Neue Obstbäume auf der Schafweide

Auf der Schafweide haben wir vier unserer alten Zwetschgenbäume gefällt. Die bestehenden alten Bäume mit Totholzanteil bieten vielfältigen Lebensraum und bereichern die Biodiversität. Die jungen Bäume sichern die Zukunft unseres Obstgartens. Um die Obstartenvielfalt zu erhöhen, pflanzen wir Apfel- und Reineclaudebäume.

Wildheckenpflege

Natürlich fällt der wachsende Asthaufen auf dem Hofplatz des Brüglingerhofs besonders auf. Aber überall in den Gärten stösst man im Moment auf Asthaufen. Denn wir sind zurzeit daran, unsere Wildhecken zu pflegen.

Das heisst, dass wir verschiedene Dinge machen: um die lichte und niedrige Struktur unserer Hecken zu erhalten, entfernen wir stark wachsende Bäume und Sträucher wie etwa Hartriegel, Eschen und Ahorn, sowie unerwünschte Arten wie Götterbaum und Robinie. Damit geben wir den Arten, die wir fördern wollen, z.B. Felsenkirsche, Pimpernuss, Kornelkirsche, Pfaffenhütchen, Kreuzdorn, Mehlbeere und Vogelbeere mehr Platz, damit diese mehr Licht haben und nicht von benachbarten Sträuchern und Bäumen erdrückt werden.

Ausserdem entfernen wir abgestorbene Gehölze und schneiden überalterte Pflanzen zurück. Ganz wichtig ist auch, dass wir Hecken und Wald so zurückschneiden, dass sie sich nicht zu stark auf Wege und ins Wiesland ausbreiten.

Alles geschnittene Holz wandert auf den grossen Asthaufen, wo es zu Schnitzeln für die Holzheizung verarbeitet wird.

Historische Bilder gesucht

Haben Sie alte Fotos daheim? Wir suchen historische Bilder des Englischen Gartens in den Merian Gärten. 

Für die Pflege unserer denkmalgeschützten Gartenanlage ist es wichtig, so viel wie möglich über den ursprünglichen Zustand zu wissen und die ursprüngliche Idee zu verstehen. Bilder, welche den Landschaftsgarten in der Zeit vor 1980 darstellen, können sehr aufschlussreich sein. Besonders interessant sind Fotos, auf denen Pflanzen zu erkennen sind und wenn bekannt ist, wann das Bild aufgenommen wurde. Es dürfen auch Detailaufnahmen sein, wenn Informationen zum Aufnahmeort vorhanden sind.

Wenn Sie im Besitz solcher Aufnahmen sind, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns diese zur Verfügung stellen. Barbara Wüthrich nimmt Ihre Dokumente gerne entgegen und gibt auch Auskunft:

Barbara Wüthrich, T. +41 61 319 97 80, b.notexisting@nodomain.comwuethrich@meriangaerten.notexisting@nodomain.comch

EINBAU EINER FLÄCHENDRAINAGE

Stehendes Wasser in den Beeten macht den Pflanzen im Bauerngarten zu schaffen.

Die Drainageleitungen, die vor drei Jahren eingebaut wurden, brachten nicht die erhoffte Verbesserung. Nun wird eine Flächendrainage geschaffen. Dazu werden die Beete komplett ausgehoben, eine 20 Zentimeter dicke Schicht Rundkies eingefüllt, mit Vlies abgedeckt und wieder mit Humus aufgefüllt.

Das Wasser sollte dann, wie in einem Sickerbecken, in die Kiesschicht ablaufen und dort langsam in den Boden versickern. Das Fleece verhindert, dass sie Nässe wieder in die Erdschicht aufsteigt.

Die Arbeit am ersten Abschnitt dauert bis circa Ende November, je nach Witterung länger. Die weiteren Abschnitte folgen in den nächsten Jahren. 

Giessen, giessen, giessen. Und nochmal giessen.

