Bedrohter Käfer im Götterbaum

Bei den Pflegearbeiten am beschädigten Götterbaum wurden im Stamm Käferlarven entdeckt.  Diese befanden sich auf 15 bis 18 Metern Höhe im Inneren des Stamms, in losem, bereits zersetztem Holz.

Der Stammabschnitt mitsamt Larven wurde zur Bestimmung an Lea Kamber, Käferexpertin aus Bangerten (BE) geschickt. Anhand der lebenden Larven, den Kokonhüllen und Resten von adulten Käfern, kam sie zu einem erstaunlichen Ergebnis: Es handelt sich um den Grossen Rosenkäfer,  Protaetia speciosissima (syn. aeruginosa).

Diese Käferart ist in der Schweiz ausserordentlich selten anzutreffen! Entsprechend figuriert sie auf der Roten Liste mit der Einstufung EN ("endangered", stark gefährdet).  Auf der Roten Liste Deutschlands ist die Art sogar als "vom Aussterben bedroht" eingestuft.

Momentan wird nun geprüft, wie das weitere Überleben der Käfer ermöglicht werden kann. Es wäre wichtig, den Baum selber, resp. Teile davon langfristig erhalten zu können. Die Larven selber schädigen den Baum nicht –  sie fressen lediglich den Mulm, das weiche, durch Pilze zersetzte Substrat im Innern der Höhle.

Ausserdem sollen die gefundenen Käferlarven zurück in die Merian Gärten gebracht werden damit sie hier ausschlüpfen können. Unser Gartenteam sucht momentan zusammen mit Lea Kamber nach der besten Lösung -  möglicherweise kann der Stammabschnitt wieder in den Baum gehängt werden. Wir werden berichten wenn wir mehr wissen. 

Fünf neue Säuleneichen beim Jurablick

Beim "Jurablick" auf dem Hochplateau wurden 5 Säuleneichen (Quercus robur 'Fastigiata Koster') gesetzt. Diese ersetzen die geschwächten Rosskastanien, die auch aufgrund der Sicherheit und ihrer Nähe zum Sitzplatz, im Winter gefällt wurden. Säuleneichen ertragen die an dem Standort herrschende Wärme und Trockenheit besser. Ausserdem entspricht ihre Wuchsform der historischen Gestaltung: dieser Sitzplatz ist sehr alt und war ursprünglich mit schmalwüchsig, hochwachsenden Bäumen eingefasst.

Um die neuen Eichen am richtigen Ort platzieren zu können, mussten die alten Wurzelstöcke maschinell ausgefräst und anschliessend die Pflanzlöcher von Hand ausgehoben werden. Der steinige Boden und die noch vorhandenen Wurzeln verlangten unserem Team körperlich einiges ab.

Die Bäume wurden mit LKW und Kran von der Baumschule geliefert. Um die wertvolle Wiese auf dem Hochplateau zu schonen, wurden die Bäume auf ein leichteres Fahrzeug umgeladen und zum Sitzplatz transportiert und gepflanzt.

Zu guter Letzt haben wir den Mergelbelag noch erneuert und freuen uns jetzt über den ganz neuen Jurablick.

Überraschung in 15 Metern Höhe

Unser alter Götterbaum im Englischen Garten wurde bei einem Sturm Anfang Jahr beschädigt. Ein grosser Ast brach aus. Um die Sicherheit zu gewährleisten und den Baum wieder ins Gleichgewicht zu bringen wurde nun unter fachkundiger Leitung von den Baumpflegern von Tilia ein sehr starker Rückschnitt vorgenommen.

Bei der Arbeit auf der Hebebühne erwarteten uns einige Überraschungen. Denn: die vielen Risse und Löcher in dem alten Baum sind wunderbare Höhlen und daher von Tieren bewohnt. So entdeckten wir viele Vogelnester, ein Eichhörnchennest sowie ein leeres Bienennest mit perfekten Waben, welches unsere Imkerin nun genauer anschaut. In den vielen Faulstellen fanden wir Käferlarven. Eine Käferspezialistin bestimmt jetzt die genaue Käferart. Die grösste Überraschung aber war die Nilgans, die im grossen Loch vom abgerissenen Ast auf ihrem Nest Eier ausbrütet - in 15 Metern Höhe. 

Im Moment sieht der arme Götterbaum etwas mitgenommen aus. Doch wir hoffen, dass er durch den Eingriff nun wieder zu mehr Vitalität kommt und nun einige Jahrzehnte weiterlebt! 

Neue Obstbäume auf der Schafweide

Auf der Schafweide haben wir vier unserer alten Zwetschgenbäume gefällt. Die bestehenden alten Bäume mit Totholzanteil bieten vielfältigen Lebensraum und bereichern die Biodiversität. Die jungen Bäume sichern die Zukunft unseres Obstgartens. Um die Obstartenvielfalt zu erhöhen, pflanzen wir Apfel- und Reineclaudebäume.

Wildheckenpflege

Natürlich fällt der wachsende Asthaufen auf dem Hofplatz des Brüglingerhofs besonders auf. Aber überall in den Gärten stösst man im Moment auf Asthaufen. Denn wir sind zurzeit daran, unsere Wildhecken zu pflegen.

