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Wir bauen auf: am Sonntag ist "HerbstGartenZeit"!

Die Vorbereitungen laufen! Erde wird einfüllt, Pflanzen gesetzt, Gestelle gebaut. Am Sonntag  während der "HerbstGartenZeit" können Besucherinnen und Besucher sich hier für Ihr eigenes Hochbeet, ihren Balkon oder Garten inspirieren lassen. 

Auf dem ganzen Areal ist unser Team und das von ProSpecieRara mit dem Aufbau beschäftigt. Denn neben der Musterpflanzung erwarten Sie viele Marktstände mit Setzlingen und Zwiebeln, Leckeres vom Grill, Führungen mit Gartenprofis, Sortenberatung, eine Kinderwerkstatt und vieles mehr!   

HerbstGartenZeit am Sonntag von 10 bis 17 Uhr 

zum Programm

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Blütenspaziergang im September

Das Licht wird wärmer und die ersten Blätter verfärben sich. Was der Blütenvielfalt ein besonderes Leuchten verleiht. Davon überzeugen können Sie sich bereits am Ausgangspunkt dieses Spaziergangs –  auf der Fuchsientreppe. Schwelgen Sie in den Rosa-, Weiss- und Lilatönen zahlreicher Fuchsien-Sorten. Nach diesem Farbbad folgen Sie dem Dyych Richtung Alter Bauerngarten. Vorbei an unauffälliger Blütenpracht des Teufelsspazierstocks (Aralia elata) und des gewöhnlichen Efeus (Hedera helix). Im Beerengarten wird es - aufgrund einiger Zierpflanzen aus dem ProSpecieRara-Sortiment - wieder bunter. Auch die Dahlien hinter dem Gemüsegarten sind immer noch eine Zierde. Entlang der Wechselflorbeete gelangen Sie anschliessend zu einem Durchgang in der Mauer und zur Salbei-Rabatte. Ob das Blau des Moor-Salbeis (Salvia uliginosa), das Violett von Salvia virgata oder das Rot des Herbst-Salbeis (Salvia greggii): Von Herbstflaute ist hier noch keine Rede!

Nächster Blüten-Halt ist das Rhododendrontal. Liriope (Liriope muscari), Winterharte Begonie (Begonia grandis ssp. sinensis und Begonia grandis 'Alba') sowie nach wie vor blühende Funkie (Hosta) und Wachsglocke (Kirengeshoma palmata) umschmeicheln die Stämme der Rhododendren. Der Kletternde Fingerrauch (Dactylicapnos macrocapnos) hat gar ihre Kronen erobert! Folgen Sie wieder dem Dyych und nehmen Sie die erste Abzweigung links nach Oben, um in Richtung Villa zu spazieren. Falls Sie den linken Weg wählen, passieren Sie zwei Staudenrabatten. Hier blühen verschiedene  Herbst-Anemonen, das Zottige Purpurglöckchen (Heuchera villosa) und die Hosta 'Royal Standard'. Ein paar Schritte weiter, beim Sommersitzplatz, leuchten zahlreiche Scharlach-Fuchsien (Fuchsia magellanica), kombiniert mit Kerzenknöterich (Persicaria amplexicaulis 'Alba') und Lanzen-Silberkerze (Actaea cordifolia). Entlang des Vorplatzes der Villa sind bereits die ersten Alpenveilchen (Cyclamen) sichtbar und daneben ergänzen sich Steinquendel (Calamintha nepeta 'Triumphator') und Blutgras (Imperata cylindrica 'Rubra') zu einem gefälligen Gesamtbild.

Damit endet der September-Spaziergang, kann aber natürlich noch beliebig nach Vorder Brüglingen ausgedehnt werden. Bei der Iris- und Clematissammlung und bei den Kübelpflanzen gibt es beispielsweise noch einige Kleinodien zu bewundern. Halten Sie die Augen offen, es lohnt sich!

