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Neue Staudenbepflanzung im Bauerngarten

Die neue Staudenbepflanzung vor dem Obstspalier im alten Bauerngarten können Sie ab diesem Wochenende besuchen. Die Staudenauswahl aus der PSR-Sammlung, die in den letzten sieben Jahren im Beerengarten stand, hat unsere Gärtnerin Regula Strübin im Winter aufgenommen und vermehrt. Seit Mitte Mai wachsen die Stauden nun der Entfaltung entgegen. Für die Gestaltung der Bepflanzung war Lina Sandrin, neue Zierpflanzenverantwortliche der PSR, verantwortlich.

Im schattigen Staudenbeet bei der Brücke wachsen Herbstanemonen, Akeleien und niedere Glockenblumen. Diese mehrjährigen Pflanzen wurden ebenso aus dem Beerengarten vor rund sieben Monaten ausgegraben und von der Staudengärtnerin Strübin vermehrt. Im sonnigen Bereich zeigt sich der einjährige Wechselflor.

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Neues Beet für Pionierpflanzen

Hinter dem Lehmhaus entsteht eine neue Bepflanzung. Auf kiesigem Boden werden Winden, Gräser und Brennesseln entfernt und durch Natternkopf, Echtes Labkraut, Färber-Hundskamille, Gemeine Ochsenzunge und anderen einheimischen Pionierpflanzen und Stauden ersetzt. So soll ein artenreicher Lebensraum entstehen, der diverse Tiere (z.B. Insekten) anlockt.

Bereits im Februar wurde dazu der Oberboden abgetragen und die Fläche mehrmals gejätet. Ein Wurzelschutzvlies soll verhindern, dass die Winden sich erneut ausbreiten. Als Substrat dient ein Gemisch aus Birs-Kies, Humus und wenig Kompost. Letzte Woche wurden einige grosse Steine eingesetzt – dazu kam uns der Lastwagen mit Kran der Stadtgärtnerei zur Hilfe.

Nun folgen noch die Bepflanzung und Gestaltung und hoffentlich schon bald die ersten Schmetterlinge und Eidechsen.

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Gartenfreuden

Leuchtendes Grün, frisch gemähter Rasen, Blüten die bald aufgehen, sanfte Farben im Rhododendrontal, kräftige Wiesen, Regentropfen und Morgenlicht: das erfreut uns im Moment. Die Fuchsien werden nach und nach aus dem Gewächshaus an ihren Sommerstandort gebracht. Und, schwer über das Internet zu transportieren, aber wir versuchen es  - der Duft im Silberhang hinter den Gewächhäusern ist unglaublich schön, es riecht nach Lavendel und mediterranen Kräutern, es hat was Würziges und gleichzeitig Liebliches und erinnert an Ferien in Südfrankreich...

Wir freuen uns, Sie schon in wenigen Wochen wieder in den Gärten zu begrüssen, dann können Sie sich selbst ein Bild davon machen! 

(Von unserem Team vor Ort fotografiert)

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Energy-Shot für Gemüsepflanzen

In der biologischen Gartenpflege wird auf ökologische Mittel zur Düngung und Schädlingsbekämpfung gesetzt. Ganz frisch haben wir Brennessel-, Artemisia-, und Hühnermistjauche hergestellt.

Für eine Jauche wird Wasser in einem Gefäss – wir verwenden Plastiktonnen – mit Pflanzenmaterial oder Hofmist, in unserem Fall Hühnermist versetzt. Dann wird sie mit einem luftdurchlässigen Stoff abgedeckt und zwei Wochen stehen gelassen. In der Zeit beginnt das organische Material zu gären. Das stinkt ordentlich! Dennoch muss täglich umgerührt werden, damit Luft hineingelangt, denn dieses fördert die Umsetzung des Materials.

Nach zwei Wochen wird das Pflanzenmaterial abgesiebt, dann ist die Jauche einsatzbereit. Zum Ausbringen wird sie allerdings noch verdünnt.

Brennesseljauche verwenden wir als Dünger im Bauerngarten für Gemüse. Auch die Jauche aus Hühnermist gibt einen kräftigen Stoss Stickstoff.

Die Artemisiajauche hält Schadinsekten fern. Wir testen sie dieses Jahr im Bauerngarten, ob sie Erdflöhe vertreiben kann, denn dies sind lästige Schädlinge im Gemüsegarten.

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Gartenfreuden

Gartenfreuden heute mit Blick in die Anzucht - hier vermehren wir im Jahr tausende von Pflanzen über Samen oder als Steckling. Im Frühjahr ist Hochsaison im Gewächshaus! 

In der Irissammlung fangen immer mehr Sorten an zu blühen, auch der Silberhang entwickelt sich prächtig. Wir mähen den Rasen, setzen und säen und jäten und pflegen, damit die Gärten so schön sind wie gewohnt wenn wir bald wieder öffnen können. Und: die Mauersegler sind zurück! Sie verbringen den Winter in Afrika und treffen jedes Jahr pünktlich auf Anfang Mai zum Brüten in den Merian Gärten ein. 

(Von unserem Team vor Ort fotografiert)

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Gartenfreuden

Die Wiesen wachsen langsam in die Höhe. Die Pfingstrosen auf der Sonnenseite des Sammlungsgartens sind bereits am Blühen. Auch bei den Iris werden es nun täglich mehr. Nächste Woche wird es wohl so richtig losgehen mit Aufblühen - wir posten dann Fotos! Bei den Clematis blühen momentan vor allem die Pflanzen aus der Montana-Gruppe.

