Blütenspaziergang im September

Das Licht wird wärmer und die ersten Blätter verfärben sich. Was der Blütenvielfalt ein besonderes Leuchten verleiht. Davon überzeugen können Sie sich bereits am Ausgangspunkt dieses Spaziergangs –  auf der Fuchsientreppe. Schwelgen Sie in den Rosa-, Weiss- und Lilatönen zahlreicher Fuchsien-Sorten. Nach diesem Farbbad folgen Sie dem Dyych Richtung Alter Bauerngarten. Vorbei an unauffälliger Blütenpracht des Teufelsspazierstocks (Aralia elata) und des gewöhnlichen Efeus (Hedera helix). Im Beerengarten wird es - aufgrund einiger Zierpflanzen aus dem ProSpecieRara-Sortiment - wieder bunter. Auch die Dahlien hinter dem Gemüsegarten sind immer noch eine Zierde. Entlang der Wechselflorbeete gelangen Sie anschliessend zu einem Durchgang in der Mauer und zur Salbei-Rabatte. Ob das Blau des Moor-Salbeis (Salvia uliginosa), das Violett von Salvia virgata oder das Rot des Herbst-Salbeis (Salvia greggii): Von Herbstflaute ist hier noch keine Rede!

Nächster Blüten-Halt ist das Rhododendrontal. Liriope (Liriope muscari), Winterharte Begonie (Begonia grandis ssp. sinensis und Begonia grandis 'Alba') sowie nach wie vor blühende Funkie (Hosta) und Wachsglocke (Kirengeshoma palmata) umschmeicheln die Stämme der Rhododendren. Der Kletternde Fingerrauch (Dactylicapnos macrocapnos) hat gar ihre Kronen erobert! Folgen Sie wieder dem Dyych und nehmen Sie die erste Abzweigung links nach Oben, um in Richtung Villa zu spazieren. Falls Sie den linken Weg wählen, passieren Sie zwei Staudenrabatten. (kommen Sie zwischen zwei Staudenrabatte durch.) Hier blühen verschiedene  Herbst-Anemonen, das Zottige Purpurglöckchen (Heuchera villosa) und die Hosta 'Royal Standard'. Ein paar Schritte weiter, beim Sommersitzplatz, leuchten zahlreiche Scharlach-Fuchsien (Fuchsia magellanica), kombiniert mit Kerzenknöterich (Persicaria amplexicaulis 'Alba') und Lanzen-Silberkerze (Actaea cordifolia). Entlang des Vorplatzes der Villa sind bereits die ersten Alpenveilchen (Cyclamen) sichtbar und daneben ergänzen sich Steinquendel (Calamintha nepeta 'Triumphator') und Blutgras (Imperata cylindrica 'Rubra') zu einem gefälligen Gesamtbild.

Damit endet der September-Spaziergang, kann aber natürlich noch beliebig nach Vorder Brüglingen ausgedehnt werden. Bei der Iris- und Clematissammlung und bei den Kübelpflanzen gibt es beispielsweise noch einige Kleinodien zu bewundern. Halten Sie die Augen offen, es lohnt sich!

Herbst-Anemone (Anemone japonica 'Loreley')
Himmelblauer Salbei (Salvia azurea), im Hintergrund Herbst-Salbei (Salvia greggii)
Kletternder Fingerrauch (Dactylicapnos macrocapnos)
Steinquendel (Calamintha nepeta 'Triumphator') und Blutgras (Imperata cylindrica 'Rubra')

Blütenspaziergang im August

Die Temperaturen sind etwas kühler geworden. Damit können wir für den August einen ausgiebigeren Blütenrundgang wagen. Start ist beim Foliengewächshaus, wo eine Setchuan-Brombeere (Rubus setchuenensis) und eine Rattanrebe (Berchemia racemosa) blühen. Nun betreten Sie den Nutzpflanzengarten. Insbesondere im Bereich der Färberpflanzen erfreut momentan eine bunte Farbenpracht. Verlassen Sie den Garten dann Richtung Irissammlung, wo im Hang verschiedene Kräuselmyrten (Lagerstroemia) blühen. Weiter geht es den Weg hoch zum Hochplateau und geradeaus bis zu den Schmetterlingsblütlern. Nebst einigen anderen Pflanzen fällt hier speziell der Himalaya-Indigostrauch (Indigofera heterantha) ins Auge.

Spazieren Sie nun weiter bis zum Trockenbiotop und gehen dann runter ins Rhododendrontal. Hier stehen mehrere Pflanzen in Blüte, so zum Beispiel eine Lilie (Lilium speciosum 'Rubrum'), die letzten Funkien (Hosta), der Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea) und die Wachsglocke (Kirengeshoma palmata). Dem Dyych entlang und über die Brücke geht es als nächstes zum Salbeibeet vor dem Arzneipflanzengarten. In bunten Farben blühen hier mehrere Salbei-Arten. Auch im Arzneipflanzengarten und im angrenzenden Bauerngarten gibt es einiges zu sehen. Von der Gewöhnlichen Nachtkerze (Oenothera biennis), über den Teufelsabbiss (Succisa pratensis) und die Sonnenblume (Helianthus annuus) bis zur Aufreihung von verschiedenen alten Dahlien-Sorten.

Weiter dem Dyych entlang Richtung Norden kommen Sie, unterhalb des Brunnens, vorbei an drei Sorten des Kerzen-Wiesenknöterichs (Bistorta) und gelangen schliesslich zum Asternhügel, wo bereits einige frühe Astern am Erblühen sind. In der Rabatte entlang des Weges zum St.-Jakob-Eingang schliesslich, fällt das leuchtende Blau der Ballonblume (Platycodon grandiflorus) auf. Auch einige Astern und Herbstanemonen zeigen, dass es bereits Spätsommer ist. Mit ihnen findet der Augustspaziergang seinen Abschluss.

Dahlia
Himalaya-Indigostrauch (Indigofera heterantha)
Funkie (Hosta 'Lancifolia')
Schirmaster (Doellingeria umbellata)

DREI RIESIGE PALMEN SUCHEN EIN ZUHAUSE

Wir verschenken drei riesige kanarische Dattelpalmen. Sie sind so gross geworden, dass sie nicht mehr im Gewächshaus überwintern können – sie passen nicht durch die Tür! Damit die frostempfindlichen Pflanzen im Winter nicht eingehen, suchen wir für sie ein neues Zuhause.

Die Palmen sind 60 bis 70 Jahre alt und etwa sechs Meter hoch. Es handelt sich um kanarische Dattelpalmen, Phoenix canariensis, welche aus dem Mittelmeerraum stammen und somit keine Temperaturen unter Minus 10°C vertragen. Sie stehen schon ihr ganzes Leben in den Merian Gärten. Nun sind sie so gross geworden, dass sie im Winter nicht mehr ins Gewächshaus passen.

Es wäre schade, wenn sie diesen Winter erfrieren müssten. Wir geben sie gratis ab – sie würden sich gut machen in einem grossen, hellen Treppenhaus, in einem Schwimmbad, in einer grosszügigen Eingangshalle, in einem Restaurant... Die Pflanzen müssten vor Winterbeginn abgeholt werden. Unser Expertenteam hilft mit Beratung für einen guten Standort und gibt Pflegetipps.

Interessiert? Bitte melden Sich sich bei uns!
Telefon 061 319 97 80 oder info@meriangaerten.notexisting@nodomain.comch

Blütenspaziergang im Juli

Beim Julispaziergang nehmen wir uns diesmal nur einen kleinen Teil des Gartens vor um uns insbesonders den Clematis widmen. Ausgangspunkt der kleinen Runde ist der Silberhang hinter den Gewächshäusern. Nehmen Sie den Weg mitten durch den blühenden Lavendel und lassen Sie sich zur Einstimmung vom Duft und dem Summen zahlreicher Insekten betören. Kurz darauf tauchen Sie ein in das zauberhafte Reich der Clematis. Als erstes fällt der Blick auf die üppig hellblaue Clematis 'Perle d'Azur' und gleich daneben C. 'Rouge Cardinal', kombiniert mit C. versicolor. Ein paar Schritte weiter auf der rechten Wegseite umspielen sich eine Auswahl an unterschiedlichen Waldreben-Blüten.

Am Rande der Sammlung links des Weges können Sie sich an der Blütenfülle der C. viticella erfreuen und danach durch den Clematis-Tunnel wandern. Wieder im Hellen erblicken Sie die niedere, leicht duftende, C. 'Hendersonii' neben einer weiteren C. versicolor. Nun erreichen Sie ein kleines Plätzchen. Vor Ihnen leicht rechts ist eine C. pitcheri, kombiniert mit einer C. 'Mrs. Cholmondeley'. Im Hintergrund davon leuchtet die riesige weisse Blüte mit rosa Rand von C. 'Fond Memories'. Daneben die hellblaue C. 'Vanessa' mit der rosa-weissen C. 'Minuet' und noch ein Gestell weiter gibt es eine C. viorna mit ihren fast schon kitschigen Glöckchen. Durchschreiten Sie die beiden Gerüste, so stehen rechts einige staudig wachsende Waldreben, eingerahmt von verschiedenen Sterndolden (Astrantia), die auch viele andere der Clematis-Rabatten ausschmücken.

Als nächstes fällt eine weitere C. 'Minuet' ins Auge. Wer davor rechts abbiegt, kann die ungewöhnlichen, weisslichen Blüten der C. 'Kaiu' sehen und als Kontrast dazu die sehr dunkle C. 'Romantika'. Nun können Sie am  Klassiker C. 'Etoile Violet' vorbei, zurück auf den Weg, wo zahlreiche weitere Waldreben blühen. Besonders erwähnenswert sind hier C. campaniflora mit den zarten hellblauen Blümchen sowie als Gegenpart die leuchtend pinke C. 'Princess Diana', umspielt von der rosa C. 'Comtesse de Bouchard'.

Jetzt aber genug der Clematis! Um die kleine Runde abzuschliessen, wählen Sie den Weg nach unten Richtung Eingang St. Jakob. In der Rabatte an der Kreuzung umsummen Insekten die Elfenbeindistel (Eryngium giganteum) und gegenüber, auf der anderen "Strassenseite" zeigt eine Taglilie (Hemerocallis 'Dark Eyed Magic') ihre auffällige Blüte. Wer übrigens mehr Taglilien sehen möchte, sollte später noch einen Abstecher zum Irishang unternehmen. Zuerst passieren sie aber den Schwerährigen Felberich (Lysimachia barystachys) neben dem Bergknöterich (Aconogonon 'Johanniswolke') und gegenüber den Strandflieder (Limonium platyphyllum und Goniolimon tataricum) sowie eine frühe Aster (Aster x frikartii 'Wunder von Stäfa'). Schliesslich erreichen Sie den Hofplatz. Der üppig blühende Bauerngarten links neben dem Pächterhaus bildet den fulminanten Abschluss dieses Hochsommerspaziergangs.

Ganzblättrige Waldrebe (Clematis integrifolia)
Glockenblütige Waldrebe (Clematis campaniflora)
Taglilie (Hemerocallis 'Dark Eyed Magic')
Frikarts Aster (Aster x frikartii 'Wunder von Stäfa') und Strandflieder (Goniolomon tataricum)

Blütenspaziergang im Juni

Der Juni ist bekanntlich ein blühfreudiger Monat. So finden Sie momentan auch in den Merian Gärten zahlreiche Blüten, egal wo der Weg Sie hinführt. Was für den Juni jedoch eher untypisch ist, sind blühende Gehölze. Deshalb sollen sie in diesem Spaziergang besonders thematisiert werden. Start ist im Rhododendrontal, denn hier blühen tatsächlich noch ein paar Sträucher. Beim erhöhten Sitzplatz Rhododendron pemakoense, gleich beim Eingang eine Weisse Duft-Azalee (Rhododendron arborescens x viscosum) und ein paar Schritte weiter ein Berglorbeer (Kalmia latifolia). Folgen Sie nun kurz dem Dyych und nehmen dann den Weg links nach Oben. Gehen Sie in Richtung Villa, unter den Blutbuchen durch, so erreichen Sie linkerhand eine aufblühende Strauchkastanie (Aesculus parviflora). Weiter führt der Weg zum leicht erhöhten Sommersitzplatz. Hier blühen gleich mehrere Gehölze: Blumenhartriegel (Cornus kousa ssp. chinensis 'China Girl' und Cornus kousa 'Milky Way'), Eichenblättrige Hortensien (Hydrangea quercifolia 'Sike's Dwarf') und Pfeifensträucher (Philadelphus 'Belle Etoile').

Als nächstes geht es zum Irishang, wo mehrere Cistrosen (Cistus laurifolius) blühen. Dann nehmen Sie den Weg zum Nutzpflanzengarten und führen Ihre Schritte auf den Platz vor den Gewächshäusern. Zwei Wahnsinns-Kletterrosen werden Ihnen gleich ins Auge fallen: Rosa wichuraiana x crimson 'Evangeline' und Rosa 'Bobby James'. Links davon leuchtet sonnengelb der Binsenginster (Spartium junceum). Entlang des Folienhauses gibt es momentan zahlreiche verholzende Kletterpflanzen in Blüte. Zum Beispiel die Seidenrebe (Periploca graeca), die Kiwi (Actinidia arguta 'Issai') und das Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum 'Serotina').

Über den Silberhang erreichen Sie die Clematissammlung, wo es ebenfalls immer etwas zu entdecken gibt. Nebst einigen Clematis im Moment auch viele Kletterrosen. Durch die Pfingstrosensammlung und vorbei an üppigen Rosen gelangen Sie schliesslich auf den Hofplatz Vorder Brüglingen mit mehreren stattlichen Linden. Unter deren unauffälligen, aber fantastisch duftenden Blütenpracht können Sie nun den Spaziergang ausklingen lassen.

Blumenhartriegel (Cornus kousa ssp. chinensis 'China Girl')
Cistrose (Cistus laurifolius)
Seidenrebe (Periploca graeca)
Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum 'Serotina')

Blütenspaziergang im Mai

Willkommen zum Maispaziergang der bei der Pfingstrosensammlung startet. Hier blühen momentan die Strauchpfingstrosen sowie einige Pfingstrosen-Arten. Auch die Rosenhecke beginnt ihre Knospen zu öffnen. Ein paar Schritte weiter, auf dem Blumenrasen bei den Clematis, macht der Milchstern (Ornithogalum umbellatum) seinem Namen alle Ehre. Auch einige der Clematis zeigen erste Farben, so zum Beispiel solche aus der Montana-Gruppe oder Clematis alpina. Nun nehmen Sie den Weg über den Silberhang. Das erste Mal so richtig üppig blüht der Flieder 'Hever' (Buddleja x pikei 'Hever') und gleich daneben ein Brandkraut (Phlomis bourgaei).

Als nächstes lenken Sie ihre Schritte hinter die Gewächshäuser. Eine gelb leuchtende Ampelpflanze springt dort sofort ins Auge: Es handelt sich dabei um eine Sorte der Nachtkerze (Oenothera 'African Sun'). Im Nutzpflanzengarten angekommen lohnen der Sauerdorn (Berberis vulgaris), die Einbeere (Paris quadrifolia) und die Jakobsleiter (Polemonium caeruleum) eine nähere Betrachtung.

