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Soeben gesichtet

Da ist offensichtlich der Dachs am Werk: Die Laubspuren auf dem Weg deuten darauf hin, dass die Dachse ihren Bau auspolstern. Wahrscheinlich haben sie Junge, denen sie nun ein weiches Nest bereiten.

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Schöner Ostergruss!

Wir wünschen ein schönes Osterwochende! Machen Sie es wie unsere Häschen und gönnen Sie sich ein saftiges Frühlingsfrühstück daheim in der guten Stube. 

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In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Baselland hatten wir einen Workshop rund um Kräuterwissen geplant, der natürlich abgesagt werden musste. Stattdessen senden wir euch unsere Anleitung für gute Laune nach Hause! Für Kinder von 5 bis 12 Jahren. Bitte zuhause nachmachen.

Wir zeigen dir, wie du ganz einfach dein eigenes Gute-Besserungs-Pulver aus verschiedenen Samen und Blättern herstellen kannst. Das Beste daran: Es schmeckt auch noch total lecker! Pflanzen wie Pfefferminze, Kamille oder Thymian, die du vielleicht auch zu Hause hast, helfen dabei, dass du dich rundum gut fühlst. Das fertige Pulver kannst du in einem schönen Glas aufbewahren und mit heissem Wasser in ein leckeres Getränk verwandeln. Viel Spass!

Das Wissen über Kräuter und ihre Verwendung beschäftigt auch Marlene McCarty in ihrer aktuellen Ausstellung im Kunsthaus Baselland. Mehr dazu...

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Gartenfreuden

Wir starten in die Woche mit einer neuen Reihe von Fotos aus den Gärten. Freuen Sie sich mit uns an den Blüten, Blättern und Stimmungen!

Die Buschwindröschen haben gerade ihren grossen Auftritt; die "normale" Anenoma nemorosa wie auch die eher seltsame A. nemorosa 'Virescens'. Auch mehr interessant als schön: Anemone ranunculoides 'Prinz Eugen' (aber das geht ja vielen Adligen so...). Etwas ganz besonders ist die Blüte von Trillium chloropetalum, eine eigenartige Pflanze aus den Wäldern Nordamerikas, die erst nach 12 Jahren jetzt blüht. 

Diese Woche efreuten wir uns auch an verschiedenen Blättern: Ein dekorativer Frostschaden auf einem Aronstab-Blatt, Efeu, Austrieb von Helleborus oder  Heuchera 'Caramel', deren Laubfarbe von rot über orange zu karamellig wechselt.

(Von unserem Team vor Ort fotografiert)

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Schafe im Trockenbiotop

Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht. Weil die Gärten geschlossen sind, können wir zur Zeit nicht wie gewohnt alle Frühjahrsweiden für die Schafe nutzen. Schon länger war geplant, die Schafe im Frühling im Trockenbiotop weiden zu lassen, denn das fördert die Artenvielfalt in den Wiesen.

Weil sie dort aber zu weit weg sind für die Naturbildungsprogramme, kam das in den letzten Jahren nicht zu Stande. Nun ist der Zeitpunkt aber ideal, das Wetter gut und wir konnten in Ruhe mit den Schafen die Wanderung zu dieser etwas entlegenen Weide in Angriff nehmen. Die Schafe fühlen sich wohl und knabbern am Gras und an den Gehölzen.

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Kressekurier unterwegs!

Da die Kinder im Programm "Schule & Landwirtschaft" ihre Kräuter nicht selber ernten kommen können, bringen wir die Kresse einfach in die Schulhäuser! Dazu gibt es ein kleines Rezept für Kressebrötchen.

Geerntet wird mit Latex-Handschuhen - ein seltsames Gefühl. 

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Pflanze des Monats April

Dünnstängeliger Reiherschnabel
(Ardea cinerea)

Das Leben geht auch in Sonderzeiten weiter. In den leider momentan geschlossenen Merian Gärten freuen sich die Insekten über unaufgeräumte Beete, in denen abgestorbene Pflanzenreste stehengeblieben sind. Niemand stört der Erdkröten abendliche Treffen auf den Mergelwegen; die Singvögel kommen endlich zu Wort. Seit neuestem taucht eine interessante Sumpfpflanze oft ganz nah an den Wegen auf: Der Dünnstängelige Reiherschnabel.

