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Rodung der Kirschlorbeerhecken

Die Rodungsarbeiten im Bereich zwischen den Gewächshäusern und dem Ökonomiegebäude gehen gut voran. Zurzeit werden die Kirschlorbeerhecken entfernt. Auch hierfür kommt der Bagger zum Einsatz. Beim Ausreissen der Kirschlorbeer achtet das Gärtner-Team darauf, mit den Baggerzähnen nicht die Wurzeln von den umliegenden Eichenbäumen zu verletzten. 

Weil aus den Kirschlorbeer-Wurzeln rasch wieder ein neuer Trieb wachsen kann, ist es wichtig möglichst alle Wurzeln im Erdreich zu entfernen. Im nächsten Frühling überprüft das Gärtner-Team dann, ob sie alle Wurzeln erfolgreich entfernt haben, oder ob doch noch einzelne Sprosse gewachsen sind.   

Der Kirschlorbeer hat seinen Ursprung in Südwestasien und gilt in der Schweiz als invasiver Neophyt. Dies bedeutet, dass die Pflanze nicht einheimisch ist und Schäden im ökologischem, sozialem und ökonomischen Bereich verursachen kann. Auf der «Schwarzen Liste» von InfoFlora sind alle invasive Neophyten aufgelistet welche solche Schäden verursachen können. Nebst dem Kirschlorbeer befinden sich noch weitere 57 Pflanzen auf dieser «Schwarzen Liste». Es gibt aber auch invasive Neophyten die zwar noch keine Schäden verursachen aber das Potential dazu haben. Diese Pflanzen sind auf der sogenannten «Watch List» und müssen überwacht werden.

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Das Labyrinth ist nun entfernt und die Rodungen gehen voran
Der Bagger entfernt die Kirschlorbeerbäume
Das Pflanzenmaterial wird abtransportiert
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Pflanze des Monats

Namenlose Aster (Symphyotrichum anonymum ‘Genpoolsalat’)

Haben Sie schon erlebt, dass Sie einen Pflanzennamen wissen wollten und kein Etikett gefunden haben? Das kann diverse Gründe haben: Manche Pflanzen wachsen schneller, als wir Gärtnerinnen und Gärtner rennen können. Liebenswerte Zeitgenossen verteilen die Schilder gerne kreativ im Garten; wir haben diese schon zu Lande, zu Wasser und im Gestrüpp wiedergefunden. Oder eine Pflanze steht mehrfach im Beet, ist aber nur einmal etikettiert.

Am Farbhügel kommen alle drei Varianten vor, aber der häufigste Grund für vergebliches Suchen sind namenlose Herbstastern. 2003 wurden hier diverse Sorten gepflanzt. Ein paar davon stehen noch hier, und mit etwas Glück findet man ihr Namensschild irgendwo im Dickicht. Seither säen sie sich aus, bastardisieren quer durch die Beete und verschwinden inzwischen in der Masse ihrer Nachkommen. Diese unterscheiden sich von den Eltern, sie weisen eher verwaschene Farben und kleine Blüten auf. Und jede Pflanze ist anders als die anderen.

In den ersten Jahren wurden langweilige oder stark wuchernde Sämlinge entfernt, andere umgepflanzt und einige sogar vermehrt. Inzwischen ist es eine individuelle Mischung, die sich jedes Jahr verändert. Einen Namen haben diese Astern natürlich nicht, und man kann sie nirgends kaufen. Doch wenn Sie Herbstastern in verschiedenen Farben, Wuchshöhen und Blütenformen in Ihren Garten setzen und die Sämlinge nicht jäten, haben Sie schon in wenigen Jahren Ihre ganz individuelle, wenn auch namenlose Überraschungsasternwolke.

Standort: Wenn Sie den Eingang St. Jakob nehmen, befindet sich auf der linken Seite am Farbhügel unsere Pflanze des Monats Oktober.

