäude-bewohnende Fledermausarten geschaffen. (Wochenstuben sind die Orte, wo die trächtigen Weibchen zusammentreffen, um dort die Jungen zur Welt zu bringen und diese dort auch gemeinsam aufziehen).

Im Keller der Berrischeune wurden Ziegel als Unterschlupf für überwinternde Fledermäuse platziert. Im Dachstock wurden Jutesäcke aufgehängt und Holzkonstruktionen angebracht, welche den Fledermäusen als Tagverstecke respektive Wochenstubenquartiere dienen können. Zudem wurden die Fenster beim Dachstock geöffnet, um einen Zugang für die Fledermäuse zu schaffen. Auch im Milchhüsli wurden Jutesäcke als Tagverstecke respektive Wochenstubenquartiere aufgehängt.

Damit diese neuen Verstecke auch ihren Nutzen erfüllen, muss auf folgendes geachtet werden:

Tagverstecke und Wochenstuben sollten ungestört, eher warm und ohne Zugluft sein. Überwinterungsquartiere sollten frostsicher und feucht sein, damit die Flughäute und Ohren der Fledermäuse nicht austrocknen.

 

Den Fledermäusen ganz nah sein:

Möchten Sie mehr über diese geheimnisvollen Tiere erfahren und ihnen ganz nah kommen, dann ist die Fledermausnacht genau der richtige Anlass. Mehr Informationen zur Fledermausnacht finden sie hier.

Neue Holzkonstruktion im Dachstock der Berrischeune.
Nebst den neuen Holzkonstruktionen dienen auch die Jutesäcke den Fledermäusen als Tagverstecke und Wochenstuben.
Ziegel dienen als Unterschlupf für überwinternde Fledermäuse.
Über die geöffneten Fenster gelangen die Fledermäuse in den Dachstock.