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Soeben gesichtet

Ein Rehbock spaziert am Dachsbau vorbei. Wahrscheinlich ist es ein Jungtier, welches auf der Suche nach einem neuen Revier ist. Vor einigen Jahren konnten wir schon einmal ein Reh mit der Wildkamera fotografieren. Dauerhaft leben aber keine Rehe in den Merian Gärten.

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Wiedereröffnung am 6. Juni

Ab Samstag, 6. Juni sind die Merian Gärten für Besucherinnen und Besucher wieder geöffnet. Wir freuen uns darauf, Sie vor Ort zu begrüssen!

Zur Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeitenden haben wir einige Schutzmassnahmen ergriffen. Diese richten sich nach den Vorgaben von Bund und Kanton. Lesen Sie dazu auch das vollständige Schutzkonzept für den Publikumsbereich.

In Kürze gilt (ab 6. Juni):

  • Halten Sie jederzeit den Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen ein
  • Zur Zeit liegen keine Drucksachen (z.B. Flyers) auf 
  • Das Mühlemuseum bleibt vorerst geschlossen
  • Der Marktstand ist wieder in Betrieb
  • Die Villa Merian empfängt Sie wieder. Wir haben die Terrassenbestuhlung erweitert, damit die Abstände eingehalten werden können
  • Führungen finden wieder statt. Für Montagsführungen ist eine Anmeldung erforderlich. Für Sonntagsführungen ist eine Registration vor Ort erforderlich. Die Platzzahl ist beschränkt. Alle Informationen zu Führungen...
  • Sonntagsmatineen im Juni sind abgesagt. Wir prüfen eine Aufnahme der Konzerte zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Die Durchführung von weiteren Veranstaltungen erfahren Sie in unserem Kalender
Schutzkonzept Merian Gärten Führungen Infos und Anmeldung
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Der Marktstand im Juni

Pünktlich zum Sommerstart! Mit unserer Wiedereröffnung können wir Ihnen wieder Produkte aus den Gärten anbieten.  Ab Anfang Juni verkaufen wir wieder Eier, frisches Gemüse und Obst aus den Gärten am Markstand auf dem Brüglingerhof. 

Verkaufsautomat ab 8. Juni in Betrieb
Der Verkaufsautomat beim Marktstand ist schon ab 8. Juni mit einem kleinen Sortiment in Betrieb. Für Kunden steht Handdesinfektionsmittel parat. Alle Kontaktflächen (Verkaufsautomat, Kasse) werden täglich von einem Reinigungsunternehmen desinfiziert. Vor dem Nachfüllen des Verkaufsautomaten werden der Innenbereich und die Kontaktflächen gereinigt.

Bedienter Marktstand ab 11. Juni wieder wöchentlich 
Ab 11. Juni startet auch der Verkauf am bedienten Marktstand, immer Donnerstags, 10 bis 12.30 Uhr auf dem Brüglingerhof. Alle Produkte im Verkauf sind portioniert und abgepackt.

Jetzt aktuell:
Wir starten mit Eiern und der ersten Ernte aus dem Bauerngarten: Kohlrabi, Mairüben, Rettiche und wirklich schöner Kopfsalat. Dazu gibt es eventuell die ersten Erdbeeren (je nachdem, wie die Ernte am Tag vorher ausfällt). 

Marktstand auf dem Brüglingerhof, Donnerstags 10 bis 12:30 Uhr.

Mehr Marktstand
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Neues Beet für Pionierpflanzen

Hinter dem Lehmhaus entsteht eine neue Bepflanzung. Auf kiesigem Boden werden Winden, Gräser und Brennesseln entfernt und durch Natternkopf, Echtes Labkraut, Färber-Hundskamille, Gemeine Ochsenzunge und anderen einheimischen Pionierpflanzen und Stauden ersetzt. So soll ein artenreicher Lebensraum entstehen, der diverse Tiere (z.B. Insekten) anlockt.

Bereits im Februar wurde dazu der Oberboden abgetragen und die Fläche mehrmals gejätet. Ein Wurzelschutzvlies soll verhindern, dass die Winden sich erneut ausbreiten. Als Substrat dient ein Gemisch aus Birs-Kies, Humus und wenig Kompost. Letzte Woche wurden einige grosse Steine eingesetzt – dazu kam uns der Lastwagen mit Kran der Stadtgärtnerei zur Hilfe.

