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Ostergruss

die Lämmer erkunden den Schnee

Inbrünstig zwitschern die Vögel frühmorgens mit den ersten warmen Sonnenstrahlen. Das Aufziehen der Nachkommen beginnt - auch bei unseren Stalltieren! Die ersten Küken sind geschlüpft und viele weitere werden noch folgen. Und die jungen Kaninchen getrauen sich langsam aus ihrem Nest heraus und beginnen den Stall zu erspähen. Wir wünschen euch eine frohe Osterzeit!

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Pflanze des Monats April

Gelbes Japangras 'Hakonechloa macra Aureola'

«Blüten sind überbewertet.» (Alberte Instein)

Wir befinden uns im April. Ganz Brüglingen ist von Blüten besetzt… Ganz Brüglingen? Nein! Ein paar unblühsame Farne und Gräser hören nicht auf, dem Blütenwahn Widerstand zu leisten. Eines dieser heldenhaften Gewächse ist das gelbe Japangras. Im April treibt es erste zarte Spitzen, die aber im Rhododendrontal zunächst nicht weiter auffallen - dort knallen vorerst rosa, rote und blauviolette Blüten um die Wette.

Doch wenn sich der Farbrausch in bräunliche Blütenreste verwandelt hat, nimmt man endlich die betörende Schönheit des Japangrases wahr: Der elegante Wuchs! Dieses schmale Laub! Das aufregende Gelbgrün! Die wie mit feinstem Pinsel gezogenen Streifen! Im Halbschatten kommt es am besten zur Geltung, sei es unter Sträuchern, neben Hosta oder Farn, als einzelner Horst oder wogende Fläche, kombiniert mit Balkan-Anemonen und Gefingertem Lerchensporn… Sogar in der Vase macht es eine gute Figur. Seine diskreten Blüten legen im Spätsommer einen zarten Schleier über das Laub.

Das Japangras liebt ein halbschattiges, nicht zu trockenes Plätzchen. Spätfröste lassen es gelegentlich zerzaust zurück, doch ansonsten ist recht unkompliziert. Wird es im Winter unansehnlich, kann man es zurückschneiden, muss aber nicht. Es gibt nur wenige Stauden, welche von April bis November so attraktiv sind wie dieses Gras. Das schafft keine der knallbunten Frühlingsblumen!

Standort: beim Rhododendrontal

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Dahlien teilen

Wie geht das?

Ein Arbeitsbericht von unserer Gärtnerin:

Dieses Jahr haben wir 55 Dahliensorten geteilt. Gestern haben wir sie beim Teilen alle untersucht. Zwei Dahlien sind kaputt gegangen, drei davon haben kritische Knollen. Die Dahlien, welche kaputt gegangen sind, hatten im letzten Sommer wenig Zuwachs gemacht und vielleicht auch einen Pilz bekommen. Sie sind verschrumpelt und vertrocknet, teilweise bleibt auch nur noch eine Haut mit Stielansatz zurück. Die Dahlien werden frostfrei und dunkel überwintert. Bei uns im hohen Gewölbekeller der Berrischeune.

Beim Ausgraben lassen wir viel Erde an den Knollen. Die Erde hilft, die Knollen in einer Art Austrocknungsschutz während sechs Monaten von Oktober bis März zu halten.

Das Teilen ist eine Gefühlssache, denn viele der Knollen sind ineinander verwachsen und können auseinander gelöst werden. Manchmal braucht es auch einen Schnitt mit der Rebschere oder noch chirurgischer mit einem Messer. Wichtig ist, dass der Hals der Knolle dran bleibt. Denn hier treibt die Dahlie wieder aus. Wir unterscheiden Wurzelknollen von Sprossknollen, und wissen dadurch wie diese Wurzeln zu teilen sind. Die knollig verdickte Speicherwurzel der Dahlie (Wurzelknolle) treibt nur an ihrem Hals wieder aus. Sie wird niemals grün, auch wenn sie in der Sonne liegt. Im Gegensatz zur Kartoffel, welche ein umgewandelter Spross ist (Sprossknolle), mit Ansatzstellen von Blättern und einer chlorophyllhaltigen Haut.

Die Knollen werden in Töpfe gesetzt, die Zehen schön ausgebreitet - wie ein Tintenfisch. Die Stiele vom letzten Jahr sollte man ganz wegschneiden und mit ca. drei cm Erde bedecken. Nun stehen sie bei 16 Grad unter den Topftischen in den Gewächshäusern und werden in den nächsten Wochen erwachen und austreiben. Bis Mitte Mai werden sie etwas mehr ans Licht gestellt, vielleicht etwas zurückgeschnitten und dann in der Dahlienrabatte gepflanzt.

Auch wenn viele Dahlienknollen über den Winter Falten bekommen haben, das heisst Feuchtigkeit entwichen ist, sieht man, ob noch lebende Zellen vorhanden sind. Aber jedes Jahr bin ich aufgeregt und frage mich, ob sie alle noch leben. Und werde immer positiv überrascht!

Die überzähligen Dahlienknollen werden in den nächsten Wochen zum Verkauf am Marktstand angeboten.

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Schweissarbeit an den neuen Clematis-Gerüsten

Lange Wellen aus Armierungseisen ziehen den Hauptstreben entlang - die Schweissarbeit an den Clematis-Gerüsten ist in vollem Gange. Trotz Hagel  und Kälte blühen die Bauarbeitenden in ihrem Schaffen voll auf, und sehen in den geschweissten Klettergerüsten eher den Bau eines kleinen Ozeans im Grünen.

Die wellenartigen Strukturen haben aber nicht nur ästhetischen Charme. Die unterschiedlichen Abstände dienen als naturnahe Rankhilfe, wie sie sonst für Clematis auch an Bäumen und Sträuchern zu finden wäre. Somit hoffen wir, dass nicht nur die Bauarbeitenden, sondern auch die Clematis an den geschwungenen Gerüsten schon bald erblühen.

