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Kartoffelaktion! Und ein Urwald im Gewächshaus

Grosse Kartoffel-Setz-Aktion für Schule und Landwirtschaft. Das was sonst die Schulklassen in wenigen Stunden erledigen, hat jetzt das Merian-Gärten-Team mit vereinten Kräften übernommen. Einen Tag hat es gedauert bis der Acker vorbereitet war, alle Quecken herausgerissen waren (ein hartnäckiges Gras welches als Unkraut unerwünscht ist) und hunderte Kartoffeln in den Boden gesetzt waren, sorgfältig auf Schafwolle gebettet. Diese stammt übrigens von unseren Tieren und liefert den Kartoffeln Nährstoffe. 

Auch im Gewächshaus fehlen die Kinder! Aus den Setzlingen, die wir zu Beginn der Corona-Krise für die Schülerinnen und Schüler gesetzt haben, sind kräftige Pflanzen geworden. Besser gesagt ist ein ganzes Dickicht aus Petersilie, Schnittlauch, Möhren und Ringelblumen entstanden - und Unkraut! Da wird sichtbar, wie viel die Kinder leisten, wenn sie da sind. Denn alleine schaffen wir es kaum, alles fein säuberlich zu jäten.

Die grossen Salatköpfe können wir schon bald ernten und in die Schulhäuser bringen. Der Kohlrabi und der Fenchel darf noch ein wenig weiter wachsen, auch die Kräuter gedeihen weiter. Denn wenn die Schulklassen ab 8. Juni wieder kommen dürfen, können die Kinder dann doch noch selber etwas aus den Beeten ernten.

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Beete bepflanzt

Kohlrabi, Fenchel, Eichblattsalat: Alles will in den Boden! Die Gemüsesetzlinge unserer Schulklassen in "Schule & Landwirtschaft" sind so gesund und kräftig wie selten. Nach einigen Wochen in der Anzucht müssen sie nun unbedingt ausgepflanzt werden.

Weil die Klassen wegen der geschlossenen Schulen nicht in die Gärten kommen konnten um ihre Beete zu bepflanzen, haben wir das einfach selber übernommen. Im Folienhaus hinter dem Lehmhaus sind nun hunderte von Pflänzchen gesetzt. Zwar hat nicht jedes Kind ein eigenes Beet wie das normalerweise der Fall wäre. Dafür dürfen sich alle schon jetzt auf die Ernte freuen, wenn die Schule (hoffentlich!) nach Ostern wieder losgeht.  

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Unsere Erlebnisse

Dyychwoche 2019

Nach vier körperlich sehr anstrengenden Tagen fangen unsere Arbeiten langsam an Früchte zu tragen. Wir sind stolz auf was wir bis jetzt erreicht haben und freuen uns darauf die Ergebnisse dieses Projektes bestaunen zu können.

Die Arbeit am Weiher erwies sich anfangs als mühsam, da zuerst die verschiedenen Steine sortiert und die Folie des alten Weihers entfernt werden musste. Den bestehenden Weiher haben wir in schwerer Grabarbeit vergrössert. Die starken Jungs konnten mit Pickeln den Untergrund lösen (was sichtlich Spass machte). Anschliessend wurde das Material mit viel Muskelkraft abtransportiert. Als nächstes wurde die neue Folie in das Fundament unseres neuen Weihers gelegt. Grosse, schwere Steine sollten dabei das Rutschen der Folie verhindern und der kiesige Untergrund Lebensraum für verschiedenen Wasserlebewesen bieten. Mit der Zeit fiel uns der enorme Fortschritt am Weiher auf und die Vorfreude auf die Fertigstellung wuchs stetig. Wenn man bedenkt wie vielen Tieren man dadurch ein Zuhause ermöglicht wird einem sofort warm ums Herz.

Die neuen Akazien-und Birkenholzwände für den Mühledyych wurden bereits am Mittwoch installiert und fertiggestellt. Diese waren nötig, weil der künstliche Fluss die Erde an den Seiten sonst mit- und abtragen würde. Die alten waren bereits lückenhaft und morsch. Eine ordentliche Sanierung war also schon längst überfällig. Die Arbeit verlief reibungslos, unter anderem weil eine hohe Arbeitsmoral und eine gute Teamarbeit vorhanden war. Jene Gruppe ist nun damit beschäftigt eine Wassertrinkstelle für die Schöfli zu bauen. Diese ist so konstruiert, dass die Schafe von der Weide sicher ans Ufer des Mühledyych gelangen können um zu trinken.

Am Mittwoch blieb uns noch ein wenig Zeit für eine Führung durch die Merian Gärten während der uns spannende Aspekte des Themas Biodiversität nähergebracht wurden. So wurde auf die Probleme hingewiesen, die Neophyten und Neozoen verursachen und beschrieben wie mühsam es ist gegen deren Ausbreitung anzukämpfen.