Bei den Iris sind die ersten hohen Bartiris aufgeblüt. Infolge des kalten Wetters verzögert sich aber die Hauptblüte noch etwas. Dafür gibt es mehrere mittelhohe Bartiris im Hang sowie einige Iris-Wildarten zu bewundern. Dazu Schönheiten wie die Camassie (Camassia quamash) oder die Junkerlilie (Asphodeline lutea).

Gehen Sie nun weiter zur Villa. Beim neuen Sommersitzplatz erfreut die Kombination von Gekerbter Deutzie (Deutzia crenata 'Nikko'), Ruprechtskraut (Geranium robertianum 'Album') und Schneeball (Viburnum opulus 'Roseum'). Auch in den folgenden Rabatten gibt es dezente Blütenfreuden wie das Salomonssiegel (Polygonatum multiflorum) zu sehen.

Folgen Sie dem Weg bis zum Wald und nehmen Sie einen der Zickzack-Wege nach Oben. Dort wenden Sie sich dann zurück in Richtung Vorder Brüglingen. Eine Option wäre, zuerst einen Umweg über das immer noch schöne Rhododendrontal zu unternehmen. Bei den Schmetterlingsblütlern findet dann der nächste Blütenhalt statt. Österreichischer Geissklee (Cytisus austriacus), Schuppige Petterie (Petteria ramentacea) oder Purpur-Zwergginster (Chamaecytisus purpureus) und vieles mehr erfreuen den Betrachter. Wer den Spaziergang fortsetzte möchte, kann nun an der Villa vorbei zum Dych hinunter gehen. Folgen Sie diesem bis zum Asternhügel, so durchschreiten Sie die zauberhafte Kombination von Wilder Mondviole (Lunaria rediviva), Bärlauch (Allium ursinum) und austreibendem Farn um dann zu einer Gruppe der Kriechenden Gämswurz (Doronicum pardalianches) zu gelangen. Zu guter Letzt geniessen Sie den Rückweg zum Eingang St. Jakob in Begleitung einer lieblichen Rabatte.

Pfingstrose (Paeonia 'Claire de Lune')
Einbeere (Paris quadrifolia)
Jakobsleiter (Polemonium caeruleum)
Wilde Mondviole (Lunaria rediviva)

Fünf neue Säuleneichen beim Jurablick

Beim "Jurablick" auf dem Hochplateau wurden 5 Säuleneichen (Quercus robur 'Fastigiata Koster') gesetzt. Diese ersetzen die geschwächten Rosskastanien, die auch aufgrund der Sicherheit und ihrer Nähe zum Sitzplatz, im Winter gefällt wurden. Säuleneichen ertragen die an dem Standort herrschende Wärme und Trockenheit besser. Ausserdem entspricht ihre Wuchsform der historischen Gestaltung: dieser Sitzplatz ist sehr alt und war ursprünglich mit schmalwüchsig, hochwachsenden Bäumen eingefasst.

Um die neuen Eichen am richtigen Ort platzieren zu können, mussten die alten Wurzelstöcke maschinell ausgefräst und anschliessend die Pflanzlöcher von Hand ausgehoben werden. Der steinige Boden und die noch vorhandenen Wurzeln verlangten unserem Team körperlich einiges ab.

Die Bäume wurden mit LKW und Kran von der Baumschule geliefert. Um die wertvolle Wiese auf dem Hochplateau zu schonen, wurden die Bäume auf ein leichteres Fahrzeug umgeladen und zum Sitzplatz transportiert und gepflanzt.

Zu guter Letzt haben wir den Mergelbelag noch erneuert und freuen uns jetzt über den ganz neuen Jurablick.

Blütenspaziergang im April

Der Aprilspaziergang startet vor dem Tor zur Villa Merian. Finden Sie die blühende Hanfpalme? Gleich hinter dem Tor geht es dann so richtig los. Verschiedene Schneebälle (Viburnum) machen hier ihrem Namen alle Ehre, dazu die Cyclamineus-Narzisse 'Toto' und das weisse Gedenkemein (Omphalodes verna 'Alba'). Auch Burkwoods Duftblüte (Osmanthus x burkwoodii) erfreut gerade Auge und Nase. Überhaupt duftet es herrlich in dieser Ecke. Untermalt wird die Stimmung noch von mehreren Sorten des Busch-Windröschens (Anemone nemorosa). In der Rabatte auf der gegenüberliegenden Wegseite steht eine ansehnliche Gruppe des Hundszahns (Erythronium 'Pagoda'). Und nur ein paar Schritte weiter blüht in der Wiese ein Meer der Dichter-Narzissen (Narcissus poeticus).

Folgen Sie nun dem Weg gerade aus, bis er nach Unten, ins Rhododendrontal führt. Täglich erblühen hier jetzt einige weitere Rhododendren. Aber auch im "Unterholz" gibt es einiges zu sehen. Zum Beispiel die Elfenblume (Epimedium 'Enchantress'), das Ahornblatt (Mukdenia rossii) oder die Finger-Zahnwurz (Cardamine pentaphyllos).

Dem Dych entlang geht es weiter über die Brücke, vorbei an blühenden Hainbuchen (Carpinus betulus) zum Arzneipflanzengarten. Sofort ins Auge fallen hier mehrere Gruppen der Gewöhnlichen Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) und in den Beeten im Übergang zum Beerengarten blühen die ersten Erdbeeren. Nehmen Sie darauf die nächste Brücke und folgen Sie weiter dem Dych. Der Weg wird hier von der relativ unauffälligen Blüte der Hänge-Segge (Carex pendula) begleitet. Beim Asternhügel sollte unbedingt ein grösserer Halt einberechnet werden, denn hier blühen zahlreiche Tulpen und Narzissen. Speziell erwähnenswert sind ausserdem das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides 'Prinz Eugen') und in der Wildhecke nebenan die Traubenkirsche (Prunus padus).

Zum Schluss, sollten Sie unbedingt noch die Clematissammlung besuchen. Hier blüht zwar noch wenig, aber die Ausnahme - Armands Waldrebe (Clematis armandii)- ist allemal ein Besuch wert. Auf dem Rückweg könnten Sie dann über den Silberhang flanieren und sich an den Frühlingssternen (Tristagma uniflorum 'Wisley Blue') und Kugelblumen (Globularia in Arten) erfreuen.

Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris)
Rhododendron (Rhododendron hemitrichotum x ?)
Armands Waldrebe (Clematis armandii)
Wald-Tulpe (Tulipa sylvestris)

Überraschung in 15 Metern Höhe

Unser alter Götterbaum im Englischen Garten wurde bei einem Sturm Anfang Jahr beschädigt. Ein grosser Ast brach aus. Um die Sicherheit zu gewährleisten und den Baum wieder ins Gleichgewicht zu bringen wurde nun unter fachkundiger Leitung von den Baumpflegern von Tilia ein sehr starker Rückschnitt vorgenommen.

Bei der Arbeit auf der Hebebühne erwarteten uns einige Überraschungen. Denn: die vielen Risse und Löcher in dem alten Baum sind wunderbare Höhlen und daher von Tieren bewohnt. So entdeckten wir viele Vogelnester, ein Eichhörnchennest sowie ein leeres Bienennest mit perfekten Waben, welches unsere Imkerin nun genauer anschaut. In den vielen Faulstellen fanden wir Käferlarven. Eine Käferspezialistin bestimmt jetzt die genaue Käferart. Die grösste Überraschung aber war die Nilgans, die im grossen Loch vom abgerissenen Ast auf ihrem Nest Eier ausbrütet - in 15 Metern Höhe. 

Im Moment sieht der arme Götterbaum etwas mitgenommen aus. Doch wir hoffen, dass er durch den Eingriff nun wieder zu mehr Vitalität kommt und nun einige Jahrzehnte weiterlebt! 

Blütenspaziergang im März

Start des Märzspaziergangs ist beim St. Jakob-Eingang. Gehen Sie, begleitet von einigen Niesswurzen, den mäandrierenden Weg hoch. Am Asternhügel leuchten bereits viele Narzissen sowie der Lerchensporn (Corydalis solida). Beim Hof angekommen, wählen Sie den Weg rechts vor dem Ökonomiegebäude. Dann weiter zwischen den Hecken hindurch bis zum Hangfuss. In der nächsten Wegverzweigung Richtung Irissammlung blüht die Kretische Schwertlilie (Iris unguicularis) zwar seit dem Spätherbst, aber noch nie so üppig wie jetzt. Im Irishang erfreuen die Kombination von verschiedenen Zwiebeliris (Iris reticulata) und Traubenhyazinthe (Muscari) und auf der anderen Wegseite die Zwerg-Kaiserkrone (Fritillaria raddeana).

Bereits von weitem sichtbar, steht die grosse Kornelkirsche (Cornus mas) vor der Villa Merian in voller Blütenpracht. Aber auch daneben erfreuen mehrere Pflanzen das Auge. Insbesondere die Schweifähre (Stachyurus praecox) und zwei Arten der Scheinhasel (Corylopsis pauciflora, C. spicata), untermalt von verschiedenen Zwiebelpflanzen und bereits aufblühenden Bodendeckern. Folgen Sie nun dem Dych in Richtung Rhododendrontal. Haben Sie schon einmal gesehen, wie die Eibe (Taxus baccata) blüht? Kurz vor dem "Tal" können Sie momentan ein solches Exemplar bestaunen. Ein paar Meter weiter dem linken Weg folgend, blühen die ersten beiden Azaleen (Rhododendron dauricum) und gleich gegenüber dem Ausgang der Farnblättrige Lerchensporn (Corydalis cheilanthifolia).

Falls Sie noch Lust auf mehr haben, gehen sie dem Dych entlang zurück, nehmen die Brücke, passieren das Lehmhaus und durchqueren den Arzneipflanzengarten. Hinter dem Beerengarten säumen mehrere Kätzchen behangene Weiden (Salix) den Mühledych. Auf der anderen Seite der Brücke die besonders erwähnenswerte Schwarzblühende Weide (Salix melanostachys) welche zusammen mit den Blüten der Pestwurz (Petasites hybridus) fast schon ein bizarres Bild abgibt. Zum Schluss gehen Sie wieder hoch auf den Hauptweg und flanieren entlang des Anemonengeschmückten (Anemone blanda) Rasens zurück zur Villa.

Zwiebeliris (Iris reticulata-Hybride)
Schweifähre (Stachyurus praecox), Hintergrund: Chinesische Stechplame (Ilex cornuta)
Eibe (Taxus baccata)
Weide (Salix)

Blütenspaziergang im Februar

Der Februar-Spaziergang beginnt bei der Villa Merian. In den Rabatten finden sich bereits etliche Frühlingsblüher. So zum Beispiel verschiedene Nieswurze (Helleborus orientalis-Hybriden), verwilderte Schneeglöckchen (Galanthus) und ein Teppich voller Frühlings-Alpenveilchen (Cyclamen). Um den Sommersitzplatz herum blühen mehrere Fleischbeeren (Sarcococca x confusa).

Wenn Sie nun dem Mergelweg zur Irissammlung folgen, begegnen Ihnen verschiedene Schneeglöckchen. Auf der inselartigen Rabatte im Rasen zum Beispiel die Sorten 'Viridapice', 'S. Arnott' und 'Atkinsii', aber auch einige weitere Arten und Sorten.

Über die Holzbrücke geht es dann zum Asternhügel in Vorder Brüglingen. Von den Astern ist in dieser Jahreszeit natürlich nichts zu sehen. Dafür leuchtet der Hügel gelb von Winterlingen (Eranthis hyemalis). Als Gegenstück dazu ist der Rasen auf der gegenüberliegenden Wegseite voll mit verschiedenen Krokussen. Und wenn Sie den Weg Richtung Pfingstrosen, Clematis und schliesslich zum Silberhang wählen, begegnet Ihnen dieser Frühlingsbote - nebst anderen bereits erwähnten - immer wieder in den unterschiedlichsten Ausführungen. Wer nun noch nicht genug hat, kann den Hauptweg entlang zurück zur Villa flanieren, denn auch dieser wird von zarten Krokussen flankiert. Der Frühling ist im Anmarsch!

Nieswurz (Helleborus orientalis-Hybride)
Alpenveilchen (Cyclamen)
Winterling (Eranthis hyemalis)

Neue Obstbäume auf der Schafweide

Auf der Schafweide haben wir vier unserer alten Zwetschgenbäume gefällt. Die bestehenden alten Bäume mit Totholzanteil bieten vielfältigen Lebensraum und bereichern die Biodiversität. Die jungen Bäume sichern die Zukunft unseres Obstgartens. Um die Obstartenvielfalt zu erhöhen, pflanzen wir Apfel- und Reineclaudebäume.

Blütenspaziergang im Januar

Der Januarspaziergang startet auf dem Hofplatz Vorder Brüglingen. In einigen Kübeln versuchen Stiefmütterchen und Gänseblümchen der Winterkälte zu trotzen. Wenn Sie nun den Durchgang zur Pfingstrosensammlung nehmen, wird dieser zwar nicht von Blüten gesäumt, dafür aber von den flauschigen Samenständen der Clematis kombiniert mit Hagenbutten. Folgen Sie dem Weg in Richtung Clematissammlung. Die Gehölzgruppe am Wegkreuz vor der Sammlung besteht aus verschiedenen Pflanzen, welche in der kalten Jahreszeit blühen. Momentan ist gerade die Zaubernuss (Hamamelis mollis) sehenswert. In der Sammlung selber blühen, mittlerweile unter der Abdeckung mit Tannästen, immer noch mehrere Sorten der Balearischen-Waldrebe (Clematis cirrhosa). Fast auffälliger sind zurzeit aber die Schneeglöckchen und die Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) darunter.

Nehmen Sie jetzt den Weg über den Silberhang zur Irissammlung. Rechts beim Steingarten blühen da die ersten Zyklamen (Cyclamen coum). Weiter geht es zur Villa, vorbei an der weiterhin blühenden Winterblüte (Chimonanthus praecox), wo in der Rabatte hinter dem Tor bereits eine Duftende Nieswurz (Helleborus odorus)aufgeblüht ist. Ausserdem gibt es weitere Zyklamen zu sehen. Nutzen Sie auch die Gelegenheit, sich ihre wunderschönen Blätter mal etwas genauer anzusehen.

Ein paar Schritte weiter, in der Rabatte auf der linken Seite, erfreut das Vorfrühlings-Geissblatt (Lonicera x purpusii) mit den ersten, zaghaften Blüten. Bald schon wird uns der Duft von vielen weiteren betören.

Zaubernuss (Hamamelis mollis)
Balearische-Waldrebe (Clematis cirrhosa 'Freckles')
Duftende Nieswurz (Helleborus odorus)

Blütenspaziergang im Dezember

Da es vor wenigen Tagen zum ersten richtigen Frosteinbruch gekommen ist, sind die Blüten nicht gerade zahlreich gesät. Deshalb soll sich der Spaziergang diesmal einem anderen Thema widmen: Den wintergrünen Pflanzen. Denn hier gibt es einige Exemplare worauf sich ein Extrablick lohnt.