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Platz für den Umbau

Mit dem Beginn der Umbauarbeiten in Vorder Brüglingen braucht es eine Fläche für die Baustelleneinrichtung: ein Ort, an dem Material gelagert wird, wo die Bauarbeiter sich umziehen und Pause machen können und Maschinen abgestellt werden. Dieser wird zwischen dem Ökonomiegebäude und den Gewächshäusern geschaffen, dort, wo sich bisher der Nutzpflanzengarten und das Labyrinth befanden. 

Dazu begann das Gärtnerteam letzte Woche mit dem Entfernen der Hecken beim Labyrinth. Mit dem Einsatz von Motorsäge und Bagger (um Wurzeln zu entfernen) lichtete sich das Labyrinth innert wenigen Tagen. Die Arbeit geht auch im Nutzpflanzengarten weiter. Wertvolle Pflanzen sind bereits gesichert worden, vieles können wir später an einem neuen Standort wieder setzen. 

Wir sind bemüht, möglichst viele der Pflanzen, die wir nicht selber verwenden können, an andere Institutionen abzugeben. So werden die Fleischfressenden Pflanzen (Insektivoren) an einen anderen botanischen Garten abgegeben. Und vermutlich können zahlreiche, kleinere Buchspflanzen mitsamt Wurzeln in einem Feldversuch der Uni Basel verwendet werden.

Der Nutzgarten und das Labyrinth weichen nicht direkt für die Baustelleneinrichtung, sondern primär, weil es hier die grösste Neugestaltung gibt: Das Gewächshaus wird mit einem Aussenbereich für gärtnerische Arbeiten erweitert sowie mit einem neuen Pavillon für Topflager, Substratlager und ähnlichem. Ausserdem erhält unser Sortiment an Kübelpflanzen einen grossen Auftritt in diesem Bereich. Was jetzt unter den Linden etwas kahl aussieht, wird am Schluss der Bauarbeiten neu bepflanzt: an der Stelle vom Labyrinth wird der Nordgarten mit grünen Nischen und prächtigen Staudenbeeten erweitert.

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Auslichten an der Hangkante

Mehr Ausblick! Im Bereich der historischen Baumreihe zwischen Villa Merian und Vorder Brüglingen beginnt das Gärtnerteam mit Auslichtungsarbeiten. Gemäss unserer gartendenkmalpflegerischen Pflegerichtlinien soll die Hangkante hinter der Baumreihe besser wahrgenommen werden. Zu früheren Zeiten waren hier weniger bis gar keine Sträucher und die Kastanien und Linden betonten die Kante. Heute wachsen die Sträucher zum Teil bis in die Baumkronen rein. Mit den pflegerischen Arbeiten nehmen wir nun gezielt einige Sträucher zurück und öffnen so punktuell den Blick auf den Brüglingerhof.

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Am Sonntag ist HerbstGartenZeit!

Herbst ist Pflanzzeit! An der HerbstGartenZeit, unserem beliebten Pflanzenmarkt in Zusammenarbeit mit ProSpecieRara, bekommen Sie alles was Sie jetzt im Garten oder auf dem Balkon pflanzen können. Entdecken Sie ein breites Angebot an Wintergemüse-Setzlingen sowie Blumenzwiebeln, Obstbäumen, Beerensträuchern, Blütenstauden, Kräutern und Saatgut - darunter seltene ProSpecieRara-Sorten und das meiste in Bio-Qualität.

Der Markt findet am Sonntag, 20. September 2020 von 10 bis 17 Uhr in den Merian Gärten statt, aufgrund der Corona-Massnahmen ohne das übliche Begleitprogramm. Mehr unter www.herbstgartenzeit.ch

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Pflanze des Monats

Reispapierbaum (Tetrapanax papyrifer)

Fernreisen sind in der aktuellen Situation keine gute Idee. Wer die Tropen vermisst, kann sich als Ersatz die grüne Üppigkeit (oder zumindest einen Abklatsch davon) in den Garten holen. An geschützten Orten im milden Basler Klima gedeihen tropisch anmutende Schönheiten wie Zwergbanane, Bambus oder winterharte Begonien. Noch beeindruckender ist der Reispapierbaum; zwischen seinen urtümlichen Riesenblättern könnte jeden Moment ein Saurierkopf erscheinen. Im Handel existieren martialisch klingende Sorten wie ‘Rex’ (die Abkürzung T. Rex macht sich gut beim Verkaufsgespräch) oder ‘Steroidal Giant’, die sich aber nicht besonders von der Art unterscheiden.