Nun folgen noch die Bepflanzung und Gestaltung und hoffentlich schon bald die ersten Schmetterlinge und Eidechsen.

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Schadstoffmessungen im Trockenbiotop

Im Trockenbiotop findet von März bis Oktober 2020 ein Pilotversuch für ein Forschungsprojekt des Bundesamts für Umwelt (BAFU) und anderen öffentlichen Institutionen statt. Dabei geht es darum, Schadstoffe in der Luft zu messen, denn es gibt bisher wenige Informationen zur Luftbelastung durch moderne Pflanzenschutzmittel.

In den aufgestellten Messgeräten (so genannten Passivsammlern) werden allfällige Einträge von Pflanzenschutzmitteln aus der Luft und aus dem Regen gemessen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt, bei dem Messmethoden getestet werden. Wenn sich erweist, dass sich die Messmethoden für den Nachweis der Pflanzenschutzmittel eignen, sollen sie später breiter eingesetzt werden, zum Beispiel auch in Untersuchungen zum Insektensterben.

Die Merian Gärten sind einer von neun Standorten, die in der Schweiz verteilt sind und verschiedene Situationen in Bezug auf Pflanzenschutzmitteleintrag abdecken sollen. Das Trockenbiotop wurde als „unbelasteter“ Standort ausgewählt, da hier keine Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden.

Die Messungen werden von der Firma Carbotech AG durchgeführt im Auftrag von einem Zusammenschluss verschiedener Institutionen welche das Vorhaben auch finanzieren: der EAWAG, dem BAFU, Sektion Luftreinhaltung und Chemikalien, dem Lufthygieneamt beider Basel (LHA), dem Nationalen Beobachtungsnetz Luft (NABEL), der OSTLUFT sowie den Kantonen Thurgau und Jura. Das Labor des Amtes für Umwelt Kanton Basel-Stadt unterstützt das Projekt mit der Methodenentwicklung.

 

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Gartenfreuden

Leuchtendes Grün, frisch gemähter Rasen, Blüten die bald aufgehen, sanfte Farben im Rhododendrontal, kräftige Wiesen, Regentropfen und Morgenlicht: das erfreut uns im Moment. Die Fuchsien werden nach und nach aus dem Gewächshaus an ihren Sommerstandort gebracht. Und, schwer über das Internet zu transportieren, aber wir versuchen es  - der Duft im Silberhang hinter den Gewächhäusern ist unglaublich schön, es riecht nach Lavendel und mediterranen Kräutern, es hat was Würziges und gleichzeitig Liebliches und erinnert an Ferien in Südfrankreich...

Wir freuen uns, Sie schon in wenigen Wochen wieder in den Gärten zu begrüssen, dann können Sie sich selbst ein Bild davon machen! 

(Von unserem Team vor Ort fotografiert)

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Energy-Shot für Gemüsepflanzen

In der biologischen Gartenpflege wird auf ökologische Mittel zur Düngung und Schädlingsbekämpfung gesetzt. Ganz frisch haben wir Brennessel-, Artemisia-, und Hühnermistjauche hergestellt.

Für eine Jauche wird Wasser in einem Gefäss – wir verwenden Plastiktonnen – mit Pflanzenmaterial oder Hofmist, in unserem Fall Hühnermist versetzt. Dann wird sie mit einem luftdurchlässigen Stoff abgedeckt und zwei Wochen stehen gelassen. In der Zeit beginnt das organische Material zu gären. Das stinkt ordentlich! Dennoch muss täglich umgerührt werden, damit Luft hineingelangt, denn dieses fördert die Umsetzung des Materials.

Nach zwei Wochen wird das Pflanzenmaterial abgesiebt, dann ist die Jauche einsatzbereit. Zum Ausbringen wird sie allerdings noch verdünnt.

Brennesseljauche verwenden wir als Dünger im Bauerngarten für Gemüse. Auch die Jauche aus Hühnermist gibt einen kräftigen Stoss Stickstoff.

Die Artemisiajauche hält Schadinsekten fern. Wir testen sie dieses Jahr im Bauerngarten, ob sie Erdflöhe vertreiben kann, denn dies sind lästige Schädlinge im Gemüsegarten.