Alle haben heiss, auch unsere Bäume. Man hört es in den Medien: die lang anhaltende Trockenheit bringt Sträucher und Bäume arg in Stress. Dies ist auch in den Merian Gärten so. Zwar sind die gestalteten Gartenbereiche, die wir immer giessen und zum Teil automatisch bewässern, gut versorgt. Aber in den naturnahen Bereichen, in denen die Pflanzen normalerweise auf sich alleine gestellt sind, sieht man täglich mehr braune Blätter und dürre Äste. Um weniger Wasser zu verbrauchen müssen Bäume ihre Blattmasse reduzieren, im schlimmsten Fall sterben sie ab.

Für unser Gartenteam heisst das: Giessen. Den ganzen Tag, und überall. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir genug Wasser zur Verfügung haben. Die Herausforderung ist aber die Ausrüstung, die nicht für solche Extremsituationen ausreicht. Zurzeit  helfen wir uns mit Feuerwehrschläuchen und besonders leistungsfähigen Regnern, die wir kurzfristig ausleihen oder sonst wie beschaffen konnten. Nicht nur brauchen wir mehrere Hundert Meter lange Schläuche um in die abgelegenen Wiesen und Baumstreifen zu gelangen, sondern es muss auch sehr viel Wasser dahin, damit der Boden genügend durchnässt wird. Bis zu 30 Liter pro Quadratmeter sind dabei nötig. Wir schliessen also die Schläuche direkt an die Hydranten an.  Das sieht zwar im Moment nicht so  schön aus, ist aber effizient!

Erfolgreicher Lehrabschluss

Claudia Meyer hat ihre dreijährige Ausbildung in den Merian Gärten erfolgreich abgeschlossen. Die frisch diplomierte Landschaftsgärtnerin EFZ hat sich mit Alexandra Baumeyer unterhalten. 

Claudia, ich gratuliere dir ganz herzlich zum Abschluss als Landschaftsgärtnerin.  Wie waren die letzten Wochen für dich?
Es war eine anstrengende Zeit. Die ersten Prüfungen waren Mitte März, dann ging es im Mai und Juni weiter. Ich musste lange auf die Ergebnisse warten. Seit Freitag weiss ich, dass ich bestanden habe. Morgen an der Abschlussfeier erhalte ich die Noten.

Du warst drei Jahre hier in den Merian Gärten. Was wirst du mitnehmen?
Es war spannend in so vielen verschiedenen Gebieten zu arbeiten und nicht jeden Tag das gleiche zu machen. Man ist mal bei den Rhododendren, mal bei den Stauden, Beeren, mal in jeder Ecke vom Garten. Mir gefällt auch die Ruhe in den Gärten. Ich habe vieles über Gartenunterhalt gelernt - Rasenmähen, Hecken schneiden, Jäten, Giessen, Bepflanzen… Im Bereich Gartenneubau haben wir Plätze, Wege, Mauern und Treppen gebaut. Dazu war ich auch öfters in anderen Gartenbetrieben mitarbeiten.

Wie hast du die Ausbildungszeit erlebt?
Es war eine schöne Zeit. Das erste Lehrjahr war sehr spannend, alles ist neu. Das zweite ist mir am längsten vorgekommen, manches wiederholt sich. Und das dritte geht so schnell vorbei – man hat viele auswärtige Kurse, Prüfungen und dann ist es auch schon vorbei.

Was wünscht du dir für deine berufliche Zukunft?
Ich wünsche mir eine Arbeitsstelle an der ich glücklich sein kann, mit freundlichen Menschen und Aufgaben die mir Freude machen. Sicher werde ich am Anfang auch erstmal Erfahrungen sammeln, man lernt schliesslich jeden Tag neue Sachen.  

Wie geht es jetzt für dich weiter?
Ich habe mich an mehreren Orten beworben, durfte mich auch vorstellen und warte jetzt auf Antworten. Hoffentlich kann ich gleich im August beginnen zu arbeiten.