Der Name Reispapierbaum ist irreführend. Aus dem Mark im Innern der Triebe wird ein wertvolles Papier hergestellt, von dem man anfangs dachte, es würde aus Reis gefertigt. Sogenanntes Reispapier wird aber auch aus einigen anderen Pflanzen hergestellt, sogar aus Reis – letzteres wird aber nicht beschrieben, sondern gegessen.

Reispapierbäume galten lange als kaum winterhart, oft half nicht mal ein guter Schutz. In den letzten Jahren sind aber Pflanzen mit besserer Winterhärte auf den Markt gekommen. Und sie gedeihen gut. Je nach Standort sogar zu gut: Berichte über währschaftes Gestrüpp mit hemmungsloser Ausläuferbildung mehren sich. Friert die Pflanze doch einmal zurück, erscheinen oft viele Nachkommen aus den Wurzeln, die in kurzer Zeit die tropische Üppigkeit wieder auferstehen lassen. Eingetopft bewurzeln diese sich rasch und eignen sich gut als kleines Geschenk für Leute mit grossen Gärten.

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UMPFLANZUNG DER IRIS

Die Merian Gärten beherbergen rund 100 verschiedene Wildiris. Diese bekommen nach dem Umbau einen neuen Standort in der Nähe der Hohen Bartiris – so ist die gesamte, weltweit einzigartige Irissammlung beieinander zu besichtigen.

Da die neuen Beete erst noch angelegt werden müssen, die Irispflanzen aber nur jetzt im Spätsommer oder Frühherbst umgepflanzt werden können, werden sie teilweise bereits ausgegraben und an einem Zwischenstandort eingepflanzt.

Beim Umpflanzen der Iris geht man ähnlich vor wie beim Teilen und Vermehren: Zuerst wird die komplette Pflanze mitsamt Wurzeln ausgegraben. Anschliessend wird das Speicherorgan, dass sogenannte Rhizom, mit einem sauberen Schnitt mit der Gartenschere gekürzt. Aus diesem Rhizom treiben im Frühling wieder neue Wurzeln aus. Anschliessend werden die Blätter in Form von einem Fächer zurückgeschnitten, damit die Pflanze stabiler ist. Die Iris, die keine Rhizome haben, werden komplett ausgegraben und mit Spaten oder Messer geteilt. 

Nachdem die Pflanze den gewünschten Rückschnitt erhalten hat, wird sie eingetopft. Dabei gilt es, die entsprechenden Anforderungen an die Erde zu berücksichtigen – manche Irisarten mögen es feucht, andere eher trocken oder sandig. Mit einer Namensetikette beschriftet, wird die Iris nun ins geschützte Zwischenquartier gebracht, wo sie überwintern wird.

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WASSER MARSCH! NEUE BEWÄSSERUNG IM BEERENGARTEN

Im Verlauf der vergangenen Tage wurde im Beerengarten ein automatisiertes Bewässerungssystem eingebaut. Hierfür wurden Rohre und Steuerelementen im Boden verlegt.

Das neue Bewässerungssystem ermöglicht ein präziseres Giessen. Das Wasser strömt in einem feinen Strahl knapp über dem Boden direkt zur Pflanze. Die Blätter der Beerensträucher bleiben so trocken, was die Anfälligkeit für Pilzerkrankungen senkt.