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Kartoffelaktion! Und ein Urwald im Gewächshaus

Grosse Kartoffel-Setz-Aktion für Schule und Landwirtschaft. Das was sonst die Schulklassen in wenigen Stunden erledigen, hat jetzt das Merian-Gärten-Team mit vereinten Kräften übernommen. Einen Tag hat es gedauert bis der Acker vorbereitet war, alle Quecken herausgerissen waren (ein hartnäckiges Gras welches als Unkraut unerwünscht ist) und hunderte Kartoffeln in den Boden gesetzt waren, sorgfältig auf Schafwolle gebettet. Diese stammt übrigens von unseren Tieren und liefert den Kartoffeln Nährstoffe. 

Auch im Gewächshaus fehlen die Kinder! Aus den Setzlingen, die wir zu Beginn der Corona-Krise für die Schülerinnen und Schüler gesetzt haben, sind kräftige Pflanzen geworden. Besser gesagt ist ein ganzes Dickicht aus Petersilie, Schnittlauch, Möhren und Ringelblumen entstanden - und Unkraut! Da wird sichtbar, wie viel die Kinder leisten, wenn sie da sind. Denn alleine schaffen wir es kaum, alles fein säuberlich zu jäten.

Die grossen Salatköpfe können wir schon bald ernten und in die Schulhäuser bringen. Der Kohlrabi und der Fenchel darf noch ein wenig weiter wachsen, auch die Kräuter gedeihen weiter. Denn wenn die Schulklassen ab 8. Juni wieder kommen dürfen, können die Kinder dann doch noch selber etwas aus den Beeten ernten.

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Gartenfreuden

Gartenfreuden heute mit Blick in die Anzucht - hier vermehren wir im Jahr tausende von Pflanzen über Samen oder als Steckling. Im Frühjahr ist Hochsaison im Gewächshaus! 

In der Irissammlung fangen immer mehr Sorten an zu blühen, auch der Silberhang entwickelt sich prächtig. Wir mähen den Rasen, setzen und säen und jäten und pflegen, damit die Gärten so schön sind wie gewohnt wenn wir bald wieder öffnen können. Und: die Mauersegler sind zurück! Sie verbringen den Winter in Afrika und treffen jedes Jahr pünktlich auf Anfang Mai zum Brüten in den Merian Gärten ein. 

(Von unserem Team vor Ort fotografiert)

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Pflanze des Monats Mai

Pfingstrose ‘Sarah Bernhardt’
Paeonia lactiflora ‘Sarah Bernhardt’

Exzentrisch, divenhaft und vergöttert: Sarah Bernhardt war die erfolgreichste Darstellerin ihrer Zeit. Sie brillierte im Theater und später im Stummfilm. Nach einer kurzen und finanziell desaströsen Ehe ging sie zur Geldbeschaffung auf Europa- und später auch auf Welttournee, was ihr weltweite Verehrung brachte. Sie übersetzte zudem Theaterstücke, schrieb Bücher und leitete mehrere Theater. Sie beschäftigte sich mit Malerei und Bildhauerei, verdrehte nebenbei etlichen Männern den Kopf und inspirierte Marcel Proust zu einer Romanfigur. Am Pariser Konservatorium hatte sie eine Professur, wurde Mitglied der Ehrenlegion, spielte aber auch im ersten Weltkrieg in Scheunen und Lazaretten hinter der Front Theater für die Soldaten. 1915 musste sie sich ein Bein amputieren lassen, was sie jedoch weder vom Theaterspielen noch von einer weiteren Tournee durch die USA abhielt. Und das mit über 70 Jahren!

Da erstaunt es nicht, dass Victor Lemoine, ein überaus erfolgreicher Gärtner, im Jahre 1906 eine seiner schönsten Züchtungen nach ihr benannte: Die Pfingstrose ‘Sarah Bernhardt’. Sie strotzt nur so von guten Eigenschaften: Kräftige Stiele, guter Wuchs, reiche Blüte, Gesundheit und schönes Laub. Sie ist weniger launisch als ihre Namenspatin, aber man sollte ihr während der Blütezeit eine Stütze geben. Ansonsten benötigt sie nur einen sonnigen Platz, etwas Wasser und guten Boden.

Sarah Bernhardt und ‘Sarah Bernhardt’ haben beide ein hohes Alter erreicht: Die Schauspielerin wurde 78 Jahre alt, die Pfingstrose weit über 100 Jahre; sie wird inzwischen weltweit als Schnittblume kultiviert. Noch immer begeistert sie die Menschen durch ihre Schönheit, ganz so wie einst Sarah Bernhardt, die Göttliche.