Herbst-Anemone (Anemone japonica 'Loreley')
Himmelblauer Salbei (Salvia azurea), im Hintergrund Herbst-Salbei (Salvia greggii)
Kletternder Fingerrauch (Dactylicapnos macrocapnos)
Steinquendel (Calamintha nepeta 'Triumphator') und Blutgras (Imperata cylindrica 'Rubra')
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Grosse Auszeichnung für die Merian Gärten

Die Merian Gärten sind mit dem Europäischen Gartenpreis 2019/2020 in der Kategorie "Gartenkulturelles Erbe in Europa" für ihre besonderen Leistungen im Bereich Bildung und Vermittlung mit dem zweiten Preis ausgezeichnet worden. An der Preisverleihung in Jüchen bei Düsseldorf (DE) wurden am Freitagabend die schönsten Gärten in ganz Europa prämiert.

Hier geht es zur Medienmitteilung
 

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Wir jäten auf dem Dach!

Auf den Flachdächern von Hühnerstall, Bienenhaus und Topflager wachsen verschiedene Sedum-Arten. Nebst Sedum ‑ die dicke Blätter haben, in denen sie Wasser speichern und so auf sehr trockenen und heissen Böden oder eben Dächern leben können ‑ siedeln sich allmählich auch andere Arten wie Schnittlauch, Oregano und Leinkraut an, die an einem exponierten Standort wie auf dem Dach überleben können.

Auch für Insekten und Spinnen wie etwa die Wespenspinne bieten die Dächer einen Lebensraum. Zweimal jährlich jäten unsere Gärtnerinnen und Gärtner kleine Bäume und Löwenzahn aus. Diese Pflanzen mit sehr tiefen Wurzeln könnten gar die Dachfolie durchwurzeln. Bei dieser Gelegenheit werden auch die Wasserabläufe kontrolliert.

Gärtner beim Jäten auf dem Flachdach des Hühnerstalls
Wespenspinne
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Pflanze des Monats

DUNKELLAUBIGE SEPTEMBER-SILBERKERZE (Actaea simplex 'Atropurpurea')

Eigentlich wäre diese September-Silberkerze ein Muss für jeden Garten: Im Frühling hält sie sich vornehm zurück und überlässt ihren Platz Krokussen, Tulpen oder Schneeglöckchen; auch den sommerblühenden Pflanzen stiehlt sie nicht die Schau, sondern sorgt mit ihrem dunklen Laub für dezente Begleitung. Doch im September, wenn die meisten Stauden sichtlich erschöpft sind von der Mühe des Sommers, öffnen sich ihre weissen Blüten. Wenn der Wind günstig steht, streicht ihr Duft über den ganzen Platz.

Eigentlich. Doch diese Silberkerze hat Ansprüche, welche im heissen, trockenen Basel etwas schwierig zu erfüllen sind: Einen kühlen Platz im Halbschatten hätte sie gern, und dazu humus-reichen, feuchten Boden, bitteschön. Und nicht zu viel Konkurrenz durch grosse Bäume... Ohne regelmässiges Giessen wären unsere Pflanzen schon im ersten Sommer vertrocknet.

Und dann ist da noch das Namensdurcheinander: Zuerst hiess die Silberkerze Actaea, vor über hundert Jahren wurde sie in Cimicifuga umbenannt. Seit 20 Jahren ist man wieder bei Actaea angelangt, was aber viele Gärtnereien nicht wissen. Und die Art erst! Mal heisst sie Actaea ramosa (was es gar nicht gibt) oder racemosa (was eine ganz andere Art aus Amerika ist). Aber all das ist letztendlich egal - Hauptsache, es geht wieder los mit dem Tanz der weissen Würste!