Das heisst, dass wir verschiedene Dinge machen: um die lichte und niedrige Struktur unserer Hecken zu erhalten, entfernen wir stark wachsende Bäume und Sträucher wie etwa Hartriegel, Eschen und Ahorn, sowie unerwünschte Arten wie Götterbaum und Robinie. Damit geben wir den Arten, die wir fördern wollen, z.B. Felsenkirsche, Pimpernuss, Kornelkirsche, Pfaffenhütchen, Kreuzdorn, Mehlbeere und Vogelbeere mehr Platz, damit diese mehr Licht haben und nicht von benachbarten Sträuchern und Bäumen erdrückt werden.

Ausserdem entfernen wir abgestorbene Gehölze und schneiden überalterte Pflanzen zurück. Ganz wichtig ist auch, dass wir Hecken und Wald so zurückschneiden, dass sie sich nicht zu stark auf Wege und ins Wiesland ausbreiten.

Alles geschnittene Holz wandert auf den grossen Asthaufen, wo es zu Schnitzeln für die Holzheizung verarbeitet wird.

Historische Bilder gesucht

Haben Sie alte Fotos daheim? Wir suchen historische Bilder des Englischen Gartens in den Merian Gärten. 

Für die Pflege unserer denkmalgeschützten Gartenanlage ist es wichtig, so viel wie möglich über den ursprünglichen Zustand zu wissen und die ursprüngliche Idee zu verstehen. Bilder, welche den Landschaftsgarten in der Zeit vor 1980 darstellen, können sehr aufschlussreich sein. Besonders interessant sind Fotos, auf denen Pflanzen zu erkennen sind und wenn bekannt ist, wann das Bild aufgenommen wurde. Es dürfen auch Detailaufnahmen sein, wenn Informationen zum Aufnahmeort vorhanden sind.

Wenn Sie im Besitz solcher Aufnahmen sind, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns diese zur Verfügung stellen. Barbara Wüthrich nimmt Ihre Dokumente gerne entgegen und gibt auch Auskunft:

Barbara Wüthrich, T. +41 61 319 97 80, b.notexisting@nodomain.comwuethrich@meriangaerten.notexisting@nodomain.comch

EINBAU EINER FLÄCHENDRAINAGE

Stehendes Wasser in den Beeten macht den Pflanzen im Bauerngarten zu schaffen.

Die Drainageleitungen, die vor drei Jahren eingebaut wurden, brachten nicht die erhoffte Verbesserung. Nun wird eine Flächendrainage geschaffen. Dazu werden die Beete komplett ausgehoben, eine 20 Zentimeter dicke Schicht Rundkies eingefüllt, mit Vlies abgedeckt und wieder mit Humus aufgefüllt.

Das Wasser sollte dann, wie in einem Sickerbecken, in die Kiesschicht ablaufen und dort langsam in den Boden versickern. Das Fleece verhindert, dass sie Nässe wieder in die Erdschicht aufsteigt.

Die Arbeit am ersten Abschnitt dauert bis circa Ende November, je nach Witterung länger. Die weiteren Abschnitte folgen in den nächsten Jahren. 

Giessen, giessen, giessen. Und nochmal giessen.

Alle haben heiss, auch unsere Bäume. Man hört es in den Medien: die lang anhaltende Trockenheit bringt Sträucher und Bäume arg in Stress. Dies ist auch in den Merian Gärten so. Zwar sind die gestalteten Gartenbereiche, die wir immer giessen und zum Teil automatisch bewässern, gut versorgt. Aber in den naturnahen Bereichen, in denen die Pflanzen normalerweise auf sich alleine gestellt sind, sieht man täglich mehr braune Blätter und dürre Äste. Um weniger Wasser zu verbrauchen müssen Bäume ihre Blattmasse reduzieren, im schlimmsten Fall sterben sie ab.

Für unser Gartenteam heisst das: Giessen. Den ganzen Tag, und überall. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir genug Wasser zur Verfügung haben. Die Herausforderung ist aber die Ausrüstung, die nicht für solche Extremsituationen ausreicht. Zurzeit  helfen wir uns mit Feuerwehrschläuchen und besonders leistungsfähigen Regnern, die wir kurzfristig ausleihen oder sonst wie beschaffen konnten. Nicht nur brauchen wir mehrere Hundert Meter lange Schläuche um in die abgelegenen Wiesen und Baumstreifen zu gelangen, sondern es muss auch sehr viel Wasser dahin, damit der Boden genügend durchnässt wird. Bis zu 30 Liter pro Quadratmeter sind dabei nötig. Wir schliessen also die Schläuche direkt an die Hydranten an.  Das sieht zwar im Moment nicht so  schön aus, ist aber effizient!

Erfolgreicher Lehrabschluss

Claudia Meyer hat ihre dreijährige Ausbildung in den Merian Gärten erfolgreich abgeschlossen. Die frisch diplomierte Landschaftsgärtnerin EFZ hat sich mit Alexandra Baumeyer unterhalten. 

Claudia, ich gratuliere dir ganz herzlich zum Abschluss als Landschaftsgärtnerin.  Wie waren die letzten Wochen für dich?
Es war eine anstrengende Zeit. Die ersten Prüfungen waren Mitte März, dann ging es im Mai und Juni weiter. Ich musste lange auf die Ergebnisse warten. Seit Freitag weiss ich, dass ich bestanden habe. Morgen an der Abschlussfeier erhalte ich die Noten.