Dann drücken wir dir ganz fest die Daumen und wünschen dir erstmal schöne, wohlverdiente Ferien.

Pflanzung einer misteltragenden Eiche

Die Firma Iscador AG aus Arlesheim hat den Merian Gärten zum 100-jährigen Jubiläum der Misteltherapie bei Krebs eine Eiche geschenkt. Misteln auf Eichen sind sehr selten und daher etwas Besonderes, denn normalerweise wehren Eichen Misteln ab.

Der 7-jährige Baum ist ca. 1.50 Meter hoch und wurde am 14. Dezember 2017 angeliefert und auf dem Hochplateau neben einer artenreichen Wiese gepflanzt.

Bei der Eiche handelt es sich um eine Stieleiche (Quercus robur). Sie wurde aus einer Eichel, die im Mai 2010 gesät wurde, gezogen. Die Frucht ging aus einer Zufallskreuzung veredelter Eichen, deren Reiser von französischen Misteleichen stammen, hervor.

Die Merian Gärten freuen sich, dass die Eiche auf dem Hochplateau ein neues zuhause gefunden hat.

Ebbe im Seerosenteich

Die Betonwanne hat Risse und wird saniert. Dafür wurden zuerst – in einer mehrstündigen Aktion - alle Zierfische aus dem Teich gefangen und in den Frischwasserkanal im Bauerngarten umgesiedelt.

Das Wasser aus dem Teich wurde abgelassen und als nächstes wird auch der Schlamm abgepumpt. Erst wenn das Becken leer und gereinigt ist, können Spezialisten an der Wanne arbeiten.

Nach der Sanierung wird der Teich wieder hergerichtet. Die Fische dürfen zurück und wir pflanzen neue Seerosen ein.

Eine alte Rotbuche wird gefällt

Eine der grossen Blutbuchen im Englischen Garten war im Sommer 2016 abgestorben. Schon länger hatte ihr ein Pilzbefall zu schaffen gemacht. Nun wurde sie durch Spezialisten gefällt – Stück für Stück. Äste, so dick wie Baumstämme, krachten aus 20 Metern Höhe herab. Am Boden wurden die grossen Stücke zerteilt und abtransportiert. Das Holz welches nicht zu morsch ist, wird weiterverwendet: als Brennholz für den Holzofen, oder als Schnitzelholz zur Energiegewinnung.

Was bleibt, ist der eindrückliche Baumstamm, der liegen bleibt und nun langsam verrottet. Anhand der Jahrringe kann man zählen, wie alt der Baum war: wir schätzen über 200 Jahre! Dies wird zurzeit an einer Probe noch genauer untersucht.

Im Laufe des Monats Februar wird dann der Wurzelstock entfernt und auch ein Teil der Erde ausgetauscht, um Pilzrückstände aus dem Boden zu entfernen. Anschliessend wird eine neue, junge Blutbuche an dieser Stelle gesetzt.

So verändert sich die gewohnte Baumkulisse ein wenig. Doch nicht vergessen: ein Garten lebt und wächst und ist ein Kunstwerk, das sich stetig wandelt.

Kompostkur für Bäume

Eine Handvoll Erde steckt voller Leben: Unsichtbar für das Auge tummeln sich winzige Bakterien, Pilze, Einzeller und andere Organismen im Boden. In gesundem Boden halten sich dabei die verschiedenen Lebewesen im Gleichgewicht; schädliche Mikroorganismen können nicht die Überhand gewinnen.

Mit Kompost fördern wir dieses Gleichgewicht und stärken insbesondere die Bäume. Denn der Kompost, der in den letzten Tagen in der Allee und im Englischen Garten ausgebracht wurde, hat einen besonders hohen Holzanteil und damit eine sehr ähnliche Zusammensetzung wie gesunder Waldboden. Bäume, die normalerweise in Wäldern wachsen, profitieren davon. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Bäume in Gärten, die mit solchem Kompost behandelt werden, oftmals weniger unter Pilzerkrankungen leiden.