Voraussichtlich werden wir bis am Freitagmittag, also wie im Zeitplan vorgesehen, alle Projekte beendet haben.

Während der Dyychwoche berichtet die Klasse 2WE vom Gymnasium Muttenz hier von ihren Erfahrungen. 

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Unsere ersten Eindrücke

Dyychwoche 2019

Wir, die Klasse 2WE vom Gymnasium Muttenz, haben uns im Juni für die Dyychwoche in den Merian Gärten beworben und wurden zu unserer grossen Freude ausgewählt. Es erwarten uns ein paar intensive Tage, die viel Arbeitseinsatz erfordern. Unsere Betreuer setzen grosse Stücke auf uns, da ihre Helfer normalerweise um einiges jünger sind. Demnach besteht der Plan für diese Woche aus der Fertigstellung von gleich drei Projekten. Diese beinhalten den Austausch von Brettern, die als Uferbefestigung dienen, sowie den Bau eines Weihers und eines nagelneuen Trinkstrands für die Schöfli. Zu Beginn der Woche wurden wir mit dem Thema des Dyychs durch eine Führung des Historikers Peter Habicht vertraut gemacht. Er informierte uns vor allem über die vielen Mühlen, die einst von den Dyychen angetrieben wurden.

Motiviert, informiert und gut ausgerüstet starteten wir demnach am Montagnachmittag mit der Arbeit. Als sich der Nachmittag langsam dem Ende zuneigte, war uns die Anstrengung anzusehen, jedoch waren alle mit den schon sichtbaren Fortschritten der Projekte zufrieden. Über die Funktionsweise der Mühlen durften wir heute, am Dienstagmorgen, auch noch eine Führung in der Mühle der Merian Gärten besuchen. Ebenfalls heute wird unser erstes Küchenteam eingeweiht, das für uns alle Spaghetti mit Tomatensauce und Pesto kocht.

Während der Dyychwoche berichtet die Klasse 2WE vom Gymnasium Muttenz hier von ihren Erfahrungen. 

Arbeiten am Projekt Dyych
Arbeiten am Projekt Weiher
Beginn der Woche mit den noch sauberen T-Shirts
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Grosse Ernte für die Schülerinnen und Schüler

Die Kinder im Programm Schule und Landwirtschaft ernten diese Woche die ersten Gemüse aus ihren eigenen Gärten: Radiesli, Spinat, Schnittsalat, Kopfsalat, Frühlingszwiebeln und Kohlrabi.

Während den letzten acht Wochen haben die Schülerinnen und Schüler ihre Beete gepflegt: Sie haben gejätet, gegossen und nun endlich das Gemüse geerntet: die Erntetaschen von jedem Kind waren bis zu 4 Kilogramm schwer! 

Ein Teil der Ernte wurde auch gleich vor Ort verarbeitet: Radiesliblätter-Pesto, geröstete Radiesli an Honigsauce, Kohlrabi-Dip und Bruschette mit Radiesliquark sind nur ein paar der Rezepte, die sie ausprobiert haben. So haben die Kinder auch zu Hause genügend Ideen, wie sie ihr Gemüse in ein feines Essen verarbeiten können.

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Eine Erfahrung fürs Leben

Ein grosser Tag im Programm "Schule & Landwirtschaft". Zum ersten Mal zogen sich die Kinder der Klasse Wasgenring 3a einen echten Imkeranzug über, öffneten die Türen von ihrem eigenen Bienenvolk und staunten, wie die Bienen auf ihren Armen landeten. 

Nicht nur für die Klasse ist das ein ganz neues Erlebnis, auch für uns. Denn das Modul "Honigbienen" wird zum ersten Mal durchgeführt und steckt noch mitten in der Pilotphase.  Das Modul besteht aus fünf Halbtagsbesuchen, die Schulklasse ist bereits zum dritten Mal da. Doch nach den Vorbereitungsarbeiten im Winter ist es nun endlich Zeit, direkt mit den Bienen zu arbeiten. Die Kinder durften das Jungvolk, welches die Imkerin Sabine Richli speziell für sie herangezogen hat, in der Obstanlage platzieren. Hier sammeln die Bienen nun fleissig Nektar und die  Schülerinnen und Schüler dürfen vor den Sommerferien Honig ernten.

Dank Geschenken, die unsere Besucherinnen und Besucher über die Wunschliste gemacht haben und der Unterstützung vom Freundesverein, konnte das nötige Material für dieses neue Modul im Rahmen von "Schule & Landwirtschaft" angeschafft werden. Wie zum Beispiel 25 Imkeranzüge in Kindergrösse oder die Kästen für die Jungvölker.

 

Schule & Landwirtschaft Bienenhaus

Dyychwoche 2019: Jetzt bewerben!