Du warst drei Jahre hier in den Merian Gärten. Was wirst du mitnehmen?
Es war spannend in so vielen verschiedenen Gebieten zu arbeiten und nicht jeden Tag das gleiche zu machen. Man ist mal bei den Rhododendren, mal bei den Stauden, Beeren, mal in jeder Ecke vom Garten. Mir gefällt auch die Ruhe in den Gärten. Ich habe vieles über Gartenunterhalt gelernt - Rasenmähen, Hecken schneiden, Jäten, Giessen, Bepflanzen… Im Bereich Gartenneubau haben wir Plätze, Wege, Mauern und Treppen gebaut. Dazu war ich auch öfters in anderen Gartenbetrieben mitarbeiten.

Wie hast du die Ausbildungszeit erlebt?
Es war eine schöne Zeit. Das erste Lehrjahr war sehr spannend, alles ist neu. Das zweite ist mir am längsten vorgekommen, manches wiederholt sich. Und das dritte geht so schnell vorbei – man hat viele auswärtige Kurse, Prüfungen und dann ist es auch schon vorbei.

Was wünscht du dir für deine berufliche Zukunft?
Ich wünsche mir eine Arbeitsstelle an der ich glücklich sein kann, mit freundlichen Menschen und Aufgaben die mir Freude machen. Sicher werde ich am Anfang auch erstmal Erfahrungen sammeln, man lernt schliesslich jeden Tag neue Sachen.  

Wie geht es jetzt für dich weiter?
Ich habe mich an mehreren Orten beworben, durfte mich auch vorstellen und warte jetzt auf Antworten. Hoffentlich kann ich gleich im August beginnen zu arbeiten.

Dann drücken wir dir ganz fest die Daumen und wünschen dir erstmal schöne, wohlverdiente Ferien.

Pflanzung einer misteltragenden Eiche

Die Firma Iscador AG aus Arlesheim hat den Merian Gärten zum 100-jährigen Jubiläum der Misteltherapie bei Krebs eine Eiche geschenkt. Misteln auf Eichen sind sehr selten und daher etwas Besonderes, denn normalerweise wehren Eichen Misteln ab.

Der 7-jährige Baum ist ca. 1.50 Meter hoch und wurde am 14. Dezember 2017 angeliefert und auf dem Hochplateau neben einer artenreichen Wiese gepflanzt.

Bei der Eiche handelt es sich um eine Stieleiche (Quercus robur). Sie wurde aus einer Eichel, die im Mai 2010 gesät wurde, gezogen. Die Frucht ging aus einer Zufallskreuzung veredelter Eichen, deren Reiser von französischen Misteleichen stammen, hervor.

Die Merian Gärten freuen sich, dass die Eiche auf dem Hochplateau ein neues zuhause gefunden hat.

Ebbe im Seerosenteich

Die Betonwanne hat Risse und wird saniert. Dafür wurden zuerst – in einer mehrstündigen Aktion - alle Zierfische aus dem Teich gefangen und in den Frischwasserkanal im Bauerngarten umgesiedelt.

Das Wasser aus dem Teich wurde abgelassen und als nächstes wird auch der Schlamm abgepumpt. Erst wenn das Becken leer und gereinigt ist, können Spezialisten an der Wanne arbeiten.

Nach der Sanierung wird der Teich wieder hergerichtet. Die Fische dürfen zurück und wir pflanzen neue Seerosen ein.

Eine alte Rotbuche wird gefällt

Eine der grossen Blutbuchen im Englischen Garten war im Sommer 2016 abgestorben. Schon länger hatte ihr ein Pilzbefall zu schaffen gemacht. Nun wurde sie durch Spezialisten gefällt – Stück für Stück. Äste, so dick wie Baumstämme, krachten aus 20 Metern Höhe herab. Am Boden wurden die grossen Stücke zerteilt und abtransportiert. Das Holz welches nicht zu morsch ist, wird weiterverwendet: als Brennholz für den Holzofen, oder als Schnitzelholz zur Energiegewinnung.

Was bleibt, ist der eindrückliche Baumstamm, der liegen bleibt und nun langsam verrottet. Anhand der Jahrringe kann man zählen, wie alt der Baum war: wir schätzen über 200 Jahre! Dies wird zurzeit an einer Probe noch genauer untersucht.

Im Laufe des Monats Februar wird dann der Wurzelstock entfernt und auch ein Teil der Erde ausgetauscht, um Pilzrückstände aus dem Boden zu entfernen. Anschliessend wird eine neue, junge Blutbuche an dieser Stelle gesetzt.

So verändert sich die gewohnte Baumkulisse ein wenig. Doch nicht vergessen: ein Garten lebt und wächst und ist ein Kunstwerk, das sich stetig wandelt.

Kompostkur für Bäume

Eine Handvoll Erde steckt voller Leben: Unsichtbar für das Auge tummeln sich winzige Bakterien, Pilze, Einzeller und andere Organismen im Boden. In gesundem Boden halten sich dabei die verschiedenen Lebewesen im Gleichgewicht; schädliche Mikroorganismen können nicht die Überhand gewinnen.

Mit Kompost fördern wir dieses Gleichgewicht und stärken insbesondere die Bäume. Denn der Kompost, der in den letzten Tagen in der Allee und im Englischen Garten ausgebracht wurde, hat einen besonders hohen Holzanteil und damit eine sehr ähnliche Zusammensetzung wie gesunder Waldboden. Bäume, die normalerweise in Wäldern wachsen, profitieren davon. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Bäume in Gärten, die mit solchem Kompost behandelt werden, oftmals weniger unter Pilzerkrankungen leiden.

