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Riesen auf Reisen

Die vier grössten Bäume des Umbauprojekts sind gepflanzt! Der stattlichste ist 10 Meter hoch und 3500 Kilogramm schwer – so etwas macht man nicht jeden Tag.

Am Eingang St. Jakob werden unsere Besucher:innen nun von zwei schönen Sipkes Erlen (Alnus 'Sipkes') begrüsst. Und zwei nordamerikanische Geweihbäume (Gymnocladus dioicus) haben ihren Platz in der Nähe der Neuen Scheune gefunden.

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Samenernte im Gemüsegarten

Blühender Salat? Zwiebelblumen? Karotten-Samen? Einige Gemüse ernten wir nicht, sondern lassen wir blühen und Samen ausbilden. Das sieht man nicht jeden Tag! Die reifen Samen geben wir an ProSpecieRara ab, welche sie in ihrer Samenbibliothek einlagern. 

Übrigens sammeln wir nicht nur beim Gemüse, sondern auch bei zahlreichen Blütenstauden die Samen, damit wir im nächsten Frühjahr wieder aussäen oder sie an andere botanische Gärten abgeben können.

Reife Karottensamen
So sehen die Samen von Salat aus
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Ferienlaune?

Quizfrage: warum steht ein Sonnenschirm in der Irissammlung?

Nein, unser Team ist nicht am Picknicken. Sondern am Jäten! Das Unkraut macht leider keine Sommerferien, sondern spriesst auch an warmen Tagen. Ganz besonders die Ackerwinde sehen wir gar nicht gerne im Beet, denn sie kann in kurzer Zeit die Iris überwuchern.

Im Zuge des Umbaus haben wir einiges unternommen, damit wir weniger jäten müssen. Wir haben ein Unkrautvlies unter die Beete und Rasenwege eingelegt, etwa 40 Zentimeter unter der Oberfläche. Das Vlies hält insbesondere Winden davon ab, aus dem benachbarten Rasen in die Irisfläche reinzuwachsen. Das frisch eingefüllte Iris-Substrat enthält neben Komponenten wie Kokosfaser und Bims für die richtige Durchlässigkeit nur Erde von Standorten mit wenig Winden. 

Diese aufwendigen Massnahmen haben sich gelohnt – es wächst weniger Unkraut als vor dem Umbau. Doch ganz aufs Jäten können wir nicht verzichten. Wenn Sämchen einfliegen, keimen sie auf dem offenen Boden. Diese Pflänzchen sind aber schnell entfernt. So jäten wir zwar immer noch jeden Tag, aber weniger lange.

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Albizien mit Fussbad

Seit einigen Jahren sieht man sie immer wieder: grüne Säcke am Fuss von Stadtbäumen. Es handelt sich dabei um eine mobile Tröpfchenbewässerung. Der Sack wird mit Wasser gefüllt und gibt dieses dann tröpfchenweise an den Boden ab.

Nun stehen sie zum ersten Mal auch bei uns im Einsatz. Und zwar bei unseren frisch gepflanzten Albizien (Albizia julibrissin) auf dem Platz hinter der Neuen Scheune. Denn es ist schwierig, diese Bäume von Hand zu bewässern – ein Teil des Wassers läuft ungenutzt über den Platz davon. Man müsste praktisch mit dem Schlauch danebenstehen und so langsam giessen, dass alles versickert. Dank den Säcken können unsere Gärtnerinnen und Gärtner nun etwas sinnvolleres machen, zum Beispiel die Kübelpflanzen wässern!

In Zukunft stehen die Albizien übrigens nicht mehr so einsam da. Hier wird unsere Kübelpflanzenwelt entstehen. Dann werden auch die Säcke nicht mehr notwendig sein, denn das ablaufende Wasser der regelmässig bewässerten Kübelpflanzen, sollte auch ihren Schattenspendern zugutekommen. Die Kübelpflanzen können wir aber erst aufstellen, wenn die Arbeiten am Platz vollständig abgeschlossen sind.

