-

Flugwetter über dem Rhododendrontal

Eine grosse Esche musste gefällt werden. Sie war stark vom Hallimasch-Pilz befallen, so stark, dass auch kein Rückschnitt mehr möglich war. Also sollte sie raus – aber wie, wenn sie mitten im engen Wald steht?

In so einem Fall muss ein Helikopter her. Die Firma Rotex aus der Innerschweiz ist spezialisiert auf solche Aufträge. Der «K-Max K-1200» kann 2'700 Kilogramm Gewicht heben und das erst noch in heiklem Gelände.

Dabei ist Teamwork gefragt. Im Baum wurde gesägt und mit dem Helikopter wurde gehoben. Die Kronenteile wurden in vier Flügen ausgeflogen und auf der angrenzenden Wiese abgelegt. Hier wird das Holz später zu Holzschnitzeln verarbeitet. In weniger als einer Stunde war alles erledigt! Baum weg. 

-

Pflanze des Monats Februar

Schwarzkiefer
Pinus nigra

Bretter, die die Welt bedeuten, bestehen oft aus dem nicht knarrenden Holz der Schwarzkiefer. Auch Kolophonium, Terpentin und sogar ein antibakterieller Wirkstoff werden aus dieser Baumart hergestellt. Sie trotzt Kälte, Sturm und Trockenheit, doch zuviel Schnee kann zu Astbruch führen. Dank ihres tiefen und breiten Wurzelsystems eignet sie sich gut zur Bodenbefestigung.

Aus den Kronen alter Schwarzkiefern lässt sich in Frühsommernächten zuweilen lautes Fiepen vernehmen. Das kommt weder von verirrten Welpen noch von Flughunden – es sind die Bettelrufe junger Waldohreulen, welche sich im Schutz der dichten Zweige aufhalten. Trotz ihres Migrationshintergrunds – sie stammt aus den Mittelmeerländern – wird die Schwarzkiefer auch von vielen anderen Vogelarten geschätzt.

Diese Bäume mit ihren vermutlich 170 Jahren gehören zu den schönsten in den Merian Gärten; sie haben schon Christoph und Margaretha Merian in ihren letzten Jahren erfreut. Damit diese prächtigen Schwarzkiefern auch in den nächsten Jahrhunderten gesund bleiben, wird ihre Krone regelmässig von Baumpflegern – und nicht etwa von Kieferchirurgen! – kontrolliert und gepflegt.

Standort: Englischer Garten

-

Geophone in den Merian Gärten

Nanu? Was sind das für orangene Kästchen? Seit dieser Woche liegen auch in den Merian Gärten sogenannte Geophone aus.

Diese haben eine wichtige Aufgabe: Sie sind Messgeräte. Im Rahmen des Projekts «geo2riehen» untersuchen Wissenschaftler:innen die Beschaffenheit des Bodens tief im Untergrund, auch unter den Merian Gärten. Ziel ist es zu erforschen, wo sich Wärme aus dem Boden gewinnen lassen könnte – eine Chance für die Energieversorgung der Zukunft.

Bis Ende Februar sind dafür auch in den Merian Gärten zeitweise spezielle Fahrzeuge unterwegs. Diese fahren auf einer zuvor bestimmten Strecke, auf der sie alle 20 Meter stehen bleiben und leichte Vibrationen auslösen. Die Geophone spüren die feinsten Erschütterungen im Boden und halten diese fest. Mit den Informationen, welche sie sammeln, lässt sich später eine Karte des Untergrundes erstellen.

Die Vibrationen, die durch die Fahrzeuge ausgelöst werden, dauern jeweils eine Minute. Sie sind spürbar – etwa so, wie wenn ein Tram vorbeifahren würde. Unsere Tiere und Pflanzen werden dadurch nicht gestört.

Hinter dem Projekt stecken der Wärmeverbund Riehen (WVR AG) und die IWB.  Hier gibt es mehr Informationen zu den Arbeiten.

Bitte stören Sie die Geophone nicht bei ihrer wichtigen Arbeit und lassen Sie diese unberührt liegen. Vielen Dank!

-

Bald wird es grün

Wir pflanzen eine neue Hecke! Diese wird die Pfingstrosensammlung einfassen und ergänzt die Wildhecke, die schon hier steht.