Gleichzeitig wirkt der Kompost als Langzeitdünger.

 

Der Garten im Winter

Bäume ohne Blätter und keine Blumen - der Winter hät Einzug. Doch Einöde muss nicht sein! Wie Ihr Garten auch im Winter ein Blickfang bleibt und wie Sie ihr Saatgut aufbereiten - alles im letzten "Praxis Ziergarten".

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Neuer "alter" Sitzplatz im Rhododendrontal

Vielleicht haben Sie bereits beobachtet, wie im Rhododendrontal Stufe für Stufe eine wunderschöne Trockenmauer aus rotem Sandstein entstanden ist. Der seit längerem abgesperrte Sitzplatz mit prächtigem Blick über die Baumkronen der Rhododendren musste wegen Abrutschgefahr komplett erneuert werden. Nun ist er wieder der Öffentlichkeit zugänglich.
Übrigens: Bei den Steinen der Mauer handelt es sich um den in Basel bei alten Gebäuden anzutreffenden Degerfelder Buntsandstein. Er stammt von einem Mau-erabbruch.

 

NEUER "ALTER" SITZPLATZ IM RHODODENDRONTAL

Vielleicht haben Sie bereits beobachtet, wie im Rhododendrontal Stufe für Stufe eine wunderschöne Trockenmauer aus rotem Sandstein entstanden ist. Der seit längerem abgesperrte Sitzplatz mit prächtigem Blick über die Baumkronen der Rhododendren musste wegen Abrutschgefahr komplett erneuert werden. Nun ist er wieder der Öffentlichkeit zugänglich.

Übrigens: Bei den Steinen der Mauer handelt es sich um den in Basel bei alten Gebäuden anzutreffenden Degerfelder Buntsandstein. Er stammt von einem Mauerabbruch.

Bereit für den Winter

Der herbstlich goldene Blätterteppich ist nicht nur schön, er ist weit mehr als das! Weshalb Sie ihn unbednigt schätzen sollten und wie Sie ihre Kübelpflanzen auf den Winter vorbereiten in dieser Ausgabe.

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Zeit für Blumenzwiebeln

Alles über Krokus, winterharten Salbei und Fruchtziergehölze in der zehnten Ausgabe des Jahres!

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Blütenpracht im Herbst

Der Herbst wird bunt! Welche Pflanzen der anhin schon farbenprächtigen Jahreszeit noch mehr Fülle verleihen und wie Sie Ihren Rasen entspanter Pflegen - alles in der neunten Ausgabe des Jahres.

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Von Schnuppernasen und Kletterpflanzen

In der achten Ausgabe des Jahres: Wie Sie Ihren Garten anhand einer saisonalen Duftfolge gestalten, Samen ernten und Ihr Gartenbild mit Kletterpflanzen an den Bäumen verschönern! Und ausserdem: Haben Sie schon von der Wachsglocke gehört?

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Im Garten Wasser sparen

Heisse Sommer verlangen ständiges Giessen. Aber Wasser ist ein kostbares Gut. Wir zeigen Ihnen, wo Sie einsparen können! Ebenfalls in dieser Ausgabe erfahren Sie, wann und wie Sie Ihre Iris teilen können.

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Arbeiten im Rhodendrontal

Der St. Alban-Dyych und der Mühledyych sind künstlich angelegte Kanäle, die durch die Merian Gärten fliessen. Sie dienten schon im 12. Jahrhundert dem Basler Gewerbe als Energielieferanten: Verbauungen im Kanal kanalisieren und beschleunigen das Wasser, was den Antrieb der Korn- und Papiermühlen, Hammerschmieden und Sägereien entlang des Dyychs ermöglichte.

Obwohl die Ufer des Dyychs befestigt sind, verursachen Strömung und Regen immer wieder Erosionsschäden. Um Charakter und Funktion des Dyychs zu erhalten, ist regelmässiger Unterhalt der traditionellen Uferverbauungen nötig.

Während fünf Tagen macht sich eine engagierte Sekundarklasse an die Arbeit: Im Rahmen der «Dyychwoche» - einer Projekt- und Arbeitswoche - sanieren sie beschädigte Uferbereiche im Rhododendrontal. Mit Stiefeln und Werkzeug ausgerüstet und unter fachkundiger Anleitung begutachten die Schülerinnen und Schüler die Uferabschnitte und stellen sie nach traditioneller Bauweise mit Holz, Sand, Kies und lebenden Pflanzen wieder her.

Das Rhododendrontal bleibt während den Arbeiten für alle Besuchenden normal zugänglich.

Mit Bakterien gegen den Buchsbaumzünsler

Mit biologischen Methoden gegen Zünsler? Lernen auch Sie, neue Möglichkeiten kennen! Des Weiteren: Mit dieesen Blüten verwandeln Sie Ihren Salat in eine pittoreske Erscheinung. Alles in der Ausgabe vom Juni 2016.

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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KUNST? NATURSCHUTZ!

Diese alte Rosskastanie hatte das Ende ihres langen Lebens erreicht. Anstatt den ganzen Baum zu entfernen, wurde der Stamm als wertvolles «Totholz» stehen gelassen.

