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Bild der Woche

Und sie schafften es, das Heu einzubringen! Bevor der Regen kam. Unter dunklen Wolken, und einige schwere Tropfen prasselten schon herunter...

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Pflanzen pflanzen im grösseren Stil

Endlich geht es beim Umbau um unser Spezialgebiet: Pflanzen & Bepflanzen – nun aber im etwas grösseren Stil als üblich.

Etwa 3000 Stauden und 60 Gehölze aus zehn Gärtnereien braucht es nur schon für den Bereich ums Pächterhaus. Dazu werden dort 2500 vor dem Umbau geretteten Pflanzen aus unserem Zwischenlager auch wieder das Erdreich erblicken.

Die Art der Pflanze und wo sie wie platziert wird, ist natürlich von langer Gärtner:innen-Hand geplant: Stimmungsbild, Grösse, Lichtbedarf aber auch deren Trockenresistenz spielten beim Entscheid eine Rolle. Viele Pflanzen sind deshalb selten aufzufinden. Unsere ganze Garten-Crew kommt diese Tage ins Schwitzen und darf ohne Scham ein paar Oster Schoggi-Eier mehr vernaschen als sonst üblich!

Umbau Vorder Brüglingen
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Neuer Mergelplatz bei Fuchsienhain

Auch die Fuchsiensammlung erhält einen neuen Standort nach dem Umbau in Vorder Brüglingen. Die halbschattenliebenden Fuchsien werden sich auf den frisch gemergelten Plätzen im bestehenden Hain in Zukunft wohl fühlen. Denn wir pflanzten zusätzliche Bäume wie Feldahorn, Schneeballblättriger Ahorn, Rot-Esche, Duft-Esche und Scharlach-Eiche, die genügend Schatten spenden werden. Die Blätter dieser Bäume zeigen eine besonders schöne Herbstfärbung. 

Mehr Baustelle Vorder Brüglingen
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Schönheitswettbewerb der Pastinaken

Schon mal die Blüte einer Pastinake gesehen? Oder die Samen einer Karotte? Auf einem Drittel der Beete im Bauergarten ernten wir das Gemüse nicht, sondern lassen die Pflanzen blühen und Samen ansetzen. Als professionelle Sortenerhalter im Netzwerk von ProSpecieRara geben wir das geerntete Saatgut dann in die Samendatenbank von ProSpecieRara

Dabei ist es wichtig, dass nur die Pflanzen, die genau dem Sortenbeschrieb entsprechen, auch Samen tragen dürfen. Bei den Pastinaken, Haferwurzeln und Karotten haben wir gerade die entsprechende Auswahl getroffen. Diese haben als Wurzelrübe im Beet überwintert. Bevor sie nun an der warmen Frühlingssonne wieder austreiben wird selektioniert. Bei der Pastinakensorte ‘Hollow Crown’ heisst das: Nur gesunde Rüben ohne Spalten kommen in die Auswahl, bei denen die Form schön gleichmässig und spitz zulaufend ist - weder Rüben mit zwei Spitzen sind erwünscht noch besonders dünne oder dicke.

Die ausgewählten Pastinaken werden nun wieder eingepflanzt und dürfen wachsen. Der restlichen Exemplare haben wir am Marktstand verkauft und die Pastinaken, die vom Frost aufgeplatzt waren, durften die Kaninchen als Leckerbissen geniessen.

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Narzissen leben im Zolli weiter

Hunderte Narzissen, Tulpen und Schneeglöckchen finden im Zolli ein neues Zuhause. Denn im Rahmen unseres Gartenumbaus wird hier ein frisches Staudenbeet angelegt – alle Zwiebelpflanzen müssen raus!

Eine grosse Menge Pflanzen haben wir schon innerhalb der Merian Gärten verpflanzt. Das Gärtnerteam vom Zoo Basel rettete nun den Rest. Ein Teil ist schon wieder eingepflanzt. Wie schön, dass uns die Freude an Pflanzen verbindet.   

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Neue Nistkästen für Meisen & Co.

Wird hier wohl schon bald eine Blaumeisenfamilie einziehen? Wir haben in den letzten Wochen neue Nistkästen aufgehängt. Dabei haben wir nicht nur alte, kaputte Kästen ersetzt, sondern auch Standorte neu bestückt, an denen es noch keine Kästen gab: In Hecken und Bäumen im Naturgürtel der Merian Gärten, im Obstgarten an den grösseren Bäumen und an Gebäuden.  Inzwischen gibt es hier mehr als 200 Nisthilfen für Vögel!  Gut die Hälfte sind Kästen für Mehlschwalben und Mauersegler, die unter den grossen Vordächern der Gebäude hängen. Daneben gibt es Kästen für kleinere Höhlenbrüter (Kohlmeise, Blaumeise, Star), riesige Kästen für Turmfalke, Waldkauz und Schleiereule, offene Kästen für Halbhöhlenbrüter (Bachstelze, Grauschnäpper, Hausrotschwanz), Nistrinden für Baumläufer, erdhöhlenähnliche Kästen für Eisvögel und noch einige mehr.