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Aufräumen nach dem Sturm

Auch in den Merian Gärten hat der Sturm von Mittwochabend einige Schäden angerichtet. Doch wir sind glimpflich davon gekommen: es wurden keine Bäume umgerissen. Aber Baumkronen wurden beschädigt und grosse Äste herausgebrochen. Diese haben die Baumpfleger von unserem Partner Tilia gleich entfernt, damit man wieder sicher darunter durchlaufen kann.

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Bild der Woche

Und sie schafften es, das Heu einzubringen! Bevor der Regen kam. Unter dunklen Wolken, und einige schwere Tropfen prasselten schon herunter...

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Pflanzen pflanzen im grösseren Stil

Endlich geht es beim Umbau um unser Spezialgebiet: Pflanzen & Bepflanzen – nun aber im etwas grösseren Stil als üblich.

Etwa 3000 Stauden und 60 Gehölze aus zehn Gärtnereien braucht es nur schon für den Bereich ums Pächterhaus. Dazu werden dort 2500 vor dem Umbau geretteten Pflanzen aus unserem Zwischenlager auch wieder das Erdreich erblicken.

Die Art der Pflanze und wo sie wie platziert wird, ist natürlich von langer Gärtner:innen-Hand geplant: Stimmungsbild, Grösse, Lichtbedarf aber auch deren Trockenresistenz spielten beim Entscheid eine Rolle. Viele Pflanzen sind deshalb selten aufzufinden. Unsere ganze Garten-Crew kommt diese Tage ins Schwitzen und darf ohne Scham ein paar Oster Schoggi-Eier mehr vernaschen als sonst üblich!

Umbau Vorder Brüglingen
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Neuer Mergelplatz bei Fuchsienhain

Auch die Fuchsiensammlung erhält einen neuen Standort nach dem Umbau in Vorder Brüglingen. Die halbschattenliebenden Fuchsien werden sich auf den frisch gemergelten Plätzen im bestehenden Hain in Zukunft wohl fühlen. Denn wir pflanzten zusätzliche Bäume wie Feldahorn, Schneeballblättriger Ahorn, Rot-Esche, Duft-Esche und Scharlach-Eiche, die genügend Schatten spenden werden. Die Blätter dieser Bäume zeigen eine besonders schöne Herbstfärbung. 

Mehr Baustelle Vorder Brüglingen
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Schönheitswettbewerb der Pastinaken

Schon mal die Blüte einer Pastinake gesehen? Oder die Samen einer Karotte? Auf einem Drittel der Beete im Bauergarten ernten wir das Gemüse nicht, sondern lassen die Pflanzen blühen und Samen ansetzen. Als professionelle Sortenerhalter im Netzwerk von ProSpecieRara geben wir das geerntete Saatgut dann in die Samendatenbank von ProSpecieRara

Dabei ist es wichtig, dass nur die Pflanzen, die genau dem Sortenbeschrieb entsprechen, auch Samen tragen dürfen. Bei den Pastinaken, Haferwurzeln und Karotten haben wir gerade die entsprechende Auswahl getroffen. Diese haben als Wurzelrübe im Beet überwintert. Bevor sie nun an der warmen Frühlingssonne wieder austreiben wird selektioniert. Bei der Pastinakensorte ‘Hollow Crown’ heisst das: Nur gesunde Rüben ohne Spalten kommen in die Auswahl, bei denen die Form schön gleichmässig und spitz zulaufend ist - weder Rüben mit zwei Spitzen sind erwünscht noch besonders dünne oder dicke.

Die ausgewählten Pastinaken werden nun wieder eingepflanzt und dürfen wachsen. Der restlichen Exemplare haben wir am Marktstand verkauft und die Pastinaken, die vom Frost aufgeplatzt waren, durften die Kaninchen als Leckerbissen geniessen.