Wer zahlreiche Wintergrüne auf kleinem Raum bestaunen will, ist im Rhododendrontal an der richtigen Adresse. Beginnend beim Eingang den Weg rechterhand nehmend, können Sie nach der Kurve schon so einiges entdecken. So zum Beispiel die Henne mit Küken (Tolmiea menziesii), welche so heisst, weil aus der Blattspreite junge Blätter wachsen können. Gegenüber steht die gekräuselte Form des Hirschzungenfarns (Aspelenium scolopendrium 'Cirspum'). Im ersten kleinen Verbindungsweg finden sich weitere Farne wie der Tsushima-Schildfarn (Polystichum tsus-simense) oder der Farnblättrige Lerchensporn (Corydalis cheilanthifolia), welcher zwar kein richtiger Farn ist, aber ähnlich aussieht.

Beim nächsten Verbindungsweg steht gleich bei der Einmündung der Schlangenbart (Ophiopogon planiscapus 'Nigrescens'). Nebst seinem schwarzen Laub hat er auch Beeren vorzuweisen. Ein paar Schritte weiter folgen dann weitere Farne, wie die seltsam wachsende Sorte 'Cristatum' der Hirschzunge (Asplenium scolopendrium) oder der Borstige Schildfarn (Polystichum setiferum 'Proliferum'). Dort, wo der kleinere Weg am anderen Ende wieder in den Grösseren übergeht, steht eine Gruppe der Geschwänzten Haselwurz (Asarum caudatum).

Nun können Sie dem Weg zurück zum Eingang folgen, vorbei an Rippenfarn (Blechnum spicant) und Asiatischem Karottenfarn (Onychium japonicum). Wer jetzt noch Lust hat, kann über das Hochplateau zur Villa weitergehen. Einige der einheimischen Gehölze tragen noch Beeren, im Pleasure Ground blühen die Haselsträucher und neben der Villa der Lorbeerblättrige Schneeball (Viburnum tinus). Ausserdem begegnen Ihnen weitere Blüten im Irishang bei der Winterblüte (Chimonanthus praecox) und noch immer bei der Bergenia 'Herbstblüte'  auf dem Hofplatz in Vorder Brüglingen.

Henne mit Küken (Tolmiea menziesii)
Haselstrauch (Corylus avellana)
Winterblüte (Chimonanthus praecox)
Bergenie (Bergenia 'Herbstblüte')

Blütenspaziergang im November

Der Novemberspaziergang startet beim Eingang St. Jakob und führt quer durch die Gärten. Noch vor dem Tor, zwischen der violetten Aster 'Ezo Murasaki', strecken die ersten Schneeglöckchen (Galanthus elwesii-Hybriden) ihre Köpfchen gen Himmel. Nach Durchschreiten des Tors nehmen Sie die rechte Abzweigung und schlendern zur Clematissammlung. Auch hier gibt es bereits Schneeglöckchen, umspielt von den schon seit Monaten blühenden Sterndolden (Astrantia major in Sorten). Die Attraktion bilden aber momentan zwei Clematis cirrhosa. Solange das Wetter mild bleibt, können sie in voller Pracht bestaunt werden. Mit Temperaturumbruch bekommen sie eine Decke aus Tannästen.

Auch Früchte erfreuen im November das Herz. So zum Beispiel die Mispel (Mespilus germanica), welche Sie bewundern können wenn Sie den kleinen Durchgang Richtung Gewächshäuser nehmen und dann dem schmalen Weg im Hang folgen. Weiter geht es zur Irissammlung, wo in der Verzweigung die Pflanze des Monats (Iris unguicularis) blüht. Nur wenige Schritte weiter an der nächsten Verzweigung zeigt sich dem erhobenen Blick die sehenswerte Frucht des Taschentuchbaums (Davidia involucrata var. vilmoriniana).

Wer Stiefmütterchen mag, kann seinen nächsten Halt beim Rondell vor der Villa Merian machen. Auch in der Rabatte hinter dem Tor blüht es unermüdlich. Hier insbesondere der Herbst-Eisenhut (Aconitum carmichaelii 'Arendsii'), die Prachkerze (Gaura lindheimeri) und die Kleinblütige Bergminze (Calamintha nepeta 'Triumphator'), welche nun ihre Farbe von weiss nach blau gewechselt hat. Dahinter die Scharlach-Fuchsie (Fuchsia magellanica).

Der Pleasure Ground bietet momentan ein ganz besonderes Spektakel. Im Rasen wimmelt es förmlich von verschiedensten Pilzen. Zum Schluss nehmen Sie den Weg zum Rhododendrontal. Immer noch blühen hier mehrere Rhododendron sowie der Kletternde Fingerrauch (Dactylicapnos macrocapnos) und die Krötenlilie (Tricyrtis formosana x hirta).

Clematis cirrhosa
Mispel (Mespilus germanica)
Pilze im Pleasure Ground
Kletternder Fingerrauch (Dactylicapnos macrocapnos)

Blütenspaziergang im Oktober

Der Oktoberspaziergang steuert drei besonders sehenswerte Standorte an. Die Wege dazwischen haben zwar auch noch ein paar Blüten vorzuweisen, aber die Zeit der üppigen Blumenbouquets ist für dieses Jahr vorbei.

Gestartet wird gleich am ersten besonderen Plätzchen - im Rhododendrontal. Das fantastische Blau der beiden Isodon-Arten: Isodon rubescens und Isodon effusus leuchtet hier momentan aus allen Lücken zwischen den Gehölzen. Ergänzt werden sie durch die weisse Blüte des Herbst-Steinbrechs (Saxifraga serotina 'Maigrün'), die rosa Krötenlilie (Tricyrtis formosana x hirta) und einige Einzelblüten von nachblühenden Rhododendron.

Der nächste unbedingt sehenswerte Standort ist das Salbei-Beet. Immer noch blühen hier zahlreiche Arten um die Wette, wie zum Beispiel Salvia greggii oder Salvia guaranitica. Dorthin gelangen Sie am schnellsten dem Dych entlang, rechts über die Brücke und weiter am anderen Ufer bis zum Lehmhaus.

Mit dem Fernziel Clematissammlung kann nun zum Beispiel der Weg durch den Alten Bauerngarten genommen werden. Hier blühen nebst Anderem noch eine Kardy und der Buchweizen. Etwas weiter, auf dem Hofplatz Vorder Brüglingen begegnen Ihnen die letzten Kübelpflanzen und am Eck zu den Gewächshäusern blüht die Bergenie 'Herbstblüte'. Nun haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie folgen dem Hauptweg Richtung St. Jakob und erfreuen sich an den letzten, den Weg begleitenden Astern und Anemonen, bis Sie dann links abbiegen und zu den Clematis hochgehen. Oder Sie spazieren durch den Nutzpflanzengarten, vorbei am eindrücklichen Reispapierbaum (Tetrapanax papyrifer) und der etwas zarteren Gossypium thurberi, sowie anschliessend durch den Silberhang mit einem feinen weissen Teppich vom Kriechenden Berg-Bohnenkraut.

Am Ziel angelangt leuchtet Ihnen von weitem die weisse Wolke der Rispenblütigen Waldrebe (Clematis terniflora) entgegen. Untermalt wird sie von verschiedenen Astrantien und von blauem Eisenhut. Hier endet der offizielle Spaziergang. Allerdings laden die jetzt stetig zunehmenden bunten Herbstfarben zu weiteren Entdeckungstouren ein.

Gossypium thurberi
Ananas-Salbei (Salvia elegans 'Scarlet Pineapple')
Buchweizen
Rispenblütige Waldrebe (Clematis terniflora)

Blütenspaziergang im September

Der Septemberspaziergang startet beim Eingang Neue Welt. Zwischen einzelnen, in herbstlicher Nachblüte stehenden Rhododendren, blühen wieder viele nicht alltägliche Pflanzen. So zum Beispiel die beiden winterharten Begonien (Begonia grandis ssp. sinensis und Begonia grandis 'Alba'), die Wachsglocke (Kirengeshoma palmata), der Teufelsabbiss (Succisa pratensis), die Liriope (Liriope muscari) und die Krötenlilie (Tricyrtis formosana x hirta).

Folgen Sie nun dem Dych bis zur Brücke und überqueren Sie diese um dann Richtung Lehmhaus zu spazieren. Gehen Sie daran vorbei bis zur Ummauerung des Arzneipflanzengartens. Dort leuchten verschiedene Salbei in bunten Farben um die Wette. Wer dann durchs Tor hinter die Mauer tritt, erlebt gleich nochmals ein farbenfrohes Bild. Einerseits von den bunten Rabatten mit exotischen Arzneipflanzen vor der Orangerie, andererseits von den Gemüse- und Zierpflanzen aus dem PSR-Sortiment. Besonders schön anzusehen ist in einigen Rabatten die Kombination von beidem.

Weiter geht's durch den Beerengarten, über die Brücke und dem Kanal entlang in nördlicher Richtung. Vorbei an den weissen Blüten der Silberkerze (Actaea cordifolia) erreichen Sie die Fuchsientreppe. Ergreifen Sie diese letzte Gelegenheit, um sich vor dem Einwintern ab Anfang Oktober, nochmals an den Fuchsien-Blüten zu laben. Umspielt werden diese von stattlichen Efeupflanzen, welche von hunderten Bienen umschwirrt werden. Zum Schluss empfiehlt sich ein Besuch des Asternhügels neben dem Pächterhaus. Täglich öffnen sich immer mehr der zahlreichen Korbblüten, bis die Symphonie in Rot- bis Blautönen etwa anfangs Oktober ihren Höhepunkt erreicht haben wird.

Winterharte Begonie (Begonia grandis ssp. sinensis)
Smirnows Rhododendron (Rhododendron smirnowii)
Fuchsie (Fuchsia 'Bon Accord')
Efeu (Hedera helix)

Blütenspaziergang im August

Der Augustspaziergang wird etwas überschattet von der grossen Trockenheit, welche uns seit Wochen in Atem hält. Dank regelmässiger Bewässerung gibt es aber trotzdem einige Blüten zu sehen. Der Spaziergang startet im Hof von Vorder Brüglingen wo bei den Kübelpflanzen immer irgendeine Blume zu entdecken ist. Gehen sie nun über die kleine Holzbrücke und den Hang hoch. Von weitem sticht hier schon die Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica) ins Auge. Nehmen Sie einen der Wege über den Irishang wieder nach Unten und gehen Sie Richtung Villa. Vorbei an den speziellen Samenständen des Blasenbaumes (Koelreuteria paniculata), durch das Tor, wo sie von einem unüberhörbaren Summen begrüsst werden. Die Prachtkerzen (Gaura lindheimeri) werden momentan umschwirrt von zahlreichen Bienen. Kombiniert mit Bergminze (Calamintha nepeta 'Triumphator') und Weisser Lichtnelke (Silene latifolia ssp. alba) ist diese Rabatte eine helle Schönheit. Eine weitere ansprechende Blütenkombination befindet sich in der Staudenrabatte hinter der Villa mit der Herbstanemone 'Pamina' und der weissen Waldaster (Eurybia divaricata).

Gehen Sie nun zur anderen Seite der Villa und nehmen Sie die beiden Treppen bis zum alten Bauerngarten. Entlang des Kanals leuchten zahlreiche Dahlien in bunten Farben. Weiter geht es über die Holzbrücke hinter den Beeren und dem Dyych entlang bis linkerhand die auffällige Amerikanische Kermesbeere (Phytolacca americana) auftaucht. Sie trägt an einem Blütenstand gleichzeitig Knospen, Blüten und Beeren. Etwas weiter blühen, nebst den Fuchsien auf der Treppe, einige der winterharten Sorten. Spazieren Sie weiter bis zum Hauptweg dem Sie dann nach Unten folgen. Die Rabatten entlang dieses Weges zieren wieder einige Blütenschönheiten. So zum Beispiel eine Kombination aus Frikarts Aster (Aster x frikartii 'Wunder von Stäfa'), Fetthenne (Sedum 'Red Cauli') und Bergminze. Oder der reichblühende Bergknöterich (Aconogonon 'Johanniswolke). Oder die Komposition in der Wegkreuzung aus Herbstanemone (Anemone hupehensis var. japonica 'Whirlwind'), Federborsten-Gras (Pennisetum alopecuroides 'Hameln') und Verbene (Verbena bonariensis).

An dieser Kreuzung führt der Weg weiter nach Oben zur Clematissammlung. Momentan sind hier viele der ungewöhnlichen Glöckchen-Formen zu sehen. Das Ziel des Spaziergangs sind die Gewächshäuser. Auf der Nordseite zwischen den beiden Glashäusern stehen, etwas verborgen, einige Passionsblumen (Passiflora) in Töpfen. Den Auffälligen Schlusspunkt bilden schliesslich an Schnüren hochgezogene Prunkwinden auf der Südseite.

Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica)
Weisse Lichtnelke (Silene latifolia ssp. alba)
Dahlie (Dahlia 'Purpurkönig')
Herbstanemone (Anemone hupehensis var. japonica 'Whirlwind') und Verbene (Verbena bonariensis)

Blütenspaziergang im Juli

Der Julispaziergang führt Sie für einmal nicht zu Taglilie und Clematis. Vielmehr entdecken Sie stachelige Blätter und borstige Blüten, bevölkert von Heerscharen (meist) ebenso stachelbewehrter Insekten.

Der Spaziergang startet gleich neben dem Pächterhaus in Vorder Brüglingen, bei verschiedenen Kugeldisteln (Echinops) im Asternhügel. Mit ihren runden Köpfchen fallen sie bereits von weitem ins Auge. Etwas weiter Richtung Eingang St. Jakob taucht bereits die nächste stachelige Schönheit auf –  das Riesen-Mannstreu (Eryngium giganteum). Nun müssen Sie eine etwas weitere Strecke zurücklegen. Hinter dem Feuchtbiotop bei der Irissammlung steht nämlich die einheimische Geschlitztblättrige Karde (Dipsacus laciniatus). Vielleicht wollen Sie auf dem Weg dorthin doch noch einen Blick auf die Clematis werfen?

Weiter geht's vor der Villa den Hang hoch zu den Schmetterlingsblütlern. In den letzten Jahren wurden diese mit den verschiedensten Mannstreu (auch Edeldisteln) kombiniert. Links im steinigen Teil befinden sich die Verschiedenblättrige Edeldistel (Eryngium variifolium) und die Flachblättrige Edeldistel (Eryngium planum). In der Rabatte etwas weiter oben rechts gibt es die Stinkdistel (Eryngium foetidum), die Anmutige Edeldistel (Eryngium venustum), die Bromelienblättrige Edeldistel (Eryngium bromeliifolium), das Yuccablättrige Mannstreu (Eryngium yuccifolium) sowie das Eryngium corniculatum (ohne uns bekanntem deutschen Namen). Natürlich dürfen ebenso die Schmetterlingsblütler etwas genauer unter die Lupe genommen werden. Nebst dem interessanten Blütenaufbau ziehen auch diese Pflanzen viele Insekten an.