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Blütenspaziergang im August

Die Temperaturen sind etwas kühler geworden. Damit können wir für den August einen ausgiebigeren Blütenrundgang wagen. Start ist beim Foliengewächshaus, wo eine Setchuan-Brombeere (Rubus setchuenensis) und eine Rattanrebe (Berchemia racemosa) blühen. Nun betreten Sie den Nutzpflanzengarten. Insbesondere im Bereich der Färberpflanzen erfreut momentan eine bunte Farbenpracht. Verlassen Sie den Garten dann Richtung Irissammlung, wo im Hang verschiedene Kräuselmyrten (Lagerstroemia) blühen. Weiter geht es den Weg hoch zum Hochplateau und geradeaus bis zu den Schmetterlingsblütlern. Nebst einigen anderen Pflanzen fällt hier speziell der Himalaya-Indigostrauch (Indigofera heterantha) ins Auge.

Spazieren Sie nun weiter bis zum Trockenbiotop und gehen dann runter ins Rhododendrontal. Hier stehen mehrere Pflanzen in Blüte, so zum Beispiel eine Lilie (Lilium speciosum 'Rubrum'), die letzten Funkien (Hosta), der Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea) und die Wachsglocke (Kirengeshoma palmata). Dem Dyych entlang und über die Brücke geht es als nächstes zum Salbeibeet vor dem Arzneipflanzengarten. In bunten Farben blühen hier mehrere Salbei-Arten. Auch im Arzneipflanzengarten und im angrenzenden Bauerngarten gibt es einiges zu sehen. Von der Gewöhnlichen Nachtkerze (Oenothera biennis), über den Teufelsabbiss (Succisa pratensis) und die Sonnenblume (Helianthus annuus) bis zur Aufreihung von verschiedenen alten Dahlien-Sorten.

Weiter dem Dyych entlang Richtung Norden kommen Sie, unterhalb des Brunnens, vorbei an drei Sorten des Kerzen-Wiesenknöterichs (Bistorta) und gelangen schliesslich zum Asternhügel, wo bereits einige frühe Astern am Erblühen sind. In der Rabatte entlang des Weges zum St.-Jakob-Eingang schliesslich, fällt das leuchtende Blau der Ballonblume (Platycodon grandiflorus) auf. Auch einige Astern und Herbstanemonen zeigen, dass es bereits Spätsommer ist. Mit ihnen findet der Augustspaziergang seinen Abschluss.

Dahlia
Himalaya-Indigostrauch (Indigofera heterantha)
Funkie (Hosta 'Lancifolia')
Schirmaster (Doellingeria umbellata)
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DREI RIESIGE PALMEN SUCHEN EIN ZUHAUSE

Wir verschenken drei riesige kanarische Dattelpalmen. Sie sind so gross geworden, dass sie nicht mehr im Gewächshaus überwintern können – sie passen nicht durch die Tür! Damit die frostempfindlichen Pflanzen im Winter nicht eingehen, suchen wir für sie ein neues Zuhause.

Die Palmen sind 60 bis 70 Jahre alt und etwa sechs Meter hoch. Es handelt sich um kanarische Dattelpalmen, Phoenix canariensis, welche aus dem Mittelmeerraum stammen und somit keine Temperaturen unter Minus 10°C vertragen. Sie stehen schon ihr ganzes Leben in den Merian Gärten. Nun sind sie so gross geworden, dass sie im Winter nicht mehr ins Gewächshaus passen.

Es wäre schade, wenn sie diesen Winter erfrieren müssten. Wir geben sie gratis ab – sie würden sich gut machen in einem grossen, hellen Treppenhaus, in einem Schwimmbad, in einer grosszügigen Eingangshalle, in einem Restaurant... Die Pflanzen müssten vor Winterbeginn abgeholt werden. Unser Expertenteam hilft mit Beratung für einen guten Standort und gibt Pflegetipps.

