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Fuchs und Dachs begegnen sich

Wildkamera Foto auf dem ein Dachs und ein Fuchs zu sehen sind

Erinnern Sie sich noch an die Fotos der jungen Füchse und Dachse, welche die Wildkamera im April vergangenen Jahres aufgezeichnet hat? In der ersten Januarwoche ist es nun zum ersten Mal gelungen, die direkte Begegnung von einem Fuchs und einem Dachs auf einem Foto festzuhalten. 

 

 

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Neue Tagverstecke und Wochen-
stubenquartiere für Fledermäuse

Eisige Temperaturen, geschlossene Eingangstore und ein die Gärten umhüllender grauer Schleier – befinden sich die Merian Gärten etwa im Winterschlaf? Auch wenn dies auf den ersten Blick so erscheinen mag, sind die Mitarbeiter*innen weiterhin fleissig ihre Arbeiten am Verrichten und auch der Umbau geht weiter voran. Es gibt aber schon die einen oder anderen wilden Gartenbewohner, die sich zurzeit im Winterschlaf befinden - wie zum Beispiel die Fledermäuse.

Begegnungen mit diesen Flugkünstlern beschränken sich meist auf die sommerliche Jahreshälfte und sind meist nur von kurzer Dauer– um genau zu sein ein paar Flügelschläge. Generell scheinen diese Säugetiere ein heimliches Leben zu führen. Das Nachweisen von Fledermäusen ist nicht einfach, ist aber mit Geräusche-Detektoren, sogenannten BAT-Loggern, und Spurensuche möglich. Wie der GEO-Tag der Natur im Jahr 2017 gezeigt hat, kommen in den Merian Gärten mindestens fünf der 30 in der Schweiz vorkommenden Arten vor: Grosser Abendsegler, Rauhautfledermaus, Weissrandfledermaus, Zwergfledermaus, Mückenfledermaus. Vermutlich sind weitere Arten wie Braunes Langohr und Wasserfledermaus anwesend.

Fledermäuse in der Schweiz bewohnen typischerweise Baumhöhlen und Gebäude (unter Ziegeln, hinter Fensterläden und in Dachstöcken). Nachdem man in den Merian Gärten im Jahr 2019 an der Aussenseite von verschiedenen Gebäuden Fledermauskästen angebracht hat, wurden in den vergangenen Wochen weitere Überwinterungsquartiere und Tagverstecke respektive Wochenstubenquartiere für Gebäude-bewohnende Fledermausarten geschaffen. (Wochenstuben sind die Orte, wo die trächtigen Weibchen zusammentreffen, um dort die Jungen zur Welt zu bringen und diese dort auch gemeinsam aufziehen).

Im Keller der Berrischeune wurden Ziegel als Unterschlupf für überwinternde Fledermäuse platziert. Im Dachstock wurden Jutesäcke aufgehängt und Holzkonstruktionen angebracht, welche den Fledermäusen als Tagverstecke respektive Wochenstubenquartiere dienen können. Zudem wurden die Fenster beim Dachstock geöffnet, um einen Zugang für die Fledermäuse zu schaffen. Auch im Milchhüsli wurden Jutesäcke als Tagverstecke respektive Wochenstubenquartiere aufgehängt.

Damit diese neuen Verstecke auch ihren Nutzen erfüllen, muss auf folgendes geachtet werden:

Tagverstecke und Wochenstuben sollten ungestört, eher warm und ohne Zugluft sein. Überwinterungsquartiere sollten frostsicher und feucht sein, damit die Flughäute und Ohren der Fledermäuse nicht austrocknen.

 

Den Fledermäusen ganz nah sein:

Möchten Sie mehr über diese geheimnisvollen Tiere erfahren und ihnen ganz nah kommen, dann ist die Fledermausnacht genau der richtige Anlass. Mehr Informationen zur Fledermausnacht finden sie hier.

Neue Holzkonstruktion im Dachstock der Berrischeune.
Nebst den neuen Holzkonstruktionen dienen auch die Jutesäcke den Fledermäusen als Tagverstecke und Wochenstuben.
Ziegel dienen als Unterschlupf für überwinternde Fledermäuse.
Über die geöffneten Fenster gelangen die Fledermäuse in den Dachstock.
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Neulich auf der Wildkamera

Wo sich Fuchs und Hase — aber nein! Wo sich Biber und Waldkauz zum Mitternachtsschwumm treffen... 