Wenn Sie genug gesehen haben, nehmen Sie bei nächster Gelegenheit den Weg durch den Wald nach unten zum Pleasure Ground und hinter der Villa die Treppe hinunter bis Sie im Arzneipflanzengarten ankommen. Als erstes fällt hier der Blick auf eine weitere Kugeldistel (Echinops sphaerocephalus). Nicht zu übersehen sind ausserdem die Artischocken (Cynara scolymus) mit ihren riesigen, von Insekten umschwärmten Blüten. Etwas weiter Richtung Lehmhaus steht eine Eselsdistel (Onopordum acanthium). Als letzter kratzbürstiger Zeitgenosse auf diesem Spaziergang zeigt sich bei der Brücke hinter dem Beerengarten eine stattliche Klette (Arctium). Vielleicht wollen Sie nun doch noch die Taglilien besichtigen? Ab hier bestimmen Sie Ihren Weg wieder selber.

Geschlitztblättrige Karde (Dipsacus laciniatus)
Bromelienblättrige Edeldistel (Eryngium bromeliifolium)
Stinkdistel (Eryngium foetidum)
Artischocke (Cynara scolymus)

Blütenspaziergang im Juni

Der Junispaziergang startet nahe dem Treffpunkt in Vorder Brüglingen. Hinter der Gehölzgruppe befindet sich eine Staudenrabatte, welche momentan mit interessanten Blüten auftrumpfen kann. Als erstes das Scheibenschötchen (Peltaria alliacea) und die Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum 'Album'), dicht gefolgt vom Grauen Strandflieder (Gonilimon incanum). Gerahmt wird das Ganze von einem Sonnenröschen (Helianthemum 'Lawrenson's Pink').

Anschliessend gelangen sie über den Rasen zur kleinen Holzbrücke, an der die Palmlilien (Yucca filamentosa) aufblühen. Dahinter, fast ebenso auffällig, drei verschiedene Arten von Akanthus (Acanthus mollis, A.spinosus,A. hungaricus). Entlang der Irissammlung können Sie viele weitere Blüten bestaunen. So zum Beispiel die vom Zarten Federgras (Nassella tenuissima), von der Junkerlilie (Asphodeline liburnica), von der Fackellilie (Kniphofia ensifolia) sowie von zahlreichen Steppen-Iris (Iris spuria). Im Irishang zeigen sich ausserdem die ersten Taglilien (Hemerocallis).

Folgen Sie nun dem Weg oben am Irishang und gehen Sie weiter durch das schmiedeeiserne Tor, vorbei an den Schmetterlingsblütlern, wo die Fuchsbohnen (Thermopsis) gelb aus der Rabatte ragen. Obwohl die Wiesen grösstenteils verblüht sind, gibt es auf dem Hochplateau noch einzelne zartblühende Stellen mit der Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum ssp.latifolium) und der Wander-Bibernelle (Pimpinella peregrina).

Der pure Gegensatz dazu ist das Rhododendrontal. Wer es betritt, hat das Gefühl, in einen Dschungel einzutauchen. Überall ist es üppig grün von Farnen, Funkien und Co. Dazwischen leuchten an manchen Stellen weisse Blüten von verschiedenen Astilben, Fingerhut (Digitalis purpurea 'Alba'), Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata) und der letzten Azaleen.

Möchten Sie zum Schluss nochmals in eine vollkommen andere Welt eintauchen? Dann spazieren Sie dem Dych entlang zum Arzneipflanzengarten. Viele Pflanzen blühen dort bei fast schon Südländischem Klima um die Wette und wie das duftet! Bis Mitte Monat steht für Freunde des besonderen Dufterlebnisses zusätzlich die Duftlaube vom Jubiläums-Gartenfest Anfang Juni zur Verfügung. Also, Augen zu, Nase auf und tief inhalieren! Wer dann noch nicht genug hat, kann sich die Brom-, und Himbeeren im Beerengarten anschauen. Viele davon blühen -  und das zum Teil auf ungewohnte Art und Weise. Hier endet der offizielle Spaziergang, aber natürlich gibt es noch viele weitere Parkteile mit blühenden Schönheiten zu entdecken.

Acanthus spinosus
Peltaria alliacea
Himbeere 'Japanische Weinbeere'
Iris spuria 'Farolito'
Rhododendron viscosum
Filipendula ulmaria und Duftlaube
Codonopsis clematidea (zu finden im Asterhügel, nicht auf Spazierroute)
Helianthemum 'Lawrenson's Pink'

Blütenmeer auf der Iriswiese

Es ist wieder soweit! Rund 1500 Sorten der hohen und mittleren Bartiris blühen um die Wette und verwandeln die Rasenfläche in ein Blütenmeer. Bei schönem Wetter dauert diese Hauptblütezeit etwa 2 Wochen. Bei kühler Witterung könnte sie sich auch um ein paar Tage verlängern.

In Gärtnerkreisen ist mit Bartiris normalerweise keine Art gemeint, sondern Kulturformen (Sorten) welche aus verschiedenen Arten mit Bart entstanden sind. Die zahlreichen historischen Iris-Sorten auf dem Feld sind eingeteilt nach Züchtungsjahr, Farben und deren Abstammung von Wildarten. So kann gut die Entwicklung der Züchtungen im Laufe der Zeit studiert werden.

Blütenspaziergang im Mai

Momentan herrscht in den Gärten der helle Blütenwahnsinn! Das Rhododendrontal ist so üppig bunt wie schon lange nicht mehr. Man könnte fast meinen, es müsste den letztjährigen Frost-Flop kompensieren. Ausserdem hat sich die Blütezeit wegen des kalten Frühfrühlings etwas verzögert. In Vorder Brüglingen erblühen das Irisfeld, die Pfingstrosen und viele Clematis montana-Typen. Nicht zu vergessen die zahlreichen Blütensträucher und vieles mehr.

Nun macht es aber keinen Sinn, einen Blütenspaziergang in diese Gefilde vorzuschlagen. Ihre Schritte werden Sie automatisch dahin tragen. Viel mehr möchten wir Sie, wenn Sie denn schon da sind, darauf hinweisen, was es im Blütenmeer der Sammlungen zu sehen gibt, wenn Sie den Blick einmal etwas von der offensichtlichen Pracht abwenden.

Beginnen wir also bei den Pfingstrosen (auf dem Weg dahin sollten Sie unbedingt noch die Staudenrabatte am Hauptweg vom Eingang St. Jakob her passieren). Die Blütenpracht der Paeonien wird umspielt von Vielblütigen Rosen (Rosa multiflora), Weissdorn (Crataegus monogyna) und verschiedenen Akelei (Aquilegia).

Nur ein paar Meter weiter, in der Clematissammlung, gibt es weitere Farbtypen von Akelei zu sehen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht erkennbar ist, stammen beide Pflanzenarten aus derselben Familie (Ranunculaceae). An einigen Stellen ragen die sattblauen Blüten des Kriechenden Günsels (Ajuga reptans) zu Füssen der Kletterer empor. Einen anderen Günsel können Sie am Übergang zum Silberhang sehen, hierbei handelt es sich um den Genfer Günsel (Ajuga genevensis). Vor dem Gang zur Irissammlung, sollten Sie hier unbedingt eine weitere unauffällige Lippenblüte beachten: Die des Strauch-Gamanders (Teucrium fruticans). Von weitem ist diese nämlich kaum vom Laub zu unterscheiden.

Die Irissammlung wird nun täglich bunter. Am Wochenende sollte dann das Farbenmeer komplett sein. Nebst den historischen Sorten auf dem Feld blühen in der Umgebung auch zahlreiche Iris-Arten. Im Hang gibt es Weiteres zu sehen. Zum Beispiel eine Junkerlilie (Asphodeline lutea), ein Affodill (Asphodelus albus), verschiedene Zistrosen (Cistus) und die ersten, etwas unauffälligeren, Taglilien-Arten (Hemerocallis). Im Steingarten blüht eine Orangenblume (Choisya 'Aztec Pearl') und im Feuchtteil eine Grossfrüchtige Binsenlilie (Sisyrinchium macrocarpum).

Zum Schluss führt uns der Weg ins Rhododendrontal. Unter der Blütenpracht der Rhododendren und insbesondere Azaleen verbergen sich einige etwas zurückhaltendere Schätze. Wie etwa verschiedene Salomonssiegel (Polygonatum), die unter Blättern verborgene Blüte der Geschwänzten Haselwurz (Asarum caudatum), die gelbe Saruma (Saruma henryi) und die Blüte des Maiapfels (Sinopodophyllum hexandrum) zusammen mit seinem wundervollen Laub. Auch wenn es schwer fällt. Senken Sie also den Blick und machen Sie sich auf die Suche. Es lohnt sich!

Paeonia delavayi
Clematis montana 'Broughton Star'
Ajuga reptans
Teucrium fruticans
Sisyrinchium macrocarpum
Luftaufnahme vom Rhododendrontal
Asarum caudatum
Saruma henryi

Das 'Findelkind' blüht

Diese Bartiris-Sorte zeigt sein gelbes Leuchten jeweils etwa zwei Wochen vor dem grossen Blütenmeer auf dem Irisfeld.

Etwa um Auffahrt herum werden also voraussichtlich die rund 1500 Sorten Iris um die Wette blühen. Verpassen Sie das Spektakel nicht! Bei warmem Wetter oder viel Regen dauert die Hauptblüte nur zwei Wochen, bei kühler Luft etwas länger.

Rhododendrontal in Blüte

Blühender Höhepunkt im Zauberwald! Das Rhododendrontal blüht wieder und jeder Tag wartet mit neuen Farben auf.

Die Rhododendronsammlung beherbergt eine vielfältige Auswahl an robusten Arten, Hybriden und Sorten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem naturnahen Habitus sowie speziellem Laub und wird ergänzt durch ungewohnte Dufterlebnisse.

Die Kombination von zum Teil stattlichen Rhododendron und Azaleen mit einer Unterpflanzung aus schattenliebenden Stauden, verzaubert das Rhododendrontal während der Blütezeit in einen Märchenwald.

 

Blütenspaziergang im April

Der Spaziergang beginnt unterhalb des Spielplatzes, wo das Immergrün (Vinca minor) blüht. Folgen Sie dem Weg nach unten, vorbei an weissblühenden Schwarzdorn-Sträuchern (Prunus spinosa), über die Brücke in den Arzneipflanzengarten. Wer möchte, kann einen kurzen Blick auf die Kaninchen werfen. Einige Jungtiere entdecken momentan das Gehege. Im Arzneipflanzengarten blüht derweil direkt beim Tor eine Zahnwurz.

Gehen Sie nun am Lehmhaus vorbei und dem Busch-Windröschen-bewachsenen Ufer entlang Richtung Rhododendrontal. Hier blühen bereits einige prächtige Rhododendron wie eine Campanulatum-Hybride, R. 'Jacksonii' oder R. oreodoxa var. shensiense. Weiter geht's dem Weg neben dem Ausgang nach oben folgend, unter dem Bienenhaus vorbei und links des Pleasure Grounds zu den Staudenrabatten bei der Villa. Zahlreiche Geophyten erfreuen hier das Auge. Zum Beispiel die Engelstränen-Narzisse (Narcissus triandrus 'Thalia') oder das Zwillingsblatt (Jeffersonia diphylla). Dazu ist die Frühlings-Platterbse am Aufblühen. Am Villenvorplatz schliesslich kontrastiert das Gelb der Scheinhasel (Corylopsis pauciflora) mit dem Blau des Blausterns (Scilla siberica).

Die nächsten Blütenfreuden erwarten Sie links am Wegesrand der Irissammlung: Zahlreiche Narzissen in der Wiese gefolgt von Traubenhyazinthen im Irishang. Rechterhand gibt es eine grosse Fläche mit Knotenblumen (Leucojum aestivum). Etwas weiter, vor den Gewächshäusern, zeigt eine Magnolie (Magnolia x kewensis 'Wada's Memory') ihre weissen Sterne. Spazieren sie nun zum Silberhang, wo das Mandelbäumchen (Prunus dulcis 'Rosella') auf der einen Seite und die Zierkirsche (Prunus serrulata 'Takasago') auf der anderen rosa blühen. Auch hier gibt es einige Geophyten wie Tristagma uniflorum 'Wisley Blue' oder die Garten-Hyazinthe (Hyacinthus orientalis). Wer noch nicht genug davon hat, kann zum Schluss den Weg vom Eingang St. Jakob zu den Gebäuden von Vorder Brüglingen nehmen und sich an Anemonen, Schachbrettblumen und weiteren Hyazinthen laben.

Anemone nemorosa
Rhododendron oreodoxa var. shensiense
Corylopsis pauciflora
Magnolia x kewensis 'Wada's Memory'
Prunus spinosa
Fritillaria meleagris
Tristagma uniflorum 'Wisley Blue'
Jeffersonia diphylla

Blütenspaziergang im Februar

Der Februarspaziergang beginnt beim Eingang St. Jakob, vorbei an zahlreichen unbenannten Schneeglöckchen, bis zum Krokus-Teppich rechterhand auf dem Rasen. Nehmen Sie darauf den einmündenden Weg bis kurz vor die Clematissammlung. Im Wegkreuz stehen dort unauffällig blühende Eisenholzbäume (Parrotia) und etwas auffälligere Zaubernüsse (Hamamelis mollis). Schlendern Sie zwischen den Clematis weiter, so erfreuen Sie verschiedene Frühjahrsblüher wie Krokusse oder Lenzrosen.

Biegen Sie nun ab zum Silberhang und danach gleich wieder links, dann schreiten Sie direkt auf eine Frühlings-Kirsche (Prunus subhirtella) zu. Weiter geht es Hügel abwärts zu den Gewächshäusern, auf die gegenüberliegende Seite und in den Nutzpflanzengarten. In der rechten Ecke erblüht gerade der Japanische Papierstrauch (Edgeworthia tomentosa). Spazieren Sie nun hinter dem Garten durch, vorbei an einer Virginischen Zaubernuss (Hamamelis virginiana), zur Irissammlung. Im Steingarten erfreut nach einer kurzen Blühpause erneut die Kretischen Schwertlilie (Iris unguicularis). Im restlichen Irisgarten verteilt können Sie mehrere Schneeglöckchen Arten und Sorten entdecken sowie verschiedene Zwiebeliris (Iris reticulata Hybriden und Iris danfordiae). Auch die ersten Traubenhyazinthen (Muscari) recken ihre Köpfchen.

Die aufblühende Kornelkirsche weist Ihnen den Weg weiter zur Villa Merian. In den schattigen Rabatten rechts des Gebäudes zeigen sich zahlreiche Lenzrosen von ihrer schönsten Seite. Der Spaziergang ist an dieser Stelle beendet. Wer aber nicht genug hat, kann seinen Weg in Richtung Rhododenrontal fortsetzen. Am Ende dieses ebenfalls Schneeglöckchengesäumten Weges erwarten Sie die ersten einzelnen Rhododendronblüten dieses Jahres.

Hamamelis virginiana
Helleborus foetidus
Crocus
Edgeworthia tomentosa
Prunus subhirtella
Helleborus Hybride

Blütenspaziergang im Dezember

Um es vorweg zu nehmen, die Blütenfülle hält sich momentan in Grenzen. Wer viele "Blüten" sehen will, sollte seinen Spaziergang kurz nach der Morgendämmerung unternehmen und die Eisblumen bewundern.

Gestartet wird dieses Mal vor dem Pächterhaus in Vorder Brüglingen. Gleich gegenüber stehen einige blühende Bergenien (Bergenia 'Herbstblüte' und 'Doppelgänger'). Folgen Sie nun dem Weg Richtung Gewächshäuser, passieren Sie die strukturstarken Samenstände von Sedum 'Herbstfreude'. Hinter den Häusern begrüsst Sie dann ein Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) mit den ersten gelben Blüten.