Gleichzeitig wirkt der Kompost als Langzeitdünger.

 

Neuer "alter" Sitzplatz im Rhododendrontal

Vielleicht haben Sie bereits beobachtet, wie im Rhododendrontal Stufe für Stufe eine wunderschöne Trockenmauer aus rotem Sandstein entstanden ist. Der seit längerem abgesperrte Sitzplatz mit prächtigem Blick über die Baumkronen der Rhododendren musste wegen Abrutschgefahr komplett erneuert werden. Nun ist er wieder der Öffentlichkeit zugänglich.
Übrigens: Bei den Steinen der Mauer handelt es sich um den in Basel bei alten Gebäuden anzutreffenden Degerfelder Buntsandstein. Er stammt von einem Mau-erabbruch.

 

Arbeiten im Rhodendrontal

Der St. Alban-Dyych und der Mühledyych sind künstlich angelegte Kanäle, die durch die Merian Gärten fliessen. Sie dienten schon im 12. Jahrhundert dem Basler Gewerbe als Energielieferanten: Verbauungen im Kanal kanalisieren und beschleunigen das Wasser, was den Antrieb der Korn- und Papiermühlen, Hammerschmieden und Sägereien entlang des Dyychs ermöglichte.

Obwohl die Ufer des Dyychs befestigt sind, verursachen Strömung und Regen immer wieder Erosionsschäden. Um Charakter und Funktion des Dyychs zu erhalten, ist regelmässiger Unterhalt der traditionellen Uferverbauungen nötig.

Während fünf Tagen macht sich eine engagierte Sekundarklasse an die Arbeit: Im Rahmen der «Dyychwoche» - einer Projekt- und Arbeitswoche - sanieren sie beschädigte Uferbereiche im Rhododendrontal. Mit Stiefeln und Werkzeug ausgerüstet und unter fachkundiger Anleitung begutachten die Schülerinnen und Schüler die Uferabschnitte und stellen sie nach traditioneller Bauweise mit Holz, Sand, Kies und lebenden Pflanzen wieder her.

Das Rhododendrontal bleibt während den Arbeiten für alle Besuchenden normal zugänglich.

Schweizer Garten

Praxis Ziergarten

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Neu übernehmen die Merian Gärten die Rubrik «Praxis Ziergarten» im Magazin «Schweizer Garten». Hier verraten wir nun jeden Monat unsere besten Tipps und Tricks für den Hausgarten: Im Januar zum Beispiel wie Sie einen Pflanzplan zeichnen und welche Gartenarbeiten Sie in den Wintermonaten nicht vergessen dürfen. 

Das Heft 01/2016 ist jetzt im Handel erhältlich! Und einen kleinen Einblick gibt es hier: www.schweizergarten.ch

Eine Ast-Stütze für den Schnurbaum

Der Japanische Schnurbaum (Styphnolobium japonicum 'Pendula') neben der Villa Merian erhält eine Stütze. Der charaktervolle Baum ist wahrscheinlich so alt wie der Englische Garten selber – also rund 180 Jahre alt. Inzwischen ist einer der grossen, verknorzten Ästen geschwächt und auf der Unterseite zum Teil abgestorben. Damit er bei Schnee und Wind nicht bricht, wird er abgestützt. Dafür montieren Baumpfleger von Tilia Baumpflege AG (Frick) zusammen mit unseren Gärtnern eine Stütze aus einem Eichenstamm. Diese wird auf die richtige Länge zugeschnitten, mit einer Gewindestange versehen und in einem Rohr im Boden fixiert. So kann der wunderschöne Ast erhalten bleiben – und die Löcher im toten Holz dienen Vögel und anderen kleinen Tieren als wertvollen Unterschlupf.