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Was passiert mit den Gemüsebeeten im Winter?

Der Gemüsegarten kommt im Winterhalbjahr fast vollständig zur Ruhe. Die Zeit wird genutzt, um den Boden optimal zu beleben. Innert vier Wochen nachdem das Gemüse geerntet wurde, wird die Gründüngung ausgesät. Diese Pflanzen lagern den freien Stickstoff, der noch im Boden ist, in ihrem Pflanzenkörper ein. Bei regnerischen Zeiten könnte dieser Stickstoff, welcher für das Pflanzenwachstum benötigt wird, ausgewaschen werden. Zudem helfen die aktiven Mikroorganismen, die nah an den Pflanzenwurzeln sind mit, den Boden lebendig zu halten. Das Ziel ist eine lang andauernde Fruchtbarkeit des Bodens. Und dafür muss viel Zeit investiert werden. Im Frühling wird diese Pflanzendecke aufgebrochen und in Humus verwandelt und zwar mindestens vier Wochen bevor die Beete wieder bepflanzt werden. 

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass gemischtes Saatgut besser ist für die Gesundheit des Bodens. Gründüngungen haben verschiedene Bestandteile: Gräser, Kohlgewächse, Kleearten, Koriander etc. Im Bio-Boden-Trend heisst es: Regenerative Landwirtschaft - und daran arbeiten auch wir!

Wussten Sie? Einen Teil der Stoffwechselprodukte, welche die Pflanze durch Photosynthese produziert, gibt sie als Futter an die nahgelegenen Mikroorganismen ab. Diese Bakterien, Enzyme, Pilze, Regenwürmer und viele andere verbessern die Struktur des Bodens. Man nennt das Lebendverbauung.

Mehr Marktstand
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Apfelwoche

Harte Arbeit in der Obstanlage: diese Woche ist Zeit für die grosse Apfelernte im Programm "Schule & Landwirtschaft". Kinder ernten Äpfel und zwar von dem Baum, den sie seit Anfang Jahr betreuen und beobachten. Nach monatelangem Jäten, Pflegen, Ausdünnen, Blüten zählen und Äpfel heranwachsen sehen ist es diese Woche endlich soweit und die reifen Früchte kullern in die Körbe der geduldigen Schülerinnen und Schüler.

Gestern war die erste Klasse hier und hat die Sorte Florina geerntet: 21 Kinder haben circa 300 Kilogramm Äpfel gepflückt bzw. aufgelesen! Denn wegen des Sturms am Sonntag liegen viele Äpfel am Boden. Durch den heissen Sommer sind sie bereits sehr reif und fallen leicht vom Baum. Aber das macht gar nichts. Aus den nicht ganz perfekten Früchten machen wir einfach Apfelsaft, mit der alten Mostpresse macht das allen Kindern besonderen Spass.  

Ein Teil der Äpfel verarbeiten wir grad zusammen zu Apfelwähe, Schnitzen und anderen leckeren Dingen. Jedes Kind nimmt 1 Kilogramm mit nach Hause. Und der Rest geht an den Marktstand, ab dieser Woche im Verkauf und jeden Tag kommt neue Sorte dazu: Topaz, Ariwa, Rajka, Rubinola. Unbedingt zuschlagen – reife Äpfel frisch vom Baum sind ein saftiger Genuss, und jede Sorte hat einen anderen Geschmack!

Schule & Landwirtschaft Marktstand