Hauptsächlich setzen wir Immergrünen Liguster (Ligustrum ovalifolium) – rund 350 Stück. Diese Pflanze ist stark belaubt und wächst schön dicht verzweigt und kompakt. Damit bildet sie einen gleichmässigen Hintergrund für die Pfingstrosen.

Die bereits bestehende Wildhecke ist bunt gemischt, zum Teil auch mit einheimischen Spezialitäten wie Perückenstrauch, Felsenbirne oder Pimpernuss. Auch hier haben wir ergänzt – es sind rund 100 neue Pflanzen dazu gekommen.

Umbau Vorder Brüglingen
-

Bild der Woche

Die ersten Frühlingsboten, unsere Winterlinge wagen sich hervor und lassen sich vom noch rauen Wetter nicht beeindrucken.

-

Ungepflegt? Nein, extra!

Beim letzten Wiesenschnitt im Herbst lassen wir immer einige ungemähte Abschnitte stehen. Dabei wählen wir blütenreiche Stellen, die noch bis spät im Herbst Nahrung für Insekten bieten. Die Samen von Wiesenstauden wie z.B. Karde, Wilder Möhre, Natternkopf, Königs- und Nachtkerzen bieten später Vögeln Winternahrung.

Im sogenannten Altgras finden viele Insekten Unterschlupf. In hohlen Staudenstängeln überwintern Spinnen (z.B. Zwergspinne), Käfer (z.B. Marienkäfer) und die Eier von gewissen Heuschreckenarten.  Die Streuschicht des verdorrten Grases dient diversen Lauf- und Kurzflügelkäfern als Winterdomizil. Raupen verschiedener Falter verpuppen sich an Pflanzenteilen in der Nähe ihrer Futterpflanzen. Und junge Wespenspinnen verbringen den Winter in an Halmen angehefteten Kokons.

Also, ökologisch wertvoll! Und durchaus ästhetisch: die alten Pflanzenteile bilden in den winterlichen Wiesen eine reizvolle Struktur.

-

Ein gutes neues Jahr

Wir hoffen, Sie haben schöne Festtage verbracht und wünschen Ihnen alles Gute fürs neue Jahr. 

Unser Weihnachtsbaum wurde mit schönen, persönlichen Mitbringseln geschmückt! Ab dem 7. Januar bereiten die Geschenke ein zweites Mal Freude: Der Baumschmuck wird abgehängt und steht vor der Villa bereit. Wer mag, darf sich ein Stück auslesen und mit heim nehmen. Bis Montag, 10. Januar.

Mehr zum Weihnachtsbaum
-

Frohe Festtage

Wir wünschen Ihnen schöne Festtage! 

Wer in den Tagen vielleicht etwas frische Luft braucht, dem empfehlen wir natürlich einen Spaziergang in den Merian Gärten. Die Baustelle macht nämlich auch Pause - das heisst, man hört nichts ausser Vogelgezwitscher und den Wind in den Blättern...

Unsere Tipps: 

Unseren Weihnachtsbaum noch bis Weihnachten mit einem persönlichen Mitbringsel schmücken Mehr...

Beim öffentlichen Gartenrundgang am Sonntag, 2. Januar um 14 Uhr Geschichten lauschen Zum Kalender...

Auf dem Spielplatz toben 

Die Lämmer beim Schafstall besuchen So sehen sie aus...

Saftige Kiwis aus dem Verkaufsautomat beziehen (je nach Verfügbarkeit) 

Oder im Englischen Garten schlendern, auf dem Hochplateau in der Sonne träumen, in den Blättern rascheln, Eichhörnchen anfeuern (bei der Suche nach der verlorenen Nuss), Schneeglöckchen zählen, Baumrindenmuster nachzeichnen...

Vorder Brüglingen ist weiterhin gesperrt, aktuelle Einschränkungen finden Sie hier

Übrigens: Die Villa Merian macht Weihnachtsferien und behält vorerst die reduzierten Öffnungszeiten (nur Samstag & Sonntag) bei. Der erste Öffnungstag im 2022: Samstag, 8. Januar.

Die Merian Gärten sind durchgehend täglich geöffnet, von 8 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. 

-

Lämmer

Diese Jahr etwas früher als sonst: fünf Lämmer halten die Herde auf Trab. Kälteresistent sind die Bündner Oberländer Schafe ja eh!