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Auslichten an der Hangkante

Mehr Ausblick! Im Bereich der historischen Baumreihe zwischen Villa Merian und Vorder Brüglingen beginnt das Gärtnerteam mit Auslichtungsarbeiten. Gemäss unserer gartendenkmalpflegerischen Pflegerichtlinien soll die Hangkante hinter der Baumreihe besser wahrgenommen werden. Zu früheren Zeiten waren hier weniger bis gar keine Sträucher und die Kastanien und Linden betonten die Kante. Heute wachsen die Sträucher zum Teil bis in die Baumkronen rein. Mit den pflegerischen Arbeiten nehmen wir nun gezielt einige Sträucher zurück und öffnen so punktuell den Blick auf den Brüglingerhof.

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UMPFLANZUNG DER IRIS

Die Merian Gärten beherbergen rund 100 verschiedene Wildiris. Diese bekommen nach dem Umbau einen neuen Standort in der Nähe der Hohen Bartiris – so ist die gesamte, weltweit einzigartige Irissammlung beieinander zu besichtigen.

Da die neuen Beete erst noch angelegt werden müssen, die Irispflanzen aber nur jetzt im Spätsommer oder Frühherbst umgepflanzt werden können, werden sie teilweise bereits ausgegraben und an einem Zwischenstandort eingepflanzt.

Beim Umpflanzen der Iris geht man ähnlich vor wie beim Teilen und Vermehren: Zuerst wird die komplette Pflanze mitsamt Wurzeln ausgegraben. Anschliessend wird das Speicherorgan, dass sogenannte Rhizom, mit einem sauberen Schnitt mit der Gartenschere gekürzt. Aus diesem Rhizom treiben im Frühling wieder neue Wurzeln aus. Anschliessend werden die Blätter in Form von einem Fächer zurückgeschnitten, damit die Pflanze stabiler ist. Die Iris, die keine Rhizome haben, werden komplett ausgegraben und mit Spaten oder Messer geteilt. 

Nachdem die Pflanze den gewünschten Rückschnitt erhalten hat, wird sie eingetopft. Dabei gilt es, die entsprechenden Anforderungen an die Erde zu berücksichtigen – manche Irisarten mögen es feucht, andere eher trocken oder sandig. Mit einer Namensetikette beschriftet, wird die Iris nun ins geschützte Zwischenquartier gebracht, wo sie überwintern wird.

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WASSER MARSCH! NEUE BEWÄSSERUNG IM BEERENGARTEN

Im Verlauf der vergangenen Tage wurde im Beerengarten ein automatisiertes Bewässerungssystem eingebaut. Hierfür wurden Rohre und Steuerelementen im Boden verlegt.

Das neue Bewässerungssystem ermöglicht ein präziseres Giessen. Das Wasser strömt in einem feinen Strahl knapp über dem Boden direkt zur Pflanze. Die Blätter der Beerensträucher bleiben so trocken, was die Anfälligkeit für Pilzerkrankungen senkt.

Dank dieser neuen Art der Bewässerung wird ausserdem Wasser eingespart und auch der Mergelweg wird weniger ausgewaschen. Für das Gartenteam stellt die automatisierte Bewässerung eine grosse Entlastung bei den Giessarbeiten dar, welche besonders an warmen Tagen sehr zeitintensiv sind. Weil nun vor allem nächtlich gegossen wird, profitieren auch die Besuchenden von geringeren Einschränkungen und trockeneren Füssen beim Besuch des Beerengartens.

Der Beerengarten ist für Besucher spätestens ab Ende Woche wieder frei zugänglich.

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ÜBERGANGSZUHAUSE FÜR DIE CLEMATISSAMMLUNG

In den kommenden Wintermonaten werden neue Kletterkonstruktionen für die Clematissammlung gebaut. Dazu müssen die alten Rankhilfen entfernt werden – und die Pflanzen in der Zwischenzeit an einem anderen Ort in Sicherheit gebracht werden.

