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Totholz schafft neue Lebensräume

zwei Stammteile von der gefällten Blutbuche, die als Totholz genutzt werden

Die Blutbuche neben der Villa im Englischen Garten war durch den Befall von einem schädlichen Pilz stark gezeichnet. Dieser Pilzbefall führte zur Instabilität des Baumes und daher wurde die Blutbuche vor vier Wochen sicherheitshalber gefällt.

Abgestorbene oder gefällte Bäume werden zwar als Totholz bezeichnet, aber gerade in diesem Holz steckt das Potential von einem zweiten Leben: Viele Organismen benötigen Totholz als Lebensraum. So stellt das Totholz für manche Organismen eine Nahrungsquelle dar, oder sie sie nutzen das Totholz als Ort für die Entwicklung der Larven. Je nach Lage und Zersetzungsstadium des Holzes kann dieses von unterschiedlichen Pilzen, Flechten, Moosen, Käfern, Holzbienen, Schnecken und zahlreichen anderen Organismen besiedelt werden.

Um in den Merian Gärten auch solche Lebensräume zu schaffen und die Artenvielfalt zu fördern, wurden zwei Stücke des imposanten Stammes von der gefällten Blutbuche auf dem Hochplateau aufgestellt. Die Stammteile sind je nach Bereich der Sonne exponiert oder teils im Schatten liegend. Durch die unterschiedliche Lage und Lichtverhältnisse wird es auf den Stammteilen zu variierenden Zersetzungsstadien kommen. Im Laufe der Jahre werden die beide Stammstücke von verschiedenen Organismen abgebaut und Faulstellen wie auch Mulmbereiche - verfaultes, getrocknetes und zu Pulver zerfallenes Holz - werden sichtbar. Auch wenn die meisten Organismen auf dem Totholz fürs Auge nicht erkennbar sind, die Faulstellen und Mulmbereiche machen den Wandel vom Totholz zu neuem Leben für uns Menschen sichtbar.

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Pflanze des Monats Dezember und Januar

CHINASCHILF (Miscanthus sinensis)

Im Winter ist von den meisten Stauden nicht mehr viel zu sehen: Ein paar Immergrüne sitzen verschüchtert im Schatten, Polster ducken sich zu Boden; die meisten haben sich unter die Erdoberfläche verzogen und dabei totes Laub, Stängel und Samenstände zurückgelassen. Oft überwiegt dabei der Aspekt ‘Tod & Unordnung’, doch Strukturhelden wie das Chinaschilf blühen erst beim Absterben richtig auf.

Dem wilden Frühlingstreiben seiner Beetnachbarn schaut es verschlafen vom Boden aus zu. Wenn sich dann im Mai die ersten Blüher zerzaust zurückziehen, rafft sich das Chinaschilf endlich auf. Und wächst. Und wächst. Und wächst! Einige Sorten können mehrere Meter hoch werden, die meisten bleiben aber etwas niedriger. Viele zeichnen sich durch frühe, gut gefärbte Blüten, graziles Laub oder spektakuläre Herbstfärbung aus.

Zu guter Letzt bleibt es einfach in voller Schönheit stehen. Den ganzen Winter über bietet es eine Heimstatt für Kleingetier, eine Weide für unsere Augen und zu guter Letzt eine schützende Decke für die frühaufstehenden Beetnachbarn, wenn man die Pflanze im Spätwinter von oben nach unten mit der Heckenschere zerkleinert und das Material im Beet liegen lässt - womit auch schon die ganze Pflege erledigt wäre.

Aufgrund von Kälte und Dunkelheit bleibt die Pflanze des Monats Dezember frisch bis Ende Januar.

Standort: Beim Treffpunkt Vorder Brüglingen

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Wir wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit

Der Weihnachtsbaum steht vor der Villa Merian zum Selberschmücken parat, das Restaurant ist festlich geschmückt und die kalten Tage laden zu einem Spaziergang ein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die Villa Merian hat am Samstag sowie am Sonntag für Sie wie gewohnt ab 9 Uhr geöffnet. Unser Sonntagsbrunch findet bis Ende Jahr neu jeden Sonntag statt. Von Montag bis Freitag bleibt die Villa geschlossen.

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Der Weihnachtsbaum wird eingerichtet

Heute haben wir wieder den grossen Weihnachtsbaum in den Merian Gärten aufgestellt. Vor der Villa Merian steht auch dieses Jahr ein sechs Meter hoher Tannenbaum, der geschmückt werden will. Die Grunddekoration mit Weihnachtskugeln und Materialien aus den Merian Gärten wie Waldreben-Girlande, Tannenzweige, Äpfel und Haselnusskränzli haben wir bereits aufgehängt. Nun kommen Sie zum Zug.

Vom 1. Advent bis Weihnachten dürfen unsere Besucherinnen und Besucher eigenen Baumschmuck mitbringen, um sich selbst und anderen eine Freude zu machen. Schnur und Draht stehen bereit, jeder darf seine Dekoration selber aufhängen. Machen Sie mit! 