Dank dieser neuen Art der Bewässerung wird ausserdem Wasser eingespart und auch der Mergelweg wird weniger ausgewaschen. Für das Gartenteam stellt die automatisierte Bewässerung eine grosse Entlastung bei den Giessarbeiten dar, welche besonders an warmen Tagen sehr zeitintensiv sind. Weil nun vor allem nächtlich gegossen wird, profitieren auch die Besuchenden von geringeren Einschränkungen und trockeneren Füssen beim Besuch des Beerengartens.

Der Beerengarten ist für Besucher spätestens ab Ende Woche wieder frei zugänglich.

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ÜBERGANGSZUHAUSE FÜR DIE CLEMATISSAMMLUNG

In den kommenden Wintermonaten werden neue Kletterkonstruktionen für die Clematissammlung gebaut. Dazu müssen die alten Rankhilfen entfernt werden – und die Pflanzen in der Zwischenzeit an einem anderen Ort in Sicherheit gebracht werden.

Dazu werden jetzt im September und Oktober alle Clematis zurückgeschnitten. Bei vielen Sorten findet dieser Schnitt im Winter sowieso statt. Doch dieses Jahr schneidet das Gärtnerteam auch die Sorten, die üblicherweise gar nicht oder nur teilweise zurückgeschnitten werden, damit sie besser transportiert werden können.  

Ihr Übergangszuhause finden die Clematis direkt neben ihrem bisherigen Standort im Rasen. Hier wurden bereits drei Gruben ausgehoben, in die die Pflanzen nun einzeln eingesetzt werden. Weil sich die Pflanzen im Winter in der Vegetationsruhe befinden, bilden sie in dieser Zeit kaum Wurzeln aus. Die Clematis nehmen so keinen Schaden und es erleichtert es dem Gärtnerteam, im nächsten Frühling, die Clematis an ihren neuen Bestimmungsort einzupflanzen. Die Sammlung bleibt übrigens an ihrem Standort, dabei werden aber die Pflanzen in neuer Reihenfolge präsentiert. 

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Dyychwoche: Tag 4

Heute haben wir ganz normal wie immer weiter an unserer Baustelle gearbeitet und ein Paar Schüler und eine Lehrkraft befragt, wie sie die Woche eigentlich fanden. 

Wie hat die Woche bis jetzt gefallen? 
Herr Hauri: Sehr gut. Man hat gemerkt wie die Kinder gut und harmonisch zusammen gearbeitet haben. Gegen Ende der Woche hat man gemerkt das die Kinder schon etwas überanstrengt waren.
Alba: Es war relativ anstrengend aber das war auch gut weil man sich so etwas auslasten konnte. Ausserdem gab es auch viele erholsame und lustige Momente.

Was hat bis jetzt am besten gefallen?
Herr Hauri: Das die Kinder so gut mitteinander gearbeitet haben. Man merkt das eine gute Bindung unter den Kindern herscht. Der Mittwoch hat mir besonders gefallen.
Alba: Am besten hat mir der erste Tag gefallen als wir am Teich gearbeitet haben. Dort haben wir Pflanzen ausgerissen und vorallen gut zusammen gearbeitet. Was mir auch Spass gemacht war den Müll aus dem Bach zu fischen. as war sehr beindruckend. Ach ja, und natürlich dass wir Kubb gespielt haben. Im Grunde genommen hat mir die ganze Woche ganz gut gefallen.

Würden Sie/würdest Du dieses Projekt weiter empfehlen?
Herr Hauri: Das würde ich definitiv tun. Es wäre aber toll wenn die Lehrkräfte mehr Einfluss hätten.
Alba: Ja würde ich. Das Projekt gefällt mir sehr gut. Ich habe aber nur Kleinigkeiten dazu gelernt. 

Was hat Dir weniger gut gefallen?
Alba: Ich fand das Essen nicht gerade das beste aber es war okay. Ausserdem war es schade das wir aufgrund von Corona nicht selbst kochen konnten.

 

Über die Dyychwoche