Nur ein paar Schritte weiter, im Silberhang, gibt es so manches zu entdecken. Da blüht zum Beispiel der Strauch-Gamander (Teucrium fruticans). Des Weiteren erfreuen die Samenstände verschiedener Phlomis sowie unterschiedlichste behaarte Blätter, insbesondere im Raureif. Anschliessend lohnt sich ein Abstecher zu den Clematis, ganz besonders für Liebhaber flauschiger Samenstände. Schliesslich geht es weiter zum Nutzpflanzengarten. Gleich beim Heckendurchgang rechts hat der Japanische Papierstrauch (Edgeworthia tomentosa) bereits seine speziellen, perlmutfarbenen Blütenknospen entwickelt.

Verlassen Sie nun den Garten wieder am selben Ort und folgen Sie der Hecke Richtung Irissammlung. Auf der kleinen Felsnase rechterhand blühen die ersten Cyclamen (Cyclamen coum). Vorbei an der Gräserkulisse ist das nächste Ziel die Villa Merian, wo der Lorbeerblättrige Schneeball (Viburnum tinus) die ersten Blüten zeigt. Wer nun bereits kalte Finger hat, kann den Spaziergang mit einem warmen Getränk beenden.

Wer noch nicht genug hat, kann den Weg ins Rhododendrontal unter die Füsse nehmen. Diese Pflanzen haben bereits ihre Blütenknospen für nächsten Frühling angesetzt. Fast wie kleine Artischocken in allen Farbnuancen von Rot bis Grün sitzen sie an den Zweigspitzen. Welche Knospen gefallen Ihnen am besten? Merken Sie sich diese und lassen Sie sich im April überraschen, was aus ihnen geworden ist.

Clematis tibetana
Rhododendron 'Jacksonii'
Rhododendron smirnowii
Phlomis russeliana
Bergenia 'Herbstblüte'
Sedum 'Herbstfreude'
Teucrium fruticans
Jasminum nudiflorum

Blütenspaziergang im November

Die Blütenpracht für dieses Jahr ist vorbei. Nebst einigen blühenden Einzelkämpfern lädt dieser Spaziergang deshalb dazu ein, andere Schönheiten der Natur zu entdecken. Gestartet wird beim Eingang St. Jakob. In der Rabatte gleich dahinter blüht Aster ageratoides 'Edo Murasaki'. Nehmen Sie nun den Mergelweg in Richtung Clematissammlung. Unterwegs passieren Sie mehrere Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) mit ihren pinkorangen Früchten. In der Sammlung selber erscheint die Macchien-Waldrebe (Clematis cirrhosa) in voller Pracht. Weiter geht's zum Silberhang, wo viele Lavendel ihre letzten Blüten zeigen. Ein paar Schritte weiter, zu Beginn der Irissammlung, ist die Kretische Schwertlilie (Iris unguicularis) erblüht. Auch sonst gibt es im Steingarten einiges zu entdecken. So zum Beispiel die leuchtenden Beeren der Übelriechenden Schwertlilie (Iris foetidissima) und auf den grossen Steinen wachsen Pilze aus dem Moos. Etwas weiter, im feuchten Bereich, erfreut das Rosa der Sumpfgladiole (Hesperantha coccinea). Vorbei am farbenfrohen Wechselflor-Rondell erreichen Sie den neuen Sitzplatz mit Fuchsien (Fuchsia magellanica) und den roten Beeren der Chinesischen Stechpalme (Ilex cornuta). Gegenüber leuchtet das gelbe Laub der Ginkgo (Ginkgo biloba). Der Weg führt nun geradeaus zum Stammstück der gefällten Blutbuche. Dieses sollten Sie genauer unter die Lupe nehmen, denn es wimmelt hier von Moosen, Flechten und Pilzen. Ausserdem zeigt ein Efeu (Hedera helix) eine wunderschöne Winterfärbung.

Folgen Sie nun dem Zickzack-Weg geradeaus den Hang hoch. Kennen Sie den Gedenkstein für Christoph Merians Schwester? Auch auf ihm befindet sich eine wunderbare Mooslandschaft. Nehmen Sie jetzt den Weg oberhalb des Steins, erreichen  Sie den Jurablick. Weiter geht es runter ins Trockenbiotop vorbei an einem üppig mit Beeren überladenen, Sanddorn (Hippophae rhamnoides) und schliesslich ins Rhododendrontal. Hier ist vieles, was bereits im Oktober geblüht hat, in den letzten Zügen. Auch die Rhododendren und einige Azaleen mit langanhaftenden Blättern bereiten sich auf den Winter vor und beglücken unser Herz mit ihren warmen Winterfarben. 

Iris unguicularis
Iris foetidissima
Moos auf Gedenkstein
Hedera helix
Euonymus fortunei
Aster ageratoides 'Edo Murasaki'
Sumpfgladiole
Ilex cornuta

Blütenspaziergang im Oktober

An diesen wunderbaren Herbsttagen sollten Sie sich Zeit und Musse nehmen um das Rhododendrontal auf allen Wegen einmal zu durchschreiten. Auf Ihrem Spaziergang werden Sie zahlreichen Schönheiten begegnen. Zum Beispiel verschiedenen Arten von Isodon, dem Kletternden Tränenden Herz (Dactylicapnos macrocapnos), mehreren spätblühenden Funkien (Hosta), dem Oktober-Steinbrech (Saxifraga cortusifolia 'Rubrifolia')und dem Herbst-Steinbrech (Saxifraga fortunei 'Cheap Confections'). Lassen Sie den Blick aber auch mal nach Oben wandern, denn einige Rhododendren zeigen ebenfalls Blüte. Und als Bonus verfärben sich mit jedem Tag die Blätter der Tal-Bewohner stärker.

Natürlich müssen Sie Ihren Spaziergang nicht auf das Rhodododenrontal begrenzen. Die ganzen Gärten erstrahlen momentan in den schönsten Herbstfarben. Blütenfanatischen Personen empfehlen sich als weitere Ziele ein Besuch der vielfältigen Salbei vor dem Arzneipflanzengarten, der winterharten Fuchsien neben der Fuchsientreppe sowie der Herbstastern unterhalb des Pächterhauses.

Herbstlaub
Herbst-Steinbrech (Saxifraga fortunei 'Cheap Confections')
Strauchiger Salbei (Salvia leucantha 'Phyllis Fancy')
Salvua guaranatica
Fuchsie (Fuchsia 'Isis')
Smirnows Rhododendron (Rhododendron smirnowii)
Funkie (Hosta)

Blütenspaziergang im September

Startpunkt dieses Blütenspaziergangs ist der Aster-Hügel beim Pächterhaus in Vorder Brüglingen. Langsam beginnt sich dieser nämlich mit Farbe zu überziehen. Nehmen sie den kleinen Weg und tauchen sie ein ins Astermeer. Unten angekommen, steht in der Hausecke ein stattlicher Federmohn (Macleaya). Er ist zwar bereits verblüht, aber die Samenstände wirken auch alleine. Nun folgen Sie dem Dychuferweg. Als erstes passieren Sie dabei die winterharten Fuchsien und die Fuchsientreppe. Viele der Pflanzen zeigen eine üppige Blütenpracht. Etwas weiter leuchten die Kerzen der Silberkerze (Actaea cordifolia) gefolgt von den letzten Blüten des Kerzen-Wiesenknöterichs (Bistorta) und den dekorativen Samenständen des Goldbaldrian (Patrinia scabiosifolia). Gehen Sie nun über die Brücke in den Beerengarten. Zwischen den Beeren befinden sich auch Zierpflanzen, unter anderem ein Beet mit verschiedenen Pro Specie Rara-Astern und ein weiteres mit einer Hybrid-Strandnelke (Armeria maritima 'Ornament'). Am Beginn des Gemüsegartens leuchtet dunkelrote Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus 'König Theodor') und dem Kanal entlang erfreuen zahlreiche Dahlien mit ihren Blüten. Ein weiteres Blütenmeer zeigt sich vor dem Tor zum Arzneipflazengarten. Dieses besteht aus verschiedenen Salbei-Arten.

Weiter geht's beim Lehmhaus vorbei in Richtung Rhododendrontal. Nebst einigen Rhododendren mit herbstlichen Nachblüten ist anfangs Tal die wunderschöne Krötenlilie (Tricyrtis formosana x hirta) am Aufblühen. Sehr schön sind ausserdem die Liriope (Liriope muscari) und der Kletternde Fingerstrauch (Dactylicapnos macrocapnos).

Folgen Sie nun dem Weg nach Oben, unterhalb des Trockenbiotops durch bis zur Villa Merian. Die Staudenrabatten unter den grossen Blutbuchen warten mit einigen dezenten aber sehenswerten Blüten auf. Zum Beispiel von der Weissen Waldaster (Eurybia divaricata) oder der Wachsglocke (Kirengeshoma palmata). Zum Schluss tun Sie doch etwas für Ihre Beweglichkeit und beugen sich nieder, um die zarten Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium 'Album') unterhalb des neuen Sitzplatzes gebührend zu bewundern.

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus 'König Theodor')
Aster amellus 'Moerheim Gem' und 'Sonia'
Goldbaldrian (Patrinia scabiosifolia) mit Kerzen-Wiesenknöterich (Bistorta amplexicaulis 'Alba')
Liriope (Liriope muscari)
Dahlie (Dahlia 'Gelb-Orange von Menziken')
Fuchsie (Fuchsia 'Vielliebchen')
Moor-Salbei (Salvia uliginosa)
Krötenlilie (Tricyrtis formosana x hirta)

Blütenspaziergang im August

Startpunkt dieses Spaziergangs ist der Spielplatz. Gleich in der Hecke befindet sich ein Roseneibisch (Hibiscus syriacus 'Oiseau Bleu') in voller Blüte. Wenn Sie nun dem Weg nach Unten folgen, stehen links einige Lampionblumen (Physalis alkekengi var. franchetii) mit ihren auffallenden Früchten. Weiter geht es zum Bauerngarten, wo es zahlreiche blühende Zierstauden und Gemüsepflanzen gibt. So zum Beispiel die Sonnenblume 'Primrose' (Helianthus annuus), ein Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus 'Radiance'), ein Flaschenkürbis (Lagenaria sicenaria 'Kalebasse') und die äusserst wehrhafte Litschi-Tomate. Daneben sind auch die Dahlien wieder bunt erblüht. Nur ein Schritt weiter, im Arzneipflanzengarten, warten die nächsten Schönheiten. Da gibt es bienenumschwirrte Artischocken oder leuchtendroten Blutweiderich (Lythrum salicaria) und, und, und. Die Salbeirabatte ausserhalb der Mauer ist eine weitere Augenweide.

Nun können Sie den Weg dem Dyych entlang nehmen und erreichen so das Rhododendrontal. Nebst einige Funkien (Hosta) blühen hier die Liriope (Liriope muscari), die Wachsglocke (Kirengeshoma palmata), die winterharte Begonie (Begonia grandis ssp. sinensis) und einige Lilien (Lilium). Nehmen Sie den Weg nach Oben und folgen Sie ihm bis zur Villa. Unterwegs passieren Sie im Trockenbiotop einen Sanddorn, der üppig mit Beeren behängt ist. Bei der Villa schmückt sich momentan der neue, etwas erhöhte Sitzplatz mit Freiland-Fuchsien (Fuchsia magellanica 'Gracilis'), Rispenhortensie (Hydrangea paniculata 'Dart's Little Dot') und Kerzenknöterich (Persicaria amplexicaulis 'Alba'). In der Rabatte hinter dem Tor blüht eine Weisse Lichtnelke (Silenen latifolia ssp. alba).

Dem Wechselflor-Rondell vorbei folgen sie dem Hangfuss bis zur Irissammlung. Unterwegs treffen sie auf die Schopflilie (Eucomis comosa) und im Feuchtbereich auf weitere Blüten. Am Hang leuchtet pink die Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica). Sie ist einer der wenigen Bäume, die im Sommer blühen. Durch das kleine Wäldchen erreichen Sie die Gewächshäuser. Dahinter stehen und hängen Kübelpflanzen unterschiedlichster Art. Viele der Engelstrompeten (Brugmansia) erfreuen zurzeit das Auge. Gegenüber hängen unter Anderem Veronicastrum villosulum und die Bengalische Tagblume (Commelina benghalensis). Auch ein Blick in den Zwischengang der Gewächshäuser zu Passionsblumen und Prunkwinden lohnt sich. Über den Silberhang gelangen sie nun in die Clematissammlung, wo es immer was zu sehen gibt. Zum Schluss können sie dem schattigen Weg zum Eingang St. Jakob folgen. Entweder verlassen Sie hier die Gärten oder sie nehmen noch den Hauptweg und erfreuen sich an den zahlreichen Blütenstauden (z.B. Kerzenknöterich, Ballonblume und Herbstanemone) an seinen Rändern.

Basella alba 'Rubra'
Lilium speciosum (Sorte unbekannt)
Succisa pratensis
Hibiscus syriacus 'Oiseau Bleu'
Litschi-Tomate
Lagerstroemia indica
Passiflora aurantia
Physalis alkekengi var. franchetii
Dahlia 'Zakuro Hime'

Blütenspaziergang im Juli

Der Julispaziergang startet in der angenehm schattigen Clematissammlung. In Blüte können Sie hier Clematis hexapetala, C. 'Perle d'Azur', C. 'Minuet', C. pitcheri, C. 'Juuli' und viele mehr bewundern. Ein weiteres Muss in dieser Ecke ist der Silberhang, an welchem zahlreiche Lavendel mit ihrem Duft und der silberblauen Farbe betören. Dazu passend gibt es auch im Nutzpflanzengarten viele blühende und zum Teil auch duftende Schönheiten. Um nur einige zu nennen: Flachs (Linum usitatissimum), Skorpionsschwanz (Scorpiurus muricatus), Granatapfelbaum (Punica granatum), Ziest (Stachys officinalis) und Acker-Rittersporn (Consolida regalis). Vom Nutzpflanzengarten her sollten Sie einen kleinen Abstecher zum Wasserbecken mit Blick zur Villa machen. Hier stehen mehrere Kübel mit Korallensträuchern (Erythrina crista-galli).

Nehmen Sie nun den Weg durch das kleine Wäldchen und folgen Sie dem Iris-Hang bis zum zweiten kleinen Pfad der rechts nach Oben führt. Wer diesem folgt, schlendert zu Beginn unter dem Blätterdach eines Blasenbaums (Koelreuteria paniculata) durch. Dieser schmückt sich momentan mit feinen gelben Blüten. Im Hang selber präsentieren zahlreiche Taglilien (Hemerocallis) ihr Farbenspiel so wie eine grosse Gruppe Rostfarbiger Fingerhut (Digitalis ferruginea). Oberhalb des Hanges geht es weiter geradeaus dem Weg folgend bis zu den Schmetterlingsblütlern. Etwas versteckt kann hier blühendes Römisches Süssholz (Glycyrrhiza echinata) entdeckt werden, sowie die bei Käfern beliebte Bromelienblättrige Edeldistel (Eryngium bromeliifolium) und der skurrile Graue Bergfenchel (Seseli gummiferum).