Dazu werden jetzt im September und Oktober alle Clematis zurückgeschnitten. Bei vielen Sorten findet dieser Schnitt im Winter sowieso statt. Doch dieses Jahr schneidet das Gärtnerteam auch die Sorten, die üblicherweise gar nicht oder nur teilweise zurückgeschnitten werden, damit sie besser transportiert werden können.  

Ihr Übergangszuhause finden die Clematis direkt neben ihrem bisherigen Standort im Rasen. Hier wurden bereits drei Gruben ausgehoben, in die die Pflanzen nun einzeln eingesetzt werden. Weil sich die Pflanzen im Winter in der Vegetationsruhe befinden, bilden sie in dieser Zeit kaum Wurzeln aus. Die Clematis nehmen so keinen Schaden und es erleichtert es dem Gärtnerteam, im nächsten Frühling, die Clematis an ihren neuen Bestimmungsort einzupflanzen. Die Sammlung bleibt übrigens an ihrem Standort, dabei werden aber die Pflanzen in neuer Reihenfolge präsentiert. 

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Sommer im Glas

Es duftet im Lehmhaus nach süssen Himbeeren und warmen Johannisbeersaft. Wir durften uns dieses Jahr über eine grosse Beerenernte freuen. Was wir können verkaufen wir frisch, der Rest wird in Handarbeit zu Konfitüre oder Gelee eingekocht.

Dabei einsteht eine grosse Vielfalt an Produkten in kleinsten Mengen! Unser aktueller Favorit ist die gemischte Beerenkonfitüre mit einem Querschnitt durch unseren Beerengarten. Oder, ganz speziell: Cassis-Konfitüre, eher eine seltene Delikatesse. Auch etwas ganz Besonderes ist die Konfitüre aus weissen Johannisbeeren. Diese sieht ein wenig ungewohnt aus, aber überzeugt mit feinem Geschmack. Übrigens sind auch unsere anderen Johanisbeerkonfitüren heller, als die aus dem Supermarkt, denn auch hier sind rosa und weisse Johannisbeeren von ProSpecieRara-Sorten drin verarbeitet.

Die fertigen Konfitüren und Gelees werden noch mit Etiketten beklebt und kommen nach und nach an den Marktstand. Es lohnt sich also, regelmässig vorbei zu schauen! Denn das Sortiment ist immer wieder anders. Und es het solangs het!

 

Mehr Marktstand
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Es ist Zeit!

Die Zeit der Samenernte beginnt: bei Fingerhut, Mariendistel und vielen anderen Pflanzen werden jetzt die Samen reif. Das heisst für uns: Sammeln!

Wir ernten dabei vorwiegend die Samen von den kurzlebigen und frostempfindlichen Pflanzen die wir jedes Jahr frisch aussäen, sowie Samen, die wir über unseren «Index Seminum» mit anderen botanischen Gärten in aller Welt tauschen.

Das Gärtnerteam muss dafür die gewünschten Pflanzen regelmässig kontrollieren um den richtigen Erntezeitpunkt zu treffen. In der Regel sind die Samen dann reif, wenn der Samenstand dürr oder braun wird oder die Samenkapsel aufbrechen. Dann wird der ganze Samenstand, manchmal auch der ganze Stängel, abgeschnitten und in Papiersäcke gefüllt. Darin trocknen die Pflanzen, schattig, luftig und vor Mäusen geschützt im Trocknungslager. Im Winter, wenn andere Arbeiten ruhen , reinigen wir das Saatgut und lagern es bis zur Verwendung ein.  

Übrigens, unser Expertentipp für daheim: Wer selber Saatgut sammelt, sollte das am besten bei heissem, trocknem Wetter und am Nachmittag machen. Denn Samenstände, die noch feucht eingelagert werden, können schnell anfangen zu schimmeln!