Ohne Besuchenden herrscht an einigen Orte Ausnahmezustand: Die Schafe weiden am Hang hinter der Irissammlung. Und bei vielen Stauden lassen wir diesen Jahr die vertrockneten Stängel für Kleinkrabbler stehen. Die Besuchenden störts ja nicht...

Nicht unbedingt eine Gartenfreude aber Realität: in den letzten zwei Wochen mussten wir Aufgrund der Trockenheit bereits den Rasen giessen.  Hoffentlich kommt bald Regen!

(Von unserem Team vor Ort fotografiert)

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Früher Buchsbaumszünsler

Im Buchs macht sich der Buchsbaumzünsler breit. Letztes Jahr hatten wir Glück - der Befall war so gering, dass wir nie spritzen mussten. Die einzelnen Tiere, die sich vermehren konnten, haben nun den milden Winter überlebt und konnten sich jetzt dank der Frühlingswärme entwickeln. 

Der Buchsbaumzünsler ist ein Schmetterling aus dem asiatischen Raum. Seine Raupen fressen die Blätter vom Buchs und sind einer der bedeutendsten Schädlinge in den Merian Gärten. Um ihn zu bekämpfen spritzen wir ein biologisches Mittel, welches ein Bakterium enthält. Dieses befällt die Raupen und tötet sie ab. 

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Der erste Rasenschnitt der Saison

Im Moment sind die Nächte zwar richtig kalt. Trotzdem beginnen wir schon mit dem ersten Rasenschnitt! Denn wegen den milden Temperaturen im Februar setzte schon früh das Wachstum ein.  

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Mit dem Bagger Hecken pflegen?

Auf dem Hochplateau mussten wir mit schwerem Gerät anrücken: Wir haben Roten Hartriegel (Cornus sanguinea) in der Hecke entfernt ­- mit dem Bagger.

Wenn dieser einheimische Strauch sich wohl fühlt, fängt er gerne an zu wuchern.  Auf dem Hochplateau verdrängt er dabei stellenweise andere Pflanzen. Es kommt zu einer Strukturarmut – also viel vom gleichen - und er wächst auch in die Wiesen ein.

Deshalb entfernen wir ihn dort, wo er dominant geworden ist. Denn wenn man ihn im Winter bloss zurückschneidet, treibt er umso mehr aus und bildet Wurzelausläufer. Die einzige Art, ihn sicher zu entfernen ist mit dem Bagger.

In die Lücken haben wir verschiedene einheimische und standorttypsische Sträucher gepflanzt: Schwarz- und Weissdorn, Gewöhnlichen Schneeball, Pfaffenhütchen, Kreuzdorn und Liguster. So stellen wir sicher, dass die Wildhecken vielfältig und damit ökologisch wertvoll bleiben.

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Feldversuch im Rhododendrontal

Rhododendren unter Biobedingungen zu pflegen, ist eine besondere Herausforderung. Denn diese Pflanzen werden traditionell in Substrat mit Torf gesetzt; dieser ist sauer und locker und erfüllt so die Ansprüche der Rhododendren. Doch Torf darf unter Biorichtlinien nicht verwendet werden, zum Schutz der Moore, die durch Torfabbau zerstört werden. Nur gibt es im Handel kein geeignetes Ersatzsubtrat.

Für unsere wertvolle Rhododendronsammlung, die schon seit Ende der 1970er in den Merian Gärten steht, haben wir momentan eine zeitlich beschränkte Ausnahmebewilligung zum Einsatz einer begrenzten Menge an Torf. Bedingung ist, dass wir torffreie Substrate testen und über die Ergebnisse berichten.

Bereits seit 2010 untersuchen wir verschiedene torffreie Substrate in Töpfen. Vor vier Jahren konnten wir erstmals ein erfolgversprechendes Substrat direkt im Beet testen, auf 20 Quadratmetern im Rhododendrontal. Im Beet ist es den Gegebenheiten des Ortes ausgesetzt wie Regen, Bewässerung, Temperaturveränderungen und unterschiedlicher Bepflanzung. Das Substrat zeigte gute Ergebnisse: die Rhododendren und die Begleitpflanzen blieben gesund und das Substrat locker und stabil. Nun starten wir einen zweiten Versuch mit demselben Substrat auf grösserer Fläche (ca. 50 Quadratmeter).

Im Versuchsbeet wurde nun alle Erde bis auf den Bodenvlies ausgehoben. Dies hätten wir eh machen müssen, denn das Substrat zersetzt sich mit der Zeit. Dafür mussten auch die Pflanzen entfernt werden. Nur die grossen Rhododendren durften im Beet bleiben. Der Grossteil des Beetes wurde mit neuem Substrat wieder aufgefüllt, ein kleinerer Teil mit dem bisherigen Substrat zum Vergleich. Die Hälfte des neuen Substrats wurde zudem noch mit Mykorrhizapilzen angereichert – winzige Organismen, welche mit den Rhododendren in Austausch leben und sie dadurch stärken.

Nun wird jährlich die Gesundheit der Rhododendren untersucht und kategorisiert. Der Versuch dauert bis 2025.