Wandern Sie weiter auf dem Hochplateau, finden Sie im Trockenbiotop die letzten auffälligen Wiesenblüten. Durch diese Wiese gelangen Sie zur Abzweigung Richtung Rhododendrontal wo die Funkien (Hosta) blühen. Sehr hübsch anzusehen ist ausserdem der Schlangenbart (Ophiopogon planiscapus 'Nigrescens'). Wer noch nicht genug hat, kann nun dem Dyych entlang bis zur Orangerie wandern. Der Arzneipflanzengarten wartet mit Blüten in allen Farben und Formen auf und haben Sie sich schon mal darauf geachtet, wie der Flor von verschiedenen Gemüsen aussieht? Hier werden Sie fündig!

Waldrebe (Clematis hexapetala)
Skorpionsschwanz (Scorpiurus muricatus)
Rostfarbiger Fingerhut (Digitalis ferruginea)
Taglilie (Hemerocallis 'Crestwood Lucy')
Korallenstrauch (Erythrina crista-galli)
Lavendel (Lavandula angustifolia 'Irene Doyle')
Bohne 'Odessa'

Blütenspaziergang im Juni

Der Junispaziergang beginnt im Hof zwischen Pächterhaus und Berrischeune. Da stehen einige grosse Lindenbäume in voller Blüte und erfreuen insbesondere die Nase. Als erstes nehmen Sie nun den Weg Richtung Eingang St. Jakob. Die begleitende Rabatte ist momentan voll mit den unterschiedlichsten Storchschnabel-Blüten. So z.B. Geranium 'Patricia', G. 'Ivan' und G. sanguineum 'Album'. Dazwischen erfreuen ausserdem die Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata) und Hubrichts Blaustern (Amsonia hubrichtii) das Auge. Kurz vor dem Eingang geht es links aufwärts zur Pfingstrosensammlung wo immer noch einige Exemplare prächtig anzusehen sind. Hier und auch bei der nächsten Station, der Clematissammlung, blühen jetzt ausserdem die Rosen. Von den Clematis selber zeigen sich momentan zum Beispiel C. integrifolia, C. recta und C. 'Lasurstern' von ihrer Schokoladenseite.

Über den kleinen Weg durch die Strauchhecke erreichen Sie den Silberhang, wo speziell die verschiedenen Brandkräuter (Phlomis) ins Auge fallen. Weiter blühen die Kugelblume (Globularia punctata), die Italienische Moltkie (Moltkia suffruticosa) und der Schmalblättrige Sommerflieder (Buddleja alternifolia). Unter bunten Ampelpflanzen durch, gelangen sie nun in den Nutzpflanzengarten mit zahlreichen Blüten (z.B. Schwarzkümmel (Nigella sativa) oder Färbermeister (Asperula tinctoria)). Weiter geht's zur Irissammlung wo unter Anderem Iris spuria in zahlreichen Variationen blüht.

Die letzte Station dieses Spaziergangs befindet sich im alten Bauerngarten. Sie erreichen ihn über die Treppe beim PSR-Hauptsitz. Dort gibt es einerseits einige Rosen aus dem Sortiment von PSR, andererseits blühen viele Arzneipflanzen. Auf einem der Sitzbänke haben Sie die Möglichkeit den Spaziergang mit einer Pause im Blütenrausch zu beenden. Oder Sie machen auf eigene Faust weiter, denn es gibt in den restliche Gärten viele weitere Blüten zu sehen.

Rosa 'Maria Lisa'
Paeonia 'La Perle'
Papaver somniferum
Iris spuria Hybride
Buddleja alternifolia
Geranium 'Ivan'
Nigella sativa

Blütenspaziergang im Mai

Der Blütenspaziergang beginnt diesen Monat bei den Gewächshäusern. Einige Kletterpflanzen zeigen hier ihre Blüten. Darunter die Akebie (Akebia quinata) und das Jelängerjelieber (Lonicera caprifolium). Gegenüber zweitgenannter Pflanze kann nun der schmale Weg über den Hügel genommen werden. Eine kleine Abkürzung über den Rasen führt auf direktestem Weg zur aufblühenden Pfingstrosensammlung. Von da aus ist es nur ein Katzensprung in die Clematissammlung, wo momentan verschiedene Sorten der Clematis montana wunderschön anzusehen sind, so wie die aussergewöhnliche Clematis 'Zorero'. Der Gang über den Silberhang drängt sich von hier aus förmlich auf. Viele Bodendecker zeigen dort ihre unterschiedlichen Blautöne.

Nun stehen Sie wieder bei den Gewächshäusern. Etwas versteckt zwischen den Glashäusern und dem Folienhaus gibt es einen kleinen Zwischengang. In einem Kübel steht dort die hübsche Malva subovata. Als nächstes sollten Sie die Irissammlung besuchen. Der Blühhöhepunkt hat zwar noch nicht ganz begonnen, aber trotzdem gibt es, insbesondere am Hang, schon vieles zu sehen. Über den Hang geht es nun vorbei an blühenden Wiesen, weiter Richtung Hochplateau. Bei den Schmetterlingsblütlern sind zur Zeit Lupinen (Lupinus) und Fuchsbohnen (Thermopsis) eine Augenweide. Ausserdem können Sie an mehreren Orten verschiedene Wildrosen entdecken. Haben Sie schon mal gesehen, dass es mitten durchs Trockenbiotop einen Weg gibt? Ihm könnten Sie nun folgen und weitergehen ins Rhododendrontal. Leider hat der Frost hier einige Schäden hinterlassen, trotzdem zeigen aber mehrere Pflanzen noch ihren Flor. Ungewohnt anzusehen ist zum Beispiel Rhododendron groenlandicum.

Weiter geht's dem Dyych entlang, über die Brücke und hinter dem Lehmhaus vorbei. Unter einer Linde gibt es eine naturnahe Staudenpflanzung mit blühender Euphorbia cyparissias und Geranium 'Tiny Monster'. Als letzte Station auf dem Maispaziergang passieren Sie den Arzneipflanzengarten und betreten den Tierhof. Pflanzennachwuchs gibt es hier zwar keinen, dafür junge Kaninchen und frisch geschlüpfte Küken. Dieser Jö-Effekt lässt auch keinen Pflanzenliebhaber kalt.

Paeonia 'Starlight'
Clematis 'Zorero'
Wildrose
Nepeta x faassenii
Malva subovata
Lupinus

Iris 'Findelkind' bereits in Blüte!

Viel früher als gewohnt ist die Iris 'Findelkind' aufgeblüht. Wenn das Gelb dieser Iris sie aus den Reihen leuchten lässt wissen wir, dass die Hauptblüte bei den historischen Bartiris etwa 3 Wochen später starten wird. Nur ein Kälteeinbruch könnte dieses Ereignis allenfalls noch etwas nach hinten verschieben.

Blütenzauber im Rhododendrontal

Besuchen Sie in den nächsten Tagen das Rhododendrontal und erleben Sie es von seiner schönsten Seite. Die Rhododendren und Azaleen verwandeln diesen Gartenteil momentan in ein Feuerwerk aus bunten Blüten und teilweise spannenden Düften.

Aus Rücksicht auf das empfindliche Wurzelwerk der Rhododendren und auf die frisch austreibende Unterpflanzung bitten wir Sie zum Fotografieren auf den Wegen zu bleiben.

Blütenspaziergang im April

Es grünt und blüht überall! Vom Zentrum Vorder Brüglingen geht es zuerst den Hauptweg hinunter in Richtung St. Jakob. Vorbei an Hyazinthen im Rasen und den Staudenrabatten voll mit Schachbrettblumen (Fritillaria meleagris), Narzissen und vielem mehr. Begleitet werden sie von wunderbar blühenden Sträuchern wie zum Beispiel der Felsenbirne (Amelanchier canadensis). Kurz vor dem Ausgang nehmen Sie links den Weg bis zum Rasen hinter der Pfingstrosensammlung. Hier lohnt sich ein Blick auf den Amerikanischen Amberbaum (Liquidambar styraciflua), denn er ist voll mit unauffälligen, aber interessanten Blüten. Ein paar Schritte weiter, in der Clematissammlung, ist die exotisch anmutende Clematis armandii zu bewundern.

Nun geht's weiter zum Silberhang mit blühenden Weidenblättrigen Birnen (Pyrus salicifolia). Vorbei am leuchtend gelben Narzissenhang bis zur Irissammlung. Wer möchte, kann den kleinen Weg durch das Wäldchen nehmen. Dort verstecken sich einige Dreiblätter (Trillium), so wie das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides). Im Gebiet der Irissammlung überquillt es bereits vor interessanten Blüten. Im Steingarten sind dies zum Beispiel Alpen-Aurikel (Primula auricula), Iris unguicularis und Iris magnifica; entlang des unteren Weges Iris graeberiana und Iris tuberosa sowie verschiedene Primeln im Feuchtbereich.

Vorbei am bunten Wechselflor-Rondell geht es jetzt zu den Rabatten um die Villa Merian. Auch hier blüht es überall, wenn auch etwas weniger auffällig, denn die Farbgebung hier changiert zwischen Grüntönen, Weiss und gelblich. Dafür erfreuen viele der Pflanzen die Nase mit ihren Düften. So zum Beispiel Burkwoods Schneeball (Viburnum x burkwoodii) oder Burkwoods Duftblüte (Osmanthus x burkwoodii). Ohne nennenswerten Duft aber in ungewohnten Farben und Formen zeigen sich zahlreiche Busch-Windröschen- Sorten und auch die Breitblättrige Traubenhyazinthe (Muscari latifolium). Genau hinschauen lohnt sich!

Das absolute Muss als Abschluss dieses Spaziergangs ist natürlich das Rhododendron-Tal, in welchem bereits viele Rhododendren blühen und auch die Azaleen nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ergänzt werden sie mit zahlreichen Staudenschönheiten. Wenn Sie sich den Weg dorthin aber noch etwas verlängern möchten, wählen sie rechts von der Villa den Weg nach Oben und flanieren an den Schmetterlingsblütlern Richtung Hochplateau vorbei. Insbesondere der Judasbaum (Cercis canadensis) bietet Ihnen dort einen schönen Anblick.

Amerikanischer Amberbaum (Liquidambar styraciflua)
Iris tuberosa
Weidenblättrige Birne (Pyrus salicifolia)
Breitblättrige Traubenhyazinthe (Muscari latifolium)
Gelbes Windröschen (Anemone Ranunculoides)

Blütenspaziergang im März

Nun ist die erste Blütenfülle endlich da! Der Märzspaziergang beginnt beim Eingang Rhododendrontal von wo aus gleich der Weg rechterhand gewählt wird. Wer ihm durch die Rhododendren folgt kommt zuerst am Grossblättrigen Milzkraut (Chrysosplenium macrophyllum) und danach bereits an den ersten blühenden Rhododendren vorbei. Nun gehen Sie dem Dyych entlang, vorbei an der Villa und nehmen dann ab dem Platz vor dem Villentor den etwas ver-borgenen Weg rechts nach Unten. Etwas weiter vorne blüht entlang des Wassers die Pestwurz (Petasites hybridus). Wählen Sie weiter den Dyychufer-Weg, erreichen Sie an seinem Ende den Farbhügel mit unterschiedlichen Zwiebelpflanzen in Blüte.

Weiter geht es nun in Richtung Ausgang St. Jakob. In der Staudenrabatte rechterhand zeigen sich verschiedene Lenzrosen (Helleborus) von ihrer schönsten Seite. Auch einige Schneeglöckchen (Galanthus), Krokusse (Crocus) und Märzenbecher (Leucojum) begleiten Sie immer noch mit ihrer Blüte. Kurz vor dem Ausgang kann dem Weg links nach Oben bis zur Clematissammlung gefolgt werden. Hier blüht nämlich die Macchien-Waldrebe (Clematis cirrhosa). Nehmen Sie nun die kleine Abzweigung zum Silberhang. Das kleine Mandelbäumchen am Hang wird seine Pracht in den nächsten Tagen entfalten.
Wenn Sie hinter den Gewächshäusern durchgehen landen Sie in der Irissammlung, welche momentan vor Zwiebelpflanzen überquillt. Insbesondere verschiedene Zwiebeliris (Iris danfordiae, Iris reticulata) fallen auf. Auch gibt es nach wie vor schöne Schneeglöckchen-Sorten zu sehen. So zum Beispiel im Beet auf dem Rasen Galanthus nivalis 'Viridapice' mit grünen Blütenblättern.

Das letzte Wegstück führt jetzt zurück zur Villa. Vorbei an der wunderschönen Kornelkirsche (Cornus mas) und den Rabatten mit Scheinhasel (Corylopsis pauciflora), Lenzrosen (Helleborus) und Zyklamen (Cyclamen coum). Beim neuen Sitzplatz kann abschliessend die Schweifähre (Stachyurus praecox) besichtigt werden.

 

Blütenspaziergang im Februar

Infolge des kalten Wetters und des Schnees der letzten Tage gibt es bisher verhältnismässig wenige Blüten zu sehen. Aber die ersten Wagemutigen haben sich nun doch zumindest in die Startposition begeben.
Empfehlenswert ist ein Spaziergang durch das Gebiet der Irissammlung. Hier befinden sich nämlich auch die ersten Sorten der im Aufbau befindlichen Schneeglöckchensammlung. Einige dieser dezenten Schönheiten zeigen erste Blüten. Ebenfalls dort, am unteren Ende des Steingartens, haben sich die ersten Cyclamen-Blüten entrollt. Weitere Cyclamen sehen Sie, wenn Sie sich nun in Richtung Villa aufmachen, in der Rabatte gleich hinter dem Eingangstor. Am selben Ort strecken auch die ersten Helleborus ihre Köpfchen. Jedoch brauchen sie schon noch einige Tage Sonnenschein bis sie sich öffnen.
In der neuen Anpflanzung dahinter stehen mehrere Exemplare von Sarcococca hookeriana. Dieser kleine Strauch beginnt in den nächsten Tagen seinen betörenden Blütenduft zu verströmen.
Beim Zugang zum Café-Sitzplatz zeigen sich die ersten Blüten von Viburnum tinus. Die noch ungeöffneten rosa Knospen und die offenen Weissen ergeben ein kurzweiliges Bild. Unweit davon, in der anschliessenden Rabatte, befindet sich eine weitere Art von Sarcococca (Sarcococca pruniformis). Damit wäre der kurze winterliche Spaziergang bereits beendet und lässt uns auf einen baldigen Frühlingseinbruch hoffen.

Blütenspaziergang im Dezember

Infolge des Wetters ist dieser Dezember bisher sehr blütenarm ausgefallen. Was aber nicht heissen soll, dass es in den Merian Gärten nun langweilig ist. Denn auch mit nur wenigen Blüten gibt es noch viel Schönes zu sehen.