 

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Neues Beet für Pionierpflanzen

Hinter dem Lehmhaus entsteht eine neue Bepflanzung. Auf kiesigem Boden werden Winden, Gräser und Brennesseln entfernt und durch Natternkopf, Echtes Labkraut, Färber-Hundskamille, Gemeine Ochsenzunge und anderen einheimischen Pionierpflanzen und Stauden ersetzt. So soll ein artenreicher Lebensraum entstehen, der diverse Tiere (z.B. Insekten) anlockt.

Bereits im Februar wurde dazu der Oberboden abgetragen und die Fläche mehrmals gejätet. Ein Wurzelschutzvlies soll verhindern, dass die Winden sich erneut ausbreiten. Als Substrat dient ein Gemisch aus Birs-Kies, Humus und wenig Kompost. Letzte Woche wurden einige grosse Steine eingesetzt – dazu kam uns der Lastwagen mit Kran der Stadtgärtnerei zur Hilfe.

Nun folgen noch die Bepflanzung und Gestaltung und hoffentlich schon bald die ersten Schmetterlinge und Eidechsen.

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Gartenfreuden

Leuchtendes Grün, frisch gemähter Rasen, Blüten die bald aufgehen, sanfte Farben im Rhododendrontal, kräftige Wiesen, Regentropfen und Morgenlicht: das erfreut uns im Moment. Die Fuchsien werden nach und nach aus dem Gewächshaus an ihren Sommerstandort gebracht. Und, schwer über das Internet zu transportieren, aber wir versuchen es  - der Duft im Silberhang hinter den Gewächhäusern ist unglaublich schön, es riecht nach Lavendel und mediterranen Kräutern, es hat was Würziges und gleichzeitig Liebliches und erinnert an Ferien in Südfrankreich...

Wir freuen uns, Sie schon in wenigen Wochen wieder in den Gärten zu begrüssen, dann können Sie sich selbst ein Bild davon machen! 

(Von unserem Team vor Ort fotografiert)

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Energy-Shot für Gemüsepflanzen

In der biologischen Gartenpflege wird auf ökologische Mittel zur Düngung und Schädlingsbekämpfung gesetzt. Ganz frisch haben wir Brennessel-, Artemisia-, und Hühnermistjauche hergestellt.

Für eine Jauche wird Wasser in einem Gefäss – wir verwenden Plastiktonnen – mit Pflanzenmaterial oder Hofmist, in unserem Fall Hühnermist versetzt. Dann wird sie mit einem luftdurchlässigen Stoff abgedeckt und zwei Wochen stehen gelassen. In der Zeit beginnt das organische Material zu gären. Das stinkt ordentlich! Dennoch muss täglich umgerührt werden, damit Luft hineingelangt, denn dieses fördert die Umsetzung des Materials.

Nach zwei Wochen wird das Pflanzenmaterial abgesiebt, dann ist die Jauche einsatzbereit. Zum Ausbringen wird sie allerdings noch verdünnt.

Brennesseljauche verwenden wir als Dünger im Bauerngarten für Gemüse. Auch die Jauche aus Hühnermist gibt einen kräftigen Stoss Stickstoff.

Die Artemisiajauche hält Schadinsekten fern. Wir testen sie dieses Jahr im Bauerngarten, ob sie Erdflöhe vertreiben kann, denn dies sind lästige Schädlinge im Gemüsegarten.

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Gartenfreuden

Gartenfreuden heute mit Blick in die Anzucht - hier vermehren wir im Jahr tausende von Pflanzen über Samen oder als Steckling. Im Frühjahr ist Hochsaison im Gewächshaus! 

In der Irissammlung fangen immer mehr Sorten an zu blühen, auch der Silberhang entwickelt sich prächtig. Wir mähen den Rasen, setzen und säen und jäten und pflegen, damit die Gärten so schön sind wie gewohnt wenn wir bald wieder öffnen können. Und: die Mauersegler sind zurück! Sie verbringen den Winter in Afrika und treffen jedes Jahr pünktlich auf Anfang Mai zum Brüten in den Merian Gärten ein. 

(Von unserem Team vor Ort fotografiert)