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Die gestaffelte Bewirtschaftung und ihre ökologischen Vorteile

blühender Bärenklau in der Mitte vom Bild und rechts davon ein verdorrter Bärenklau

Das Trockenbiotop bietet zurzeit eine Variation an Vegetationsstadien. So steht zum Beispiel nebst einem noch blühenden Doldenblütler, dem Bärenklau, ein bereits verdorrtes Exemplar in unmittelbare Nähe. Dies ist ein wunderbares Abbild der gestaffelten Bewirtschaftung: Die Wiesen werden abschnittsweise und nicht die gesamte Fläche auf einmal gemäht, wodurch verschiedene Vegetationsstadien gebildet werden. Eine solche Bewirtschaftung ist zwar zeitlich aufwändiger, bietet aber eine wichtige Unterstützung für die Tierwelt. Die Blüten bieten den späten Besuchern immer noch süssen Nektar und Pollen. Samen an stehen gelassenen Stauden dienen den Vögeln als Nahrungsquelle. Tote Stängel und Blütenstände werden von Insekten und Spinnen als Überwinterungsort genutzt.

Nebst den Wiesen beim Trockenbiotop wird die gestaffelte Bewirtschaftung auch bei den anderen unter Naturschutz stehenden Wiesen angewandt, besonders auf dem Hochplateau und den Böschungen. Damit das Gärtner-Team eine Übersicht hat, wann ungefähr welche Wiese gemäht werden muss, wird ein Pflegeplan geführt. Magere Wiesen, welche sich auf nährstoffärmeren Standorten befinden, werden zudem seltener gemäht als solche auf nährstoffreichen Standorten.

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Vom Korn zum Brot

Programm Schule und Landwirtschaft

Die Klasse 3e aus der Primarschule Neubad in Basel hat am Programm Schule und Landwirtschaft "Vom Korn zum Brot" teilgenommen. 19 Kinder haben während fast eines Jahrs in den Merian Gärten Getreide ausgesät, im Sommer den Acker gepflegt, von Hand gejätet, gedroschen, gemahlen und zuletzt duftendes Brot im Holzofen gebacken. 

Als Dank für die Zeit, die sie in den Merian Gärten verbringen durften, haben sie einen Bericht über ihre Tätigkeiten zusammengestellt. Wir freuen uns, dass es der Schulklasse so gut gefallen hat.

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Baustelleninstallation

Gestapelte Absperrbretter, Absperrgitter und eine Bagger im Hintergrund

Am Montag, 16. November, war es soweit: Das Bauunternehmen Frutiger hat im Bereich zwischen Gewächshaus und Ökonomiegebäude mit der Installation der Baustelle begonnen. Die Installation dauert rund eine Woche und danach geht der grosse Umbau los!

Aufgrund der Baustelle wird es nun vermehrt zu Anlieferungen aber auch zu Abtransporten kommen. Daher wird die Frequenz vom Lastwagenverkehr, generell vom Maschinenverkehr, bei der Zufahrtsstrasse zunehmen. 

 

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Angepasste Winteröffnungszeiten der Villa Merian

Aufgrund von Covid-19 haben wir die Öffnungszeiten der Villa Merian nochmals angepasst: Das Restaurant bleibt bis auf Weiteres von Montag bis Freitag geschlossen. Am Samstag und Sonntag ist wie gewohnt ab 9 Uhr geöffnet. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

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AUF WIEDERSEHN DAHLIEN, HALLO VERGISSMEINNICHT

Letzte Woche hat das Gärtner-Team den Wechselflor auf die kommenden Monate vorbereitet. Hierfür wurden am Mühlidych beim Bauerngarten ca. 60 Dahlien aus der Sammlung von ProSpecie Rara zuerst auf Kniehöhe zurückgeschnitten um einen bessern Griff zu schaffen. Die Knollen wurden daraufhin vorsichtig mit der Grabgabel ausgehoben und die noch an der Knolle haftende Erde leicht abgeklopft. Anschliessend bekamen die Dahlien ihren zweiten Rückschnitt – dieses Mal handbreit. Weil die Knollen nächstes Jahr am Knollenhals wieder austreiben gilt es, diese Zone beim Knollenhals während dem Ausgraben und Rückschnitt vorsichtig zu behandeln und nicht abzubrechen. Die Knollen werden über den Winter im frostfreien Keller, wo es nicht zu feucht und auch nicht zu trocken ist, gelagert. Während dem Winter, wird das Gärtner-Team einen prüfenden Blick auf die Dahlien-Knollen in dem Keller werfen und verfaulte Stellen wegschneiden und auf Mäusefrass kontrollieren.

Damit die Fläche am Mühlidych beim Bauerngarten auch über den Winter hübsch aussieht, wurde ein Winter-Frühlingsflor kreiert, welcher mit rund 430 Pflanzen von sieben verschiedenen überwinternden Arten und Sorten bestückt ist. Damit diese noch von der Wärme profitieren und gut anwachsen können hat wurden die Dahlien schon jetzt, vor dem Frost ausgegraben.

Vom gelblichen Glanz der Zitronengelben Narzissen und dem Goldgelben Goldlack bis hin zum rosafarbigen Feuerwerk der Rosa Vergissmeinnicht - man kann sich schon jetzt auf das Wechselspiel der Farben freuen.

Beim Wechselflor werden die Knollen für den Frühlingsflor eingepflanzt