Ein Spaziergang könnte zum Beispiel vom Eingang Dreispitz her zuerst zu den Schmetterlingsblütlern führen. Hier zeigt der Stechginster (Ulex europaeus) dem Wetter trotzend einige zarte Nachblüten. Wenn Sie nun den Weg nach Unten nehmen und danach dem Hang zur Irissammlung folgen, passieren Sie verschiedenste auch im Winter tolle Gräser. Der Nutzpflanzengarten ist das nächste Ziel. Hier befindet sich ein Orientalischer Papierstrauch (Edgeworthia tomentosa), der zwar noch nicht blüht aber dessen bereits weit entwickelte Blütenknöpfe fast schon wie Blüten aussehen. Ganz in der Nähe zeigt ein Zypergras (Cyperus) seine unauffälligen Blüten. Etwa in der Gartenmitte befindet sich eine Gruppe Steinsamen (Lithospermum officinale) mit Samenständen, die aussehen wie Kieselsteine.
Wer gerne schönen roten Beerenschmuck sieht, kommt neben dem Gewächshaus auf seine Kosten. Hier stehen mehrere Kübel mit Himmelsbambus (Nandina domestica) und zwei Traubendorne (Danae racemosa) zieren die Rabatte.

Auch im Dezember eine wahre Augen- und Nasenweide ist der Silberhang. Viele der Pflanzen dort sind wintergrün und feinduftend oder verfügen über schöne Samenstände. Von hier aus ist der Weg zur Clematissammlung mit ebenfalls immer noch hübschem Samenschmuck nicht mehr weit. Zusätzlich sind da die ersten Schneeglöckchen (Galanthus elwesii) und in den Wildhecken leuchtende Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) anzutreffen.

Wer noch mehr Blüten sehen möchte, kann die verschiedenen Wechselflorrabatten aufsuchen und sich an Stiefmütterchen und Bellis erfreuen.

Der Garten im Winter

Bäume ohne Blätter und keine Blumen - der Winter hät Einzug. Doch Einöde muss nicht sein! Wie Ihr Garten auch im Winter ein Blickfang bleibt und wie Sie ihr Saatgut aufbereiten - alles im letzten "Praxis Ziergarten".

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Blütenspaziergang im November

Der Novemberspaziergang startet vor dem Pächterhaus in Vorder Brüglingen. Auf der linken Seite des Gebäudes blühen weiterhin zahlreiche winterharte Fuchsien um die Wette. Weiter geht's den Hauptweg abwärts, vorbei an den letzten Asternblüten. Etwa in der Mitte dieses Weges taucht links eine Rabatte auf, in der blühende Knöteriche (Persicaria) zu sehen sind. Diese Pflanze ist ein Dauerblüher vom Sommer bis zum ersten grossen Frost. Ein weiterer Dauerblüher finden Sie nur wenige Meter weiter in der Rabatte rechts: Den Storchschnabel Rozanne (Geranium 'Rozanne'). Das Blau dieser Blüte ist im Herbst besonders schön!

Wer mag, kann sich nun in Richtung der Clematissammlung wenden. Nebst den wundervollen Herbstfarben überall, entdecken Sie im Wegkreuz unterhalb der Sammlung eine Zaubernuss (Hamamelis virginiana), übersäht mit feinen, gelben Blütenblättchen. Bei den Clematis kann, wer gut schaut, noch bei mehreren Pflanzen einzelne Nachblüten finden. Weniger versteckt, aber mindestens so attraktiv sind die vielen flauschigen Samenstände. Etwas im Hintergrund der Sammlung leuchtet blau ein Eisenhut (Aconitum carmichaelii 'Arendsii').

Die nächsten Blütenfreuden finden Sie in der Irissammlung. Zum Beispiel die gelbe Sternbergie (Sternbergia lutea), den Safran-Krokus (Crocus sativus), die Mittagsblume (Delosperma cooperi) oder einige Nachblüten bei den Taglilien. Folgen Sie nun dem Weg über den Hang nach oben, so können sie bis zum Rätzblick spazieren. Vom Abend bis zum Morgen duftet hier die fast nicht sichtbare Blüte der Ölweide (Elaeagnus x ebbingei). Über das Hochplateau erreichen sie nun das Rhododendrontal. Viele der Oktoberblüten sind hier nach wie vor sehenswert. Einiges ist sogar noch üppiger geworden. So zum Beispiel Isodon effusus oder der Rhododendron smirnowii. Frisch dazu gekommen sind die orangen Beeren der Übelriechenden Schwertlilie (Iris foetidissima).

Folgen Sie nun dem Dyych, unter bunten Buchen und Linden, zur Villa Merian. Der Anblick der knallgelben Ginkgo-Bäumen wärmt wohl jedem das Herz! Und falls Ihnen das noch nicht genug Wärme ist, empfehlen wir Ihnen jetzt ein heisses Getränk im Café Merian.

Bereit für den Winter

Der herbstlich goldene Blätterteppich ist nicht nur schön, er ist weit mehr als das! Weshalb Sie ihn unbednigt schätzen sollten und wie Sie ihre Kübelpflanzen auf den Winter vorbereiten in dieser Ausgabe.

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Der violette Wahnsinn

Der Herbst beglückt uns mit sonnigen Tagen und einer Fülle an späten Blüten. Das unbestrittene Highlight ist momentan der passend bezeichnete Farbhügel. Denn jetzt blühen die Herbstastern. Wer durch die schmalen Wege streift, wähnt sich in einer scheinbar endlosen violetten Wolke. Wenn unser Natel solche Schnappschüsse einfängt, stellen Sie sich vor, wie verzaubernd es in Wirklichkeit wirkt!

Der Farbhügel findet sich in Vorder Brüglingen, unterhalb vom Pächterhaus. Sie können es nicht verpassen.

Und wenn Sie schon da sind werfen Sie auch einen Blick auf die Fuchsien: Bevor wir die Kübelpflanzen ins Gewächshaus räumen, geben die Fuchsien noch einmal alles und blühen in einer atemberaubenden Üppigkeit.

 

Blütenspaziergang im Oktober

Der Oktoberspaziergang beginnt am Eingang ins Rhododendrontal. Noch ausserhalb des Eingangs sehen Sie eine Rabatte mit Grasartigem Laub. Diese Pflanze nennt sich Reineckie (Reineckea carnea) und wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie kleine rosa Blüten zwischen den Blättern. Nehmen Sie nun den Weg nach rechts, so passieren Sie zuerst einen Herbst-Steinbrech (Saxifraga serotina 'Maigrün'), dann zwei unterschiedliche Isodon (Isodon) und einen blühenden Rhododendron (Rhododendron smirnowii) und zum Schluss die herrliche Krötenlilie (Tricyrtis formosana x hirta).

Via Dyychufer, über die Brücke und am Lehmhaus vorbei gelangen Sie nun zur Salbei-Rabatte. Diese Blütenpracht lässt sich kaum verfehlen! Bis zum ersten grösseren Frost kann das Spektakel noch genossen werden. Wer Blütenduft mag, sollte danach im Arzneipflanzengarten das Japanische Geissblatt (Lonicera japonica) aufsuchen. Der herrliche Duft entfaltet sich besonders intensiv am Abend. Nun wird der Dyych überquert und der Weg nach Oben genommen. Auf Höhe des Brunnens stehen mehrere alte Efeu-Pflanzen (Hedera helix)und locken mit ihren unauffälligen Blüten zahlreiche Insekten an. Oben angekommen, gehen Sie am Spielplatz vorbei und hinter der Irissammlung über den Rasen. In der geschwungenen Rabatte blüht die Zephirblume (Zephyranthes candida). Wenn Sie dann dem Mergelweg nach rechts folgen leuchten am Wegesrand Gelbe Sternbergien (Sternbergia lutea) und zahlreiche filigrane Gräserblüten.

Wer mag, kann sich als nächstes zur Clematissammlung begeben. Bei den dort blühenden Pflanzen dominieren momentan die Farben Weiss und Gelb. Folgen Sie dem Weg hinter der Sammlung durch, so können Sie Ihr Auge zur Abwechslung auch mal an Beeren erfreuen. Besonders schön ist im Moment der Weissdorn (Crataegus monogyna). Etwas weiter, in der Einmündung zum Hauptweg befindet sich eine herbstliche Rabatte mit Gräsern und Blütenstauden. Zum Schluss kann nun dem Hauptweg gefolgt werden, vorbei an einem selber ausgelesenen Astern-Zufallssämling, dem die Staudengärtnerin den Namen Symphyotrichum 'Mü' gegeben hat, bis zum krönenden Abschluss des Spaziergangs am Asternhügel.

 

Salbei (Salvia urica)
Rhododendron (Rhododendron smirnowii)
Aster (Symphyotrichum 'Mü')
Efeu (Hedera helix)
Weissdorn (Crataegus monogyna)

Zeit für Blumenzwiebeln

Alles über Krokus, winterharten Salbei und Fruchtziergehölze in der zehnten Ausgabe des Jahres!

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Blütenspaziergang im September

Der Septemberspaziergang beginnt bei der kleinen Brücke neben der Irissammlung. Bereits von weitem sind die riesigen Blütenstände des Pampasgras (Cortaderia selloana) zu sehen. Gleich gegenüber wächst in Töpfen die Knoblauchs-Kaplilie (Tulbaghia violacea). Gehen Sie nun über die Brücke und nehmen Sie die Abzweigung nach links. In der Feuchtzone linkerhand blühen Rosen-Eibisch (Hibiscus lasiocarpos) und Blut-Weiderich (Lythrum salicaria) um die Wette.

Weiter führt der Weg zum Vorplatz der Villa Merian. Die Rabatte unmittelbar hinter dem Tor ist momentan eine Augenweide aus Steinquendel (Calamintha nepeta 'Triumphator'), Japanischem Blutgras (Imperata cylindrica 'Rubra') und Prachtkerze (Gaura lindheimeri in Sorten). Wer etwas genauer hinschaut, kann ausserdem die weissen Blüten der Neapolitanischen Zyklame (Cyclamen hederifolium 'Album') entdecken. Auch die Staudenrabatten auf der anderen Villenseite haben einiges zu bieten. So gibt es spätblühende Funkien (Hosta), verschiedene Herbstanemonen (Anemone) und ein Blütenmeer der weissen Waldaster (Eurybia divaricata).

Gehen Sie nun am Café vorbei und folgen Sie der Treppe hinunter in den alten Bauerngarten. Nebst den weiterhin blühenden Dahlien zeigen sich am Bogen über der mittleren Bank die wun-derbaren Blüten einer Passionsblume (Passiflora) sowie darunter die immer wieder reizvollen Blüten der Rose 'Anne Frank'.
Am Lehmhaus vorbei nehmen Sie den Weg dem Dych entlang und gelangen so ins Rhododendrontal. Am Eingang empfängt sie die Krötenlilie (Tricyrtis Hybride). Nehmen Sie den linken Weg, dabei passieren Sie das unauffällig blühende Japangras (Hakonechloa macra 'All Gold') sowie den Teufelsabbiss (Succisa pratensis). Beim kleinen Vorplatz des Eingangs blühen ausserdem zwei Sorten Lilien (Lilium).

Wer möchte, kehrt nun auf dem Weg via Trockenbiotop und Schmetterlingsblütler (hier blüht der Hymalaya-Indigostrauch (Indigofera heterantha)) zum Irishang zurück, wo die Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica) zaghaft aufblüht. Weiter geht's zum Silberhang, wo es einen besonderen Flieder (Buddleja x pikei 'Hever') zu bewundern gibt und von da aus lohnt sich ein Abstecher zur Clematissammlung, in welcher es immer irgendwo blüht. Heute zum Beispiel besonders schön Clematis 'Anita'. Lassen Sie sich als Abschluss dieses spätsommerlichen Spaziergangs im Zwischengang der beiden Glashäuser von einigen Blütenkleinoden wie Gerrardanthus macrorhizus und Ipomoea transvaalensis verzaubern.

 

Neaoplitanische Zyklame (Cyclamen hederifolium 'Alba')
Weisse Waldaster (Eurybia divaricata)
Flieder (Buddleja x pikei 'Hever')
Gerrardanthus macrorhizus
Rosen-Eibisch (Hibiscus lasiocarpos) vor Blut-Weiderich (Lythrum salicaria)

Blütenpracht im Herbst

Der Herbst wird bunt! Welche Pflanzen der anhin schon farbenprächtigen Jahreszeit noch mehr Fülle verleihen und wie Sie Ihren Rasen entspanter Pflegen - alles in der neunten Ausgabe des Jahres.

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Blütenspaziergang im August

Der Augustspaziergang beginnt auf dem Hofplatz Vorder Brüglingen. Nehmen Sie zuerst den Hauptweg Richtung Ausgang St. Jakob. Gleich am Ende des Hofplatzes fallen rechter Hand die vielen bienenumsummten Kugeldisteln (Echinops) auf. Etwas weiter unten treffen Sie auf Ballonblumen, eine dunkle Fetthenne (Sedum 'Red Cauli'), eine Kleinblütige Bergminze (Calamintha nepeta 'Triumphator') und linkerhand auf verschiedene Knöteriche.

Folgen Sie nun links dem Weg zur Clematissammlung, in der immer noch viele Pflanzen blühen (siehe auch Julispaziergang) und über den Silberhang zu den Gewächshäusern. Zwischen den Häusern gibt es einen Art Korridor in dem sich viele Schlingpflanzen in Kübeln befinden. Schöne Blüten zeigen momentan Prunkwinden (Ipomoea quamoclit, I. x multifida), Bomarie (Bomarea hirtella) und Passionsblume (Passiflora citrina). Weitere einjährige Kletterer lassen sich vor den Gewächshäusern sehen. So die Prunkwinden Ipomoea lobata und Ipomoea alba und eine Pfeifenblume (Aristolochia littoralis). Auch einige weitere blühende Kübelpflanzen stehen rund um das Gewächshaus.

Weiter führt der Spaziergang ins Rhododendrontal. Wenn Sie hier den Weg über das Hochplateau wählen, stehen im Trockenbiotop unterhalb des Bienenhauses eine grosse Anzahl wilder Möhren. Diese Pflanze wächst zwar überall, aber es lohnt sich trotzdem, sie einmal etwas genauer anzusehen. Haben Sie bemerkt wie schön sich die Blüte entfaltet? Und haben Sie die einzelne schwarze Blüte in der Mitte der Dolde entdeckt?
Zwischen den Rhododendren blühen die Riesen-Glockenblume (Campanula lactiflora), die Wachsglocke (Kirengeshoma palmata), einige Freilandfuchsien (Fuchsia), der kletternde Fingerrauch (Dactylicapnos macrocapnos) und die ersten Blüten der Krötenlilie (Tricyrtis Hybride).

Wer sich gerne zurück zum Ausgangspunkt begibt, kann auf dem Rückweg am herrlichen Salbeibeet vorbei durch den Arzneipflanzengarten in den alten Bauerngarten flanieren. Begleitet von üppig blühendem Wechselflor, Kürbisblüten, Duft-Geranien und bunten Dahlien geht es dann wieder nach oben auf den Hofplatz.

Kugeldisteln (Echinops Hybriden)
Bomarie (Bomarea hirtella)
Wilde Möhre (Daucus carota)
Riesen-Glockenblume (Campanula lactiflora 'Prichards Variety')
Duft-Geranie (Pelargonium x citrosum 'Prince Of Oranges')

Von Schnuppernasen und Kletterpflanzen

In der achten Ausgabe des Jahres: Wie Sie Ihren Garten anhand einer saisonalen Duftfolge gestalten, Samen ernten und Ihr Gartenbild mit Kletterpflanzen an den Bäumen verschönern! Und ausserdem: Haben Sie schon von der Wachsglocke gehört?