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Montage der Schraubfundamente

Schraubfundamente werden in den Boden bei den neuen Clematis Beeten verlegt

Damit die neuen, bis zu 4 Meter hohen Clematis Gerüste auch gut im Boden verankert sind, braucht es stabile Fundamente. Dafür werden Schraubfundamente eingesetzt. Diese speziellen Fundamente ähneln überdimensionalen, hohlen Schrauben und werden regelrecht in den Boden geschraubt. In die 1.30 m langen Schrauben werden anschliessend die Hauptstreben der Gerüste gestellt.

Im Gegensatz zu Betonfundamenten, wird bei Schraubfundamenten kein Beton benutzt. Die Bauarbeitenden müssen also nicht warten, bis der Beton ausgehärtet ist, um mit den Arbeiten fortzufahren. Dank des Verzichts auf Beton ist die Variante auch nachhaltiger. Schraubelemente beanspruchen zudem, mit einem Durchmesser von ca. 20 cm, deutlich weniger Platz als Betonfundamente, mit mindestens 30 cm Durchmessern. Dank dieser Platzersparnis bleibt so mehr Raum für die einzelnen Clematispflanzen.  

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Felix ist hier - aber nur zu Besuch

grauer Kaninchenbock Felix

Der Kaninchenbock Felix ist gerade zu Besuch bei unseren weiblichen Kaninchen, auch Zibben genannt. «Felix» steht für «der Glückliche und Erfolgreiche». Wir hoffen somit, dass er seinem Namen aller Ehre macht und unsere Zibben nach 31 Tagen Tragzeit neue Jungtiere werfen werden…und zwar nicht wenige! Bis zu zwölf Jungtiere aufs Mal kann eine Zibbe werfen. Und - bliebe Felix bei uns, so könnte jedes unserer drei Zibben sechs bis zwölf Würfe innerhalb eines Jahres liefern. Wir hätten somit bis zu 360 Jungtiere, welche ja ebenfalls noch Nachkommen bilden würden!

Die Merian Gärten sind zwar gross, doch hätten die Kaninchen frei Hand, so wäre vielleicht kein Schritt mehr möglich ohne den Blick vom Boden zu heben um das schöne Frühlingserwachen in den Merian Gärten zu geniessen! Deshalb bleibt Felix nur zu Besuch, und zieht weiter zu seinem nächsten Einsatzort.

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Freilegung von Baumwurzeln mit Luftdruck

Bauarbeiter legt Wurzeln mit Druckluftlanze frei

Die Vorbereitungen für die neuen Clematis Beete sind im vollen Gange: Nachdem es den genauen Verlauf der Beete markiert hat, trägt nun das Bauarbeiterteam die oberste Erdschicht ab. Die dabei entstehenden Gruben werden anschliessend mit einer 10 cm hohen Kies-Drainageschicht befüllt. Diese Kiesschicht sorgt zukünftig dafür, dass das Wasser gut in die tieferen Erdschichten abgeführt werden kann und es zu keiner Staunässe kommt. Die würde nämlich zum Verfaulen der Wurzeln führen. Über die Kiesschicht wird in einem weiteren Schritt das Clematis Substrat aufgeschüttet.

Einige der Clematis Beete verlaufen relative nahe an Bäumen entlang. Damit der Bagger beim Ausheben der Erde keine Wurzeln der Bäume verletzt, wurde der Boden im Vorfeld mittels Sondagen, also einer Untersuchung der Bodenschichten, von einem Spezialisten auf Wurzeln abgesucht. An den Stellen wo sich in der Erde dicke Wurzeln befinden, kommt anstelle des Baggers eine sogenannte Druckluftlanze zum Einsatz. Diese Lanze schiesst eine grosse Luftmenge ins Erdreich, wodurch die Erdschichten aufgelockert und abgetragen werden, ohne dabei den Baum zu beschädigen. 

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Nachwuchs bei den Schafen

die Lämmer erkunden den Schnee

Mitten im tiefsten Winter sind neun kerngesunde Lämmer auf die Welt gekommen!

In der Schafszucht werden alle männlichen Lämmer mit dem Anfangsbuchstaben des Vaters und alle weiblichen Lämmer mit dem Anfangsbuchstaben der Mutter benannt. Nun heisst der stattliche Schafsbock, welcher unsere Auen letzten Herbst besucht hat, Xuco. Unsere Landwirtin war bei der Namensgebung insofern gefordert, zumindest für die männlichen Lämmer!

  • Havanna hat am 19.Januar Zwillinge geboren: Xerxes und Xandro
  • Palü hat am 27.Januar Drillinge geboren: Xanto, Xeno, Pipa
  • Poppy hat am 28.Januar Zwillinge geboren: Xocolatl, Papaya
  • Haiti hat am 30.Januar ein ganz schwarzes Lämmlein geboren: Haya
  • Calla hat am 10. Februar ein schwarzes, mit vereinzelten weissen Sprenkeln versetztes Lämmlein geboren: Coco

Zum guten Glück haben Xuco und die Auen ihren Lämmern wahre «Bündner Oberländrigkeit» mit in die Wiege gelegt. Die hiesigen Minustemperaturen ähnelten eher dem typischem Winter-Klima der Bündner Alpen und schärten unsere Lämmer nicht. Ihr flauschiges und so verschiedenartig geflecktes Fell hielten sie warm und Xund! Doch überzeugen Sie sich selbst! Die Merian Gärten sind neu wieder auch bei den Tieren sowie beim Gemüse- und Kräutergarten geöffnet und die putzigen Lämmer können nicht nur digital, sondern auch real bestaunt werden!