Totholz ist für viele Lebewesen wichtig. Ameisen und Wildbienen finden hier Wohnraum, viele Insektenlarven ernähren sich von Totholz. Spechte und andere Vögel fressen wiederum die Insekten und bauen hier Bruthöhlen. Diese Höhlen werden später von anderen Tieren als Nistplatz genutzt - zum Beispiel von Waldkauz, Fledermaus oder Eichhörnchen.

Viele Tiere und Pflanzen, die auf Totholz angewiesen sind, sind vom Aussterben bedroht, denn abgestorbene Bäume werden aus Wäldern und Parks meist entfernt.

Die Rosskastanie in der Allee sieht denn auch auf ersten Blick etwas ungewohnt aus - dafür freuen wir uns über mehr Natur im Garten.

MEGA-MASCHINE IM EINSATZ

Schon länger war eine Linde neben dem Café Merian krank. Der oberste Teil vom Stamm war abgefault und hohl; bei Regen drang Wasser in den Baum hinein und schwächte ihn noch mehr. Der ganze Baum drohte auseinander zu brechen, und musste deshalb aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Zum Einsatz kam der Vollernter - eine Maschine die gebraucht wird, wenn Bäume nicht normal gefällt werden können, weil z.B. Gebäude beschädigt werden könnten. Der Vollernter schneidet den Baum Stück für Stück herunter. Dabei fasst er gleichzeitig die Stücke und legt sie direkt auf den Transporter ab. Sogar auf der extrem steilen Strasse unterhalb der Villa konnte die Maschine einwandfrei arbeiten.

Der alte Baum wird nun mit einer neuen Linde ersetzt.

MÄRZBLÜHER SIND SCHON OFFEN

Kaum ist Februar, öffnen dank der milden Wintertemperaturen die ersten Märzblüher ihre Blüten. Im Garten wurden bereits rund zehn verfrüht blühende Arten gesichtet, wie etwa die Macchien-Waldrebe (Clematis cirrhosa) in der Clematissammlung, oder der Dahurische Rhododendron (Rhododendron dauricum) im Rhododendrontal. Der Märzenbecher (Leucojum vernum) ziert lieblich Wegrand und Wiesen, und vor der Villa übersähen goldgelbe Blüten die grosse Kornelkirsche (Cornus mas).

Was unser Auge erfreut wird vom Gärtnerteam sehr aufmerksam beobachtet. So wird die kälteempfindliche Macchien-Waldrebe mit Tannästen bedeckt um sie vor kühlen Temperaturen zu schützten. Ihre Blüten, wie auch die Blüten der anderen Märzblüher, würden einen Kälteeinbruch eher nicht überstehen und abfrieren.

Wir freuen uns über die bunte Blütenpracht und können einen Spaziergang durch die Merian Gärten sehr empfehlen.

AUF WIEDERSEHEN

Gartenpflege heisst auch Abschied nehmen: Um einige seltene und besonders schöne Bäume zu erhalten, musste bei der Villa Merian eine Gruppe von fünf stattlichen Eiben gefällt werden.

Eine dieser Raritäten ist der wundervolle, alte Tierlibaum bei der Mauer, welcher in dieser Grösse in der Schweiz wohl einzigartig ist. Auch standen die Eiben selber zu nahe beieinander und beeinträchtigen sich gegenseitig in ihrer Entwicklung. Vermutlich wurden die Bäume zu Christoph Merians Zeiten als kleine Einrahmung eines Sommersitzplatzes gepflanzt und verwilderten später, als der Platz nicht mehr genutzt wurde.

ÜBER DEN WOLKEN

Noch im Morgengrauen startete eine aufregende Aktion: mehrere Bäume wurden von Spezialisten mit dem Helikopter ausgeflogen.

Mehrere Bäume im Park mussten aus Sicherheitsgründen gefällt werden, denn Pilzbefall oder Alter hatten sie geschwächt. Die Bäume standen jeweils an einer enger Lage. Beim normalen Fällen hätten sie Teile der Parkanlage beschädigt. Auch ein Kran konnte wegen der engen Platzverhältnisse nicht installiert werden. Der einzige Weg, die Bäume sicher zu entfernen war mit einem Helikopter.

So wurden sie heute Morgen, sobald es hell genug war, von Spezialisten der Firma Rotex mit Seilen versehen. Diese wurden vom Helikopter angezogen und leicht gespannt. Ein Kletterer im Baum sägte mit der Motorsäge den Stamm durch und schon war der ganze Baum in der Luft. Zurück blieb nur ein wenig Sägemehl.

Der Helikopter flog die Bäume dann zum Platz vor der Villa, wo er ihn vorsichtig absetzte. Eine bereitstehende Maschine verarbeitete die Bäume innerhalb von Minuten zu Schnitzelholz für den Hühnerstall und die Holzheizung.

Nach nicht einmal einer Stunde war die ganze Aktion schon vorbei.

Was ausserdem aus dem Holz wurde: Aus Baum wird Bank

Schweizer Garten

Praxis Ziergarten

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Neu übernehmen die Merian Gärten die Rubrik «Praxis Ziergarten» im Magazin «Schweizer Garten». Hier verraten wir nun jeden Monat unsere besten Tipps und Tricks für den Hausgarten: Im Januar zum Beispiel wie Sie einen Pflanzplan zeichnen und welche Gartenarbeiten Sie in den Wintermonaten nicht vergessen dürfen. 