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Im Garten Wasser sparen

Heisse Sommer verlangen ständiges Giessen. Aber Wasser ist ein kostbares Gut. Wir zeigen Ihnen, wo Sie einsparen können! Ebenfalls in dieser Ausgabe erfahren Sie, wann und wie Sie Ihre Iris teilen können.

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Mit Bakterien gegen den Buchsbaumzünsler

Mit biologischen Methoden gegen Zünsler? Lernen auch Sie, neue Möglichkeiten kennen! Des Weiteren: Mit dieesen Blüten verwandeln Sie Ihren Salat in eine pittoreske Erscheinung. Alles in der Ausgabe vom Juni 2016.

 

Jeden Monat erscheint im "Schweizer Garten" im Rahmen der Kolumne "Praxis Ziergarten" eine Doppelseite mit Gartentipps von Gärtnern aus den Merian Gärten.

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Blütenspaziergang im April

Für den Blütenspaziergang im April sollten Sie sich am besten Zeit nehmen und durch die ganze Anlage der Merian Gärten spazieren. In jeder Ecke treffen Sie zurzeit auf  verschiedenste Narzissen und andere Zwiebelpflanzen, sowie auf die ersten blühenden Gehölze (z.B. Prunus spinosa, Prunus sargentii, Ribes sanguineum, Carpinus betulus). Trotzdem gibt es einige besonders schöne Plätze die Sie auf keinen Fall verpassen sollten:

  • In der Clematissammlung ist gerade Clematis armandii am Aufblühen.
  • In der Irissammlung blühen unter Anderem eine Grossartige Schwertlilie (Iris magnifica), die Palisaden-Wolfsmilch (Euphoribia characias), Fritillarien (Fritillaria verticillata)und die Kugel-Primel (Primula denticulata)
  • Bei der Villa gibt es einige Sorten des Busch-Windröschens (Anemone nemorosa), die Duftblüte (Osmanthus x burkwoodii) und auch der Hundszahn (Erythronium 'Pagoda') beginnt damit die ersten Blüten zu öffnen.
  • Im Rhododendrontal wird langsam auf den Blühhöhepunkt hingearbeitet. Momentan sind bereits einige schöne Rhododendren in Rosa- und Rottönen am Blühen. Die Hauptblüte wird in 1-2 Wochen erwartet.
  • Im alten Bauerngarten beim Brüglingerhof erfreuen viele alte Sorten verschiedener Zwiebelpflanzen das Auge und auch die ersten Johannis- und Stachelbeeren zeigen ihre unauffälligen Blüten.

Natürlich gibt es noch vieles Zauberhaftes zu entdecken, aber das würde den Platz auf dieser Seite definitiv sprengen.

Waldrebe (Clematis armandii)
Magnolie (Magnolia x kewensis 'Wada's Memory') neben dem Gewächshaus
Palisaden-Wolfsmilch (Euphorbia characias)
Busch-Windröschen (Anemone blande 'Edgar')
Duftblüte (Osmanthus x burkwoodii)

Blütenspaziergang im März

Die hartnäckig kühlen Temperaturen der letzten Wochen haben dazu geführt, dass sich seit letztem Monat in Sachen Blüten nicht sehr viel verändert hat. Die Pflanzen haben ihren Vorsprung also wieder verloren.

Trotzdem Gibt es das eine oder andere zu sehen. Der Blütenspaziergang beginnt im Rhododendrontal. Vom Eingang her empfiehlt sich momentan besonders der Weg rechterhand. Schauen Sie sich auf der Höhe der Bank gut die Rabatte auf der anderen Weg-Seite an. Hier blüht unauffällig ein Grossblättriges Scheinschaumkraut (thlaspi macrophyllum). Etwas weiter vorne treffen Sie auf frühblühende Azaleen (R. dauricum, R. pentaphyllum).

Nehmen Sie nun den anderen Weg zurück zum Tor. Gleich vis à vis des Eingangs blühen Farn-Lerchensporne (Corydalis cheilanthifolia).
Erklimmen Sie den steilen Weg nach Oben, kommen Sie bald nochmals an einem Meer verschieden blühender Lerchensporne vorbei. Weiter geht's geradeaus in den Schatten grosser Eiben. Deren Blüten sind zwar nicht auffällig, aber von Nahem betrachtet auch mal interessant. Als nächstes gibt es einen grossen Fleck Sternhyazinthen (Chionodoxa) auf dem Rasen und danach die vielen zauberhaften Nieswurze (Helleborus orientalis-Hybriden).
Gehen Sie an der Villa vorbei, finden Sie mehrere Scheinhasel (Corylopsis pauciflora, C. spicata) kurz vor dem Aufblühen.

Nächste Station ist das Feuchtbiotop der Irissammlung, wo auffällig einige Zwerg-Kaiserkronen (Fritillaria raddeana) blühen. Ein fast unsichtbares Kleinod befindet sich im Steingarten der Irissammlung, nämlich die Iris winogradowii.
Auf dem kleinen Weg oberhalb der Gewächshäuser treffen Sie eine Mirabelle, sowie ein prächtiges Mandelbäumchen.
Die letzte Station sei der Farbhügel voller Narzissen. Für gute Augen sind dazwischen ausserdem spezielle Züchtungen von Scharbockskräutern (Ranunculus) zu entdecken.

Scheinhasel (Corylopsis spicata)
Lerchensporn (Corydalis)
Eibe (Taxus baccata)
Nieswurz (Helleborus orientalis-Hybride)
Mandelbaum (Prunus dulcis)

Schweizer Garten

Praxis Ziergarten

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Neu übernehmen die Merian Gärten die Rubrik «Praxis Ziergarten» im Magazin «Schweizer Garten». Hier verraten wir nun jeden Monat unsere besten Tipps und Tricks für den Hausgarten: Im Januar zum Beispiel wie Sie einen Pflanzplan zeichnen und welche Gartenarbeiten Sie in den Wintermonaten nicht vergessen dürfen. 

Das Heft 01/2016 ist jetzt im Handel erhältlich! Und einen kleinen Einblick gibt es hier: www.schweizergarten.ch

Eine Ast-Stütze für den Schnurbaum

Der Japanische Schnurbaum (Styphnolobium japonicum 'Pendula') neben der Villa Merian erhält eine Stütze. Der charaktervolle Baum ist wahrscheinlich so alt wie der Englische Garten selber – also rund 180 Jahre alt. Inzwischen ist einer der grossen, verknorzten Ästen geschwächt und auf der Unterseite zum Teil abgestorben. Damit er bei Schnee und Wind nicht bricht, wird er abgestützt. Dafür montieren Baumpfleger von Tilia Baumpflege AG (Frick) zusammen mit unseren Gärtnern eine Stütze aus einem Eichenstamm. Diese wird auf die richtige Länge zugeschnitten, mit einer Gewindestange versehen und in einem Rohr im Boden fixiert. So kann der wunderschöne Ast erhalten bleiben – und die Löcher im toten Holz dienen Vögel und anderen kleinen Tieren als wertvollen Unterschlupf.

 

Blütenspaziergang im November

Die wunderschöne Herbstfärbung in diesem Jahr übertönt fast die oft etwas zurückhaltenden Blüten, die es noch zu sehen gibt. Dieser Blütenspaziergang soll Sie zu ihnen führen.

Er beginnt auf dem Hofplatz von Vorder Brüglingen bei der Astilbenrabatte. Dort leuchten die Blüten einer besonders späten Bergenie (Bergenia 'Herbstblüte'). Gleich gegenüber, links neben dem Pächterhaus, befindet sich eine Rabatte voll mit winterharten Fuchsien. Nun nehmen Sie den Weg nach Unten, vorbei an den letzten Blüten im Farbhügel. In der Rabatte rechts des Weges finden Sie einige schöne Astern (Aster und Symphyotrichum), die noch in voller Blüte stehen. Besonders prächtig ist ein Zufallssämling dem wir den Namen 'Mü' gegeben haben.
Wenden sie sich nach links und nehmen sie den kleinen Weg vorbei an einer Rabatte mit flauschigen Gräser-Samenständen. Gehen sie nach oben, unter den letzten bunten Blättern des Amberbaums und der Eisenholzbäume durch und in die Clematissammlung. Etwas im Hintergrund versteckt erwartet Sie dort ein weisses Blütenmeer der Rispenblütigen Waldrebe (Clematis terniflora). Nun folgen sie dem Weg zwischen dem Gehölzsaum durch in den Silberhang mit den letzten Lavendelblüten. Nehmen sie den Weg hinter den Gewächshäusern durch zur Irissammlung. Auf der Südseite der "Insel-Rabatte" in der Rasenfläche sollten sie genau hinschauen. Dann können Sie die feinen Blüten einer Zephirblume (Zephyranthes candida) entdecken. Zum Schluss des Spaziergangs haben Sie zwei Möglichkeiten. Sie können den etwas längeren aber lohnenden Weg ins Rhododendrontal auf sich nehmen. Nebst einer fantastischen Herbstfärbung haben einige Rhododendren eine sogenannte Vorblüte. Das heisst, ein paar der nächstjährigen Blüten haben sich bereits dieses Jahr geöffnet.
Die zweite Möglichkeit ist, dass sie den Ausgang St. Jakob nehmen und sich als Abschluss in der Rabatte hinter dem Tor die ersten Schneeglöckchen anschauen.

 

Zephirblume (Zephyranthes candida)
Aster (Symphyotrichum 'Mü')
Verschiedene winterharte Fuchsien
Rispenblütige Waldrebe (Clematis terniflora)
Bergenie (Bergenia 'Herbstblüte')

Blütenspaziergang im September

In diesem Monat führt der Blütenspaziergang vom Nutzpflanzengarten zum Rhododendrontal.

Auf dem Weg zum Nutzpflanzengarten lohnt sich ein Blick hinter das Ökonomiegebäude. Hier stehen viele Kübelpflanzen in Blüte. So zum Beispiel der Stachel-Nachtschatten (Solanum rostratum) und verschiedene Schönmalven (Abutilon Hyriden). Im Nutzpflanzengarten gibt es dann viele Spätsommerblüten zu sehen. Die Sonnenblumen sind dieses Jahr aussergewöhnlich hoch geworden. Ein schönes Granatapfel-Exemplar (Punica granatum) macht mit leuchtenden Blüten auf sich aufmerksam. Fast nebenan können die wunderbaren Blüten der Karkade (Hibiscus sabdariffa) bewundert werden.
Vom Nutzpflanzengarten geht es an den Kletterpflanzen vorbei, wo verschiedene Prunkwinden (Ipomoea) und ein Flammenschlinger (Senecio confusus) die Kokosschnüre am Gewächshaus erobert haben.

Hinter dem Garten durch, geht es weiter den Weg oberhalb des Irishangs entlang. Gleich mehrere Kräuselmyrthen (Lagerstroemia indica) leuchten hier ihr Rosa in den Himmel. Der Weg führt weiter bis an das alte Tor und Richtung Hochplateau. Einige Schritte später fällt der Blick auf eine üppige aber feine Blütenfülle in rosa und lila. Verschiedene Buschklee (Lesbedeza), sowie ein Indigostrauch (Indigofera heterantha) sind dafür verantwortlich.

Über das Hochplateau erreicht der Spaziergänger/ die Spaziergängerin schliesslich das Rhododendron-Tal. Einen üppigen Empfang bereiten mehrere Lilien-Sorten vor einem Rhododendron mit blauer Nachblüte (Rhododendron russatum-Hybride). Fast exotisch wirken die Blüten zweier Begonien (B. grandis ssp. chinensis, B. grandis ssp. Evansiana 'Alba') sowie die Traubenlilie (Liriope muscari). Wer etwas genauer hinschaut findet auch die Elfengleichen Blüten von der Scheinanemone (Anemonopsis macrophylla) und das fast reine Blau des Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea). Als krönenden Abschluss am Übergang zwischen Rhododendron-Tal und Dychuferweg präsentiert sich die immer wieder fantastische Krötenlilie (Tricyrtis Hybride).

Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica)
Granatapfel (Punica granatum 'Legrellei')
Prunkwinde (Ipomoea hederacea)
Begonie (Begonia grandis ssp. chinensis)
Krötenlilie (Tricyrtis Hybride)

Blütenspaziergang im August

Im Monat August beginnt der Blütenspaziergang im Rhododendrontal. Gleich gegenüber dem Eingang zeigen verschiedene Lilien ihre Blütenpracht. Etwas weiter dem Dych entlang steht auf der linken Weg Seite das stattliche Exemplar einer blühenden Wachsglocke (Kirengeshoma palmata). Vor dem Verlassen des Rhododendron-Tals empfiehlt sich noch ein kurzer Blick zurück. Am rechten Weg können zwar keine Blüten, aber die reptilienartig gemusterten Blattstiele einer Eidechsenwurz (Sauromatum venosum) bewundert werden.

Weiter geht's ohne Blüten, aber dafür mit Vögeln und Libellen dem Dych entlang, über die Brücke, am Lehmhaus vorbei zum Salbeibeet an der Mauer des Arzneipflanzengartens. Viele der Salbei-Arten sind noch am Blühen. So zum Beispiel Gamander-Salbei (Salvia chamaedryoides) oder Salvia greggii x serpyllifolia. Im Arzneipflanzengarten zeigen sich, jedes Jahr noch üppiger, die blauen Blüten des Mönchspfeffers (Vitex agnus-castus). Ausserdem besonders sehenswert: Bischofskraut (Ammi visnaga), Tiger-Lilie (Lilium tigrinum-Hybriden), Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica), Wiesen-Alant (Inula britannica), Feinbehaarte Tigerglocke (Codonopsis pilosula), Aromatischer Wasserdost (Ageratina aromatica), Pylzows Rittersporn (Delphinium pilzowii) und die Chinesische Schlangenhaargurke (Trichosanthes kirilowii). Vor der Orangerie stehen in Kübeln verschiedene Duftpelargonien, die aber auch schön zum Anschauen sind.
Auf der anderen Seite des kleinen Kanals trumpfen bereits viele Dahlien mit ihren leuchtenden Farben auf.

Der Spaziergang führt nun weiter dem Dych entlang, bis zu den winterharten Fuchsien, bei denen fast alle Exemplare am Blühen sind.
Wer Lust hat, kann dann weiter zur Clematis Sammlung gehen. Dort zeigen sich zahlreiche dezente Glöckchen zum Beispiel von Clematis 'Rooguchi', C. viorna, C. 'Hanna', C. pitcheri, C. 'Mary Rose' (etwas weniger dezent…).
Als duftender und immer wieder gefälliger Abschluss sollte noch der Silberhang mit Silber-Perowskien (Perovskia atriplicifolia) und kleinblütiger Bergminze (Calamintha nepeta 'Triumphator') voller Bienen und anderen Insekten besucht werden.

 

Dahlie (Dahlia 'Wittem')
Schlangenhaargurke (Trichosanthes kirilowii)
Tiger-Lilie (Lilium tigrinum-Hybriden)
Waldrebe (Clematis 'Hanna')
Silber-Perowskie (Perovskia atriplicifolia)