Bei den Nisthilfen zählt aber nicht nur die Vorliebe der jeweiligen Vogelart für eine bestimmte Kastenform, sondern auch, wo und wie er aufgehängt ist. An einem guten Standort werden die Kästen durch das Blattwerk der Bäume und Sträucher vor starker Sonneneinstrahlung geschützt. Eine Ausrichtung nach Südosten bietet Schutz vor Wind und Wetter. Und der Kasten sollte so hängen, dass Raubtiere wie Hauskatzen nicht einfach dran kommen.

Übrigens werden unsere Kästen nicht nur von Vögeln genutzt… Manchmal machen es sich hier auch Mäuse, Schläfer, Eichhörnchen, Wespen und Hornissen in den Kästen gemütlich!

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Flugwetter über dem Rhododendrontal

Eine grosse Esche musste gefällt werden. Sie war stark vom Hallimasch-Pilz befallen, so stark, dass auch kein Rückschnitt mehr möglich war. Also sollte sie raus – aber wie, wenn sie mitten im engen Wald steht?

In so einem Fall muss ein Helikopter her. Die Firma Rotex aus der Innerschweiz ist spezialisiert auf solche Aufträge. Der «K-Max K-1200» kann 2'700 Kilogramm Gewicht heben und das erst noch in heiklem Gelände.

Dabei ist Teamwork gefragt. Im Baum wurde gesägt und mit dem Helikopter wurde gehoben. Die Kronenteile wurden in vier Flügen ausgeflogen und auf der angrenzenden Wiese abgelegt. Hier wird das Holz später zu Holzschnitzeln verarbeitet. In weniger als einer Stunde war alles erledigt! Baum weg. 

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Bald wird es grün

Wir pflanzen eine neue Hecke! Diese wird die Pfingstrosensammlung einfassen und ergänzt die Wildhecke, die schon hier steht.

Hauptsächlich setzen wir Immergrünen Liguster (Ligustrum ovalifolium) – rund 350 Stück. Diese Pflanze ist stark belaubt und wächst schön dicht verzweigt und kompakt. Damit bildet sie einen gleichmässigen Hintergrund für die Pfingstrosen.

Die bereits bestehende Wildhecke ist bunt gemischt, zum Teil auch mit einheimischen Spezialitäten wie Perückenstrauch, Felsenbirne oder Pimpernuss. Auch hier haben wir ergänzt – es sind rund 100 neue Pflanzen dazu gekommen.

Umbau Vorder Brüglingen
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Ungepflegt? Nein, extra!

Beim letzten Wiesenschnitt im Herbst lassen wir immer einige ungemähte Abschnitte stehen. Dabei wählen wir blütenreiche Stellen, die noch bis spät im Herbst Nahrung für Insekten bieten. Die Samen von Wiesenstauden wie z.B. Karde, Wilder Möhre, Natternkopf, Königs- und Nachtkerzen bieten später Vögeln Winternahrung.

Im sogenannten Altgras finden viele Insekten Unterschlupf. In hohlen Staudenstängeln überwintern Spinnen (z.B. Zwergspinne), Käfer (z.B. Marienkäfer) und die Eier von gewissen Heuschreckenarten.  Die Streuschicht des verdorrten Grases dient diversen Lauf- und Kurzflügelkäfern als Winterdomizil. Raupen verschiedener Falter verpuppen sich an Pflanzenteilen in der Nähe ihrer Futterpflanzen. Und junge Wespenspinnen verbringen den Winter in an Halmen angehefteten Kokons.

Also, ökologisch wertvoll! Und durchaus ästhetisch: die alten Pflanzenteile bilden in den winterlichen Wiesen eine reizvolle Struktur.

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Der Pavillon entsteht

Das gärtnerische Herz der Merian Gärten ist gerade am Entstehen: der Pavillon ergänzt neu die Gewächshäuser. Soeben wurde mit einem Kran der schwere Dachbalken montiert. Schon bald ist der Holzbau fertig!

Der Pavillon bildet zusammen mit den bestehenden Gewächshäusern den zentralen Werkplatz für unsere gärtnerische Arbeit. Der flache Holzbau ersetzt dabei einen Schuppen, den wir abgerissen haben um mehr Platz für Naturschutzflächen zu machen.

Er ist unterteilt in unterschiedliche Bereiche mit unterschiedlichen Aufgaben: in einem wird Erde für Pflanzen gemischt, in einem anderen Samen getrocknet und im nächsten die Keimfähigkeit von Samen getestet – und zugleich erhält unsere Efeusammlung geschützt unter dem Vordach einen tollen Ausstellungsort. Wir sind voller Vorfreude, unseren Besucher:innen ab dem Frühsommer einen schönen Einblick in die gärtnerische Arbeit zu gewähren!

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