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Bild der Woche

Landsommer in den Merian Gärten: Die Naturschutzwiesen blühen jetzt besonders schön! Wildbienen, Hummeln, Schwebefliegen und Käfer aller Art tummeln sich in dem reichen Blütenangebot und es duftet nach Thymian und Johanniskraut. 

 

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Fledermausnacht auf August 2021 verschoben

Aufgrund der Situation rund um das Coronavirus haben wir gemeinsam mit unserem Partner Pro Chiroptera entschieden, die geplante Fledermausnacht in den Merian Gärten um ein Jahr zu verschieben. 

Neu findet der Anlass am letzten Augustwochenende 2021 statt. Der Anlass am 28. August 2020 wird nicht durchgeführt.  

Merken Sie sich also schon mal das Wochenende vom 28./29. August 2021 vor! Es erwartet Sie eine spannende Nachtexkursion, auf der Sie zusammen mit Fachleuten Fledermäuse aufspüren. Und bis es eindunkelt gibt es für Klein und Gross viel über Fledermäuse zu erfahren, leckere Verpflegung und gute Gesellschaft am offenen Feuer. 

Fledermausnacht 2021
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Soeben gesichtet

Ein Rehbock spaziert am Dachsbau vorbei. Wahrscheinlich ist es ein Jungtier, welches auf der Suche nach einem neuen Revier ist. Vor einigen Jahren konnten wir schon einmal ein Reh mit der Wildkamera fotografieren. Dauerhaft leben aber keine Rehe in den Merian Gärten.

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Neugierige Jungtiere

Was für tolle Bilder! Die Wildkamera erfreut uns mit ganz besonderen Aufnahmen. Über die Ostertage fotografierte die Kamera in der Nacht zwei junge Dachse, die aus den Bau schauen und vor dem Eingang herumtollen. Und nur zwei Tage später liefen zwei junge Füchse vor die Linse! 

Die Jungtiere schätzen wir auf circa 2 Monate alt. Füchse gehen in dem Alter schon ohne ihre Eltern auf kurze Erkundungstouren; hier schauen sie neugierig in den Dachsbau.

Möglicherweise wohnen diese Füchse und Dachse im selben Bausystem, in eigenen Höhlen mit unterschiedlichen Eingängen.  Das Bausystem vom Dachs ist inszwischen recht gross und zeiht sich durch die ganzen Gärten. Es ist bekannt, dass Fuchs und Dachs sich den Bau teilen, auch wenn sie sich eher dulden, als gut vertragen.

Die Dachse haben seit Jahren immer wieder Junge in diesem Bau, in anderen Jahren waren es schon dreit aufs Mal. Bei den Füchsen haben wir zum ersten Mal Jungtiere auf der Kamera.

(Bilder zum Vergrössern anklicken)

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Soeben gesichtet

Da ist offensichtlich der Dachs am Werk: Die Laubspuren auf dem Weg deuten darauf hin, dass die Dachse ihren Bau auspolstern. Wahrscheinlich haben sie Junge, denen sie nun ein weiches Nest bereiten.

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Mauerbienen

Gar nicht so einfach, bei dem Gewusel ein Foto zu machen! Was auf dem Bild schwer zu erkennen ist, ist beim Lehmhaus kaum zu übersehen. Hunderte Wildbienen schlüpfen jetzt aus ihren Brutröhren.  Die völlig harmlose Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) ist ausgesprochen hübsch: Die Weibchen haben einen rostrot bepelzten Hinterleib, während die kleineren Männchen an ihrer weissen Gesichtsbehaarung gut zu erkennen sind.

Die Gehörnte Mauerbiene besucht Blüten von vielen verschiedenen Pflanzenarten, wie zum Beispiel Lerchensporn, Hahnenfuss, Ahorn oder Weiden. Sie nistet in Hohlräumen aller Art und nimmt, wie bei uns in den Merian Gärten, auch gerne Nisthilfen an. Als ihr ursprünglicher Lebensraum werden Steilwände an Flussufern vermutet. 

Die Wildbienen leben nicht in einem Staat wie die Honigbienen, sondern solitär: Jedes Weibchen legt in einem Hohlraum seine Brutzellen an, die es jeweils mit feuchter Erde oder Lehm verschliesst (beim Lehmhaus bedienen sie sich direkt an der Wand!). In die Brutzelle wird jeweils ein Ei gelegt und ein Pollen- und Nektarvorrat angelegt. Wenn die Larve schlüpft, zehrt sie von diesem Vorrat. Im Sommer verpuppt sich dann die Wildbiene und bleibt bis im kommenden Frühling im Kokon. Kaum geschlüpft, paart sie sich schon und es geht von Neuem los.