Die ein bis zwei erstaunlich dünnen Stängel und der lange, gelbe Dorn bilden einen tollen Kontrast zum graufedrigen Laub. Die Pflanze wird bis zu einem Meter hoch und ist zweihäusig. Das heisst, dass zur Vermehrung sowohl männliche als auch weibliche Exemplare vorhanden sein müssen. Die Keimlinge entwickeln sich zuerst auf Bäumen und segeln nach knapp zwei Monaten zu Boden. Eine grosse Besonderheit stellen die beiden riesigen Blätter dar, die sich in kürzester Zeit entfalten können und dem Reiherschnabel helfen, an neue Plätze zu gelangen, vorzugsweise Gewässerränder und feuchte Wiesen. Dort kommt er vereinzelt oder in kleinen Gruppen vor und wirkt dank seines schlanken Wuchses und der grauen Belaubung sehr zierend.

Leider ist er nicht sehr ausdauernd und verschwindet schnell wieder. Zudem scheint er eine nachteilige Wirkung auf Kriechtiere, Mäuse und vor allem Fische zu haben. Deshalb sollte man ihn nicht in der Nähe von Koi-Teichen und kleinen Gartentümpeln ansiedeln. Doch wo die Bedingungen stimmen, ist diese Pflanze eine Bereicherung für Gärten und Parks. Wie viele Pflanzen hat er mehrere Namen, manche nennen ihn Grau- oder Fischreiher.

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Gartenfreuden

Saftige Rhabarberblätter, kräftige Quittenbäume, Rhododendronblüten die dem Frost trotzen und Blütenpracht im Gewächshaus! Hier kommt unser wöchentlicher Gruss aus den Gärten mit Fotos von dem, was uns grad Freude bereitet. 

(Von unserem Team vor Ort fotografiert)

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Glückliche Hühner...

Diese Küken sind am 9. März geschlüpft. Sie sind also praktisch schon Teenager... Wir haben zurzeit Küken sowohl von den Schweizerhühnern wie auch von den  Barthühnern, beides ProSpecieRara-Rassen. Einige der Küken haben wir für Geflügelhalter ausgebrütet. Die meisten Tiere aber bleiben bei uns und werden später unsere Hühnerherden ergänzen.  

Und: Wir haben kürzlich für unsere Hühner ein neues Strukturelement im Auslauf gebaut. Mit Weiden haben wir eine Spirale ausgesteckt und mit horizontal eingeflochtenen Weidenästen stabilisiert. Die Hühner lieben diese Lebhäge als Versteck und Schattenplatz an heissen Tagen.

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Mauerbienen

Gar nicht so einfach, bei dem Gewusel ein Foto zu machen! Was auf dem Bild schwer zu erkennen ist, ist beim Lehmhaus kaum zu übersehen. Hunderte Wildbienen schlüpfen jetzt aus ihren Brutröhren.  Die völlig harmlose Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) ist ausgesprochen hübsch: Die Weibchen haben einen rostrot bepelzten Hinterleib, während die kleineren Männchen an ihrer weissen Gesichtsbehaarung gut zu erkennen sind.

Die Gehörnte Mauerbiene besucht Blüten von vielen verschiedenen Pflanzenarten, wie zum Beispiel Lerchensporn, Hahnenfuss, Ahorn oder Weiden. Sie nistet in Hohlräumen aller Art und nimmt, wie bei uns in den Merian Gärten, auch gerne Nisthilfen an. Als ihr ursprünglicher Lebensraum werden Steilwände an Flussufern vermutet. 

Die Wildbienen leben nicht in einem Staat wie die Honigbienen, sondern solitär: Jedes Weibchen legt in einem Hohlraum seine Brutzellen an, die es jeweils mit feuchter Erde oder Lehm verschliesst (beim Lehmhaus bedienen sie sich direkt an der Wand!). In die Brutzelle wird jeweils ein Ei gelegt und ein Pollen- und Nektarvorrat angelegt. Wenn die Larve schlüpft, zehrt sie von diesem Vorrat. Im Sommer verpuppt sich dann die Wildbiene und bleibt bis im kommenden Frühling im Kokon. Kaum geschlüpft, paart sie sich schon und es geht von Neuem los.