Das Heft 01/2016 ist jetzt im Handel erhältlich! Und einen kleinen Einblick gibt es hier: www.schweizergarten.ch

Eine Ast-Stütze für den Schnurbaum

Der Japanische Schnurbaum (Styphnolobium japonicum 'Pendula') neben der Villa Merian erhält eine Stütze. Der charaktervolle Baum ist wahrscheinlich so alt wie der Englische Garten selber – also rund 180 Jahre alt. Inzwischen ist einer der grossen, verknorzten Ästen geschwächt und auf der Unterseite zum Teil abgestorben. Damit er bei Schnee und Wind nicht bricht, wird er abgestützt. Dafür montieren Baumpfleger von Tilia Baumpflege AG (Frick) zusammen mit unseren Gärtnern eine Stütze aus einem Eichenstamm. Diese wird auf die richtige Länge zugeschnitten, mit einer Gewindestange versehen und in einem Rohr im Boden fixiert. So kann der wunderschöne Ast erhalten bleiben – und die Löcher im toten Holz dienen Vögel und anderen kleinen Tieren als wertvollen Unterschlupf.

 

AST-STÜTZE FÜR DEN SCHNURBAUM

Der Japanische Schnurbaum (Styphnolobium japonicum 'Pendula') neben der Villa Merian erhält eine Stütze. Der charaktervolle Baum ist wahrscheinlich so alt wie der Englische Garten selber – also rund 180 Jahre alt. Inzwischen ist einer der grossen, verknorzten Ästen geschwächt und auf der Unterseite zum Teil abgestorben. Damit er bei Schnee und Wind nicht bricht, wird er abgestützt. Dafür montieren Baumpfleger von Tilia Baumpflege AG (Frick) zusammen mit unseren Gärtnern eine Stütze aus einem Eichenstamm. Diese wird auf die richtige Länge zugeschnitten, mit einer Gewindestange versehen und in einem Rohr im Boden fixiert. So kann der wunderschöne Ast erhalten bleiben – und die Löcher im toten Holz dienen Vögel und anderen kleinen Tieren als wertvollen Unterschlupf.

VOM DICKICHT BEFREIT

Vor der Villa Merian wird ein historischer Sitzplatz wieder in Stand gestellt. Bereits im Sommer wurde die Fläche wiederhergestellt, der Kiesbelag erneuert und die originalen Randsteine an ihren Platz gesetzt.

Jetzt rodet das Gärtnerteam die alte Bepflanzung. Im Laufe der Jahrzehnte waren Schneebeeren und Eiben dicht und hoch gewachsen und hatten den Sitzplatz komplett überwuchert. Auf alten Plänen lässt sich aber erkennen, dass der Platz nur leicht mit Sträuchern eingefriedet war. Anstatt im Wald versteckt, war er von mehreren Seiten einsehbar. Diese historische Situation möchten wir wieder herstellen.

Zusammen mit der Firma Salathé Gartenbau wurden in den letzten Tagen also die bestehenden Sträucher mitsamt Wurzeln entfernt und Kompost in den Boden eingearbeitet. Nun setzen wir Fuchsien, Schneeball und andere Blütensträucher sowie bodendeckende Stauden. Von der neuen Bepflanzung profitiert auch die uralte, riesige Kornelkirsche (Cornus mas). Möglicherweise der grösste und älteste Baum seiner Art in der Schweiz, verschwand er bisher im Gebüsch. Nun steht er fast alleine und kommt prachtvoll zur Geltung.

IN DEN "SÜDEN DER MERIANGÄRTEN"

Draussen sind es zwar noch lauschige 20 Grad, aber der Winter kommt bestimmt. Deshalb haben wir in den letzten Wochen nach und nach alle wärmeliebenden Kübelpflanzen in das Gewächshaus umquartiert. Heute gab es dann noch die letzte grosse Aktion: die Kanarischen Dattelpalmen wurden per Gabelstapler verfrachtet.

Diese drei grössten Palmen sind rund 70 Jahre alt. Sie sind inzwischen rund 1 Tonne schwer! Und sie sind so gross, dass sie nur noch mit Mühe und Not durch die Tür passen. Der Hofplatz wirkt nun fast etwas leer, dafür herrscht im Gewächshaus südländlisches Flair...

EIN LAUSCHIGES PLÄTZCHEN ENTSTEHT

Neben der Villa Merian lag im 19. Jahrhundert (zur Zeit von Christoph Merian) ein lauschiger Sitzplatz. Lange Zeit war der Platz unter Gebüsch verschwunden, nun wird er wieder sicht- und brauchbar gemacht. Dabei orientieren wir uns an einem Plan des Englischen Gartens von 1839/40.

Bereits im Winter haben wir Eiben und Buchs entfernt die den Platz überwucherten hatten. Nun wird der alte Kiesbelag freigelegt und teilweise erneuert. Auch die historischen Randsteine aus Tuffstein werden ergänzt. Anschliessend pflanzen wir sommerblühende Sträucher, Frühlingsblumen und Farne.

Die Arbeiten werden eine Woche andauern. Schon bald lässt es sich hier im kühlen Schatten in aller Ruhe einen Kaffee geniessen.