Interessiert? Bitte melden Sich sich bei uns!
Telefon 061 319 97 80 oder info@meriangaerten.notexisting@nodomain.comch

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Pflanze des Monats

Wald-Tabak (Nicotiana sylvestris)

Vor etwa 450 Jahren hatte Jean Nicot, ein französischer Gesandter in Lissabon, Wunderdinge über die Heilwirkungen einer exotischen Pflanze gehört. Er war überzeugt, dass dieses Kraut Geschwüre und andere Gebresten heilen könne, schickte es begeistert nach Frankreich und setzte sich für dessen Verwendung ein. Nie hätte er sich träumen lassen, dass später ausgerechnet ein starkes Gift seinen Namen tragen würde: Nikotin, der Hauptwirkstoff der von ihm gelobten Tabakpflanze.

Eine der schönsten Arten ist der Wald-Tabak. Er wächst gerne im Halbschatten in fruchtbarem Boden und ist leider nicht winterhart. Seine hellen Blüten duften nachts, was charakteristisch ist für Nachtschwärmerpflanzen. Für die meisten Insekten ist die Blütenröhre viel zu lang, doch Windenschwärmer mit ihrem langen Rüssel können den Nektar erreichen.

Einen Mondgarten könnte man anlegen! Mit Wald-Tabak, hellen Petunien, Mondwinde, Sternjasmin, Weisser Lichtnelke und anderen duftenden hellen Nachtblühern. Und eines Abends, mit etwas Glück, gibt es dann ein Stelldichein von zwei- und sechsbeinigen Nachtschwärmern.

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Erfrischung für Bäume und Sträucher

Schon lange hat es nicht mehr richtig geregnet. Deshalb haben wir diese Woche entschieden, grossflächig zu giessen –  viele Sträucher zeigen Anzeichen für Trockenstress. Seit Montag bewässern wir nun alle Bäume und Sträucher, um zu verhindern, dass die Gehölze absterben.

Mit dem Material, welches wir letztes Jahr angeschafft haben können wir sehr effizient giessen. Die Schläuche lassen sich zusammensetzen und reichen damit bis 300 Meter weit. Wir beziehen dabei Wasser direkt aus den Feuerwehrhydranten in den Gärten, diese haben für die Abrechnungen einen speziellen Zähler. Mit den grossen Schlauchrollen und den Feuerwehrschläuchen bringen wir grosse Mengen Wasser auf einmal aus: pro Stunde 15 bis 20 Kubikmeter, das sind etwa 20'000 Liter - pro Stunde! Mit den kleinen Regnern, die normalerweise im Einsatz sind, würde es den ganzen Tag dauern, gleich viel Wasser auszubringen.

Beim Giessen ist die Technik wichtig, damit das Wasser gut verteilt wird und der Boden möglichst viel aufnehmen kann und nicht zu viel Wasser ungenutzt versickert. Wir schaffen es nur auf diese Art, alle Gehölze in den Gärten innerhalb nützlicher Frist zu bewässern. Dennoch dauert es eine ganze Woche, bis alles gegossen ist.

Eine grosse Herausforderung besteht darin, den richtigen Zeitpunkt zu finden um mit dem Giessen anzufangen. Wenn die Situation mit dem Wasserhaushalt im Boden schon sehr prekär ist, kann es sein, dass wir zu spät sind bis alle Abschnitte beregnet sind. Letztes Jahr haben mehrere Bäume ihr ganzes Laub verloren. Das hoffen wir dieses Jahr verhindern zu können.

Dieses Wochenende soll es gewittern – mal sehen, wie viel es wirklich regnet und ob wir nächste Woche das Bewässern wieder einstellen können.

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Heuernte

Ein Bild wie in den Ferien! Wir ernten das Heu auf unseren Wiesen und landwirtschaftlichen Flächen. Mit einem gestaffelten Schnitt haben wir seit Juni bereits rund 450 Kleinballen à 20 Kilogramm gepresst. Das Heu brauchen wir als Wintervorrat für unsere Schafe und Kaninchen. Wenn wir wie dieses Jahr mehr ernten können als wir selber brauchen, verkaufen wir das Heu an den Zolli und die Lange Erlen. Da unsre Wiesen naturbelassen sind, ist das Heu eher mager und wird von vielen Wildtieren gut vertragen.