Neue Daten verfügbar

Wir suchen die motivierteste Klasse - wer hat Lust, eine Woche lang tatkräftig anzupacken? 

Jedes Jahr restaurieren wir ein weiteres Stück vom historischen Dyych - die traditionellen Uferverbauungen müssen immer wieder erneuert und ergänzt werden. Dabei leistet eine Schulklasse einen grossen Einsatz.

An der frischen Luft und unter fachkundiger Leitung bieten wir eine spannende Projektwoche in den Merian Gärten. Wir versprechen harte Arbeit aber auch viel Spass: Ein Einsatz für einen guten Zweck und ein einmaliges Klassenerlebnis!

Los geht's!

Mögliche Kursdaten: 
KW 25 17.-21. Juni (neu)
KW 34 19.-23. August
KW 35 26.-30. August
KW 36 2.-6. September

Bewerbung: 
Bitte bewerben Sie sich bis spätestens 25. Februar 2019.
Das Bewerbungsdossier und alle Informationen gibt's hier:

Dyychwoche 2019
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Kräftiges Grün

Gut geschützt unter Vlies: In der letzten Oktoberwoche haben Schülerinnen und Schüler im Programm Schule & Landwirtschaft ihre Weizenfelder angesät und die Felder zum Schutz vor Krähen mit einem Vlies abgedeckt. Dank dem lang ersehnten Regen und den warmen Temperaturen sind die Weizenpflänzchen wunderbar gewachsen und nun schon etwa 5 Zentimeter gross – Zeit, das Vlies zu entfernen. Zum Vorschein kommt  das typische kräftige Grün des Weizens, das im Herbst besonders auffällt.

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Apfelwoche

Harte Arbeit in der Obstanlage: diese Woche ist Zeit für die grosse Apfelernte im Programm "Schule & Landwirtschaft". Kinder ernten Äpfel und zwar von dem Baum, den sie seit Anfang Jahr betreuen und beobachten. Nach monatelangem Jäten, Pflegen, Ausdünnen, Blüten zählen und Äpfel heranwachsen sehen ist es diese Woche endlich soweit und die reifen Früchte kullern in die Körbe der geduldigen Schülerinnen und Schüler.

Gestern war die erste Klasse hier und hat die Sorte Florina geerntet: 21 Kinder haben circa 300 Kilogramm Äpfel gepflückt bzw. aufgelesen! Denn wegen des Sturms am Sonntag liegen viele Äpfel am Boden. Durch den heissen Sommer sind sie bereits sehr reif und fallen leicht vom Baum. Aber das macht gar nichts. Aus den nicht ganz perfekten Früchten machen wir einfach Apfelsaft, mit der alten Mostpresse macht das allen Kindern besonderen Spass.  

Ein Teil der Äpfel verarbeiten wir grad zusammen zu Apfelwähe, Schnitzen und anderen leckeren Dingen. Jedes Kind nimmt 1 Kilogramm mit nach Hause. Und der Rest geht an den Marktstand, ab dieser Woche im Verkauf und jeden Tag kommt neue Sorte dazu: Topaz, Ariwa, Rajka, Rubinola. Unbedingt zuschlagen – reife Äpfel frisch vom Baum sind ein saftiger Genuss, und jede Sorte hat einen anderen Geschmack!

Schule & Landwirtschaft Marktstand
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Eine Woche lang Erlebnisse.

Dyychwoche Tag 5

Es ist der letzte Tag in den Merian Gärten.

In dieser Woche haben wir viel über die Arbeit eines Gärtners, über die Umwelt und das Teamwork in der Klasse gelernt. Zusammen haben wir jedem Wetter getrotzt und dabei viele Faschinen gemacht und eingebaut.

Wir haben viel erlebt und werden uns als Klasse daran erinnern. Ausserdem haben wir T-Shirts mit der Aufschrift "Dalbe Dyych Wuche 2018" bekommen und während der ganzen Woche getragen.

Heute Morgen werden wir noch die letzten Faschinen einbauen. Am Nachmittag haben wir einen Abschieds-Apéro und werden ein wenig über die Woche erzählen. Uns hat die Dyychwoche sehr gut gefallen und wir können sie weiter empfehlen!

Während der Dyychwoche berichtete die Klasse hier jeden Tag von ihren Erfahrungen. 

Das ganze Team der Merian Gärten bedankt sich bei der Klasse 2H aus dem Schulhaus St. Alban in Basel und dem Lehrerteam für die tolle Dyychwoche! Die Schüler haben einen grossen Einsatz geleistet und waren sehr motiviert und engagiert - auch bei Regenwetter. Und das Ziel wurde erreicht: Der Dyych ist wieder restauriert.

Vielen Dank von der Geschäftsführerin, dem Betriebsleiter, den Organisatoren, der Dyychkorporation und allen, die hier arbeiten!

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