FÖRDERUNG DER PFLANZENVIELFALT

Letzten Winter haben wir im Englischen Garten Buchsbäume entfernt. Damit die offenen Stellen mit den richtigen Pflanzenarten wieder zuwachsen, haben wir jetzt Schnittgut von einer Wiese aufgetragen. Gräser und Kräuter bleiben an diesen Stellen liegen, die Samen fallen auf den Boden. Unter der dichten, langsam verrottenden Auflage sind die Samen vor Sonne und Hitze geschützt und können keimen und Wurzeln bilden. Diese Methode nennt man Direktbegrünung.

Das Schnittgut enthält typische Magerwiesenpflanzen wie Wiesenflockenblume, Wiesen-Bocksbart, Hornklee, Witwenblume und viele mehr. Diese sind wichtige Futterpflanzen für Schmetterlinge und andere Insekten.

Die Pflanzen kommen von einer besonders artenreichen Wiese ganz in der Nähe (Rütihard, Münchenstein), die Pro Natura gehört. An dieser Wiese herrschen sehr ähnliche Standortbedingungen; das heisst, dass die Pflanzen von dort auch hier gut wachsen müssten. Durch die Direktbegrünung können wir über die Jahre Arten einbringen, die in den Merian Gärten bisher nur selten vorkommen.

von pilz befallen

Die grosse Blutbuche ist stark von Pilzen befallen, die das Holz zersetzen. Man erkennt zum Beispiel die weissen Pilzkörper am Stamm. Pilze verursachen auch die dunklen Flecken auf der Rinde. Inzwischen ist der Befall so stark, dass der Baum wohl absterben wird. Dies kann schnell gehen oder noch einige Jahre dauern. Erst dann werden wir die Buche mit einem neuen, jungen Baum ersetzen.

Spezialisten beobachten den Baum jetzt sehr genau, um morsche Äste zu erkennen und zu entfernen. Trotzdem bitten wir Besuchende, den abgesperrten Bereich unter der Baumkrone nicht zu betreten!

HABEN SIE GEWUSST?

Pilze sind wichtiger Teil des Stoffkreislaufs der Natur. Viele Arten ernähren sich von totem Holz indem sie Cellulose und Lignin zu frischem Humus abbauen. Dabei helfen sie, alte Wurzelstöcke und anderes Totholz zu zersetzen. Es gibt aber auch parasitische Pilze, die noch lebende Bäume schädigen.

vorwärts in die vergangenheit

Im Englischen Garten führt das Gärtnerteam der Merian Gärten zurzeit Pflegearbeiten durch, die den historischen Charakter der historischen Anlage besser zum Ausdruck bringen. Dabei müssen auch einige Buchs- und Eibenbäume die wild aufgekommen sind oder im Laufe der letzten 40 Jahre gepflanzt wurden, gefällt werden.

Die Gruppe von imposanten Schwarzkiefern neben der Villa war im unteren Bereich fast zugewachsen. Die Sträucher versperrten nicht nur die Sicht, sondern schadeten auch den grossen Bäumen, da sie den unteren Ästen das Licht nahmen.

Durch die Öffnung kommen die ausdrucksvollen, alten Bäume viel besser zur Geltung. Ausserdem wird eine historische Sichtachse auf die Villa wieder hergestellt. Als weiterer positiver Effekt erhält das Dach des dahinter liegenden Gärtnerhauses wieder mehr Licht - im Schatten der dichten Sträucher ist die Feuchtigkeit in die Dachziegel gekrochen und hat diese beschädigt.

In anderen Bereichen werden Sträucher an Wegrändern zurückgeschnitten, damit die Sonne wieder auf die Wege scheint. Auch die Magerwiese am Hang bekommt mehr Platz und Licht durch die Entfernung einiger Sträucher. Die Rabatteninsel im hinteren Teil des Englischen Gartens wird so zurückgeschnitten, dass eine Sichtachse von der Villa auf das Kunstwerk von Luciano Fabro entsteht, und der Rasen wird bis zur historischen Rasenkante (immer noch erkennbar!) wieder neu angelegt.

Als Referenz für diese Aufwertungsarbeiten diente ein Plan des Herrschaftsgutes von Christoph Merian von 1886.

Kein Buchs mehr

Neben dem Pächterhaus in Vorder Brüglingen musste die Buchseinfassung der Beete entfernt werden. Der Buchs war von einem Pilz befallen, der Blätter und Triebe zuerst braun verfärbt und nachher schnell absterben lässt. Die Krankheit ist sehr ansteckend für andere Buchspflanzen.

Um zu verhindern, dass sich die Krankheit weiter ausbreitet, muss der gesamte Buchs entfernt werden. Dabei wird auch der Boden einige Zentimeter abgetragen, da die Pilzsporen viele Jahre in der Erde überleben können. Als Sicherheitsmassnahme landen die entfernten Pflanzen auch im Verbrennungsmüll anstatt auf den Kompost.

Weil die Gefahr vor Neuansteckungen gross ist, kann kein Buchs mehr gepflanzt werden. Statt dessen werden die Beete mit Bastardgamander eingefasst.

Die Buchskrankheit, die von einem Pilz mit dem wissenschaftlichen Namen Cylindrocladium buxicola verursacht wird, wurde 1994 das erste Mal in England beobachtet. Seit dem hat sie sich über befallenes Pflanzenmaterial in ganz Mitteleuropa ausgebreitet. In der Schweiz kommt der Pilz erst seit 2006 vor.

Kampf den Ackerwinden

Claire Journot studiert im Masterlehrgang "Pflanzen und Umwelt" an der Universität Strassburg. Im Rahmen ihrer Ausbildung arbeitet sie während ein paar Monaten im Gärtnerteam den Merian Gärten. Zurzeit führt sie eine Projektarbeit durch, bei der sie nach biologischen Bekämpfungsmassnahmen gegen Ackerwinden sucht. Wir haben sie gefragt, was sie genau macht.

Merian Gärten: Claire, was ist das Problem mit den Ackerwinden?
Claire Journot: In der Iris-Sammlung wachsen in den Beeten unterhalb den Iris sehr viele Ackerwinden. Sie sind zwar schön, aber ein Problem. Denn sie machen lange, grosse Wurzeln, mit denen sie sehr viel Wasser und Nährstoffe aufnehmen und so eine Konkurrenz für die Iris sind. Die Iris bleiben dann klein und machen weniger Blüten.

Kann man die Ackerwinden nicht einfach ausreissen?
Im Moment jäten wir von Hand, jeden Vormittag ist ein ganzes Team damit beschäftigt. Da wir Bio-zertifiziert sind, dürfen wir keine Herbizide benutzen. Wenn aber auch nur ein kleines Stück Wurzel oder sogar Trieb übrig bleiben, dann schlägt die Pflanze wieder aus. Es ist also eigentlich unmöglich, die Ackerwinde von Hand zu eliminieren.

Was probierst du jetzt aus?
Ich teste eine Mischkultur von anderen Pflanzen mit der Iris. Es ist eine natürliche Methode, bei der die anderen Pflanzen die Ackerwinde vertreiben sollen, aber die Iris nicht schädigen sollen.

Also habe ich ein paar Abschnitte von den Beeten abgetrennt. In einem habe ich Luzerne gepflanzt und gesät. Sie soll die Ackerwinde verdrängen. In einem anderen Abschnitt werde ich Tagetes pflanzen. Tagetes stossen aus den Wurzeln einen chemischen Stoff aus, der gegen Ackerwinden wirken soll. Dann gibt es noch eine weitere Fläche, bei der ich Kalk eingesetzt habe um den Boden-pH zu erhöhen. Angeblich wachsen die Samen von Ackerwinden nicht gerne auf basischem Boden. Ein vierter Abschnitt ist meine Kontrollfläche - das heisst, hier mache ich nichts.

Und was passiert?
Noch kann man nichts sehen, das Experiment hat gerade erst angefangen. Ich habe aber die Triebe von einzelnen Ackerwinden markiert. Hier zähle ich regelmässig die Anzahl Blätter um zu sehen, ob die Triebe weiter gewachsen sind. Ausserdem messe ich die Grösse und Anzahl Blüten der Iris. So kann ich sehen ob eine der Pflanzen mehr Platz gewinnt oder verkümmert. Was passiert werden wir sehen - es ist ein Experiment!

Aus einem werden viele

In sorgfältiger Handarbeit stutzen die Gärtnerinnen und Gärtner die Fuchsien. Ganz vorsichtig werden alle langen Zweige mit den Fingern abgeknipst, damit sie sich frisch verzweigen. So wachsen die Fuchsien schön dicht und buschig. Rund 500 Fuchsien werden auf diese Art für den Frühling vorbereitet.

Umtopfen, Umtopfen, Umtopfen

Reviergärtner Bernhard Eckert ist während ca. 3 Monaten damit beschäftigt, alle unsere Kübelpflanzen umzutopfen. Dabei löst er die Pflanze vorsichtig aus dem Topf, schütteln sanft die lockere Erde aus dem Ballen heraus, und setzt die Pflanze anschliessend mit frischer Erde und etwas Dünger zurück in den Topf. Nur die Pflanzen, die besonders stark gewachsen sind, erhalten einen neuen, grösseren Topf.

Durch das Umtopfen werden alte Stoffwechselprodukte, die sich in der Erde angereichert haben, entfernt. Ausserdem beginnen die Wurzeln, sich frisch zu verzweigen. Zusammen mit den Fuchsien werden etwa 800 Kübelpflanzen auf diese Art umgetopft.

Ein Asthaufen wächst

Im ganzen Garten werden zurzeit die Gehölze zurückgeschnitten. Es handelt sich dabei um einen Verjüngungsschnitt - dürre Äste werden entfernt, und ältere Äste werden abgeschnitten, damit junge mehr Platz haben. Um zu verhindern, dass die Wildhecken zu dicht werden, werden zum Teil auch ganze Sträucher entfernt.

Das Holz sammeln wir über den Winter hinweg auf dem Platz vor der Villa Merian. Es wird dann abgeholt und zu Schnitzeln für unsere Holzheizung verarbeitet.

Der Winter kommt

Kaum ist der Oktober vorbei, gibt es schon den ersten Frost! Jetzt müssen schnell noch die letzten Kübelpflanzen in ihr warmes Winterquartier gebracht werden. Die Gärtner und Gärtnerinnen arbeiten schon seit einiger Zeit daran, denn viele der Kübelpflanzen, wie die Engelstrompeten oder zahlreiche Fuchsien, vertragen keine kalten Temperaturen. Bei über 1000 Kübelpflanzen, (manche davon sind übrigens mehrere hundert Kilogramm schwer!), dauert es schon einige Wochen, bis alle weggeräumt sind. Was draussen bleiben kann wird jetzt zurückgeschnitten und so auf den kalten Winter vorbereitet.